Bei meiner gestrigen entspannenden Lesestunde kam mir ein kurzer Artikel unter, der sich mit Glutamat beschäftigte.
Kaufe ich irgendwelche Gewürzmischungen oder Saucen, achte ich recht penibel darauf, ob darin Glutamat, also Geschmacksverstärker enthalten ist. Manchmel kommt man nicht umhin und muss diesen Bestandteil in Kauf nehmen, besonders bei asiatischen Würzmitteln.
Nun lese ich, das allseits verdammte Glutamat – man sagt ihm auch nach, neurologisch betrachtet ein Suchtmittel zu sein – wird vom Körper selbst gebildet. Ja, ist sogar für die Immunabwehr und für den Muskelaufbau zuständig.
Von den einen verdammt, zum Beispiel jenen, die beim Chinesen rot wie eine Tomate anlaufen und Atembeschwerden bekommen und von den anderen als nicht gefährlich angesehen.
Glutamat kommt auch in sehr reifen Lebensmitteln, wie Tomaten, Käse vor. Beides Lebensmittel, die ich wegen meiner Histaminintoleranz meiden sollte (ächz), oder ist es das Glutamat, das mir so zusteigt?
Aber so schlecht kann es nun wieder auch nicht sein, denn Glutamat wird auch als nicht essenzielle (heißt das nicht notwendige?) Aminosäure von unseren Körperzellen produziert und dient unter anderem als Botenstoff für unser Gehirn. Aha, also doch süchtig. Essentielle Aminosäuren sind hingegen wieder für unseren Stoffwechsel sehr wichtig und müssen durch Nahrung zugeführt werden. Verwirrt?
Wer künftig darauf achten will, ob ein Lebensmittel Glutaminsäure enthält, achtet auf die Kennzeichnung E620-E625.
Ich glaube, das war eine ziemlich unnötige Information, aber ich wollte sie geistig ein wenig verarbeiten und euch damit positiv belasten.
Vielleicht hat jemand eine Idee, welche Tänze körpereigene Glutamate in unseren Körper verursachen und ob das tatsächlich essentiell ist.