Ein geschnitztes Holzmännchnen, das die biblische Geschichte des Zacchaeus darstellen soll. Er kletterte auf eine Palme, um Jesus beim Einzug nach Jericho besser sehen zu können.

Wie der Kalvarienbergmarkt entstanden ist, der immerhin auf eine 350-jährige Tradtion zurückblicken lässt, ist auch wieder typisch Wienerisch. In der Faschingszeit ging der Wiener auf Bälle und man sagte ihm sogar ein vergnügungssüchtiges Verhalten nach. Kaiserin Maria Theresia, die mit den vielen Kindern und als über Gebühr fromme Frau gelebt hat, verbot nach dem Faschingsdienstag das fröhliche und lärmende Treiben in den Ballsälen. Der Wiener zog in seinem Hamur raus in die Vorstadt, aus den Augen der Kaiserin, zum Kirchplatz am Kalvarienberg. Allerdings nicht dort um Buße zu tun und Abbitte zu leisten, sondern der Unterhaltung wegen. Und so setzte sich jeder, der es sich leisten konnte in seine Equipage und ist hinausgefahren nach Hernals. So war halt alles was Rang und Namen hatte – ganz im Gegensatz zu jetzt – in Hernals am “Kalvaribergmarkt”, der schelmisch damals als Kleine Fasten-Redoute benannt wurde.

Für alle Osterhasis nur mehr bis Sonntag! Und sonst nächtes Jahr wieder!