Rückschau …

Jetzt wo ich bei katha lese, die Marillenzeit ist so gut wie vorbei. Rücke ich noch schnell mit ein paar Eindrücken raus, die ich auf meiner Fahrt ins Mohndorf Armschlag gemacht habe.
Man kann den Weg ins Waldviertel nämlich auch sehr gemütlich und beschaulich über die Wachau anlegen. Da fährt man entlang der Donau und wundert sich, warum in Wien das kleine Bacherl so besungen wird, wo in der Wachau die Donau wirklich erst ein Strom ist.

Im Juli, wenn die Hochzeit der Marille besteht, dann feiert man in der Wachau nicht den Wein, sondern die Marille. Der spitze Korb ist übrigens ein eigener Marillenkorb, worin die geernteten Marillen unbeschadet transportiert werden können.

Und die Spitzer veranstalten sogar einen eigenen Marillenkirtag.

Da dreht sich alles um die Marille. Man schiebt und drängt sich auf eine sehr amikale und gemütliche Art und Weise durch den Ort und bleibt alle Meter stehen, um da und dort zu naschen.

Besonders orginell fand ich den Marillenautomaten. Die Holzhütte ist witzig bemalt, hat einen Geldeinwurf und eine Warenausgabe, hinter der eine sehr lange Schlange auf die runde Teigkugel mit Marille wartet. Wenn man Automat mit Schnelligkeit verbindet, dann hat man sich getäuscht. So kreiste ich ganz neugierig um die Holzhütte herum und konnte einen kurzen Blick in die Langsamkeit der automatisierten Knödelwerkstatt machen. Drinnen standen zwei Frauen, die die köstlichen Marillenknödel von Hand zubereiteten und nach Geldeinwurf heiß dampfend durch die Warenausgabe schoben. Das dauert eben seine Zeit und so wartet die Schlange geduldig, bis endlich deren Marillenzeit gekommen ist.




