Entegutallesgut

Juni 25, 2009

bröckeln …

Gespeichert unter: stadtgeschichten — entegutallesgut @ 1:21
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Wenn man speibt, dann erbricht man oder muss bröckeln,
ruft den „Uuuuu“lrich,
oder legt eine Pizza hin.

Weil ich gerade bei lamiacuccina ein Rezept von cantuccini gelesen habe. Und das obwohl ich cantuccini mag. Aber wenn man sie eintunkt (=taucht), dann hat man Brösmeli – also Bröckerl im Kaffee oder Wein.

Ente arbeitet weiter – daher twitter-blogeinträge in Kürze. I’m awfully sorry!

Juni 18, 2009

Medienrecht

Gespeichert unter: Ent(e)deckt — entegutallesgut @ 8:13

Gestern habe ich einen ganzen Tag Medienrecht genossen.
Ich tu mir bei juristischem Zeugs unheimlich schwer. Weil auch Juristen so elends umständlich sind. Die sind so langatmig in ihren Ausführungen, das habe ich schon drei Mal verstanden und er erklärt noch immer jede Kleinigkeit, was sein könnte wenn. Für diese Ausführlichkeit habe ich dann Verständnis, wenn man in einem laufenden Verfahren ist. Dann muss detailgenau alles betrachtet werden, um sich möglichst schadlos halten zu können. Wenn es aber darum geht, was ich darf, was nicht und was unabdingbar verpflichtend ist, dann kann ich das zack-zack-zack sagen, andiskutieren und z-u-e-i-n-e-m-E-n-d-e-k-o-m-m-e-n-A-m-e-n!

Da biete ich an, diese Informationen gebündelt weiterzugeben. Anscheinend gibt es bereits auch in Österreich Rechtsanwälte, die sich darauf spezialisieren, Übertretungen auszukundschaften und anzuklagen.

In der Kürze liegt die Ente:
Da unter anderem auch WeBlogs zur Sprache kamen und erklärte wurde, wie da das Medienrecht angewandt wird, möchte ich dies gerne weitergeben.
Leute ich sag’s euch: Macht lieber einen Katzenblog, als sich über irgendetwas zu alterieren, oder dezidiert seine Meinung zu äußern. Man kann damit in die Bretouille kommen.

Warum?
Egal, wo der Weblog gehostet wird, ist der Blogbetreiber der Medieninhaber und somit voll haftbar für alle Inhalte. Es kommt sogar so weit, dass der Blogbetreiber auch für die veröffentlichten Kommentare haftbar gemacht werden kann.
Und weil ein Blogbetreiber auch Medieninhaber ist, unterliegt er laut Mediengesetz der Impressums- und Offenlegungspflicht, sowie dem E-Commerce-Gesetz.

Es fängt einmal so an, dass jeder (Privat)Blog ein Impressum braucht. Gut, das wissen die meisten von uns und übersehen es „unabsichtlich“ (so wie ich). Das Impressum muss den vollen Namen des Blogbesitzers beinhalten (keinen Nick), den Wohnsitz (Ort) und eine Email-Adresse zur Kontaktaufnahme. Lieber ein unvollständiges Impressum als gar keines. Wird der Blog rein privat genutzt, dann hat es sich mit diesen Angaben. Ein fehlendes Impressum kann zu einer Verwaltungsstrafe von 2.180,- führen.

Liegt die Nutzung im kommerziellen Bereich (Werbebanner mit Einkünften, Verlinkung zu amazon, Verkauf oder Werbung für Dienstleistungen, etc.) dann muss das Impressum erweitert betrachtet werden, weil der Blog dann dem e-commerce Gesetz unterliegt.
Dafür sind laut §5 ECG folgende Pflichtangaben zu leisten:
- seinen Namen oder seine Firma;
- die geografische Anschrift, unter der er niedergelassen ist;
- Angaben, auf Grund deren die Nutzer mit ihm rasch und unmittelbar in Verbindung treten können, einschließlich seiner elektronischen Postadresse;
- sofern vorhanden, die Firmenbuchnummer und das Firmenbuchgericht;
- soweit die Tätigkeit einer behördlichen Aufsicht unterliegt, die für ihn zuständige Aufsichtsbehörde;
- bei einem Diensteanbieter, der gewerbe- oder berufsrechtlichen Vorschriften unterliegt, die Kammer, den Berufsverband oder eine ähnliche Einrichtung, der er angehört, die Berufsbezeichnung und den – -Mitgliedstaat, in dem diese verliehen worden ist, sowie einen Hinweis auf die anwendbaren gewerbe- oder berufsrechtlichen Vorschriften und den Zugang zu diesen;
- sofern vorhanden, die Umsatzsteuer-Identifikationsnummer.

Und wofür haben wir eine EU? Weil das Medienrecht zum Beispiel in Deutschland ein anderes ist als hier. Daher gelten diese Infos nur für österr. Blogger.

Juni 14, 2009

Wörter, die die Welt nicht braucht „Nerd“

Gespeichert unter: Ent(e)deckt — entegutallesgut @ 10:17
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Als ich letztens nach Linz lustwandelte (Bericht folgt), las ich gleich drei Mal hintereinander das Wort „Nerd“in einer mitgebrachten Zeitung. Kurz danach stand da in der gleichen Zeitschrift die berechtigte Kritik eines Leserbriefschreibers an Frau Andrea geschrieben, dass man neuerdings in Ö „das“ Teil sagt, wo wir eigentlich mit „der“ großgezogen wurden. – Windmühlen, ich sag euch Windmühlen! – und nicke heftig!

Nerd ist irgendwie selbsterklärend. Ob man die genaue Bedeutung von „Nerd“ nun weiß oder nicht, es fehlt nicht wirklich im Satz.
Wer neugierig und wissbegierig ist (wie ich und es gleich wieder vergessen will), schaut bei wikipedia nach. Da weiß man nämlich auch nicht genau, was ein Nerd ist. Hauptsach, wir haben einmal im Leben Nerd geschrieben und gesagt. Morgen werde ich es vor versammelter Manschaft sagen und alle werden denken, die Ente ist jetzt komplett plem plem. Tja, Nerd eben.

Juni 12, 2009

Linz, ich komme

Gespeichert unter: ente on tour — entegutallesgut @ 8:20
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Und ich komme mit der Bahn … ich will es wissen!

linz

Juni 10, 2009

Sind wir noch beziehungsfähig?

Gespeichert unter: Ent(e)deckt — entegutallesgut @ 10:53
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Die Scheidungsraten steigen eklatant. Ich bin noch an der Recherche, um zu überprüfen, inwiefern sich der Wille zur Ehe zum Positiven oder Negativen verändert hat.

In Österreich wird jede 2. Ehe geschieden.
In Wien ist der Scheidungswille besonders ausgeprägt, denn da liegt die Scheidungsrate bei 65,86 %. Was angesichts des niedrigsten Vergleichswertes von Tirol mit 37,55 % ein eklatanter Unterschied ist. Was sind wir doch für böse Besen hier in der Hauptstadt.

Die Zeit, wann die meisten Scheidungsklagen eingereicht wurden, ist März. Da ist dann der Zeitpunkt erreicht, wo über den Winter das Fass zum Überlaufen gebracht wurde.

Durchschnittlich hält eine Ehe 9 Jahre, was ich wiederum als Durchschnittswert doch relativ hoch betrachte. Denn 8,1% der Ehen werden innerhalb der ersten zwei Jahre geschieden. Da frag ich mich, haben die nicht lange genug Zeit gehabt, davor zu üben?

Ein Drittel der Ehescheidungen erfolgt bei etwa 5 Jahren, und mehr als die Hälfte dann zwischen 5 und 25 Jahren. 2006 haben sich 11 Ehepaare nach der Goldenen Hochzeit, also 50 Ehejahren entschieden, sich voneinander zu trennen. Das ist in gewisser Hinsicht schon wieder „thrilling“.

Nun sind wir alle emanzipierter geworden.
Bei hoher Emanzipation, ist die Tendenz sich unterordnen zu wollen relativ gering.
Sind es die Frauen, die sich vermehrt wehren, weil sie nicht mehr unter dem Joch der Ehe(s partners) stehen wollen?
Oder sind es die Männer, die nicht immer die Beschützer, Erhalter und alleinigen Herrscher der Familie sein wollen?
Warum wollen wir nicht mehr in ewiger Treue und Zweisamkeit leben? Warum glauben wir, es kann besser gehen, als es bisher war?

Sind Frauen zu stark, oder Männer zu schwach geworden?

In Folge werden Eheschließungen weniger. In den 80er Jahren waren es noch durchschnittlich 45.000 Bünde für’s Leben. Sind es 2008 nur mehr 35.223, also um 22% weniger (hoffentlich richtig gerechnet …). Und am meisten wird in Wien geheiratet, genau da, wo die Scheidungsrate am höchsten ist. Ja, und 18% der Ehen sind aus gemischten Nationen, wo ein Partner nicht aus Österreich kommt.

Ist vielleicht langweilig, hat mich aber heut beschäftigt. Manchmal tut es Not, Statistiken zu wälzen, um die wahre Tragweite der Tragödie zu erkennen.

Gute Nacht!
Natürlich keine Zahlen ohne Wasser und Quelle.

Juni 9, 2009

Italienischer Brotkranz

Gespeichert unter: küchenente — entegutallesgut @ 10:02
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Rööööözöööööpt für meinen langjährigen Blogger und Leser George!
Er feiert demnächst ein Jubiläum und da kommen ein paar Gäste.
Das Buffet wird bei Schönwetter mediteran angehaucht sein. Und da dacht ich mir, das wäre doch ein geeignetes Rezept dafür. Ich verschweige tunlichst, dass es aus der Sammlung Jamie O. stammt, denn von dem hält George nichts.
Möge er doch bitte Nachsicht walten lassen, denn dieser Brotkranz schaut nicht nur schön aus, sondern schmeckt auch sehr gut.

Für den Teig:
1 kg Mehl
625 ml lauwarmes Wasser
3 dag frischer Germ (Hefe) oder 3 Pkte Trockengerm
2 EL Zucker
2 gestr. EL Meersalz,
Mehl zum Bestäuben

Alle Zutaten müssen handwarm sein, keinesfalls direkt aus dem Kühlschrank verarbeiten, Wasser kurz anwärmen. Zucker und Germ verrühren bis sich die Mischung verflüssigt, etwas Wasser dazugeben, Mehl darüberstäuben, mit einem Küchentuch zudecken und gehen lassen. Dann restliche Zutaten in der Küchenmaschine mit dem Knethaken gut verarbeiten. Eventuell anschließend von Hand aus nochmals abschlagen (=durchkneten), an einem warmen Ort gehen lassen.

ital.brotkranz-014Für die Fülle:
10 Scheiben Parmaschinken
8 große Eier, 8 Min. gekocht und geschält
40 dag geriebener Käse (Cheddar, Fontina, Parmesan oder auch Käsereste)
2 Handvoll frisches Basilikum
sonnengetrocknete Tomaten, oder Eiertomaten
Oliven
kaltgepresstes Olivenöl
Meersalz, frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

Den Brotteig mit Mehl bestäuben und zu einem ungefähr 1 m langen, 18-20 cm breiten und etwa 1 cm dickem Rechteck ausrollen. Über die gesamte Länge des Brotteigstreifens in der Mitte Parmaschinken legen, Eier aufreihen, Käse darüberstreuen, grob geschnittenes Basilikum und getr. Tomaten streuen und gegebenenfalls dunkle Oliven verteilen. Mit Olivenöl beträufeln, salzen (grobes Meersalz darüber reiben) und pfeffern. Den Teig von den beiden Längsseiten über die Füllung klappen, dann die beiden Enden zu einem Kranz oder Ring zusammenfügen. Auf ein mit Mehl bestäubtes Backblech legen, 15 Minuten gehen lassen, mit Mehl bestäuben und im vorgeheizten Ofen bei 180 etwa 50 – 60 Minuten backen lassen.

ital.brotkranz-023Auskühlen lassen, aufschneiden, passt hervorragend zu einigen Gläsern italienischem Wein oder Prosecco!
Mache ich gerne, wenn viele Leute zu Besuch kommen, sieht hübsch aus, gibt aus und schmeckt.

Juni 8, 2009

Ente fliegt – Bilderbuch

Gespeichert unter: ente on tour — entegutallesgut @ 5:41
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Juni 7, 2009

Geduld …

Gespeichert unter: Die Welt, befindlichkeiten — entegutallesgut @ 6:40
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EU Wahl und Toleranz gegenüber EU-Bürger.

Die Ente will nach Linz.
Die Ente will günstig nach Linz.
Die Ente geht auf die Homepage der ÖBB und liest Eventticket und Linz09. Das will sie! Nur wie? Da steht was von Vorteilscard, da steht was von Reduktion, da kratz ich mir mit dem Schwimmflügerl den Kopf und rufe die Hotline an.
Geduldig hört sie humtata und weiß, sie muss warten. Sie drückt „die“ Zwei, obwohl es auf österreichisch heißt „den“ Zweier. Sie hört humtata und drückt wieder „die“ Zwei. Sie hört am Tonband, dass das Tonband weiß, ich hab es eilig. Dabei hab ich es gar nicht eilig und mache zur humtata-Musik einen Wechselschritt und tanze den Ententanz.
Es hebt wer ab – schade, jetzt wo ich Pirouetten drehe.
„Guten Tach“ – ah, eine preußische, zackige „Zwei“ meldet sich.
Ich parliere mit heiserer Stimme und erkläre was ich will: Von Wien, nach Linz und retour und ein Eintagesticket für Linz 2009. Was kostet mich das?
„Das bekommen Sie aber nur vergünstigt, wenn Sie vorweisen können, dass sie dort eine Veranstaltung besucht haben.“
Wie soll ich in Wien, wenn ich das günstige Ticket um 8 Uhr früh kaufe, vorweisen können, dass ich 3 Stunden später in Linz eine Veranstaltung besucht habe?
„Das müssen Sie, sonst bekommen Sie kein vergünstigtes Ticket.“, sagt das deutsche Ende bei der österreichischen Hotline.
„Das heißt,“ die Ente versucht sich und dem deutschen Ende Klarheit zu verschaffen, „ich kaufe in Wien ein Normalpreisticket und bekomme dann in Linz bei der Rückfahrt Geld zurück.“ (Ich denk mir, das kann nie und nimmer so gehen und sehe mich schon als Sponsor der ÖBB).
Das deutsche Ende geht nicht darauf ein, sondern insistiert weiter: „Sie müssen beweisen, dass sie eine Veranstaltung in Linz besucht haben.“
(Herrgott, spucks aus und sag mir WIIIIEEEE und WOOOO!) „Wo soll ich das beweisen?“ Die Ente wird sehr ungeduldig und kann einfach nicht glauben, dass das deutsche Ende bei Pisa besser abschneidet, als die österreichische Ente.
„Das versuch ich Ihnen ja gerade zu erklären, wenn Sie mir zuhören wollen. Sie verstehen nicht, was ich sage.“
Jetzt platzt mir aber gleich das Federkleid. Ist er wo mittelschwer dagegeng’rennt, oder hat er vielleicht eine verminderte Sauerstoffaufnahme im Gerhirn, weil er sich irrtümlich die Telefonschnur um den Hals gewickelt hat? „Sagen Sie mir doch ganz einfach, wo ich was beweisen soll. Beim Fahrkartenschalter, oder beim Schaffner?“
„Reden Sie nicht so laut mit mir“, sagt das deutsche Ende und legt auf.
Deutscher Vollkoffer! Ich bin seit mehr als vier Tagen so heiser, dass ich nicht einmal drei Worte in normaler Lautstärke rausbekomme und er meint, ich rede laut. Der hat mich wohl noch nie laut reden gehört. Vermutlich kennt er das Wort Schaffner nicht und hat aufgelegt.

Habe ich deswegen heute gewählt? Nein, ich übe mich jetzt in Toleranz, mache den Jogasitz und fühle mich als europäische Eiche.

Ich rufe nochmals bei der ÖBB an. Wechselschritt, Drehung, Ententanz – mittlerweile kann ich die Melodie schon frei nachsummen.
Eine österreichische Stimme meldet sich und nennt sogar seinen Namen. Ich kombiniere, der bleibt mir bis zum Schluss, weil ich kenne seinen Namen.
Mein Gsatzerl nochmals gesagt.
Ich weiß jetzt, das Eventticket kostet 15 Euro. (Das konnte ich aus der Homepage herauslesen, aber ich freu mich trotzdem für die Info. Schon ein Schritt weiter als mit der deutschen Zwei.)
Was kostet die Fahrt?
„Von Wien nach Salzburg?“
Ich atme ganz tief durch und antworte freundlich: Nein, nach Linz.
„Ah, ja!“ Ist das andere Ende froh, weil er vielleicht in Klagenfurt sitzt und nach Salzburg will?, denk ich mir, damit mir der nette Mann nicht gleich wieder den Hörer auflegt.
Stille.
„Moment, welche Museen wollen Sie in Linz besuchen?“
Hallo? – wieder so ein Moment, wo ich mir denke, ich bin gerade mit dem Ö3 Callboy verbunden.
Das weiß ich doch jetzt noch nicht, in welche Museen ich gehen werde. Ist das für den Kauf des Tickets relevant? Ich dachte, ich kann alle Museen und Veranstaltungen besuchen.
„Ach so, weil da steht, es sind ein paar Museen geschlossen. Ah, nein, nur bis 2. Juni, die haben schon wieder offen.“
Na eben, außerdem will ich nur mit der Bahn fahren, was kostet nun das Ticket?

Wir haben es auf Montessori Art gemeinsam erarbeitet. Das war dann die andere, zwar sehr nette und charmante Pisa-Zwei und ich um eine Erfahrung reicher:
autoIch werde mit dem Auto fahren.

Ohmmm!

Juni 6, 2009

Europa Wahl

Gespeichert unter: Die Welt — entegutallesgut @ 3:30
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Zu der dürfen auch Österreicher gehen. ;-) Vermutlich ist deshalb der Wahlkampf weniger gen Europa ausgerichtet, als ein landespolitscher, langweiliger geführter Schlagabtausch, der mir auf die Nerven geht und am Thema vorbeigeht.

Ich nehme mein Wahlrecht eigentlich immer wahr. Auch wenn ich nicht weiß, wen ich wählen soll. Dieses Mal habe ich wirklich überhaupt keinen Plan. Ich könnte nach meiner politischen Grundeinstellung wählen. Die Kandidaten sind aber für mich nicht wählbar, oder an irgendeiner chancenlosen Stelle. Soll ich eine Partei wählen, die seinerzeit gegen die EU war? Lobbyisten sind mir ein wenig suspekt. Zwei andere Parteien will ich rechts gleich gar nicht wählen.

Mir ist es bis jetzt noch nicht ganz klar, ob ich eine österreichische Europapolitik wählen soll, oder eine Gesamteuropäische Politik. Sehe ich mir die Wahlslogans der österreichischen Kandidaten und Nichtkandidaten (HaCee) an, dann frage ich mich: „Ist das Europa?“.

Hoffentlich habe ich noch bis zum Wahltag die Eingebung. Auf jeden Fall muss ich hingehen, alleine schon deswegen, wenn ich mir ansehe, welche Partei (Wilders) in den Niederlanden einen großen Wahlerfolg erzielt hat.

Übrigens kann man Vorzugsstimmen geben, wenn man den Listenersten seiner Partei nicht mag. Was nicht möglich ist, eine Partei zu wählen und die Vorzugsstimme jemanden aus einer anderen Partei zu geben, damit verfällt die Vorzugsstimme automatisch und fällt dem Listenerstgereihten der gewählten Partei zu.

Idee?
JuLis, um den liberalen Gedanken zu fördern?

Juni 4, 2009

Ente fliegt

Gespeichert unter: Die Welt, Ent(e)deckt, ente on tour — entegutallesgut @ 6:00
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Man bemerkte es bereits, ich komme kaum zum Bloggen, was mir ehrlich gestanden sehr leid tut. Nebst meiner Ausbildung, die ich gerade abgeschlossen habe und nächste Woche schon wieder eine ähnlich zeitintensive Neue wieder beginnen werde, habe ich noch kleine Nebenbeschäftigungen, die unheimlich viel Zeit kosten. Zwischendurch probiert die Ente, ob sie auch noch wegfliegen kann.

Nach sehr, sehr langer Überredungskunst besuchte ich nun endlich einmal Alibaba ohne 40 Räuber. Ich habe mir einmal vorgenommen, die komplette Welt zu bereisen. Wünschen darf man sich das ja, auch wenn es ökologisch nicht sehr vertretbar ist. Viele, viele entfernte und auch nahe Länder stehen ganz oben auf meiner Prioritätenliste und ebensoviele muss ich nochmals sehen, weil’s dort so schön ist.
Ziemlich weit hinten, eigentlich an letzter Stelle stand Dubai. Und deswegen habe ich mich immer erfolgreich davor drücken können, dieses Land zu bereisen. Vergangenheit, denn jetzt ist es abgehakt, weil gesehen.
Meine Gefühle sind gemischt. Nicht alles wirkte so auf mich, wie ich es mir durch Erzählungen vorgestellt habe. Wem Manhatten gefällt, nur ein bisserl heißer, dem gefällt Dubai auch.

Beschreibe Dubai:
Kräne, Hochhäuser, Shopping Malls, Verkehrsstaus, arabisches Essen, Shishas, Geld, Geld, Geld, Russen, keine Kulturveranstaltungen, Luftfeuchtigkeit, keine Polizei, keine Kriminalität …

granadaWarum ich es nie sehen wollte, ist schnell erzählt. Ich mag keine künstlich aufgebauten Städte, mit keinerlei Geschichte und Charme. Meine Städte müssen verplant, winkelig und heimelig sein, Daher mag ich auch Las Vegas, Singapur und Dubai nicht. Wenn man bedenkt, dass der älteste Stadtkern letztgenannter Stadt 40 Jahre alt ist, dann kann man sich ungefähr vorstellen, wie es dort aussieht.

Ein Drittel aller Kräne, die es auf der Welt gibt, stehen in Dubai. Daher ist die Stadt für mich am schönsten in der Nacht, denn da sieht man die Kräne nicht und die Hochhäuser blitzen wie Sterne am Himmel.

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Autos
Ich habe noch nie so viele Ferraris, Hummers, Porsches, etc auf der Straße fahren gesehen, wie dort. Es ist unglaublich, wie viel Geld dort auf der Straße fährt bzw. im Stau steht. In der Nacht, wenn die Straßen frei sind, dann geben sich die „locals“ ein Heizerl. Die steigen in die Pedalerie und verbrauchen so viel Sprit, wie wir in Wochen energiesparenden Fahrens verbrauchen. 1 Gallone (= 3,8 Liter) Benzin kostet ca. 1 Euro – who cares?

Öffis
stationEin paar wenige fahren mit öffentlichen Verkehrsmitteln und sitzen in klimatisierten Wartehäuschen (die übrigens eine österr. Firma geliefert hat). Am 9.9.2009 um 9 Uhr soll die Metro eröffnet werden. Da man den indischen Gastarbeitern vermutlich nicht zutraut einen Zug zu bedienen, wird die Metro vollautomatisch von Computern gefahren. Frequenz 2-3 Minuten. Fassungsvermögen 450 Passagiere. Erwartete Verkehrsberuhigung: 17%. Fahrtkosten stehen noch nicht fest, sie wissen nur, die Monorail auf die Palme mit 25 Dhs ist zu teuer, damit fährt keiner.
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„shop till you drop“
Die Lieblingsbetätigung eines Arabers ist shoppen. Dafür haben sie sich ein eigenes Fest geschaffen, das Dubai Festival for shopping. Da kommen sie von nah und fern um einzukaufen. Die größte Shopping Mall ist „The Mall of the Emirates“ mit allen Geschäften die es auf der ganzen Welt gibt (bis auf einen Abercrombie & Fitch – leider ….) und da kommt man sich mit seinem schmalen Börserl wie ein armes Würsterl vor. Damit man sich ungefähr vorstellen kann, wie groß die Mall ist, es wurden für die Kunden 8.500 Parkplätze geschaffen, die am Wochenende knall voll sind. Es gibt noch viele andere Malls, falls einem fad wird, kann man auch einen Ortswechsel machen. Ins Theater, ins Museum, in ein Konzert kann man meines Wissens nicht gehen. Ich glaube, so etwas gibt es in Dubai nicht.

Draußen 51°C, drinnen -2 Grad
schihalleAngeschlossen an die Shopping Mall gibt es eine Schihalle. Zwei Sessellifte österr. Bauart bringen die Leute auf die Piste, wo die Schifahrer und Boarder dann im halsbrecherischen Pflugschuss alle Langsamen umsäbeln. Was auch witzig ist, die Sportler tragen einheitliche Schianzüge, weil die nämlich auch vorort ausgeborgt werden können. Ich habe mir sagen lassen, die Leute werden von Kopf bis Fuß gescannt und damit vermessen und bekommen den passenden Anzug. Wieso gibt es so etwas noch nicht bei H&M?

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Russen
Die Russen haben nicht nur Ischgl und Kitzbühel entdeckt, sondern sie belagern bereits Dubai und regieren die Hotels in ihrer einzigarten unangenehmen Art: Miete dich in einem Hotelzimmer ein und dir gehört das ganze Hotel.
Russische (gewerbliche) Frauen leiden unter unheimlicher Stoffnot. Die operierten Brüste hüpfen so gut wie aus den engen, tief ausgeschnittenen Shirts und die kurzen Röcke bedecken knapp, was da unten eben zu bedecken gilt. Europäische Geschäftsleute vermissen europäische Kultur und lechzen nach knapp beschürzten Russinnen.

Einheimische Frauen
naselnSie tragen schwarze lange Gewänder um unauffällig und für andere Männer nicht anziehend zu sein, fallen aber doch durch sehr intensiv geschminkte und sehr schöne große Augen auf. Die Gewänder sind sehr schlicht und werden aber durch hervorblitzende Rolex aufgemotzt, sowie durch große Luis Vuitton Taschen.
Sie verhalten sich zu den weiblichen Touristen tolerant. Auch wenn sie in kompletter Montur ins Meer gehen müssen, wo unsereins eben Bikini oder Badeanzug trägt. Hocken dann mit dem nassen Gwandl unterm Schirm und unsereins hat ein schlechtes Gewissen mit den paar Stofffetzen doch zu schwitzen. Ich begreife nicht, warum sich Frauen das antun.

Einheimische Frauen halten sich immer im Hintergrund. Man darf keinesfalls hinstürmen und ihnen auf europäische Art und Weise die Hand drücken. Männer begrüßen sich, indem sie die Nasen aneinanderreiben. Schnupfen kennen die vermutlich keinen.

Shisha
Hat die Ente auch versucht und ist kläglich gescheitert. Schmeckt mir auch nicht, die Poflerei ist mir auch zu umständlich. Mir ist das Klumpert dauernd ausgegangen, dann habe ich versehentlich inhaliert und es hat mir fast das Beuschl dabei zerrissen. Also nix für schwachbrüstige Enten und schmecken tuts auch nicht.

Essen
essen Ich könnte mich eingraben in arabisches Essen. Diese Millionen Vorspeisen, diese herrlichen Fruit Juices (Ente liebt Lemon Mint Juice), das Brot – einfach köstlich! Auch der heimische Fisch ist herrlich, hat ein festes Fleisch und ist dennoch unheimlich saftig. Wenn man mit seinem Essen zufrieden ist, es gut schmeckt und das kundtun möchte, dann sagt man „Schaha“ – nur in Lautschrift, ich weiß nicht, wie man es schreibt.

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Wirschaft
burjÜber die spricht man nicht, die hat man. Dass Dubai auch von der Finanzkrise betroffen ist, wird zwar nicht hinausposaunt, aber man weiß es. Viele Bauvorhaben wurden einmal ein wenig verschoben. Die Hälfte von neu geschaffenen Wohn- und Büroflächen steht leer.
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Zurück in Entenhausen
planeMan glaubt gar nicht, wie sehr man sich an Grünflächen erfreuen kann. Trotzdem man in Dubai unter unheimlichen Aufwand in trockener Erde herumkrampelt, neu setzt und ununterbrochen bewässert, ist und bleibt es Wüste. Einen Umweltgedanken haben sie in diesem Landstrich natürlich nicht – was sollen ihnen auch Wälder eingehen, wo sie gar keine haben.

Ein paar Fotos hab ich noch, die werde ich mit oder ohne Worte später veröffentlichen.

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