Entegutallesgut

März 29, 2009

Samstag war Kaiserwetter!

Gespeichert unter: Nicht kategorisiert — entegutallesgut @ 7:43

Und heute schifft es schon wieder.

Den Samstag dafür genutzt in die Stadt zu spazieren. Ich durfte mir ein Geldbörsel aussuchen (und habe ein supergeiles in einer flashigen Farbe bekommen.)

Die Innere Stadt ist am Samstag der Horror schlechthin und ich habe wirklich keine Freude mehr, als Wiener gemütlich über Graben oder Kärntner Straße zu schlendern. So wird Einheimischen ihre eigene Stadt vergellt. Touristen gehen im Entenmarsch hintereinander und haben kaum Möglichkeit einen Blick auf die Auslagen zu werfen, weil man sonst vom Hintermann einen mittelfesten Stesser bekommt. Wenn man sich dem Stress entziehen möchte und sich in einem der Schanigarten seiner Letargie hingeben möchte – Schmecks, kein Platz.
So schaut es normaler Weise in der Stadt aus. Doch jetzt herrscht absoluter Ausnahmezustand.
Frau Stenzel (Bezirkshäuptling der Inneren Stadt), wollte einen stockelschuhsicheren Straßenbelag. Der alte war schon ganz schön von den Hufen der Fiakerpferde abgewetzt. Zeigt das nicht irgendwie Charme, wenn es ein bissl krumm und nicht großstadtperfekt ist?
Jetzt ist der Graben in der Mitte zu 3/5 aufgerissen. Links und rechts schlängeln sich in den verbliebenen Restdritteln Einheimische wie Ausländische entlang. Mit Schaufensterschauen ist nichts mehr, denn es heißt aufpassen, wenn ein ca. 20cm hoher Kanaldeckel mitten am Weg wie ein Schwammerl aus dem Boden herausragt. Wer sich da derstesst, hat ein perfekt aufgeschundenes Schienbein.
Grüß-mich-gott-Onkel-Otto, die Ente ist unter lästerndem !sehr lauten! Geschnatter über die Kanaldeckel gehupft und in eine Seitengasse geflüchtet. Dort nämlich habe ich mein schönes Börsel erstanden und mit dem Verkäufer ein wenig gefachsimpelt, über Straßenbelag und fehlende Leuchten. Frau Stenzel hat ihren stöckelschuhfreundlichen Belag und die Stadtverwaltung hat die (schönen) alten Straßenbeleuchtungen entfernen lassen – sehr zum Wehklagen der Frau Bezirksvorsteher.

Nach Hause gekommen, habe ich ganz hektisch in meinem Fotofundus gekramt. Wer hätte sich gedacht, die alten „Maiglöckchen“-Lampen werden jemals zur Geschichte, jetzt wo wir so auf Retro unterwegs sind. Und ich habe noch Bilder gefunden, wo man die alten Lampen sieht. Die neuen sind halt glatt – für Stöckelschuhe eben und fad.

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März 23, 2009

Stadtgespräche

Gespeichert unter: Die Welt, stadtgeschichten, zeitungsente — entegutallesgut @ 11:06
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Das Wochenende ist wirklich immer viel zu kurz.
Und doch gab es gestern zwei wirklich sehr interessante und spannende Sendungen im Hörfunk und Fernsehen.
In Ö3 höre ich gerne Sonntag früh, wenn ich Eier brate oder einfach nur Kaffee für mich koche, Frühstück bei mir, mit Claudia Stöckl. Es gibt kaum eine Sendung, die nicht hörenswert wäre. Diesen Sonntag war es ein Interview mit dem Zukunfstforscher Matthias Horx, das auch als podcast gehört werden kann. (Bitte beeilen, Ö3 hält die mp3 Dateien nicht ewig online). Aber auch die zuerst verlinkte Seite von ihm ist eine wahre Fundgrube, die sehr interessante Denkansätze enthält. Ich weiß jetzt nicht, ob, Horx in Wien wohnt, ich dachte, das so verstanden zu haben, er wohnt irgendwo in der Nähe von Währing.

Am Abend gab es dann eine Diskussion über Zilks Spionagetätigkeit in der damaligen Tschechoslowakei, die er ab 1965 gemacht haben soll. Die Geschichte wurde nicht aufgedeckt, sondern wieder aufgewärmt, vom Wochenmagazin „profil“, das an und für sich nur fundierte und gut recherchierte Aufdeckergeschichten veröffentlicht. Das profil bekomme ich jeden Sonntag per Hauszustellung vor die Tür gelegt – übrigens eine herrliche Erfindung, Zeitungen am frühen Morgen schon vorzufinden. Wenn dazu noch 2 frische Semmerln und ein Butterkipferl geliefert werden könnte, dann wäre der Sonntag noch perfekter!

Zilk, Programmdirektor beim ORF – daran kann ich mich nicht mehr erinnern, Bundesminister für Unterricht und Kunst und anschließend viel geliebter Wiener Bürgermeister – kein anderer konnte ihm bis dato das Wasser reichen, war eine sehr bunte und schillernde Gestalt. Er hat angeblich, was Frauen anbelangt nichts ausgelassen, war aber ein Mensch, der sehr charismatisch und mit einer riesigen Portion Zivilcourage seine politischen Aufgaben bestreitete. Natürlich wer Zilk kannte, hatte es ein wenig leichter, wenn er etwas Stadtpolitisches von ihm wollte. Aber er war auch streng, wenn ihn jemand um einen Schmarren ansuderte und das nicht so ganz seinen Vorstellungen entsprach.
Nun war in der gestrigen wirklich sehr heftigen Diskussion der Streitpunkt, ob es Zilk notwendig hatte umgerechnet 30.000 Euro und einen Kristallluster anzunehmen, für eine Tätigkeit als Spion, wo er eigentlich nichts wusste. Man vermutete, er erzählte dem tschechischen Geheimdienst nur Dinge, die er am Tag zuvor aus dem Kurier gelesen hatte. Der Geheimdienst wiederum zwar sehr effizient in seiner Bespitzelung, aber sonst steckenblöd, bemerkte gar nicht, wie wenig Gewicht diese Informationen hatten. Oder wollte er Zilk für höhere Dienste einkochen? Das war die Frage gestern.
Bacher und Michael Frank (SZ Korrespondent) versus dem Rest der Diskutanten. Besonders Dagmar Koller, Zilks Soubrette und Ehefrau war ganz außer sich. Natürlich, verteidigt sie ihren Mann und meint, man solle ihn doch in Ruhe unter der Erde liegen lassen. Außerdem fand sie es unerhört (der Scholz übrigens auch), als Frank erzählte, Zilk, der den Inhalt des Akts damals (späte 90er) schon kannte, wäre ganz stolz gewesen, wie darin Hauptaugenmerk auf seine ehemaligen „Weibergeschichten“ gelegt wurde. Ein wenig bekam die Diskussion einen grotesken Touch, als Scholz den Frank auf so klein mit Hut zusammengeputzt hatte und die Koller mit ihrem Kreuz in der Luft herumfuchtelte, als wäre Frank der Inbegriff des Bösen.
Und dabei frage ich mich wirklich, soll man so eine Sache nur weil sie schon ewig verjährt ist und die Beteiligten teilweise gar nicht mehr am Leben sind, unter den Tisch fallen lassen?
Oder soll man tatsächlich, so wie Bacher es verlangte, der Sache nachgehen. Und er hat nicht Unrecht, wenn wir heute über die Presse erfahren, Zilks Akten wurden in den frühen 70er Jahren vernichtet. Seit wann werden Akten über Geheimdienstermittlungen vernichtet?

März 21, 2009

Aaans zwa drei check it … die check it box

Gespeichert unter: Ent(e)deckt — entegutallesgut @ 12:38
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Da kuchn foat mi in die hölle …

März 20, 2009

G’schlaucht!

Gespeichert unter: Die Welt, stadtgeschichten, zeitungsente — entegutallesgut @ 6:29
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Leider schafft es mein Energiezentrum im Moment nicht, eiserne Reserven zu aktivieren. Ich bin furchtbar nachlässig alle meine abonnierten Blogs zu lesen. Bin faul und unkreativ, was Blogeinträge anbelangt – bin einfach lätschert. Da ist es ganz fein, wenn man eine gute Zeitschrift zur Hand hat.

Weiß nicht, wer den Falter ließt, darin ist ein lustiger Artikel über die zweitstärkste Migrantengruppe in Wien und deren fehlender Integrationswille. Nee, hast du Worte – dat is sogar onnlein: Ihr könnt uns mal gerne haben: Deutsche in Wien. Dann gucken wir doch, ob die deutsche Leserschar den hintergründigen Humor checkt. Ente sagt extra gucken und nicht schauen, damit es nichts zu Kichern gibt.

Ergänzung, weil das in der Onlineversion nicht zu finden ist:
40.382 Deutsche leben in Wien, der 3. Bezirk ist der liebste (deutsche) Bezirk, 1866 besiegten Preußens Truppen Österreich in der Schlacht bei Königgrätz. Der preußische Militärmusiker Gottfried Piefke komponierte den Königgrätzer Marsch und kreierte damit das Schmähwort für unsere liebsten Nachbarn. ;-)

März 17, 2009

Wie Sand am Määäääär …

Gespeichert unter: Quietschente, befindlichkeiten — entegutallesgut @ 9:48

Kennt das wer?

Träller ich schon die ganze Zeit.
Wie ich so klein und winzig war, also nicht winzig, oder doch, aber jünger. Egal. Jedes Mal wenn ich den Nämlichen traf, ist er zum Klavier gehirscht und hat das für mich gespielt. :-)

Schliiiiiießlich weiß ich wie duuuuuuu haaaaaiiiiißt …“

März 16, 2009

Day-off

Gespeichert unter: Die Welt — entegutallesgut @ 9:49
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Morgen gibt es unerwarteter Weise einen Tag frei.
Drei Wochen bin ich schon so quasi in Geiselhaft. Es macht unheimlichen Spaß, aber es schlaucht ungemein.

Zwischendurch gibt es ganz interessante Begebenheiten. Man lernt Kursteilnehmer besser kennen. Von hinten kann man einige gut beobachten. Man bemerkt, wie sie in die Luft schauen, ihr Müsli anrühren, die Zeitung lesen, oder sich einfach gut unterhalten.
Dazu die Reaktion der Lehrer, wie gelassen sie einfach weiter unterrichten oder schlichtweg auszucken.
Am Mittwoch wäre Test gewesen, der wird auf Freitag verschoben.
Der Kurs verlängert sich durch den unvorhergesehenen freien Tag um einen Tag, worüber sich schon einige aufgepudelt haben. Ich kann das nicht nachvollziehen, weil ich finde den morgigen freien Tag herrlich. Er bringt mir mehr, als mir der eine Tag Verlängerung Kraft kosten wird.

Die Diskussion um die Lehrer ist ein wenig in den Hintergrund gerückt. Stattdessen berichtet man vom Fall Fritzl. Ein Schippl Presseleut aus aller Welt erwartet sich viel und ist enttäuscht keine Information zu bekommen. Nicht einmal den Angeklagten kann man abbilden, denn er hat sein Antlitz durch einen Ordner geschützt. Dieser wäre sein Privateigentum, so berichtet der Anstaltsleiter und beinhaltet den Essensplan für diese Woche. Heute mittags gab es Sojalaibchen mit Kartoffelpürree und am Abend ein Paar Frankfurter mit Senf und Gebäck. Nebuloses wird spannend erzählt.
Sonst wäre Herr Fritzl unauffällig.
Was hat man sich erwartet?

Das Urteil wird für Donnerstag erwartet.

März 15, 2009

Lehrergutallesgut?

Gespeichert unter: befindlichkeiten — entegutallesgut @ 9:40
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90% des Bildungsbudgets geht mit den Lehrergehältern drauf, daher ist es wohl verständlich, wenn man hier ansetzt, um zu sparen. (Was sollen wir machen, wenn kein Geld da ist?)

Die 10% Mehrarbeit sind meinem Verstandnis nach eine Erweiterung der Unterrichtszeit. Die Lehrer haben in Summe weiterhin 1700 Stunden Gesamtarbeitszeit. Diese Arbeitszeit besteht aus 36 Wochen à 20 Stunden – NEU 22 Stunden für den Frontalunterricht am Schüler. Der verbleibende Rest teilt sich in Vor- und Nacharbeitszeit für den Unterricht auf (Korrektur von Tests, Schularbeiten) und dann noch Gangaufsichten, Supplierungen und Sprechstunden, etc. Dieser letztgenannte Arbeitsbereich wird jetzt kleiner, weil die Lehrer mehr im Unterricht stehen sollen.

Die Mehrarbeit ist notwendig, weil die Klassengrößen kleiner werden sollen. Die angestrebte Klassenstärke von 25 Schülern kann unter dem momentanen Modell nicht verwirklicht werden.

Dass Lehrer durch die Mehrarbeitszeit ihren Posten verlieren sollen, entspringt der Phantasie der Lehrergewerkschaft. Herr Neugebauer lernt gerade dividieren und meint, es wäre so.

Frau Ministerin Schmied wird sich künftighin ihr Airbrush-Makeup selbst bezahlen (1400 Euro für zehn Pinselblasereien). Sie argumentiert (richtig), dass die Medienlandschaft nicht nur Minister auf Herz und Nieren und deren Eloquenz prüft, sondern diese auch fotografiert und veröffentlicht, wenn sie wie Dämonen aussehen (vgl. Lodenfraktion).

Keine Arbeitsplätze in der Schule – das ist überhaupt ein nettes Thema. Es stünde angeblich für keinen Lehrer ein Schreibtischplatz zur Verfügung. Warum sich Lehrer nicht in leere Klassenzimmer setzen können, verstehe ich auch nicht. Für mich hatte es immer den Anschein, Lehrer waren ganz froh, wenn sie von der Schule flüchten und zu Hause ihre Schularbeiten verbessern konnten. Das ist eben der Vorteil für Lehrerinnen, die zugleich Mütter sind und sich ihre Zeit so einteilen können, wie es sich mit dem Familienmanagement besser ausgeht.
Also sollten die Lehrer nicht Dinge verlangen, die sie eigentlich gar nicht wollen. Glaub ich halt …

Ich bin schon gespannt wie ein Hosengummi, wie das Budget im Endeffekt aussehen wird.

P.S.: Die einzelne Dame im Cremer Fotoblog konnte ich auch schon aus meiner Erinnerung holen. Wenn mich nicht alles zwickt, ist sie die große Schwester eines ehemaligen Freundes. Das liegt aber schon Ewigkeiten zurück – ich muss die Fotos raussuchen.

März 13, 2009

Verflixter Dreck!

Gespeichert unter: Ent(e)deckt — entegutallesgut @ 9:14
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Flat Lake
Hillinger
Hofer

Ich muss etwas klarstellen.

Weiß der Kuckuck warum ich jeden Tag eine oder mehrere Google-Suchanfragen bezüglich Hillinger und Flat Lake bei Hofer hier bei mir landen.
Damals war ich wirklich der Meinung, der geschniegelte Model-Weinbauer macht den bei Hofer verkauften Wein selbst. Dem ist NICHT so!
Hillinger gibt irgendeinem Glykolweinbauern (Ente, du hast einen Schnabel wie ein Schwert …) sein Know-How = Namen und alle Welt glaubt, sie kauft Wein von Hillinger.
Dem ist nicht so!

Trotzdem ist eine Sorte dieses Weins doch sehr gut. Man möge sich durchsaufen und das selbst beurteilen. Auf jeden Fall ist Flacher See von Hofer nicht Hillinger, sondern von „who knows?“.

Und jetzt keine google Suchanfragen mehr!

März 12, 2009

Dienststellenversammlung

Gespeichert unter: Die Welt, befindlichkeiten — entegutallesgut @ 11:18
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Ein Wort, das mir einmal irgendwie im Magen quer liegt. Ich weiß nicht, wie andere sich dabei fühlen, wenn sie dieses Wort hören, aussprechen oder fühlen.
Es ist eine andere Umschreibung für Streik.
Generell ist Österreich ein sehr streikarmes Land. Als guter Blogger, müsste ich jetzt einen Link zu Statistik Austria finden, der belegt, dass es so ist. Es ist aber so. Wenn wer bei uns streikt, dann ist es unsere marode Airline – und zwar speziell das Bodenpersonal, das sind nämlich die „underdogs“ der AUA, die für einen Apfel und ein Ei arbeiten. Und dann sind es unsere Lehrer, die meiner Ansicht nach gar nicht so schlecht mit ihrer Bezahlung bedient sind.
Vom Gefühl her, liegen die Lehrer in der Streikstatistik sehr knapp dahinter. Das Lehrpersonal, so sage ich als leidgeprüfte Schülerin, die in der Oberstufe immer unter den Spitzenreitern der Fehlstunden zählte, sind Lehrer für mich ein rosarotes Tuch. Ich mag kein Rosa, Rot aber schon.
Letzte Woche, oder vielleicht auch schon früher, hat unsere Unterrichtsministerin den abwegigen Vorschlag gemacht, unsere Lehrer sollten doch zwei Stunden mehr hackeln. Eine vernünftige Argumentation von Ministeriumseite ist mir jetzt nicht im Kopf, was aber nicht verwunderlich ist, denn Lehrer und dazugehöriger Proporz haben ein außerordentlich schlechtes Image in der österreichischen Bevölkerung. Ich denke aber, 50% der Bevölkerung denkt sich, zwei Stunden mehr (das sind zehn !!!! Prozent Mehrarbeitszeit) sind total ok, wenn ein Haufen der Arbeiter und Angestellten zur Kurzarbeit aufgerufen werden.
Die Lehrer sehen das allerdings als Affront, weil Turnlehrer und Zeichenlehrer (ja, ich polemisiere) so viel Vor- und Nacharbeit in ihrer Unterrichtszeit haben, dass sie sich ohnehin als unterbezahlt sehen. Kann mir wer kurz aushelfen, wie viel Urlaubstage ein Lehrer hat? In Wien sagen wir: „Das is a g’mahte Wiesn“, „ollaweui ma hettat so an Dschob, wo ma so wenich hackln miassat.“. Viele, der Altgedienten sind pragmatisiert, das heißt unkündbar. Und interessanter Weise, sind das die Lehrer, die man als Eltern gedanklich auf den Scheiterhaufen schicken würde. Hexenverbrennung pur! Die Jungen sind im Normalfall total engagiert und gerade die arbeiten unter sehr widrigen Bedingungen.

Kommen wir auf den status quo zurück. Schmied = BM für Unterricht, Kunst und Kultur bleibt beharrlich bei ihrer Forderung, droht mit Rücktritt (fürcht – jeder Mensch ist ersetzbar …) und bekommt natürlich Rückendeckung vom roten (Bundeskanzler)Lager. Wir erinnern uns, Faymann hat die Kasperlstimme. (Ein kluger Blogger verlinkt jetzt auf seinen eigenen Blogeintrag, aber ich will jetzt nicht suchen – sorry.)

Die Schulen sagen ausdrücklich sie streiken nicht, aber sie rufen zu einer Dienststellenversammlung auf. Die Ministerin meint, der Unterricht soll dabei nicht beeinträchtigt werden. Die Lehrer zeigen ihr den Stinkefinger und machen bundesweit ihre Dienststellenversammlung zwischen 8.oo – 10.oo Uhr. Außerdem kramt irgendein gelangweilter W.xx.r (ich schreib extra nicht „ch“ statt „xx“ damit google etwas zu denken hat) in ihren Abrechnungen und findet heraus, Frau Ministerin lässt sich für länger dauernde Auftritte unter Scheinwerferlicht ein Airbrush-Makeup“ machen. Dank Frau Ministerin weiß ich, dass es so etwas gibt. Ich dachte immer nur, man verschönert mittels Airbrush die Motorhaube eines Opels (kauft Opel, die krachen auch wie eine resche Kaisersemmel – sch..ß Wirtschaftskrise, man kommt vom Hundertsten ins Tausendste). Und so passiert es, dass die Tageszeitung „Der Standard“ eine winzige Spalte dem Anliegen der Ministerin widmet, die Versammlung nicht während der Dienstzeit zu machen. Dafür gibt es vier fette Spalten, die das Thema des „Airbrush-Makeups behandeln, wobei mir trotz der Länge des Artikels noch immer keine Empfehlung gegeben wurde, wo Frau Ministerin hingeht. Ich mein, man kommt auch ins Alter und in Falten … that’s why I’m asking for ….

Ortswechsel: In und aus der Schule.
Generell werden Informationen aus der Schule nur mehr per Download von der Homepage angeboten. „Weil die Kopierkosten so hoch geworden sind“. Die Eltern berappen für Kopien aber 25 Euro im Jahr, um diese Kosten abzudecken. Wenn es aber zu einer Dienststellenversammlung kommt, dann schreiben wir in 14pt mit 1 1/2 zeiligem Abstand eine Rechtfertigung, warum wir am Donnerstag zwischen 8 und 10 ein Kamingespräch in der Schule machen und kopieren das für Schüler UND Eltern. Die Schüler werden eindringlich darum gebeten , es unterschreiben zu lassen, wo sich sonst kein Schwein darum kümmert, ob irgendwelche Infos durch Unterschrift zur Kenntnis genommen werden.
Außerdem werden Maturanten von sozialistischen Gewerkschaftslehrern befragt, wie sie die Lage beurteilen. Wie Maturanten objektiv dieses Thema kommentieren, brauche ich wohl nicht extra auszuführen. So sind unsere Pädagogen, die sich im Schulbetrieb als Frau oder Herr „Professor“ betiteln lassen. Ein Titel, den sonst nur Universitätsprofessoren tragen.

Die Argumentation für die Versammlung während der Dienstzeit, die dezidiert kein Streik ist!

Zwei Stunden mehr, heißen nicht mehr Schulqualität.
Weil die Lehrer deswegen nicht mehr Zeit haben. (Aha, was machen sie mit den 2 Stunden? Noch dazu wo jetzt die geburtenschwachen Jahrgänge gerade in die Schule drängen.)
Die jungen Lehrer werden gekündigt. (Stimmt das? Und wenn ja, vermutlich deswegen, weil die alten -ungustigen- Hasen auf ihren Posten sitzen.)
Man surft auf der Qualitätsschiene, hört aber von den Lehrern NIE wie sie diese verbessern wollen. Ganz im Gegenteil redet sich der Lehrkörper immer auf das Ministerium aus, warum die Lehrer ihren Lehrauftrag (Stichwort PISA) nicht erfüllen können. Fällt ihnen dieser Widerspruch gar nicht auf?
„Wir wollen mehr Zeit für Ihr Kind“ – nicht weniger. Plus zwei heißt eigentlich mehr und nicht weniger. Kann mir wer in Mathe helfen?
Dividieren heißt gerecht teilen – wenn die Industrie Kurzarbeit macht, wieso sollen dann Lehrer nicht auch einen Beitrag leisten. Oder was ist gerecht?

Pflichtschauen: Bei Cremers Fotoblog! Ich frage mich, ob der Titel zufällig so lautet, oder ganz gezielt darauf hinweist.
Dazu muss man sagen, dass ungefähr 90% der Lehrerschaft weiblich ist. In dieser abfotografierten Lodenfraktion aber fast nur Männer vertreten waren, die knapp vor der Pensionierung standen. Außerdem kenn ich die Frau Gewerkschafterin von irgendwo und ich weiß nicht woher. Kann mir wer helfen? Ich kenn die Tussi. Hilfe, ich werde doch nicht bei einem Kindergeburtstag mit ihr auf einem Tisch gesessen sein. Doppeltes Hexenkreuz hinterm Rücken verstecke.

März 9, 2009

Vienna

Gespeichert unter: Quietschente — entegutallesgut @ 8:15

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