Entegutallesgut

Juli 31, 2008

Sanfter Texttod

Gespeichert unter: Die Welt, befindlichkeiten — entegutallesgut @ 10:04
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Gestern beim Einschlafen – weiß der Kuckuck warum, habe ich darüber nachgedacht, warum ich bereits beginne in Blogeinträgen Wörter durchzustreichen. Noch vor einem Jahr fand ich dies als sinnloseste Ergänzung einen Text zu gestalten, oder die Möglichkeit dem Leser mein Denken nahe zu bringen und jetzt ertappe ich mich selbst dabei.
Wenn ich zurückdenke vor xx Jahren, als der Tintentod aufkam. Damals noch ein komisch dicker Zapfen, der in einer roten Plastikhülle steckte, leicht brach und so ähnlich wie ein Alaunstift aussah. Man schleckte den Stift ab, ich glaube er schmeckte wie Alaun (wie schmeckt Alaun?) und fuhr damit über die falsch geschriebenen Buchstaben. Die blaue Tinte verschwand und hinterließ einen gelben Schimmer, der an – ja genau – erinnerte. Dann musste man den Textteil trocknen lassen, einstweilen weiterschreiben, um dann mit einem seltenen Kugelschreiber (weil in der Schule verpönt und nicht erlaubt) seine Verbesserungen zu machen.
Später kam dann der Tintenkiller in praktischer Form auf. Ein Stift, der die Ähnlichkeit mit einem Filzschreiber hatte, aber wesentlich schneller austrocknete. Das hatte zur Folge, dass man manchmal so arg löschte und dann wutzelte sich das Papier der Hausaufgabe und war an der Stelle dünn geworden. Besonders dumm, wenn es eine rechte Seite war, dann musste man auf der darauffolgenden Seite, weil Rückseite, den wunden Punkt geschickt umschiffen. Am anderen Ende des Killers, hatte die Luxusversion einen blauen Filzstift, der aber nie die Farbe der Tinte hatte. So sah das Schriftbild, wer viel killerte, recht gscheckert aus. Außerdem zerrann der Filzstift wunderschön und der Strich war alles andere als abgegrenzt scharf dunkelblau. Das machte Probleme, denn Tintenkiller durfte man eigentlich nicht verwenden, denn die Hefte mussten ohne Hilfe fehlerfrei und das Schriftbild hatte gestochen scharf zu sein.
Und jetzt? Alles wäre so einfach, die Rück- oder Delete Taste und kein Mensch (ich habe gerade Sau weggelöscht, dies nur zur Info) merkt es. Und weil es keiner merkt und es so sauber passiert, verwendet man nun das Durchstreichzeichen, das man bei wordpress nur einsetzen kann, wenn man auf „grafisch“ schaltet.
Das sind wieder die Momente im Leben, wo ich meine, drehe ich gerade durch, oder doch die anderen?

Juli 30, 2008

Done :)

Gespeichert unter: befindlichkeiten — entegutallesgut @ 11:26
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Ewig lang gezögert und jetzt gekauft!

Karten für Coldplay in der Stadthalle. Fürchterliche Location, aber göttliche Musik.
Welchen Song nehme ich jetzt …. In my place …. clocks …. Lovers in Japan …. Violet Hill oder Scientist ….

Irgendwie erinnert mich das Video an die bicycles von Katie. ;)

gooooooiiiiiiil :o ),
meint die Ente!

pollo al forno

Gespeichert unter: küchenente — entegutallesgut @ 4:32
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Das Huhn, das mich vorgestern fast in die Tischkante beißen ließ, ist bei weniger patscherter Fertigstellung ein total einfaches und schmackhaftes Rezept. Gut, für einen Arsch Menge Leute und auch im Einkauf nicht so mörderteuer.

Das Rezept stammt aus dem Italienurlaub, wobei sich eine Römerin und eine Sizilianerin dabei fast in die Haare bekamen, ob das Huhn nun „alla siciliana“ oder „alla pescatore“ ist. Da ich es aber von einer gebürtigen Sizilianerin serviert bekam, kaufe ich ihr den Ursprung aus dem tiefsten Sizilien ab.

Wer sich einzelne italienische Rezepte ansieht, wird erkennen, wie alle in irgendeiner Form ähnlich sind. Der eine schwört auf diese Zutat, der andere auf jene und schon hat das Gericht einen anderen Namen. Wir sollten allen unseren Gerichten, die wir ein klein wenig abwandeln einen eigenen Namen geben und mit ein bisschen Glück, Spucke und Blog werden wir vielleicht berühmt. Nun aber genug mit den Träumereien in höhere Küchensphären und zum Rezept. Dabei fällt mir ein, man sollte den Text mit einer donnernden Verdi Arie unterlegen können. :-) Vielleicht dürfte ich rufus dazu einmal bitten? Oser ist er eher der Wagner-Fan? Dafür fühle ich mich noch zu jung und außerdem passt die Musik nur zu Kartoffelplätzchen mit Apfelmus, oder Currywurst. :-D

pollo al forno

Oberkeulen und Unterkeulen vom Huhn
Salz, Pfeffer, Rosmarinzweige
1 Zeller (Sellerieknolle) geschält und in grobe Stücke geschnitten
Je nach Menge 2-3 Zwiebel geschält, geviertelt
halbierte kleine Tomaten
1/4 l Weißwein
Olivenöl
Butterschmalz

Pro Person eine Unterkeule und eine Oberkeule berechnen – allen Teilen die Haut abziehen, mit Salz und Pfeffer kräftig würzen und in Butterschmalz rundum anbraten. Butterschmalz ist übrigens meine Abwandlung, da ich bei meinem letzten Kochkurs im Hause Bacher erfahren habe, man sollte zum raschen Anbraten nur Butterschmalz verwenden und nicht das gute kaltgepresste Olivenöl. Das machen die Italiener natürlich nicht. Dort wo ich zum Essen eingeladen wurde, standen im Garten 17 Olivenbäume, aus denen ein Jahresbedarf (!!!) von 100-120 Liter gewonnen wird. Da kann man leicht klotzen.
Die Hühnerstücke herausnehmen und im Bratenrest den geviertelten Zwiebel anbraten, mit Weißwein ablöschen. Zum Weißwein gibt es auch mehrere Evangelien, welchen man verwendet. Ich persönlich trinke die besten Weine lieber kalt aus dem Glas und nehme zum Kochen mittelmäßige Weine, aber keinesfalls Fusel. Für meine Begriffe, muss Wein, der aufgekocht wird und ohnehin ins Universum verpufft nicht von einer besseren Lage stammen.

Dann die grob geschnittenen Zellerstücke einlegen, darauf die angebratenen Hühnerstücke legen, Rosmarinzweige und die Tomatenhälften. Ins Rohr schieben und bei ca. 160° C ca. 1 Stunden braten. Eine Zugabe von Wasser oder Suppe ist nicht notwendig, da das Huhn, das Gemüse beim Braten Flüssigkeit verlieren und gemeinsam mit dem Zeller einen wunderbar sämigen Saft entwickeln.

Als Beilage gibt es Rosmarinerdäpfel

Erdäpfel gut waschen und mitsamt der Schale in Viertel schneiden. Ganz große Stücke noch einmal teilen. Eine Bratpfanne ordentlich mit Olivenöl ausölen, die Erdäpfel hineingeben, kräftig salzen, Rosmarinzweige darauf und abermals mit Olivenöl übergießen. Alles ins Backrohr schieben und bei 220° C ca. 1 Stunde knusprig braten. Alle 20 Minuten einmal ordentlich durchmischen, damit die Erdäpfel rundum braun werden. Leider habe ich verletzungsbedingt dann keine Lust mehr gehabt, die Erdäpfel zu fotografieren. Sie waren aber herrlich!

Die Italiener essen ja selten den Salat als Beilage wie wir. Da ich aber einen Österreicher schwer zum Italiener machen kann und will, gab es Rucola zum Hauptgericht und es war Ruhe am Tisch. ;-)

Eulen nach Athen tragen …

Gespeichert unter: Die Welt, ente on tour — entegutallesgut @ 10:10
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Welcher Landsmann ist das?

Macht in Italien Urlaub und will ebendort selbst Pizza backen. Bringt aus der Heimat kiloweise Äpfel, Brotbackfertigmischungen, Käse und Müsli mit, weil es in Italien so teuer ist.

Auch wieder eine Erfahrung gemacht. :)

Juli 29, 2008

Verbrennung

Gespeichert unter: befindlichkeiten — entegutallesgut @ 12:08

Bitte keine Beileidskundgebungen, sondern sinnvolle Hinweise.

Ich habe mir gestern in meiner schussligen Art, brühend heißen Fleischsaft über den halben Unterarm gegossen, sofort mit kaltem Wasser gekühlt, die Gäste bewirtet und zwischen Wasserleitung und Eßtisch hin- und hergependelt, um mir Kühlung zu verschaffen. Notfalltropfen draufgeträufelt, Wasser in mich hineingeschüttet, coolpack draufgelegt und schlussendlich bis zwei Uhr in der Nacht mit einem Wasserschaffel und den Arm darin bei den Gästen und dann beim Fernsehen gesessen, um die Schmerzen zu lindern.

Über Nacht habe ich ein Tanningelee draufgeschmiert und heute schaut das vielleicht bestig aus. Ich weiß, man sollte Aloe Vera drauftun. Gibt es aber in der Konzentration nicht bei uns. Hat jemand Tipps? Wenn ich in die Apotheke gehe und frage, dann fragt sie mich vermutlich, ob ich deppert bin, wie ich aussehe. :-(

La dolce vita

Gespeichert unter: küchenente — entegutallesgut @ 11:37
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Das Leben ist süß! – besonders im Urlaub – besonders, wenn es draußen schön ist – besonders, wenn sonst alles passt – besonders, wenn Gäste kommen – besonders, wenn es Süßes gibt.

Durch meinen Italien Urlaub, der mich zuerst über die Prosecco Weinstraße führte, weiter in die Toscana, an die römische Küste und schlussendlich nach San Daniele, bin ich wieder total italophil eingeschossen.
Es ist ja recht interessant, denn manchmal kommt man in sein geliebtes Heimatland zurück und merkt erst, wie furchtbar alles ist. Kommt man aus den Staaten zurück, dann regen mich die unfreundlichen, mürrischen Heimatgenossen unheimlich auf.
Kommt man aus Italien zurück, dann steigen mir die Grausbirnen auf, wie altvaddrisch sich die Österreicher kleiden. In Italien kannst du ins letzte Kaff gehen und es sehen mehr als 80 Prozent der Einwohner schick aus. Die haben einen Farbengeschmack, eine Leichtigkeit in der Auswahl ihrer Kleidungsstücke, da sehen die Österreicher aus, als hätten sie bei „Humana“ gerade eingekauft.
Jetzt habe ich mich wieder eingelebt und wundere mich nicht mehr, warum das Stadtbild mit den Menschen so trübe und dunkel aussieht.
Vom Urlaub bin ich nun nicht nur durch meine dort erstandene Kleidung beeinflusst, sondern auch ein wenig kulinarisch. Habe mich durch vieles durchgekostet und wieder einiges dazugelernt. Auch das haben die Italiener drauf: Kaffee! Das kleinste Tschecherl heißt dort Bar und macht noch immer hervorragenden Kaffee, da kann sich jedes Wiener Kaffeehaus mit seinem Gschloder verstecken. Alleine der Kaffee rund um Rom ist mir ein wenig zu stark geröstet, aber dafür ist die Küche um Längen besser als in der Toskana.

Meine gestrigen Gäste wurden mit italienischer Küche verwöhnt. Einen Antipasti Teller mit Bruschetta, Crostini, Prosciutto, eingelegte (steirische) Eierschwammerl und herrliches Brot (Grandioso) von der Mann.
Zum Hauptgang gab es ein pollo al forno (das einfache Rezept folgt in einem späteren Eintrag), mit Rosmarinerdäpfel und Rucola.
Als Nachtisch gab es, und das ist nun endlich der Kontext zu meiner Überschrift, dolce. Nach langer Zeit habe ich wieder zu etwas Altbewährtem und zu einem neuen Rezept gegriffen, die man beide gut vorbereiten kann.

Für die beiden Desserts verwendete ich Mascarpone (Tiramisù) und Ricotta (Budino di Ricotta).
Da diese Milchprodukte manchmal verwechselt werden, oder fälschlich durch Topfen, Rahm oder ähnliches ausgetauscht werden, will ich ganz kurz den Unterschied erläutern und damit verständlich machen, es lohnt sich doch, die „Original“zutaten zu besorgen.
Mascarpone ist ein sehr weicher und cremiger Frischkäse, mit einem Fettgehalt von 50%. Im Handel gibt es bereits Leichtversionen, die durchaus auch verwendet werden können und dem Gericht vom Geschmack her keinen Abbruch tun.

Ricotta, der sehr oft mit Topfen verwechselt wird, aber beim ersten Arbeitsgang entsteht.
Um Ricotta  zu produzieren, wird die Molke zum zweiten Mal erhitzt. Der entstandene Molkenkäse wird entweder frisch verarbeitet, oder aber 2-3 Monate gelagert, um dann als pikante Variation verarbeitet zu werden.
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(mehr…)

Juli 11, 2008

Blunzngröstl

Gespeichert unter: küchenente — entegutallesgut @ 9:43

Blutwurst, Schwarze Wurst, Blunzn – wie sagt man noch dazu?

Die einen ekelt es, die anderen sterben dafür.
Um es gleich vorweg zu nehmen: Ich mag Blutwurst!
Kalt aufgeschnitten mit Senf und Kren, einer Scheibe frischen Schwarzbrot dazu und die Welt ist in Ordnung.

Bei lamiacucina gibt es die zahnlose Version (nicht umsonst heißt sie zwischen „Himmel und Erde“) mit Kartoffelpürree – auch gut!

In meinem Archiv findet sich ein Foto eines Gröstls mit „Erdäpfel-left-overs“. Blunzn ist für mich ein Herbst- und Winteressen, daher aus dem Archiv.

Die Zuzubereitung ist ausgesprochen einfach:
Erdäpfel frisch oder vom Vortag (noch besser, dann haben sie ein wenig Biss) klein schneiden. In der Pfanne Zwiebel anrösten, dazu die Erdäpfel mitrösten und dann die kleingeschnittene, enthäutete Blutwurst dazugeben, die sich dann bei der Rösterei so mehr oder weniger in Microstücke auflöst. Nur mehr dezent salzen, da die Wurst teilweise recht kräftig gewürzt ist, dafür spare ich nicht mit frisch gemahlenem schwarzen Pfeffer und einer Prise Kümmel.
Dazu gibt es eine riiiiesige Schüssel grüner Salat mit Kernöl (Achtung auf die Kleidung! Kleidungsstücke mit hartnäckigen Kernölflecken in die Sonne legen.)

Ergänzung für lamiacucina:
Da du so ein Nudelteig-Fan bist, kannst du auch „Blunzenravioli“ machen. Ganz einfach Blunzenbrät (vom Fleischhauer) oder fertige, klein geschnittene Blutwurst in kleinen Häufchen auf den Nudelteig setzen, Rand mit Ei bestreichen, festdrücken und in Salzwasser kochen. Mit brauner Butter übergießen und mit Salat servieren.

Noch eine Variante, ein „Blunzenstrudel“: 50 dag Blutwurst, 1 kleine Zwiebel gehackt, 10 dag Semmelwürfel, 2 Eier, 1/8 l Milch oder Rindsuppe, Salz, Pfeffer, Majoran, Knoblauch;
Die Zwiebel rösten, dann die Blutwurst (kleingeschnitten) mitrösten, mit den übrigen Zutaten vermengen. Den Strudelteig ausziehen, mit Butter beträufeln, ins unterste Drittel die Fülle legen, straff einrollen, mit Butter bestreichen, bei 220° im Rohr knusprig backen. Als Beilage entweder Blattsalat, Sauerkraut, warmer oder kalter Krautsalat.

Ich bin neugierig, ob du eines davon probieren wirst.

Juli 10, 2008

Schweiz, die Zweite

Gespeichert unter: Die Welt — entegutallesgut @ 10:58
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Gestern im Weltjournal unter anderem einen Bericht über das Verhältnis der Schweiz zu den mehr als 20.000 eingebürgerten Deutschen im vergangenen Jahr, gesehen.
Im Krankenhaus Aarau (ha, da bin ich mit dem Zug durchgefahren – das ist die Scheide zwischen der Frage, ob der Platz frei ist und einfach auf die Tasche setzen) ist jeder fünfte Arzt bereits ein Deutscher. Vornehmlich Akademiker finden in der Schweiz ihre neue Heimat, grundsätzlich aus Verdienstgründen.
Die Schweizer fühlen sich ein wenig überrannt, so wie wir uns fühlen, wenn wir in der Trafik mit einem sächsischen Dialekt angesprochen werden, ob wir ein Päckchen Streichholzer dazu wollen, wo wir doch ein Schachterl Zünder sagen.

Die Schweizer maulen einerseits, weil die Deutschen in ihrer Art eben eigen sind. Gut, sind die Schweizer auch, nur die Österreicher nicht. :-D
Andererseits geben sie auch Verhaltensregeln aus, wie sich der Deutsche gegenüber den Eidgenossen zu verhalten hat.
- Er soll langsamer reden, also b-e-d-ä-c-h-t-i-g-e-r (sonst verstehen die Schweizer ihn nicht??).
- Er soll das Hierarchiedenken ablegen. (Wir sagen hier: Nach oben buckeln, nach unten treten. In der Schweiz heißt der Deutsche Gummihals, weil er immer nickt, wenn ihm ein Vorgesetzter etwas sagt. Wir heißen glaube ich Schluchtenscheißer, obwohl ich keine Schlucht in meiner Gegend habe, dafür ein Wasserklosett.)
- Er soll nicht so viel Ernst mitbringen und ein wenig lockerer sein.

Zu alldem bieten die Schweizer Schwyzerdütsch-Kurse für Deutsche an. Gibt es eigentlich Weanerisch für Schweizer und Deutsche? Ha! Marktlücke entdeckt.

Off topic, aber topic in diesem Bericht: Das Massaker von Sebrenica vor 13 Jahren. Die damaligen serbischen Befehlshaber sind übrigens noch immer auf freiem Fuß, das sollten wir nicht vergessen.

Juli 9, 2008

Alles dreht sich

Gespeichert unter: Nicht kategorisiert — entegutallesgut @ 2:57
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- alles bewegt sich.
Man linkt nach links und rechts und grinst dazu linkisch!

Rufus ist sauber!
Dandu mutiert zum Reiskornzähler – wenn da nur kein Sack umfällt
Die Ente greift bei Tisch ins Haar.

Anyone else?

Wachauer Marillenstrudel

Gespeichert unter: küchenente — entegutallesgut @ 9:09
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Seit letzter Woche, vielleicht auch schon früher, stehen wieder die Standler auf den Straßen Richtung Neusiedler See und verkaufen große, duftende Marillen und die Restbestände von Kirschen.

Es hat sich in letzter Zeit bei uns eingebürgert, dass Bauern entlang der Landstraßen frisches Obst anbieten. Riesige Steigenberge mit leuchtenden Farben sieht man schon von weitem, da ist es gar nicht nötig, eine extra Ankündigung wie beim Spargel zu schreiben. Wenn man die Standler fragt, ob die Früchte auch aus Österreich sind, bejahen sie das. Von wo sie herstammen ist unisono immer die gleiche Antwort: Der Spargel aus dem Marchfeld, die Kirschen und Marillen aus dem Burgenland, die Äpfel aus der Steiermark, die Eierschwammerl aus Kärnten, etc. Ich will gar nicht näher und explizit nachfragen, ob das auch stimmt, denn die Früchte darf man vorher kosten und wenn sie aromatisch sind, können sie auch ruhig aus Bulgarien, oder dem benachbarten Ungarn stammen.

Ob die Strudelfrüchte nun ihre Provenienz aus der Wachau oder von irgendwo haben, will ich gar nicht wissen, ich läute damit die Marillensaison ein!

Zutaten:

40 dag Plunderteig (fertig, Plunder selbst zu machen, ist ein irrsinniger Tschoch)
1 Biskuitstreifen (40 x 10 cm) – kann man auch fertig kaufen, entweder ein fertiger Tortenboden, oder eine Biskuitroulade aufrollen
Fülle:
25 dag Topfen (ich nehme dazu gerne den bröseligen Altwiener Strudeltopfen)
5 dag weiche Butter
8 dag Staubzucker
1 Pkg Vanillepuddingpulver
2 Dotter
1/2 Pkg Vanillezucker
ger. Zitronenschale
Prise Salz
1 kg reife Marillen, blanchieren und die Haut abziehen

1 verquirltes Ei zum Bestreichen
ein paar gehobelte Mandeln
Backtrennpapier

Den fertigen Teig ausrollen und gleich auf das Backtrennpapier legen. In die Mitte den Biskuitteigstreifen legen und von dort etwa 2 cm breite Streifen zum Rand radeln (sieht wie ein Kamm aus).
Butter, Staubzucker, Vanillezucker, Puddingpulver, geriebene Zitronenschale und Salz schaumig rühren, die Dotter beigeben und dann den Topfen untermengen.
Die Masse auf den Biskuitstreifen streichen und die halbierten, entkernten Marillen fächerartig darauflegen. Dann die Teigstreifen einmal von links, dann von rechts auf die Marillen legen (die Teigstreifen kreuzen sich dabei unten und werden mit den gegenüberliegenden Streifen wieder eins). Das Endprodukt soll ein zopfartiges Muster entstehen lassen. Mit verschlagenem Ei bestreichen, die Mandeln darüberstreuen und dann noch etwas gehen lassen.
Bei 170° C im Backrohr ca. 40 Minuten backen, auskühlen lassen und genießen!

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