Monatsarchiv: April 2009

Wörter, die die Welt nicht braucht

caesarKürzlich habe ich mir dieses Karterl da aussuchen dürfen. Also aussuchen ist gut, weil ich bin zu spät gekommen und es lag nur mehr eines d. Aber irgendwie hat es dann doch gepasst.

Es gibt nämlich Modewörter, die vorher nie jemand verwendet hat und dann plötzlich hört man sie von allen Ecken und Enden trällern, ja sogar die Spatzen pfeifen sie vom Dach. Besonders witzig ist, wenn man dieses Wort in einer Fortbildung hört, wo genau diese Karten ausgeteilt werden.

.Mein momentanes Lieblingswort ist “redundant” (und schreibt man den Römer tatsächlich mit “ä” und hatscht der Satz nicht irgendwie?)

12 Kommentare

Eingeordnet unter befindlichkeiten

t’schuldigung

Die Ente, die twitter nicht mag, zwitschert nur mehr.
Sie schickt Eilbotschaften ohne Kontext zur innerlichen Befreiung von Geist und Seele durch den Äther, pardon Internet und keiner versteht sie. Und damit kann ich gerade jetzt sagen: Weil einen doch niemand versteht, tut das Rausschreien ins taube Universum mit ungleich geringerem Aufwand sehr, sehr gut.

Conclusio: die Ente liebt twitter, weil sie ohnehin unter Wasser quakt und sie keiner hört.

Die Ente sollte ihren Blog verlinken. @Lreporter – die Ente macht das, wenn sie irgendwann einmal glaubt, es ist die Zeit reif dafür.

Die Ente sollte Werbung für ihre Posts machen.

Die Ente pfeift auf Werbung ihres Blogs.

Die Ente ist schlichtweg eigensinnig und deppert.

Was würde ich jetzt twittern?
#Wbeobachterin: Weu’sd a Herz hast wia a Bergwerk ist megageil – Ente singt/quakt mit großer Inbrust. Ich fahre nicht mit der Bahn, aber mit dem 31er!

15 Kommentare

Eingeordnet unter befindlichkeiten, Die Welt

Stadttempel Seitenstättengasse

Kopfbedeckung ja – nein, Perücke ja – nein, das hat uns alle miteinander beschäftigt und holte die Experten in meinen Blog.

Heute besuchte ich mit einer Freundin die Synagoge, richtig Stadttempel in der Seitenstättengasse in Wien. Der Bereich um die Synagoge unter den Wienern das Bermudadreieck genannt, zeichnet sich durch ziemliche Polizeipräsenz aus. Die intensive Polizeiüberwachung und auch die Sicherheitskontrolle zur Synagoge sind seit dem Anschlag 1981 besonders intensiv gehalten.

Die Führungen in der Synagoge werden leider nicht oft abgehalten, oder ich habe sie bis jetzt immer versäumt. Ich war zwar schon einmal während meiner Schulzeit drinnen, aber konnte mich nicht mehr so genau erinnern. Bei der telefonischen Anmeldung musste Name und Adresse angegeben werden. Am Tag selbst hatte man sich nur durch einen amtlichen Lichtbildausweis zu legitimieren. Da musste mein Führerschein herhalten, mit einem Foto, das mich mit jungen 19 Jahren zeigt. Mich wundert immer wieder, wie das Foto nach wie vor akzeptiert wird. Es hat in keinster Weise mehr Ähnlichkeit mit mir. Allerdings die Brillen auf dem Foto (riiiiiiiesige Wagenräder) sind mittlerweile wieder modern. Die weiter Kontrolle erfolgte wie beim check in im Flughafen. Ob ich eine Waffe mitführe und natürlich musste ich antworten: “Meine Waffe ist meine verbale Schlagkräftigkeit”. In dem Moment wusste der junge Bursch nicht, ob er lachen oder weinen sollte. Tja, wenn Oma einmal ein Scherzchen macht, kann man ihr zuliebe ruhig lachen. höhööö!

Drinnen im Stadttempel wurden wir von Herrn Kurt Rosenkranz begrüßt, der der Gründer des veranstaltenden Vereins “Jüdisches Institut für Erwachsenenbildung” ist. Nur kurz zu dem Verein, der nicht für Juden gegründet wurde, sondern die Begegnung von “Goi” (Nichtjuden) mit Juden fördern soll. Übrigens kann man dort auch jiddisch lernen. Herr Rosenkranz jugendliche 82 Jahre, die man ihm wirklich nicht ansieht – masel – erzählt über die Geschte des Stadttempels in Wien, die ich hier nicht wiedergeben möchte, weil man sie nachlesen kann.
Anschließend wurden Fragen gestellt und ich weiß nun endlich, warum Juden Steine auf Gräber legen. Das kommt nämlich von der Wüste Sinai, die Moses fünf Mal “umrundete”. Der Wüstenboden ist hart wie Stein. Verstarb ein Mensch, musste er mit Steinen bedeckt werden. Und als Erinnerung an die Wüste Sinai werden auf jüdische Gräber Steine gelegt. Auch gewusst?

Ach ja, die Sache mit der Kopfbedeckung ist die: Orthodoxe Jüdinnen tragen tatsächlich eine Perücke. Sie müssen nämlich am Tag der Heirat die Haare kurz schneiden. Da man sich als jüdische Frau einmal für einen Mann entscheidet, soll man für andere “fremde” Männer nicht mehr attraktiv sein. Damit nehme ich an, wenn in der Hitze des Gefechtes die Perücke schief liegt, soll der Mann vor Schreck davonlaufen. Die Perückensache ist nur für sehr strenggläubige orthodoxe Juden üblich. Übrigens müssen jüdische Frauen als Jungfrauen in die Ehe gehen, das ist einer der wenigen Scheidungsgründe, wenn sich das im Nachhinein herausstellen sollte, dass es vor der Ehe schon mal etwas gegeben hat. Die Idee des jüdischen Glaubens gefällt mir sehr, aber diese Sache finde ich ziemlich antiquiert und unterscheidet sich nicht vom katholischen Glauben. Wie sich Juden zu Homosexualität äußern, wollte ich noch fragen, aber dann dachte ich mir, ich will mir den Glauben behalten, dass diese Glaubensrichtung eine tolerante Haltung zum Menschen hat.

22 Kommentare

Eingeordnet unter ente on tour, stadtgeschichten

Ich möchte ein Instrument lernen …

Aus Zeitgründen bediene ich mich (wieder einmal) bei YouTube. Das bringt mich auch in der Hutfrage näher. Morgen berichte ich darüber, dann ist es soweit, ob ich nun mit einem “Peppi”=Perücke unterwegs war, oder mit …?
Ich könnte mir auch eine “Tschinölln” aufsetzen. Weiß nicht, wie das Gerät musikalisch richtig benamst wird. Ich glaube irgend etwas mit Becken und Klang. Klangschalen nicht, das machen die Schröpftanten, wenn sie auf deinem Rücken Beats spielen.

Jössas, ich verfalle schon wieder in die Vergangenheit – wer erinnert sich an chitty chitty bang bang?

4 Kommentare

Eingeordnet unter Quietschente

Suchmaschinen

Manchmal, wenn einem langweilig ist, dann schaut man auf seine Blogstatistik – sinkend, weil vernachlässigt. wtf!
Dann schaut man auf die Referrer, also nämliche welche von guggl zum Klick empfohlen wurden. Es war Beutel – mein erster Tanzpartner. Ich glaube bis heute nicht, dass er Beutel hieß.
Wieso also fragt man bei guggl nach Beutel, wenn es den gar nicht gibt? Es war kaum der Rede wert. Er hatte Schwitzhände, Wimmerl (teutonisch Pickel) und hat mich kaum unterhalten. Bei der Rumbarolle war er sehr schlecht! Also wenn schon Pickel und ohne Rolle, dann lustig. Wenn nicht, dann wie Kaffee mit Milch.

Was sind Bogs herrlich – da sind alle schön und knackisch! 90-60-90

4 Kommentare

Eingeordnet unter Nicht kategorisiert

Gerade eben …

ist mein Herz so weit offen. Gerade eben denke ich mir, wie viele A….löcher es gibt und zähle sie mit allen zu wenigen Fingern auf, denke darüber nach wie sehr sie mein Leben nachhaltig negativ beeinflussen. Und gerade eben denke ich mir, ich liebe sie trotzdem. Was ich mir damit überlege, ob ich vielleicht gerade in einem Mantra feststecke und Mandalas mit drei bunten Farben anmale, obwohl ich fünf Finger habe? Das wäre nämlich ein Problem für mich. Ich habe JETZT Lust auf indisches Essen!

Man sollte weniger denken!
So schaut’s aus.

P.S.: Heute hat mir eine Freundin erklärt, wie gut sie mich in verschiedenen Positionen sieht und welche Selbsterfüllung ich in mir trage. Und heute habe ich mir bei einem bestellten Großen Schwarzen und serviertem Großen Braunen gedacht – wieso!? Ich trinke Kaffee seit Ewigkeiten nicht mehr mit Zucker (Zucker schenke ich an Pferdeliebhaber her, aber wo sind bittschön die Pferde?) und seit fast zwei Jahren ohne Milch. Ich bestelle Kaffee prinzipiell Schwarz! Was interessiert mich der Stress eines Kellners, wenn ich trotzdem Vollzahler bin? Soll ich deswegen Hut tragen, nur damit die Leute das endlich checken: Ich mag keine Milch im Kaffee und mir passen keine Hüte?

Ich brauche übrigens dringend eine Hutempfehlung.
Und das ist kein Schmäh!
In der Synagoge braucht man Hut, ob man will oder nicht.

Status: nüchtern, natürblöd mit dunklem Haar

19 Kommentare

Eingeordnet unter befindlichkeiten

Osterpinzen

Typisches Ostergebäck ist bei mir zu Hause die Pinze. Ein feines Germteiggebäck, das nicht zu süß schmeckt und daher auch gut zum Osterschinken und Eierkren passt.
pinze-008

75 dag Mehl
1 Würfel Germ
12 dag Staubzucker
Vanillezucker
1/8 l Wein und 1 TL Anis
1/8 l Milch
4 Dotter, + 1 Dotter zum Bestreichen
Prise Salz
13 dag flüssige Butter

Den Germteig, wie bei jedem anderen Germteiggebäck zubereiten. Das heißt, alle Zutaten müssen küchenwarm sein. Das Dampfl wird vorher angesetzt und dann verknetet man die restlichen Zutaten und lässt sie nochmals gehen. Der einzige Unterschied bei der Zubereitung der Pinze besteht darin, dass man den Wein über Nacht mit dem Anis aromatisiert und dann den Anis vor der Zubereitung des Teiges abseiht (Wein auffangen, nicht in den Gulli rinnen lassen).
Nachdem der Teig gegangen ist, kleine Kugeln schleifen und dann drei (Mercedesstern) Einschnitte in die Teigkugeln schneiden. Die Pinzen mit verschlagenem Dotter bestreichen (nicht die Schnittfläche!), nochmals im Rohr gehen lassen und dann bei 160°C und 60% Luftfeuchtigkeit (Dampfbackofen) goldbraun backen. Wie jedes Germteiggebäck schmeckt auch dieses frisch viel besser!

pinze-014

Noch einen schönen Ostermontag allen meinen bloggerollten und ungerollten Lesern!

14 Kommentare

Eingeordnet unter küchenente