Monatsarchiv: Dezember 2008

Jahresrückblick – oder was?

Selten blicke ich zurück. Ich bin eher der Typ der nach vorne schaut und trotzdem strotze ich nicht vor Optimismus. Sehe sicherlich nicht schwarz, sondern eher farbig.
Ist denn ein Rück-blick, ein Rück-schritt?
Würde ich heute, da wo ich das eigentlich schon gestern geschrieben habe, auf das vergangene Jahr zurückblicken, es vielleicht auf Papier bringen, weil nicht alle Gedanken für die Klatschspalte eines Blogs geeignet ist, wie viele Seiten würde ich brauchen?
Welches Papier würde ich dafür verwenden?
Gehe ich ins Detail, oder mache ich nur einen Überblick?
Versuche ich die positiven Dinge herauszuarbeiten?
Oder nehme ich die negativen Erlebnisse herbei, weil sie hausgemacht und daher verbesserungswürdig sind?
Nehme ich für diese Aufzählung meinen geliebten Füller, der technikbedingt ein stiefmütterliches Dasein lebt? Habe ich noch genug Tinte dafür? Denn die wollte ich schon längst kaufen.
Wie viele Seiten werde ich wohl brauchen?
Sollte man diese zusammenbinden und irgendwann wieder einmal lesen? Oder ist es nur eine einfache Übung, sich bewusst zu werden, was man er- und gelebt hat und kann die mühsam beschriebenen Zetteln zusammenknüllen und ins Feuer werfen?
Wie viel Zeit werde ich dafür aufwenden müssen, um ein Jahr so zu beschreiben, damit es ein Lebensjahr wiederspiegelt?

Ich habe zwischen jedem Satz nachgedacht und mir ein Gedankengerüst geschaffen. Es wird nicht niedergeschrieben, sondern ich stelle es auf, klette darauf rauf und bin dann so groß, wie ich schon immer sein wollte!

Wir sehen und lesen uns im nächsten Jahr!
Darauf freue ich mich!
Denn wenn Ende gut, alles gut! Da wo eine Ente, da auch ein Anfang!

P.S.: Zu einem Schluss bin ich gekommen: Wer in seinem Blog kocht, dem sind Zugriffe sicher. Mein Vanillekipferl-Vergleich liegt in der Statistik weit vorne, haarscharf von der Weihnachtsente gefolgt, wo ich die Gourmets ein wenig gefoppt habe. Das ist mir überhaupt die größte Freude! Auf jeden Fall ist es im Moment der Trend Koch-zu-bloggen, aber was kommt dann? Hoffentlich nicht Modellbauen, oder Stricken, Sticken und Stopfen. Obwohl ich eigentlich justament immer das mache, was nicht gerade Trend ist. In diesem Sinne mache ich dort weiter, wo ich begonnen habe.

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Mango-Wintersalat

In keiner Zeit passen Früchte zu Salatblättern so gut, wie in der Winterzeit. Wenn dann noch eine gewisse süßliche Schärfe dazukommt, dann könnte ich mich sowieso eingraben.

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Für diesen Salat braucht man Wintersalate wie Vogerlsalat und Radicchio (den ich gartenfrisch geschenkt bekommen habe), eventuell auch Chicoree, wer mag. Eine reife Mango kaufen, oder eine grüne steinharte Frucht nehmen und so wie eine Avocado geduldig reifen lassen. Wenn man unreifes Obst gemeinsam mit Äpfeln oder Bananen lagert, dann reifen die Früchte schneller. Dies sollte aber unter Beobachtung geschehen, denn die Äpfel strömen ein Gas aus, das den Reifungsprozess beschleunigt. Wenn die Schale der Mango leicht dem Druck des Daumens nachgibt, ist die Frucht bereit verspeist und verarbeitet zu werden.

25 dag Vogerlsalat
1 kl Radicchio
1 Mango
1/2 Granatapfel
2 TL abgeriebene Limettenschale (unbehandelt)
3 EL Limettensaft
3 EL Granatapfelsirup (oder insgesamt 6 EL Limettensaft)
4 EL Honig
1 TL Cayennepfeffer
4 Msp. gemahlener Zimt
1 EL scharfer Senf
Salz
6 EL Olivenöl

granatapfel-022Den Salat zerpflücken, oder klein schneiden, die Mango schälen und in dünne Scheiben schneiden (das geht mit dem Sparschäler recht gut) und von der Hälfte eines Granatapfels die Kerne (da schneidet man oben den Pürzel rund heraus und bricht dann die Frucht einfach auseinander). Die Granatapfelkerne zu gewinnen, ist eine harte Arbeit. Ich verwende dazu immer OP-Handschuhe, weil man sonst aussieht, als käme man von der Schlachtbank. Obwohl das Rot des Granatapfels ist wohl das schönste Rot, das es für mich gibt (nach Kirschen)!

Für die Marinade alle Zutaten in ein Glas mit Schraubverschluss füllen und kräftig schütteln. Den Granatapfelsirup, habe ich geschenkt bekommen und weiß gar nicht, ob er in Österreich erhältlich ist. Der Name Sirup verspricht sonst Süße, doch schmeckt er eher säuerlich und wird in der arabischen Küche statt Essig eingesetzt. Er ist nicht so scharf wie normaler Essig und eignet sich hervorragend gerade für Salate, die durch Früchte ein wenig einen süßen Touch haben.

Mangosalat von der Konkurrenz!

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O Nudel mio!

Was mir das Christkind gebrungen (c)N hat?

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Unter anderem diesen pflegeleichten Mann, der wie ein Fußballer vor dem Freistoß ängstlich dasteht und sein bestes Stück hält. Ist die Nudel al dente, das ist nämlich bei Italienern so, dann singt er La donna é mobile. Ob das rufus auch singt, wenn sFrauli Lust auf Nudeln hat? Wir werden es wohl nicht erfahren ….

(Der rote Mafiosi hat auch noch den Gefangenenchor und den Triumphmarsch drauf, singt sobald er richtig heiß ist, ist still, wenn Hausfrau in kalt macht und hat eine Haltbarkeit von 2 Jahren!)

Und dann noch drei Döschen bester Gewürzmischungen, wo ich noch in mich gehen muss, was ich damit köcheln werde.

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Weihnachtsente!

Heute gibt es Karpfen! Ätsch!
Warum Engel für mich so wichtig sind, obwohl ich mit Esoterik gar nichts am Hut habe?
Engel waren in meiner Kindheit zu Weihnachten die guten Helfer. Sie haben den Christbaum aufgeputzt, während ich versucht habe ein Englein durch’s Schlüsselloch zu erblicken. Ich war damals mucksmäuschen still und stand da vor der Tür. Ganz sicher habe ich nicht geatmet und doch hat es jemand bemerkt und während ich durch das Schlüsselloch gelugt habe, etwas davorgehängt. Das verstehe ich bis heute nicht, warum man mich bemerkt hat.
Wenn der Christbaum dann fertig war, so hat es mir meine Mutter erzählt, dann fliegen die Englein nochmals los und kommen dann gemeinsam mit dem Christkind, um die Geschenke zu bringen. Deswegen musste am Heiligen Abend vor der Bescherung, mehrmals das Fenster aufgemacht werden. Und wenn ich dann den kühlen Luftzug gespürt habe, der durch die Türritze pfiff, dann war ich aufgeregt wie nie.
Nachmittags durfte ich fernsehen. Bei Krambambuli habe ich mich weinend auf die Bescherung, den Christbaum und die Geschenke gefreut. Ab vier Uhr haben sie im Rundfunk (und noch immer) zu jeder vollen Stunde “Stille Nacht” gespielt. Den Text habe ich gelernt, weil wir jedes Mal gemeinsam vor dem Baum gesungen haben. So falsch, wie es kaum eine Familie zusammenbringt, aber dafür mit Freude!
Und während wir gesungen haben, blickte ich schon um den Baum herum und überlegte mir, welche Packerl für mich bestimmt sein könnten. Zur Bescherung hat es geklingelt und dann war die Spannung am größten. Gezischt haben die Sternspucker, die Kerzen ein warmes Licht abgegeben und ganz dunkel war es im restlichen Zimmer.
Einmal hat ein Sternspritzer einen weißen Bären in Brand gesetzt. Den wollte mein Onkel aus dem Fenster werfen. Meine Mutter hat ihn noch rechtzeitig dazu überredet, ihm in der Abwasch ein Brausebad zu versetzen. Der Bär war hinüber. Auch ein Blödsinn einen weißen Bären zu schenken, der so schnell grau und schmutzig wird. Aber weiße Bären wirken elegant.
Ein anderes Mal habe ich eine Gehpuppe bekommen. Meine ist nie gegangen. Puppen wollte ich sowieso nicht. Außer mein Schlummerle, das habe ich geliebt.
Dann war da noch ein Kasperltheater und einmal ein Kaufmannsladen, der beim Baum stand. Beide Geschenke zu verschiedenen Weihnachten und außerdem so groß, dass man sie nicht einpacken konnte. Das war eine Freude, während ich gesungen habe.
Nach der Bescherung, gab es Essen.
Immer gleich: Fischbeuschelsuppe, Rindssuppe mit Einlage für die Nichtfischbeuschelesser;
Gebackener Karpfen, Sauce tartare, Erdäpfelsalat mit Vogerl gemischt (früher war Vogerlsalat und Schlagobers vor dem Weihnachtsfest immer ausverkauft – man musste das bestellen.), für die Nichtkarpfenesser: Gebackenen Kabeljau, der ist saftig.
Als Nachspeise Kekse, die früher nicht im Advent gegessen wurden, sondern wirklich erst am Weihnachtstag. Nur nach all dem fetten Essen, war jeder froh, wenn er noch “baff” sagen konnte, deshalb gab es für die Erwachsenen Schnaps, um den Stein im Magen zu zertrümmern. Mir war das egal, denn ich saß am Boden, spielte und war so etwas von selig und zufrieden und machte mich über den Christbaumbehang her. Das war in Staniol eingewickelte Schokolade, in Form von einer Säge (wie sinnig), einer Gitarre, Auto. Sehr begehrt waren Zuckertropfen in einem Netzsäckchen. Die waren innen gefüllt und die platzten, wenn man sie ganz fest mit der Zunge gegen den Gaumen drückte. Die harte Zuckerschale zerschnitt manchmal den Mundraum.

Bis zu meinem fünften Lebensjahr hat meine Omi mit uns gefeiert. Die sechsten Weihnachten war sie im Spital und starb am Silvesterabend. Dann kamen wieder die Engeln und haben meiner Omi den Weg in den Himmel gezeigt, ihr einen schönen Platz zugewiesen, damit sie von dort oben auf uns herunterschauen kann und gegebenenfalls einen Schutzengel zu uns herunterschickt.
Deswegen mag ich Engel gerne.

Frohe Weihnachten euch allen da draußen!
Vergesst nicht die Fenster zu öffnen, wegen dem Flugverkehr.

wente

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Christstollen-Cassata

-ohne Bild- ozsanta4 -mit Bild- christstollen-cassata

Da die Cassata erst am Weihnachtsabend angeschnitten wird, noch kein Bild. Mal schauen, ob ich eines nachreichen werde.

Für die Schleckermäuler unter euch noch ein kühles Weihnachtsdessert. Wer schnell ist, kann es noch heute zubereiten. Ich denke, in 4-5 Stunden ist es gut durchgekühlt.

Christstollen-Cassata
für 2 Rehrückenformen

5 dag gebrannte Aschanti oder Pistazien
5 dag Aranzini fein geschnitten
3 dag Zitronat (Cranberry) fein geschnitten
4 dag Rosinen
2 El Rum, 2 EL Cointreau
20 dag Zucker
50 ml Wasser
½ TL Lebkuchengewürz
ausgelöstes Mark einer Vanilleschote
4 Dotter
3 ganze Eier
¾ l Obers

Orangen-Granatapfelsalat
2 Orangen, 3 Blutorangen filetieren
2 Blatt Gelatine
1-2 EL Zucker, 2 EL Cointreau, Zitronensaft
½ Granatapfel ausgelöst

Die Nüsse hacken und gemeinsam mit Aranzini, Cranberry, ausgekratzte Vanilleschote und Rosinen in Rum und Cointreau eine zeitlang marinieren.
Zucker und Wasser zum Läuterzucker aufkochen (Zuckerwasser tropft in einem dicken Tropfen vom Löffel) und überkühlt zu Dotter-Eigemisch mit Lebkuchengewürz einschlagen.
Schlagobers steif schlagen und mit Früchten und Eidottermasse vermischen. Eine Rehrückenform mit Öl ausstreichen und mit Klarsichtfolie auslegen. Die Cassatamischung einfüllen und über Nacht (mindestens 5 Stunden) frieren lassen.

Die 2 Orangen auspressen und den Saft mit Zucker, Gelatine und den filetierten Blutorangen, Zucker, Zitronensaft und Cointreau aufkochen. Zum Schluss die Granatapfelkerne untermengen, in eine Pfanne füllen und stocken lassen.
Das Cassata aufschneiden und mit dem Löffel das Orangengelee auskratzen und mitanrichten.

Frohes Fest! schmeckt!

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City Lights ~6~

Es gibt auch schöne!
Sehr gelungen ist die Beleuchtung am Graben, die das Imperiale so wunderbar wiederspiegelt und unserem Klischee entspricht! Es wäre, als würde der Kaiser unter diesen Lüstern schreiten! Man verzeiht meine lieblose Bildpräsentation – aber dafür habe ich keine Zeit zu tüfteln. Wien spricht für sich! :-)

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City Lights ~5~

Beleuchtung, die abtörnt.

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Einmal Mariahilfer Straße – klassisch seit Jahrzehnten so. Gemeinsam mit der Kärntner Straße die beliebtesten Einkaufsstraßen und damit auch die Vorreiter der Weihnachtsbeleuchtung in Wien. Vorreiter, aber auch Nachhinker, denn sie blieben in den Ideen zurück. Beide Einkaufsstraßen haben zu Weihnachten und sonst auch, so viel Charme wie ein Postkasten.

weihnachtsbeleuchtung-029.
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Die Neubaugasse total originell mit ganz anderen Leuchtkugeln. Die Geschäftsleute beschweren sich, die Kugeln sehen aus, wie eine Klobeleuchtung. Und tatsächlich hat es ein wenig davon. Der Bezirksvorsteher meint, nein, alles nicht wahr, die Kugeln waren größer bestellt und sollten elfenbeinfarben leuchten. Dafür sind sie sehr energiesparend im Betrieb. Natürlich, alles rundherum war bereits beleuchtet und die Neubaugasse noch im Dornröschenschlaf.

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Tante Anni’s Butterkrapferl

Was habe ich gesucht, bis ich dieses Keksrezept gefunden habe. Ich habe nämlich eine Freundin, die immer vor Weihnachten mit verklärten Augen vor sich hinschmachtet: “Die Butterkrapferl von der Tante Anni sind die besten”. Auf Nachfrage, ob ich das Rezept haben kann, hat sie immer die Augen aufgerissen und von Familiengeheimnis geschwafelt.

Nun habe ich in meinen beiden Keksbackbüchern von Dr. Oetker (ich weigere mich Kekse nach deutschen Klatschpostillen zu backen, wo da steht “Unsere besten Plätzchen”) geblättert und nach einem anderen Rezept gesucht. Was fand ich? Die Butterkrapferl, die eigentlich wie Doppeldeckerkekse aussehen. Und schon gemacht. Ob ich sie der Freundin zum Kosten geben soll, weiß ich noch nicht, immerhin war sie auch mit ihrem Familiengeheimnis geizig.

butterkrapferl-003

Butterkrapferl nach Tante Anni

Teig:
30 dag griffiges Mehl
25 dag Butter
8 dag Staubzucker
2 Dotter
1 Pkt Vanillezucker
Zum Bestreichen:
2 Klar
16 dag Staubzucker
Creme:
2 Dotter
10 dag Staubzucker
18 dag weiche Butter
5 EL Rum
1 EL Lößkaffee
Zum Wälzen
Geriebene Walnüsse

Für den Teig alle Zutaten zusammenmischen und mit dem Knethaken zu einem Teig verkneten. In Klarsichtfolie wickeln und eine 1/2 Stunde kalt stellen. (Hört man das nicht in Krimis, wenn man die Pistole unter die Nase gehalten bekommt “Gib sofort ein paar Kekse raus, sonst mach ich dich kalt.”)

Den Teig 3 mm dick auswalken und Scheiben mit 2,5 cm Durchmesser ausstechen. Auf Backtrennpapier auflegen. Leider hatte ich zu Hause keine kleineren Keksausstecher. Jetzt sind meine Kekse so groß wie eine Diskussscheibe und man ist nach einem Keks schon bis zum Gaumenzapferl satt. Was soll man machen …
Klar und Staubzucker zu schmierigen Eischnee schlagen und mit einem Löffel gleichmäßig auf die Teigscheiben verteilen. Das Blech in die Mitte des Rohres schieben und bei 170° C ca 10 min backen.

Für die Creme Dotter und Staubzucker im heißen Wasserbad aufschlagen und dann kalt cremig schlagen. Butter zugeben, schaumig rühren und dann mit Rum und Löskaffeepulver vermengen.
Die Creme in einen Spritzbeutel füllen und mit glatter Tülle Cremetupfen spritzen. Zwei und zwei zusammendrücken, es soll dabei ein wenig Creme auf der Seite herausquellen. Die gemahlenen Nüsse auf ein Papier streuen und den Rand der Kekse darin wälzen. (Das habe ich mir, wie man am Foto sieht, gespart. Nächstes Mal dann!)

Krapferl sind im Volksmund eigentlich g’upferte Backwaren, wie Punschkrapfen, oder die in Schmalz herausgebackenen Faschingskrapfen. Warum diese gefüllten Kekse Krapferl heißen, weiß ich nicht.

Das war übrigens der letzte Streich. Es gibt noch ein paar andere Kekse, die ich gemacht habe, aber dazu fehlte schlichtweg die Zeit, alles hier zu posten. Eine Partie Keksteig habe ich auch geschmissen, weil zum Einen die Ausstecherei ein Krampf war und dann die Kekse zu buttrig für mich waren. Und bei Misserfolgen ist die Backsaison auf der Stelle zu Ende. Es gab schon Weihnachten, da war die erste Garnitur Kekse ein Misserfolg …. (und ich hab dann doch weitergemacht. :-D )

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Nur gestohlen ist noch billiger …

im Christbaum-Wonderland! Das macht Stimmung!

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Im Vorjahr wurden in Nacht- und Nebelaktionen komplette Christbaumverkaufsstände leergeräumt. Die kamen mit einem LKW haben die Bäume aufgeladen, die Verpackungskanonen und sind unbehelligt davongedüst.

Übrigens außerhalb von Wien ist es üblich, zuerst den Nachnamen zu sagen und dann erst den Vornamen. Das klingt für uns Wiener immer ein bissl fremd.

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Orangen Punsch

Während ich auf den Radiobeitrag von katha aus esskultur.at gewartet habe, musste ich mir schnell einen Orangenpunsch zaubern.
Rezept habe ich dafür keines, das geht nach Geschmack, Intuition und was die Hausbar so hergibt. (Sehe gerade wie brandig das Bild ist. Aber was liegt das pickt, ich pack jetzt nicht mehr Photoshop aus und mach den Orangenpunsch auf grün, oder blau.

opunsch2

1 l Wasser
3 TL Roibusch Mischung (die habe ich als Kostprobe bekommen und sie eignet sich für Punsch ganz gut, weil Roibusch nicht so bitter wird, wenn er länger in der Kanne zieht)
3 Orangenscheiben mit 3 Nelken gespickt (wer mag, schält die Schale einer Orange ab)
1 Sternanis
1 Stange Zimt
ausgepresster Orangensaft
1 Schuss Grand Marnier
1 Schuss Southern Comfort
1 Schuss Inländer Rum
Kandiszucker zum Süßen

Das Wasser mit den Gewürzen und den Orangenscheiben aufkochen, Teesackerl mit der Roibusch-Mischung hineinhängen und 5 Minuten ziehen lassen. Die schwimmenden Geräte wie Gewürze und Teesackerl aus der Kanne fischen, mit den geistigen Zutaten vermischen und in ein möglichst großes Glas füllen. Meines ist ein altes aus einem Kaffeehausbestand, das sich durch das dicke Glas sehr gut für heiße Getränke eignet.
Schmeckt, ich sollte eine Punschbude aufmachen. Übrigens der Punsch vom khm vor der Resl (Maria Theresien Denkmal, zwischen den beiden Museen ist ganz gut, die Herren charmant, konnten aber nicht sagen, warum sie die schöne Deko vom Vorjahr nicht mehr für ihre Almhütte verwendet haben. Wohl nicht gefunden, wie ich meine Engerln.)

Dann lauschte ich dem kulinarischen Beitrag in Ö1. Zuerst eine Stimme in tiefstem Oberösterreichisch, wie ich es sonst nur von der weltbeobachterin kenne (du verzeihst … ). Sie spricht von “Nüss” und ich denk mir, ja, die knabbere ich auch gerne, aber hoffentlich brauch ich keinen Übersetzer. Überlege mir, was für ein Glück, dass katha nur schreibt und nicht im Radio spricht, man tät sie nicht verstehen. Gleich danach ein Wirbelwind mit flotter, lebhafter Sprache, geschliffenem Fasthochdeutsch. Wer ist nun wer? Aha, Auflösung: Die erste war Irene Weinfurter, auch eine Oberösterreicherin (da muss irgendwo ein Nest sein …), 60er Baujahr und Bioköchin (mehr unter http://www.bookacook.at) – sehr authentisch, sympathisch, außerdem sind die Leut aus den 60er Jahren ein guter Wurf gewesen. :)
Die flotte Stimme von katha, ist genau so, wie ich sie mir vorstelle – es geht ihr alles ein wenig zu langsam, denn in einen Tag, eine Stunde, einen gesprochenen Satz kann man noch mehr packen, wenn man nur will. Wir hören von ihrer Leidenschaft Produkte mit guter Qualität zu nehmen, sagt das Mayonnaise Rezept aus dem Stegreif auf (die wenigsten wissen auswendig, was da reingehört) und klärt mich/uns auf, Mayonnaise macht man mit einem Schweizer Zauberstab. Sofort schütte ich Asche auf mein Haupt, weil ich mach das hundsordinär mit einem Schneebesen und Oberarmmotor. Tja, man lernt eben nie aus.

Schade, wenn ihr katha nicht gehört hat. Wer Lust hat, probiert ihren Gravad Lachs, mit unaussprechlichen Schwedenweckerln und einer Mango-Limettensauce, damit es nicht ganz zu nordisch wird. Ich meine, das werde ich zu Silvester ausprobieren. Außerdem schlecke ich meine Finger gerne ab, wenn da eine feine Sauce auf den Fingerkuppen klebt. Das gehört einfach zum optimalen Genuss dazu!

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