Wie zufällig war ich heute wieder, am Tag des Opernballs in der Stadt. Ist mir erst aufgefallen, als mir Leute mit Frack und ohne Mantel entgegenkamen.
Beim gestrigen Club2 bin ich fast eingeschlafen. Es ging darum, ob es ethisch vertretbar wäre, bei so einer Wirtschaftskrise, die momentan das Land schüttelt, einen Ball der (Finanz)Superlative zu veranstalten. Holender, sonst der Kettenhund des Opernhauses war relativ zahm. Nur einen Seitenhieb an die ehemalige Ballorganisatorin Lotte Tobisch ließ er los, die damals, als die Truppen im Irak einmarschierten, den Ball absagte. Er hieß das gar nicht gut, sie hätte sich über die Interessen des Opernhauses hinweggesetzt und ihre Kompetenz überschritten, so meinte er.
Dafür hat ihm der Ö3 Callboy ordentlich zugesetzt und einen Schreck eingejagt, den er nur mehr oder weniger goutierte. “Wenn es den Radiohörern gefiele, dann findet er diesen Spaß gerecht.” Gehört, wie der herumkeift und giftelt. “Wo ist die Stürgkh”, hat er geplärrt. Hätte ich den als Chef, ich würde ihm jeden Tag die Augen auskratzen und würde trotzdem in den Himmel kommen. So ein Giftzwerg. Na, ich hab den noch nie mögen. Er und das Gürteltier …

Um sieben mussten die Damen und Herren der Eröffnung schon gestellt sein. Manche kamen sogar mit dem Trolley an, was da wohl drinnen war?

Gezogen hat es, wie in einem Vogelhaus!

Jetzt ist da der Teufel los. Ich habe schon geschaut, der Marikka Lichter sind fast die Krapferln aus dem Brustgeschirr gehupft und die Sarata hat “türkis” gekreischt. Viele Frauen sind in Lila, aber zu der Farbe sagen sie irgendwie anders.
Ich zieh mir schnell die Fellpatscherln über und geh jetzt schauen.