Erschossen

Ein 14-Jähriger und sein 16-Jähriger Haberer brechen zwischen 2 und 3 Uhr früh (!!) in einen Supermarkt ein.
Unerfahren, wie die beiden Ganoven sind, lösen sie die Alarmanlage aus.
Die Polizei kommt angedüst, es ist dunkel, ein Beamter schießt.
Der 16-Jährige wurde angeschossen, der 14-Jährige ist tot.
Sowohl der Verletzte, als auch die beiden Polizisten stehen unter Schock, sind nicht vernehmungsfähig, daher ist der genaue Ablauf des Geschehens nicht bekannt.
Man stößt bei der Inspizierung des Tatortes auf die Tatwaffen der Jugendlichen – Spitzhacke und Schraubenzieher.
Ein Projektil wurde in einer Glasvitrine (hoch oben) gefunden. Es könnte ein Warnschuss gewesen sein.
Man überlegt, ob die Beamten mit “Lichtmitteln” – Beamtendeutsch für Taschenlampe – ausgerüstet waren.
Der Schock bei den Angehörigen ist groß.
Die Jugendlichen sind bei den Behörden amtsbekannt.

Warum?
Zu schneller Schusswaffengebrauch
Kann mann bei völliger Dunkelheit gezielt schießen?

- Man kann bei allem Training, Todesangst nicht trainieren.
- Man weiß nicht, ob hinter dem Regal ein kaltblütiger Einbrecher, oder zwei jugendliche Hosenscheißer stehen.
- Die Jugendlichen sind amtsbekannt, das heißt, sie wurden schon mehrmals überführt.
- Die Eltern sind geschockt. Was machen zwei so kleine Herrdreck um viertel Drei in der Früh auf der Straße? Wo sind die Eltern? Kann man von Verwahrlosung sprechen?
- Peter Pilz von den Grünen äußert sich dazu, dass die Beamten viel zu früh zur Waffe gegriffen haben. Hätten sie lieber ein Kinderlied oder einen Rap anstimmen sollen?

Quelle: Die Presse

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25 Kommentare

Eingeordnet unter Die Welt

25 Antworten zu “Erschossen

  1. ludi

    “so etwas” kann immer passieren, schliesslich sind polizisten auch nur menschen, und selbst polizisten haben angst und werden ziemlich oft erschossen, vor allem in italia von der mafia, sogar von kindern, wir sind doch froh, dass diese bullen sich für uns da reintrauen … aber wenn dann “so etwas” passiert, oje, dann ist das gejammer gross, vor allem, wenn dann nicht der bulle erschossen wurde, sondern ein kind, fatal nenne ich “so etwas” …

  2. a Wahnsinn.

    noch mehr aber die ganzen zynischen Kommentare.
    Polizist möchte ich nicht sein. Ich kann mir diesen Druck vorstellen.
    mich beschäftigt auch die Frage, wie kommen die Burschen auf die Idee einzubrechen?
    Ich habe keine Lust hier die Polizei zu kritisieren, auch wenn ich diesen Tod als unnötig empfinde.

  3. ludi

    bei “quelle” hast du wohl ne schlussklammer vergessen …

  4. Recht hast Du – man kann nicht immer die Täter zu opfern machen, aber was, wenn es meine Kinder gewesen wären …

  5. “Wer sich in Gefahr begibt, kommt darin um.” Die Burschen haben sich wohl gedacht, so ein bisschen Einbrechen und Klauen ist ein Kavaliersdelikt, da passiert eh nichts. Die Bullen duerfen eh nicht schiessen und wir hauen dann einfach schnell ab, wenn was ist. Falsch gedacht.
    Ausserdem: weiss man, was wirklich passierte? Haben die beiden vielleicht mit ihrer Bewaffnung die Beamten angegriffen? (Laut Zeitungsbericht soll das ja so gewesen sein). Und wer laesst sich schon gerne mit einem Schraubendreher das Auge ausstechen, nur, weil er eine Uniform traegt? Ich kann die beamten verstehen, die auf alles vorbereitet sein mussten. Nicht nur auf Kinder mit Schraubenzieher und Harke, sondern gegebenenfalls auch auf Erwachsene mit schwereren Waffen. Und da kann man nicht in der Situation sagen “halt mal 10 Sekunden ein, ich will die Verhaeltnismaessigkeit meiner Verteidigungsmassnahmen nach dem Genfer Abkommen ueberpruefen”

  6. @ludi: Ok, wir sind aber nicht in Italien, das muss schon erwähnt werden. Aber, du hast vollkommen Recht, sie sind auch nur Menschen. Sie haben Angst, sie haben Todesangst, sie wissen nicht wenn sie den dunklen Supermarkt betreten, ob eine Maus den Alarm ausgelöst hat, Jugendliche oder eine kaltblütige Einbrecherbande. Alles ist möglich. Die Polizisten haben Familie wie du und ich. Sie riskieren ihr Leben. Sie schießen nicht aus Jux und Tollerei einen Menschen nieder, weil sie lieber in der Wachstube ein Fußballmatch geschaut hätten.
    Ein Kind wurde erschossen. Ja! Und ein Kind ist ein Einbrecher. Ich finde beides schlimm.

  7. ui, heikles thema, da geht selbst meine meinung recht auseinander. Weil ich kann beide Seiten irgendwie verstehen.

    Frau Maier: Was machen diese Gfraster um diese Zeit in einem Supermarkt, eh klar, einbrechen und stehlen. Und amtsbekannt sinds auch schon, na fesch! Hättens an ordentlichen Beruf gelernt und würdens gscheit was hackeln gehen, dann wär ihnen das eh nicht passiert, ätschätsch. Dass da einer erschossen wurde, is schon tragisch, klar, aber was soll so ein Polizist auch machen? Der hat ja selber urviel Angst und weiß ja nicht, was ihm da im Dunkeln alles auflauert. Und bei der heutigen Jugend, die eh gleich alle das Messer ziehen und eine recht niedrige Hemschwelle haben, was “hinhauen” betrifft, muss man oft schnell reagieren.
    Außerdem, wer hat schon die Zeit und auch die nötige Erfahrung, innerhalb von Millisekunden die richtige Entscheidung zu treffen?

    Herr Bauer: Aber geeehhh…. wie kann man nur so über die jungen Leute richten. Zum einen is das System schuld, das schon mal als erstes, und dann weiß man ja nicht, was die Eltern so alles verbockt haben, da muss man schon hinter die Kulisse schauen. Als Polizisten müssten die schon genügend geschult sein, dass sie auch in so heiklen Situationen nicht gleich den Kopf verlieren. Aber dass die auch gerne schnell draufhauen, hat man ja schon beim 1. Mai in Linz gesehen. Die Polizei ist a bissl viel nervös und zuckt zu schnell aus in letzter Zeit, kommt mir vor. Sowas kann man nicht gutheißen, weil ein Leben kann man nicht mehr zurück geben und jeder hat das Recht auf zumindest einen Anwalt.

    A bissl sehr ironisch das ganze, aber ernsthaft… schwere Sache, da a glatte Meinung zu haben… Fakt ist, die Exekutive scheint wirklich übersensibilisiert zu sein, was natürlich mit der stärker werdenden Aggressionsbereitschaft zu tun hat. Ich möchte weder Polizist noch Jugendlicher mehr sein in heutigen Tagen ;-) ehrlich! Von allen Seiten fehlen Vorbilder, Werte und Moralüberlieferungen, wir leben in einer orientierungslosen Zeit und das äußert sich dann eben auch oft in so tragischen Schicksalen.

  8. George

    Jugendliche sind schon lange nicht mehr so, daß sie verschüchtert aus der Deckung kommen wenn sie Polizisten sehen. Noch dazu wenn die schon aktenkundig waren. Ja, wer sich in gefahr g´begigt kommt darin um!
    Auch Polizisten sind Menschen, und heute müssen sie sich mehr denn je auch um die eigene Sicherheit sorgen. Wie gesagt, die Zeiten wo der Schutzmann (wie man ja auch sagte) mehr Beschützer als Aggressionsobjekt war, die sind vorbei. Vielleicht haben die beiden Beamten ja auch Kinder und wollen sie nicht zu Halbwaisen machen. Mitleid von mir für die “Kinder”? Nein!

  9. @weltbeobachterin: Ich glaube das zweitschlechteste Image nach den Lehrern haben die Polizisten. Ich will ja nicht sagen, dass sie meine Freunde sind, aber sie vermitteln mir doch ein gewisses Sicherheitsgefühl, auch wenn man sie kaum auf der Straße sieht. ;-)
    Die Kinder – es ist mir unverständlich, wieso Kinder in diesem Alter zu Hause nicht abgehen. Was denken sich Eltern, wenn ihr 14-Jähriger nach 1 Uhr (da müssen sie nämlich laut Jugendschutzgesetz zu Hause sein) noch durch die Straßen zieht?
    Und ich nehme einmal an, dieser Lebenswandel hat sich bei diesem Kind eingebürgert. Es war nicht das erste Mal, dass er um die Zeit unterwegs war. Ich finde das von den Eltern unverantwortlich!

    @ludi: Ich habe es geändert, danke. Da war irgendetwas mit dem HTML und Grafikmodus. Das mag wp nicht, wenn man mittendrunter wechselt und rächt sich dafür.

    @rufus: Wenn es meine Kinder sind, wäre es vielleicht nicht so weit gekommen? Ein 14-Jähriger hat um diese Zeit nichts draußen verloren. Ab in die Heia – ohne Widerrede. Beim 16-Jährigen ist es schon wieder schwieriger, der darf ja schon.
    Ich würde um mein Kind weinen und ich würde um mich weinen, weil ich in der Erziehungsarbeit schwerst versagt habe!

    @Dottore P: Ich bin mir gar nicht sicher, ob Kinder/Jugendliche in dem Alter die Konsequenzen im Vorfeld analystisch richtig abschätzen können. Ich gebe zu, ich weiß nicht, war ich 14 oder 15 einen Nagellack gemopst zu haben. Das war eine Art Mutprobe, die es zu bewältigen gab. Der Nagellack war von Mary Quant – für mich nicht leistbar und tatsächlich ein Schatz, den ich mir ergaunert habe. Wäre ich erwischt worden, dann hätte es zu Hause Granada gespielt. Das war mir im Nachhinein, jedes Mal wenn ich den Nagellack verwendet wollte klar. Aber vorher habe ich an das nicht gedacht. Definitiv! Ich hab mein Diebsgut übrigens unverwendet weggeworfen, weil mir derartig unwohl dabei war, dass ich das genommen habe.

    @Liebe ellja: Hast du richtig betrachtet. Trotzdem, wer so emotional gefestigt ist, der sollte doch bitte zur Polizei gehen. Es würde mir im Leben nicht einfallen, diesen Job anzutreten. Ganz ehrlich, ich will für niemanden mein Leben lassen müssen, nur weil das mein Beruf ist (detto Bundesheer). Die könnten mir was weiß ich was zahlen, ich bleibe lieber Schreibtischkatze.
    Die Polizei hat, wie ich schon erwähnte einen überaus schlechten Ruf. Die Kieberer sollen nicht den Verkehr regeln, sondern lieber Einbrecher jagen – so heißt es. Schießen sie dann einen nieder, dann regt man sich auf, weil jemand ungestraft über die rote Ampel fährt.
    Ich bin der Meinung, KEIN Mensch (ohne Vorbestrafung durch Körperverletzung), erschießt Menschen aus Jux und Tollerei oder weil ihm gerade fad ist. Ich bin der Überzeugung, diesem Polizisten geht es total schlecht, weil er einen Menschen getötet hat und hegt starke Selbstzweifel an seinem Können und seiner Urteilskraft. Und daher will ich mit meiner Haltung signalisieren, du hast deinen Job nach bestem Gewissen gemacht, nur lässt deine Arbeit leider keine Fehler zu. Falschen Job gewählt. *ironie* Im Restaurant lässt du einen Stapel Teller fallen, als Geldtransporter verlierst du einen Koffer mit Geld – Fehler, die ausgemerzt werden können. Ein Toter bleibt tot.

    @George: Mir fehlen die statistischen Daten dazu, diese Aussage zu untermauern. Und gäbe es sie, wären sie vermutlich getürkt.
    Ich glaube einmal in Österreich ist man richtig empört, weil die beiden Ganoven Österreicher sind. Es wär schon für die Statistik der rechten Fraktion dienlich, wenn es Türken, Bosnier, Armenier, Rumänen, etc. gewesen wären, weil die sind auch so brutal und die Ostöffnung und die EU – alles pfui gack!
    Es gibt heutzutage noch immer Jugendliche, die eine Wertevorstellung ins sich tragen, die durchaus noch modern ist. Nur gibt es immer weniger Eltern die Zeit haben, diese Wertvorstellung zu vermitteln. Solange Emanzen noch immer poltern, die Zuwendung von Kinder verlangt Qualität und nicht Quantität – was soll man da noch darauf antworten, als Humbug!

  10. Gaugi

    liebe Ente,

    auch wenn ich peter pilz schätze, so hat er eine aversion gegen die polizei. genausogut kennt er den sachverhalt nicht.
    und die eltern werden wohl geschlafen haben.

    man kann jetzt natürlich sagen, wie schlimm die heutige jungend ist (bei uns war ja noch alles anders und unterm adolf sowieso. doch war es bei uns wirklich besser? anders wohl schon, aber nicht besser). man kann über die polizei herziehen und den waffengebrauch verbieten.
    doch wir kennen den SV nicht, denn auch Spitzhacke und Schraubenzieher können a) als waffe benutzt werden, b) als waffe missgedeutet werden. alles eventuell bei schlechten lichtverhältnissen.

    so tragisch das ereignis ist, so wenig kann man in der aktuellen situation wirklich zu den gegebenheiten sagen. und wenn ein politiker sich meldet gibts sowieso schon eine gewisse tendenz.

  11. @Gaugi: Ich schätze Pilz ebenso, weil er Sachverhalten gerne auf den Grund geht. Diesmal habe ich mir gedacht, der ist auch schon irgendwie verkalkt mit dieser Aussage.
    Man kann zu der Sache keine Wertung abgeben, solange man den Sachverhalt nicht kennt, das stimmt.
    Man kann aber überdenken, wie sich die Polizei zu verhalten hat und ob unsere Exekutive aus einem Haufen gewaltätiger, schießwütiger Beamten besteht, die schon ewig darauf warten, endlich auf einen Menschen zielen zu dürfen.
    Man kann überlegen, ob man der Polizei Vertrauen schenkt, oder prinzipiell jede Handlung in Frage stellt. Vielleicht lieber einen Roboter vorausschickt, der dann sagt, was richtig ist. So wie Eltern sich haufenweise Erziehungsratgeber kaufen, weil sie dann eine Referenz für ihre Handlungsweise haben.

  12. Gaugi

    ich bin jetzt nicht up to date, aber meines wissens muss ein polizist zuerst warnschüsse abgeben (bitte den plural beachten). auch sind die auflagen für polizisten doch sehr hoch, bis er wirklich gezielt schiessen darf. das lernt ein polizist sicher.
    und selbst wenn polizisten schiesswütig wären, so habe ich den eindruck, dass in österreich selten etwas passiert. auch ein schiesswütiger polizist weiss genau welche folgen es hat, wenn er die waffe einsetzt. er hat mal sicher ein untersuchungsverfahren am hals und muss ein disziplinarverfahren und gerichtsverfahren mit jobverlust fürchten.

    ich kann mir nicht vorstellen, dass unsere polizei von paintball-fanatikern durchdrungen ist, sondern normalsterbliche menschen wie du und ich sind. auch glaub ich, selbst wenn polizisten vielleicht einen anderen zugang zu dem thema haben, dass das system ausgeflippte typen nicht zulässt. es wäre nicht gerade förderlich für das system. im gegenteil, das vertrauen in die polizei wäre schnell dahin. und man kann sagen was man will, vertrauen zur polizei – auch wenn manchmal hinterfragt wird – ist grundsätzlich da.

  13. michaela

    Fakt ist: Werde ich weit nach Mitternacht zu einem Einbruch in einem großen Kaufhaus gerufen, muss ich davaon ausgehen, dass da professionelle Einbrecher am Werk sind. Für mich als Unbeteiligte wäre es zumindest so.
    Fakt ist: Drehe ich ein Ding, muss ich damit rechnen, dass es auch fatal enden kann.

    Mich regt an der ganzen Sache soo auf, dass der Bub von Erwachsenen hin und hergeschoben wurde, weil keiner mit ihm umzugehen wusste. Allein die Schulklassen die er besucht hat: HS, Gym!!! und zum Ende Sonderschulklasse.(Ich hoffe die Information stimmt.) Da gibt es einen 19-jährigen Bruder der in der Zeitung sagt: Ich war auch einbrechen und habe gestohlen, aber aus mir ist auch was geworden. Wie bitte? Ist es normal so Erwachsen zu werden? Für mich nicht!
    Viele der Meinungen hier würde ich sofort unterschreiben. Eine würde ich sogar an die Wand malen: “Ich würde um mein Kind weinen und ich würde um mich weinen, weil ich in der Erziehungsarbeit schwerst versagt habe!” Bei diesem Buben müssten sehr viele Menschen aus seinem Umfeld weinen!

  14. @Gaugi: Wir werden in den nächsten Tagen einige Mutmaßungen hören, der Fall wird von allen, die etwas zu sagen haben breit getreten. Es werden Experten aufmarschieren und Analysen abgeben, es werden andere Gegenargumente bringen.
    Bin neugierig, ob sich Hammerl im profil dazu äußert.

    @michaela: Ich habe die Sache jetzt im Detail nicht verfolgt in welchem Umfeld der Bursche war. Wenn ich das richtig mitbekommen habe, dann hat sich die Mutter zu einem ZIB2 Interview, das heute gesendet wird breitschlagen lassen.
    Was will sie uns erzählen? Welche gute Mutter sie eigentlich war, nur nicht wusste, wie sie ihrem Sohn Herr wird? Mittlerweile erhebt sie schwere Vorwürfe, was ich sehr verhaltenskreativ finde, sie erfährt gar nichts, nur alles über die Medien. Was hat sie die letzten 14 Jahre gemacht? Sich auch so intensiv interessiert gezeigt?

  15. @ente

    Und weißt du, wenn ich dann lese wie die Jugendlichen in Krems rebellieren weil einer der ihren erschossen worden ist (Zitate: “Er war der beste”, “…ein sehr intelligenter Junge”, “Das (bisher) waren doch nur Leusbubenstreiche”) und eine sogenannte Kinderanwältin und -psychologin meint die Art der Ermittlung könne bei dem überlebenden 16-jährigen “ein Ungerechtsgefühl auslösen” (siehe http://bit.ly/rid8A ), dann geht mir schon die Hutschnur hoch.
    Erst Scheiß bauen und dann als Opfer aufspielen. Ich bin gespannt auf das Interview in der ZIB 2 !

  16. michaela

    @ente: Diese ZIB2 wird Quote bringen.
    Heute stand ich im Eurospar. An der Kasse: eine Polizistin, eine Frau mit dem Kasblattl “Österreich” und ich. Die Polizistin las die Headline und bekam rote Ohren. Ich sagte ihr dann meine Meinung. Sie darauf: “Ich bin Ihnen ja so dankbar. Für jeden Schmarrn werden wir zur Verantwortung gezogen. Bei jedem Schritt müssen wir uns fragen ob er rechtlich gedeckt ist. Und dann dieser Vorfall. Die Berichterstattung ist so unfair. Wir bekommen intern eine Nachricht nach der anderen, auch wie wir uns dazu zu verhalten haben. Aber was in der Zeitung steht und was wir zu hören bekommen deckt sich bei weitem nicht.” Bedankt sich nochmals und verschwindet so schnell sie kann.

    Ich will die Beamten nicht zu Helden machen. Aber leicht haben sie es nicht.

    Jetz warte ich ja nur mehr auf diesen Sager: “Die wirklich Gefährlichen schnappen’s net, aber kleine wehrlose Buam abknallen, des könnans.”

    Den Vogel hat aber eine Bekannte von mir abgeschossen. Sie fühlt sich gar nicht mehr sicher in Österreich, weil die Polizisten schießen ja bei der kleinsten Kleinigkeit wie blöd herum. Da muss man ja um sein Leben fürchten!

  17. niemand muss irgendjemanden erschießen, auch keine einbrecher – ob jugendliche oder nicht..

  18. Also als aller-allererstes ist mir ins Auge gesprungen, dass du die zwei Jungs gleich im ersten Absatz als “14-Jähriger und sein 16-Jähriger Haberer” bezeichnest und dann gehts gleich weiter mit “Ganoven”, ” zwei jugendliche Hosenscheißer” und “zwei so kleine Herrdreck”. Die Polizisten bleiben immer Polizisten.
    Egal. Also abgesehen davon, sehe ich (vielleicht bin ich echt blind, aber für mich gibt es trotz allem durchlesen immer die eine Meinung) überhaupt nichts richtiges an dem was die zwei Polizisten sich da geleistet haben.
    Ich möchte ganz gern hier anmerken, dass die Polizei, wenn sie zu einen Alarm gerufen wird, als erstes das Gebäude von außen nach Einbruchsspuren durchsucht. Wenn welche festgestellt werden, ruft man Verstärkung, weil man ja davon ausgeht, dass die Täter noch im Lokal/Geschäft usw. sind. Also diese Geschichte mit völliger Dunkelheit und dass die Polizisten geglaubt haben, dass es sich hierbei um einen falschen Alarm handelt gilt mal nicht.
    Alle diese Entschuldigungen, die man jetzt vorbringt würden mich erst dann beeindrucken, wenn es hier um einen Hauseigentümer geht, der Diebe selbst erschießt. Aber nicht, wenn es um diesen einen Fall geht.
    Und ich kann nicht oft genug betonen, wie sehr mir diese unterwürfig-dankbare Haltung gegenüber der Polizei hier sauer aufstoßt.

  19. Welche 14- und 17-jährige Jugendliche (ich verkneife mir mit Absicht das Wort Kinder) werden von der Polizei erwischt und gehen auf bewaffnete Beamte los? Stellt euch mal die Frage. Natürlich laufen sie weg. Der Schuß in den Rücken beweist doch alles. Etwas schlimmeres gibt es wohl nicht.

  20. @George: Im Moment weiß ich den neuesten Stand der Dinge nicht. Wir beweinen gerade das blaue Auge eines österr. Schwimmers. Die einen sagen, er war angsoffen, er sagt, er wäre geschlagen worden. Es gibt ein Video. Hat es wer gesehen? Vielleicht hat die Polizei aus dem Hinterhalt zugeschlagen, um vom Thema abzulenken. Verschwörung in der Medienlandschaft!

    @michaela: Noch dazu wenn du hörst, wie oft sie wegen einer Lapalie gerufen werden. Ein Katzerl maunzt hinter der Tür (in der Nebenwohnung krepiert ein Mensch und keiner merkt es). Ein Bsoffener birnt seine Frau (daneben wird ein Kind missbraucht). Und dort hat einer das Hundegacki nicht weggeräumt (eine Ecke weiter furzt ein Obdachloser ungestraft ein Herbstblatt vom Trottoir).

    @Lreporter: Auf so tapfere Leut wie dich, warten sie, Herr Inspektor.

    @Bulgariana: Polizisten sind Kieberer, das ist wohl klar.
    Aber das 14-Jährige KIND (!) hat um diese Zeit zu Hause zu sein. Darüber sind wir uns wohl einig?
    Das ist wohl die einzige, offensichtliche und unbestrittene Tatsache, wo es Rechtsmittel gegen die Mutter gibt, nämlich die Aufsichtspflicht verletzt zu haben.
    Alle anderen Betrachtungsweisen sind Vermutungen, die wir beide unter anderem Gesichtswinkel betrachten. Ein Einbruch in einem Supermarkt mitten in der Nacht ist kein Kavaliersdelikt oder gar Lausbubenstreich. Ein 28-Jähriger, der nicht gewusst hat, was die beiden wollten, sie aber um 2 Uhr früh zum Merkur geführt hat, weil sie sich ein Kipferl (?) kaufen wollten, sollte aus mangelndem geistigen Hintergrund der Führerschein entzogen werden. Um zwei Uhr früh hat der Merkur geschlossen, weil in Österreich Ladenöffnungszeiten gelten, wie es nicht einmal im Kongo praktiziert wird. (2 Fliegen von Vorurteilen auf einen Schlag erwischt)
    Es soll bitte jeder, der so ein ausgeprägtes Rechts- und Waffengefühl hat, doch bitte zur Polizei arbeiten gehen. Punkt, Basta! Ich bin feig, ich bleib zu Hause, wenn sie draußen schießen.

  21. sie herr inspektor, sie, haums scho ghärt? drüm im supamoarkt treibt da lokalreporter a wöön – i aun ernara stö datat doa gschwind amoi nochm recht schaun..

  22. Stimmt, wir sehen es von zwei ganz verschiedenen Richtungen.

  23. @Gaugi: Danke, gelesen.
    Aber noch immer geht man davon aus, wenn die Polizei alarmiert wird, weiß sie, was sie dort zu erwarten hat. Hat der stille Alarm auch Meldung im Wachzimmer gegeben: Täter 14 und 16 Jahre alt, bitte nicht schießen?
    Es gibt noch immer keine Informationen über den genauen Tathergang.

  24. Gaugi

    es wird auch keine befriedigende lösung geben. denn jetzt sind die verschwörungstheoretiker am werk. böse polizei. die StA ist sowieso am pranger. und wer vertraut unseren politikern etwaige probleme dieser art zu lösen. aber pauschalverurteilungen und 08/15-lösungen sind schon am wege.

    ich hab meine zweifel, das wir wirklich erfahren, was in dieser nacht passiert ist.

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