Entegutallesgut

Mai 27, 2008

Fromme Helene – züchtige Birnentorte

Gespeichert unter: küchenente — entegutallesgut @ 12:05
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»Na, Lene! hast du’s schon vernommen?
Der Vetter Franz ist angekommen.«
So sprach die Tante früh um achte,
Indem sie grade Kaffee machte.

»Und hörst du, sei fein hübsch manierlich
Und zeige dich nicht ungebührlich,
Und sitz bei Tische nicht so krumm
Und gaffe nicht soviel herum.
Und ganz besonders muss ich bitten:
Das Grüne, was so ausgeschnitten -
Du ziehst mir nicht das Grüne an,
Weil ich’s nun mal nicht leiden kann.«

Wilhelm Busch hat dieser Blogeintrag heute nicht zum Thema, obwohl es sich ganz nett darüber plaudern lässt.

Ein Blogfreund hat mir regelrecht Zähne nach einer Torte gemacht, die ich unbedingt probieren musste. Nun gibt es einige Rezepte einer Birne Helene, nur das eine Rezept hatte dies, dem anderen fehlte das und so habe ich einfach meine „Fromme Helene“ zusammengestellt und abgeändert. Die Namensgebung war klar, damit sie nicht unter den vielen Birnentorten untergeht. ;-)

Am Vortag die Birnenfüllung vorbereiten

2 Dosen (Asche auf mein Haupt) halbe Kompottbirnen, oder dementsprechend frische Birnen, schälen und in nachstehendem Sud langsam weichkochen und über Nacht stehen lassen.
200 ml Wasser
10 dag Kristallzucker
, beides bis zum kleinen Flug kochen (es brizzeln die aufsteigenden Blasen)
1 Zimtstange
Vanilleschote ausgeschabt und mitkochen
Geschälte, geviertelte (oder halbiert, je nach Größe) Birnen einlegen und weichkochen
oder
die Kompottbirnen über Nacht einlegen
und einen Schuss Birnenschnaps dazu (vorher kosten, ob er auch gut ist :-) – mMeiner war aus Südtirol, ein Rhoner.)

Oft liest man mehr als wie genug.
Die Flasche ist kein Liederbuch.

Für den Boden einen Mürbteig bereiten

18 dag Mehl
4 dag Staubzucker
1 Pkt. Vanillezucker
2 EL Milch
10 dag kalte Butter in Stückchen geschnitten

Die Zutaten alle miteinander verkneten. Wenn der Teig zu weich ist, im Kühlschrank ca. 1/2 Stunde rasten lassen und dann auf einem Backtrennpapier eine runde Form auswalken. In die Kuchenform legen und bei 12 Minuten, 180° C backen.

Biskutitteig

2 Eier
5 dag Zucker
4 dag Mehl + 1 EL Speisestärke
1/2 TL Backpulver

Eier trennen und das Eiweiß mit 2 EL kaltem Wasser zu Schnee schlagen, dann den Zucker zufügen und weiterschlagen, die Dotter abwechselnd mit der Mehl/Stärkemischung unterheben.
Auf dem gebackenen Mürbteigboden verteilen und bei 170°C ca. 15 Minuten backen (weiß ich jetzt nicht so genau wie lange).

Den nun fertigen Boden auskühlen lassen, aus der Form nehmen und in einen Tortenring stellen, anschließend mit Schokoladenglasur bestreichen. (Habe ich gemacht, damit der Tortenboden nicht gleich so durchnässt ist. Außerdem erweist sich der Mürbteiguntergrund als sehr guter Stabilisator und die Torte klebt dann nicht mehr so am Tortenteller fest.)

Die weichgekochten und aromatisierten Birnenhälften nun auf den Teig legen und die verbliebene Flüssigkeit mit einem Säckchen Tortengelee (oder eingeweichten Gelatineblättern) auflösen und die Früchte damit überziehen.
Auskühlen lassen, damit das Gelee stockt.

In der Zwischenzeit die Mascaroponecreme bereiten

Dort die Damen mit den süßen,
Himmlisch hohen Prachtpopös.

25 dag Mascarpone (ich habe die Leichtversion genommen – 21% F.i.Tr  damit der Prachtpöpö nicht noch größer wird.)
12 dag dunkle Schokolade zerlassen und untermischen
1/4 l Schlagobers geschlagen unterheben
und zum Schluss noch ein ordentlicher Schuss Schokolikör (vorher kosten, ob er auch gut ist! :-) )


Es ist ein Brauch von alters her:
Wer Sorgen hat, hat auch Likör!

Die Creme auf die Torte streichen und ein paar Stunden kühl stellen. Vor dem Servieren ein paar Schokospäne darüberhobeln. Ein hübscher Kontrast wäre, wenn man hätte, weiße Schokolade.

Wo mit weichen Wogebusen
Man schön warm beisammen sitzt,
Wo der hehre Chor der Musen,
Wo Apollo selber schwitzt.

Espressomaschine aufdrehen und ein Stück genießen!

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