Glutamat

Bei meiner gestrigen entspannenden Lesestunde kam mir ein kurzer Artikel unter, der sich mit Glutamat beschäftigte.

Kaufe ich irgendwelche Gewürzmischungen oder Saucen, achte ich recht penibel darauf, ob darin Glutamat, also Geschmacksverstärker enthalten ist. Manchmel kommt man nicht umhin und muss diesen Bestandteil in Kauf nehmen, besonders bei asiatischen Würzmitteln.

Nun lese ich, das allseits verdammte Glutamat – man sagt ihm auch nach, neurologisch betrachtet ein Suchtmittel zu sein – wird vom Körper selbst gebildet. Ja, ist sogar für die Immunabwehr und für den Muskelaufbau zuständig.
Von den einen verdammt, zum Beispiel jenen, die beim Chinesen rot wie eine Tomate anlaufen und Atembeschwerden bekommen und von den anderen als nicht gefährlich angesehen.
Glutamat kommt auch in sehr reifen Lebensmitteln, wie Tomaten, Käse vor. Beides Lebensmittel, die ich wegen meiner Histaminintoleranz meiden sollte (ächz), oder ist es das Glutamat, das mir so zusteigt?

Aber so schlecht kann es nun wieder auch nicht sein, denn Glutamat wird auch als nicht essenzielle (heißt das nicht notwendige?) Aminosäure von unseren Körperzellen produziert und dient unter anderem als Botenstoff für unser Gehirn. Aha, also doch süchtig. Essentielle Aminosäuren sind hingegen wieder für unseren Stoffwechsel sehr wichtig und müssen durch Nahrung zugeführt werden. Verwirrt?

Wer künftig darauf achten will, ob ein Lebensmittel Glutaminsäure enthält, achtet auf die Kennzeichnung E620-E625.

Ich glaube, das war eine ziemlich unnötige Information, aber ich wollte sie geistig ein wenig verarbeiten und euch damit positiv belasten. :-D Vielleicht hat jemand eine Idee, welche Tänze körpereigene Glutamate in unseren Körper verursachen und ob das tatsächlich essentiell ist.

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8 Kommentare

Eingeordnet unter Ent(e)deckt, küchenente

8 Antworten zu “Glutamat

  1. Glutamate sind u.a. für die Informationsübermittlungen von einer Nervenzelle zur anderen über die Synapsen, verantwortlich. Ohne geht nichts. Ein Zuviel führt bei vielen Menschen zu Unruhe und Schlaflosigkeit. Wenn mir an Schlaf gelegen ist, vermeide ich abends Nahrungsmittel mit hohem Glutamatgehalt.

  2. Karl H.

    So unnötig war diese Information gar nicht, ich fand es sehr interessant! Vor allem, weil mir empfohlen wurde, viel Tomatensaft zu trinken. Du tust mir nur leid, daß Du auf Käse verzichten sollst, fällt Dir das nicht schwer?

  3. Das ist noch nicht alles! Wenn Hefeextrakt verwendet wurde enthält er auch Unmengen von Glutamat nur muss das dann nicht gekennzeichnet werden! Und wenn du eine Histaminintoleranz hast, dann muss das nicht gleichbedeutend sein, dass dir das Glutamt nicht bekommt. Kannst du denn reife Tomaten essen! Normalerweise kippen die Leute bei den Chinesen nur deshalb um, weil die zulässigen Höchstwerte an Glutamatzusatz überschritten wurden.

  4. @lamiacucina: Unruhe, sehr interessant, denn das habe ich nicht gewusst. Muss ich beobachten, ob ich nach einer Frühlingsrolle, eine Rolle rückwärts im Bett schlage.

    @Karl H.: Gereiften Käse darf ich nicht essen, Ziegenkäse zum Beispiel schon. Man muss mit manchen Einschränkungen leben, wenn sie sich körperlich so negativ auswirken. Shit happens.

    @Ulrike: Hefeextrakt? Wofür ist das denn im Essen notwenig, doch nicht als Würzmittel, oder? Beim Brotkauf achte ich darauf, dass es mit Sauerteig versetzt wurde.

  5. Es kommt wieder mal auf die Menge darauf an. In meinen Beginnings erinnere ich mich noch mit 10 kg Kübeln des Geschmacksverstärkers hantiert zu haben. Inzwischen ist Glutamat in der Profiküche weitgehend verschwunden, unbestätigenderweise bin ich der Meinung dass es gar gesetzlich verboten ist.
    Jedenfalls greift dieses Gift unsere Gehirnzellen an und kann eine Schrumpfung verursachen. Auf gut Deutsch “Wir essen uns blöde”.
    Zu finden ist es fast überall wie zb auch Knorrsuppen und in vielen Fertiggerichten. Auch Aromat, das meines erachtens sinnloseste Gewürz in unseren Breiten, enthält Glutamat.

  6. @Dandu: 10 Kilokübel – mir wird ganz anders. Suppenwürze verwende ich schon hin und wieder, wenn ich keine Suppe bei der Hand habe, aber hauptsächlich die Bio-Gemüsewürze, die keine Geschmacksverstärker haben soll (laut Etikett).
    Aromat – ich kann mich erinnern, das hat man früher sogar über die Petersilerdäpfel geworfen. Damals als man noch Toast Hawaii und Holsteinschnitzel gegessen hat. ;-)

  7. Ich brauche ja jetzt schon beim Einkaufen Stunden, da ich sämtliche Etiketten genau lese…..und, meistens alles ablehne, wo E auch nur draufsteht, was aber gar nicht so einfach ist!

    Ich werde mir die Glutamat Bezeichnungen merken, danke Dir!, aber, ich kaufe eh nur fertig Joghurt, da dürfte das nicht drin sein…..Aber wer weiss?!

  8. @Bolli: Um das “E” wird auch viel gesagt, was teilweise nicht stimmt. Was war denn einmal für Gerücht mit Gummibärlis, die krebserregend sind, aber nur eine Farbe? Joghurt, da gibt es auch das Gerücht mit Sägespänen, das ich nicht glaube.
    Im Prinzip versuche ich alles selbst zu würzen und keine Gewürzmischungen zu nehmen, dann kann man vieles schon ausschließen. Wenn ich doch zu Fertiggerichten greife, weil es einfach einmal schnell gehen muss, dann werde ich daran schon nicht sterben. Im Prinzip wissen wir ja gar nicht, was wir im Restaurant vorgesetzt bekommen. Wenn du im Kommentar von Dandu liest, in welchen Einheiten sie früher Glutamat kauften, um das Essen schmackhaft zu machen, dann wird mir gleich anders.

    Essen soll auch Genuss sein und nicht beim Einkauf schon zu Stress ausarten. Daher was leicht zu vermeiden ist, vermeide ich, an allem anderen werde ich vielleicht sterben. ;-)

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