Was twittert so schön von nah und fern …

Wer was auf sich hält, vögelt bei Twitter und singt dazu.

chicken7Selbstverliebte Gedankenrülpser werden da wie dort losgelassen. Man “folgt” jemanden und wird von anderen “verfolgt”. Kann sich kaum mehr ungeniert am Hintern kratzen, um nicht ungefragt eine ebensolche Inimität serviert zu bekommen. “Hilfe, wo ist meine Kontaktlinse”, “Ich hatte gerade einen Festplattencrash” – und womit zwitscherst du gerade? Vielleicht mit dem Kammpel? “Was machst du?” “Blöd aus der Wäsch schauen” … der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt!

Niemand übt sich in Bescheidenheit, wenn er dem Trend folgt, weil es vermutlich ohne nicht mehr geht. Jeder, wie er will.
Obama soll auch dabei sein.
Soll ich mich als Schwarzenegger anmelden – who cares? Mist zu spät, da war schon einer vor mir da.
Armin Wolf ist ein sehr selbstverliebter Nachrichtensprecher, der bei uns auf “Anchorman” macht. Er lässt einfach keine Sekunde aus, um ja im Mittelpunkt zu stehen. Irgendwann wird ihn vor Stress einmal der Schlag treffen. Hoffentlich checkt er es vorher, es wäre seiner Schönheit abträglich. Übrigens glaube ich, er färbt sich seine Glatze. Schaut er bei einem Interview der ZIB zum eingeblendeten Gesprächspartner, dann kann man von hinten seine braune Glatze sehen. Schon bemerkt? Die Haut seiner Glatze, die normalerweise jungfräulich rosarot glänzt, ist braun und matt, wie seine Haare. Gibt es eigentlich eine Glatzenfarbe und in welchen Nuancen?

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23 Kommentare

Eingeordnet unter Die Welt

23 Antworten zu “Was twittert so schön von nah und fern …

  1. Autsch! :D Ich mag den Armin Wolf sehr. Twittern ist bloggen für Süchtige, die nicht alle 10 Sekunden was bloggen können, es aber trotzdem wollen – also twittert man

  2. tja, ich probiers aus und wozu man nicht extra einen Blogeintrag anfangen mag ist Twitter praktisch.
    ich steh dazu, solange man nicht exzessiv macht ist es OK. Manche belegen gern einen Feng-Shui-Bauchtanzkurs. und vielleicht gefällts mir bald auch nicht mehr wer weiß.
    und sei doch ehrlich, in jedem Blogger steckt ein gewaltiger Selbstdarsteller.

  3. PS:
    ad verfolgt, wenn jemand deinen Blog liest wirst du so quasi auch verfolgt. und wenn ich ehrlich bin, habe ich sicher auch mal was belangloses gebloggt.

  4. Glatzenfarbe gibts ebenso wie Dekolletee-farbe. Wichtig dabei ist, dass sich Dekolletee bzw. Glatze in der Farbnuance grundsätzlich von der Gesichtsfarbe des jeweiligen Subjekts unterscheiden sollen. Je stärker, desto besser. :-)

  5. @Bulgariana: Da es keinen anderen vernünftigen Nachrichtensprecher bei ORF gibt, mag ich Armin Wolf auch gerne. Nein ehrlich, so schlecht ist er nicht. In manchen Reaktionen kommt er mir nur ein wenig hoppatatschig vor.
    Vielleicht ist seine twitterei auch nicht so schlecht, so erkennt er während seiner Reaktionsarbeit, wie diese Nachricht auf seine Kunden wirken.

    @Bulgariana & weltbeobachterin: Twittern ist also Miniblogging? Ich bin ja selbst nicht bei Twitter angemeldet, sondern kenne diese Zwitscherei nur aus eingebundenen Blogwidgets. Und da sind eben solche Meldungen wie “ich habe Durchfall”, “kann nicht schlafen”, “beim Billa waren sie gerade so unfreundlich”. Ich behaupte: Wer twittert denkt viel weniger darüber nach, was er schreibt, Hauptsache er schreibt und das sehe ich als Mist. Armin Wolf schreibt zum Beispiel vor 4 Stunden, es wäre etwas “ziemlich alarmistisch” [sic], dafür fragt er nach Themen zur heutigen ZIB (habe ich richtig vermutet).

    Natürlich bin ich als Blogger auch Selbstdarsteller, da gebe ich dir vollkommen Recht. Und für alles benötigt es Maß und Ziel. Wir haben eben nur 24 Stunden pro Tag und die soll man bestmöglich nützen. Für diejenige, die Twittern eine bestmögliche Nutzung ist, dann sollen sie und die Blogger sollen auch. Morgen stellen wir uns alle auf die Straße und schreien herum, damit uns jeder hört. Dann werden wir vermutlich ins Irrenhaus eingeliefert. So ist das. :-D

    @Lamiacucina: Groovie ist es erst, wenn die Glatze in einer Kontrastfarbe leuchtet und man dazu die gleichfarbigen Socken anzieht. Yeaaah!

  6. @weltbeobachterin: “verfolgt” – damit meine ich diese vernetzte Freunderlwirtschaft, wie sie auch bei XING oder facebook praktiziert wird. Da bist du 12 Stunden online und hast so viele Freunde, wie du in deinem ganzen Leben noch nie getroffen hast (überspitzt gesagt). Ist das normal? Nicht dass ich etwas gegen Freunde hätte, aber doch nicht die halbe Welt. Freundschaften muss man pflegen und dazu braucht es Zeit.

  7. @ente
    ja, das kann schon sein. da man sich weniger Mühe gibt. ist halt so wie SMS.
    AW ist so weit ich beurteile sehr auf Feedback aus – wie ich. und da ist glaube ich Twitter ganz gut. und da es nicht bessere gibt, wie AW mag ich ihn auch.
    und für die Arbeit ist das ganz gut. aber seine Verfolger – Stalker? sind halt auch ausgekochte Wolf-Junkies.
    und lass ihn halt neue Wörter erfinden. In “Österreich” gibts genug so neue Worte.
    ja, ich bin ja für Maß und Ziel. und du kennst ja meine extensive Nutzung (da merkt man doch, ich komme aus der LW) doch ganz gut.
    auf Facebook und XING bin ich nicht ist mir zu anstrengend und soviele Freunde habe ich auch noch nicht. zuviel fühle ich mich überollt. und ja, Freundschaften soll man pflegen. da bin ich ganz bei dir.

  8. Das ist aber mal wieder ‘ne schicke Ente (die am Mikrofon, kchch)…

    Die Sehnsucht nach der großen symbiotischen Verschmelzung… – Das war jetzt ernst gemeint… So lange ich, in welchen Medien auch immer, präsent bin, werde ich gesehen, und dann bin ich

    Der heutige dinosäuerliche Klugschiss erfolgte von

    Dr. Freudlos

  9. @weltbeobachterin: Ich habe gestern einen podcast bei Uwe (blogde) über die Twitterei gehört. Das bestätigte irgendwie meinen Eindruck. Das ist so, der eine mag Vanillepudding und der andere hasst ihn. ;-)

    @gDino: Du BIST aber IMMER! Darf ich eine Vermutung anstellen? Du hast ein optisches Wahrnehmungsdefizit. Du erkennst nur, dass du bist, wenn du öffentlich schreibst, weil du meinst wahrgenommen zu werden. Ich sage ganz keck, das sagt noch gar nichts darüber aus, ob DU dann für die anderen BIST! So sehr ich den Austausch über Kommentare in einem Blog liebe, aber das Maß aller Dinge ist noch immer das persönliche Gespräch. Hier kannst du viel spontaner reagieren. Hier erkennst du, wie aufmerksam jemand deinen Gesprächen lauscht. Das geschriebene Wort ist noch immer eindimensional. Mir wird auch zu viel von anderen Menschen da hineininterpretiert. Wenn du mit deiner sarkastischen selbstverletzenden Art etwas schreibst, ich aber dein Gesicht dazu nicht sehe, dann weiß ich nie, wie ernsthaft das gemeint ist. Und genau da sind die Grenzen beim “DU BIST” im Netz gesetzt. “Du bist” erst dann “du”, wenn du wo wahrhaftig (greifbar) bist.
    Das Wort zum Middawoch, Fr. Dr. Freudvoll

  10. Mönsch, Lilly, denkst du etwa ernsthaft darüber nach, ebenfalls zum Vögeln Platz zu nehmen???

  11. @Rupi, ein Rätsel für dich: Auf einer Elektroleitung sitzen 5 Vögel, ein Jäger kommt und erschießt einen Vogel mit dem Schrotgewehr. Wie viele Vögel sitzen jetzt auf der Leitung?

    Xing, facebook und twitter lehne ich kategorisch ab. Da bin ich stur, du weißt. ;-)

  12. Oh, die LillY, grantelnd wie immer. Wie ich das lieb’ ;)

  13. Hhhm, hattest du mir die Frage nicht schon mal gestellt? Sagen wir mal: keiner.

  14. Die Glatze muss hauptsächlich zur Krawatte passen. ;) Der Wolf wird sich noch wundern mit seiner Twitterei, leicht ahnte er es eh bereits am ersten Tag … mal sehen.

  15. @Rupi: Dir? Ich bin so vergesslich. Richtig! Hast einmal einen Apfel von mir gut.

    @rufus: Am ersten Tag hatte er bereits 550 follower. Habe ich auch gelesen. Und das meine ich mit der halben Welt, die plötzlich mit dem Armin Wolf Freund sein will. Der wird so zugetwittert, dass er froh sein wird, wenn er auf seinem PC noch Outlook öffnen kann. Wir werden das im Auge behalten Steirerman!

  16. @Elke: Was heißt hier granteln? Nur weil ich nicht jeden Dreck mitmache? Jeder zweite, der im Auto bei der roten Ampel steht, bohrt in der Nase. Ich mache es nicht. Mich hat aber auch noch nie ein Nasenbohrer aufgefordert mitzutun und mir erklärt, wie gut das tut.
    Ich weiß, du bist auch ein Twitter-Junkie und ärgerst dich im gleichen Moment zu wenig Zeit zu haben. Tja! So long!

  17. Ich bin da voll auf deiner Seite, liebes Enterl! Du weißt ja wie altmodisch ich bin ;) Komisch ist, ich habe mich ja mal bei Facebook angemeldet um mit einer bestimmten Person was auszutauschen. Seitdem hab ich -zig Einladungen, ich weiß gar nicht was diese Leute von mir wollen könnten. Ich hab dort kein richtiges Profil, keine Interessen, kein Bild, kein gar nix! Oder werden da nur Freunde als Publikum gesammelt? Nach dem Motto: Je mehr mich sehen umso mehr bin ich?

    Xing, Twitrer und der ganze Quatsch mit ihrer Verbaldiarrhoe können mir gestohlen bleiben. Ich mag auch das persönliche, und ansonsten setz ich mich abends schön aufs Sofa und telefoniere meine Freunde ab. Ich benutze ja sogar mein Handy kaum, wahrscheinlich bin ich gar nicht wichtig genug um auf der Straße zu telefonieren (wo jeder zuhört!)

  18. habs ausnahmsweise nur überflogen, den gouverneur schwarzenegger hab ICH dir weggschnappt, der followed mir seit zeiten auch.. sich über twitter eschauffieren find`ich aber schon ein wenig übertrieben :))

  19. Mhm, bin auhc gespannt, wie lange er das durchhält. ;)

  20. @Lreporter: Ich bin die Übertreibung in Reinkultur. ;-)

  21. du rose aus dem gemeindebau.. :-)

  22. @George: Du tust so altmodisch gut in meiner Seele. Wobei facebook finde ich in einer Hinsicht gut: Ich habe einen alten Schulfreund, der in London lebt. Durch facebook erfährt man, was er so treibt, kann einen Gruß hinterlassen, etc. Das finde ich nett, weil er so weit weg ist. Eine Freundin ist in Fernost. Auch sie informiert uns über facebook, was sie so alles macht. Also ich finde durchaus auch positive Aspekte, wenn es welche für mich gibt. ;-)

  23. Ja wie schon gesagt, ich hab mich auch wegen EINER Person dort angemeldet, um auf dem Laufenden zu sein. Dafür ist facebook echt gut. Ich verstehe nur nich warum da jeder mein Freund sein möchte, wo doch nichts über mich da steht und ich auch mit keinem dieser Anwärter was zu tun habe oder zu tun haben möchte.
    Nein, ich bleib altmodisch, und basta!

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