Monatsarchiv: September 2009

I man i dram – Künstler sollte man sein

Da ist ein 76-Jähriger sehr erfolgreicher Drehbuchautor, Regisseur und Schauspieler ganz plötzlich Hopps genommen worden.
Für ein Vergehen das 32 Jahre zurückliegt.
Damals hat der 44-Jährige schon leicht alternde Mann, ein 13-Jähriges Mädchen beglückt.
In Jack Nicholsons Haus. Sind die beiden noch befreundet?
Nach geltendem Kalifornischen (und nicht nur dort) Recht, hätte der liebestolle Mann verurteilt werden müssen.
Nun entzog er sich der Strafe, weil er in das Land nicht mehr einreist und lebt in Europa unbehelligt weiter.
Womit er nicht gerechnet hatte, dass die bösen Schweizer ihn ausliefern.
Polen, sein Heimatland und Frankreich, sein Exil sprechen sich für Polanskis Freilassung aus.
Die Kunstszene ist entsetzt, weil man nach all den Jahren den Mann aus dem Hinterhalt plötzlich verhaftet und ins böse Amerika ausliefern will, wo keiner mehr an das Vergehen gedacht hat. Künstler unterschreiben eine Petition, dass P. frei gelassen wird.
Der Mann selbst beteuert, “niemanden mit dieser Handlung damals weh getan zu haben.”
Den Schweizern wirft man Rache vor, weil sie unter Kritik stehen, amerikanisches Geld steuerschonend zu parken. Ein Witz an sich, wenn es aus Rache geschah.

Und nun will man Obama bitten, er solle P. begnadigen.

Bin ich gerade im falschen Film?
Bemerkt denn niemand, dass das einfach ungustiös ist, wenn ein Mittvierziger sich an einem Teenager vergeht?

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Knofl II – die Antwort

chinaknofl

Sehr geehrte Frau Ente! (Welch ein Segen, mir krampfts immer alles zusammen, wenn mich wer mit “Hallo” anschreibt. Ich weiß nicht wie es euch gegangen ist, aber als Kind hat es bei mir immer g’heißen: “Der Hallo is scho g’sturb’n und liegt nemman Heast am Zenträu.” Was so viel heißen soll, sprich niemals jemanden mit Hallo an oder melde dich auch nicht am Telefon mit Hallo, das ist unhöflich.)
Also weiter mit der sehr geehrten Ente :-)

Wir wissen auch nicht, warum die heimischen Supermärkte Knoblauch aus China importieren. Dazu kann Ihnen sicherlich eine zuständige Person in der Obst- und Gemüseabteilung Ihres Supermarkts Auskunft geben.
(Hat sie mit der gleichen Ironie geantwortet, wie ich gefragt habe? ;-) )

LGV-Frischgemüse hat aber in der Frischgemüse-Saison 2008 damit begonnen, wieder Knoblauch in Österreich, genauer im Seewinkel (Burgenland), anzubauen und auch zu vertreiben. (A bissl spät tät ich sagen, nachdem China 77% des Weltmarktes mit Knoblauch beherrscht.) Die Anbaufläche für Knoblauch wurde für die Saison 2009 vervierfacht (was heißt das konkret? Die Fläche von einem Schnäuztüchl mal vier?), zusätzliche Erweiterungen der Anbaufläche sind für die Saison 2010 geplant. *konfetti schmeiß*

Der Knoblauch – Allium sativum

Keine Gemüsepflanze im eigentlichen Sinn – schon eher ein Gewürz – soll der Knoblauch hier trotzdem kurz Erwähnung finden.
Von Knoblauch sind erst seit jüngerer Zeit Sorten mit offiziellen Bezeichnungen in Umlauf. Auch im Erwerbsanbau war – und ist – der eigene Nachbau und der Tausch von Pflanzmaterial eine übliche Praxis. Naheliegenderweise wurde Knoblauch auch überregional aus Nachbarländern wie Ungarn und Italien bezogen.
Von Knoblauch sind 2 Hauptformen bekannt: eine bildet Brutzwiebeln an aufragenden Stängeln (oft als „Blütenstände“ bezeichnet); die andere einfache Blattbüschel. Den Aufsammlungen nach zu schließen, war die Brutknollen bildende Form des Knoblauchs in Österreichs Gärten am Verbreitetsten. Sie ist vielfach auch als „Weingartenknoblauch“ bekannt. Vermehrt wurde der Knoblauch weitgehend durch Stecken der „Zehen“ im Herbst. Brutzwiebeln dagegen bilden im Folgejahr meist nur eine einfache Knoblauch-Zwiebel und erst nach einem weiteren Jahr ein „Häuptel“ aus mehreren Zehen.
Welche Verwendung die Brutknollen hatten, ist kaum überliefert. Einzelne Bücher sprechen davon, dass sie als Beilgabe zu Essiggemüse verwendet wurden.

Quelle: arche-noah.at

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Knofl

Ist mir das schon letzte Woche beim Hoferischen Lebensmittelschleuderer aufgefallen, wo die Ente Katzenfutter kauft.
Knoblauch aus China!
Denk ich mir, diese Heuchler, propagieren österreichische Ware und dann verkaufen Sie Chinesenknofl.

War die Ente heute beim Supermarkt, der durch den Namen den Eindruck hinterlässt, man spart etwas. Will sie, muss sie Knoblauch kaufen! Und tatsächlich werde ich fündig: drei Sorten Knofel. Alle aus China.

Denk ich mir, sind die schon komplett deppert, den Knoblauch aus China zu importieren? Wenn man nämlich im Frühjahr oder Herbst eine Knoblauchzehe in die Erde stopft, dann hat man ein halbes Jahr später, ein ganzes Knoflhappel zu ernten. Ich werde mir Knoblauch im Tontopf ziehen …

Und wieso importieren wir den dann aus China, wenn der überall und so einfach wächst? Muss ich bei LGV nachfragen! Das will ich wissen!

Frischen Knoblauch in Scheiben geschnitten, abgebraten und dann auf ein Stückchen Schwarzbrot legen. Herrlich!
Tipp: An diesem Tag kein Date ausmachen. ;-)

knofe

Weiterbildung im Wienerischen: Wenn jemand etwas “verknofelt”, dann meint man damit, etwas regelrecht heraufzubeschwören.

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düdldüüü

Hatten wir das schon mal?
Ich kapier das ja überhaupt nicht, da steht einer ganz alleine auf der Bühne, dreht Knöpferl und das hört sich ganz passabel an.
Den Film, Berlin calling habe ich leider nicht gesehen. :(

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Sie kaufen sich eine Oscar Nominierung

Wann kann man einen Film für den Oscar nominieren?
Wusste ich auch nicht:
Drehbuchautor, Produzent und Regisseur – wenn zwei von drei Kriterien von einem Land erfüllt werden, dann darf das Land den Film für den Oscar nominieren. Österreich erfüllt drei Kriterien, Deutschland eine – sie haben das Börserl gezückt.
Was macht der große Bruder?
Er hat die Cash und setzt sich über Regeln hinweg. Deutschland wird “Das weiße Band” von Michael Haneke (A) für den Oscar nominieren.
Die Ehre bleibt uns. Wie so oft. Und macht den deutschen Bruder nicht sympathischer.

Die Österreich-Premiere fand in den ehrwürdigen Hallen des Parlaments in Wien statt. Und weil man nicht zu den oberen Tausend zählt, sieht man/ente nur im TV wie die Reaktion der Zuseher war. Zunehmends betroffen, nachdenklich und still. Was nicht heißen muss, dass der Film schlecht ist, ganz im Gegenteil für meine Begriffe. Er wird aber, weil er keinen schlechten Humor aufweist, wo sich jeder auf die Schenkeln prackt, leider kein Kassenrenner werden. Auch ein österreichisches Schicksal zu qualitätsbewusst zu sein.

Ab morgen bei uns im Kino!

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Der Weg ist das Ziel

Auf meinem Heimweg fahre ich manchmal in Gedanken versunken. Vielleicht nicht manchmal sondern immer abwesend?

Da gibt es eine Bahnunterführung. Da stehe ich und warte an der Ampel. Sie ist immer rot. So sind die Ampeln in Wien geschalten. Können wir bei einer Ampel fahren, stehen wir an der nächsten. stop and go. green and red.
Dann fahre ich los und biege gleich nach rechts ab. Ein bissl unscharf, hatschert rechts.
Das Auto holpert und poltert. Bewegt sich wie auf einer Achterbahn, verwindet sich um seine Mitte.
Dann tuckert es wieder gleichmäßig.
Zeit, um sich umzublicken.
Und jedes Mal schaue ich in den Rückspiegel, weil ich mir unsicher bin, ob ich jetzt nicht über den Bauch eines Riesen gefahren bin.
Falls das einmal passieren sollte, ist gleich rechts genügend Platz, um das Auto abzustellen. Aber reicht das Verbandszeugs in meiner Autoapotheke um den Bauch eines Riesen zu verarzten?

Es waren nur tiefe Fahrspurrinnen unzähliger LKWs, die meinen Weg querten.

Und dann kommt die Tankstelle. Tankt man wirklich Montag abends am billigsten?

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Der ORF ist nicht zu retten …

das war bei der gestrigen Diskussion rund um den ORF die erste Antwort des Generals Wrabetz. Na, da haben sie aber alle lachen müssen über den Freud’schen Versprecher.

3.500 Mitarbeiter hat der ORF – sehr, sehr gut bezahlte Mitarbeiter. 15 Prozent werden in den nächsten 1 1/2 Jahren abgebaut. 15 % die dann keine 15 Monatsgehälter bekommen.

Weniger amerikanische Serien soll es geben, obwohl Broukal “Sex in the city” sehenswert findet.
Föderl-Schmidt meinte monoton immer wiederkehrend, sie verlangt vom öffentlich rechtlichen Sender mehr Informationswert. 7 Uhr Nachrichten, so wie bei RTL wären toll. Wir erinnern uns, der Gründer von RTL ist ein Österreicher. Frühstücksfernsehen wäre wichtig. Also ich will beim Frühstück lieber meine Ruh. Und die Gefahr ist zu groß, die Sendung wird eher blöd als resch – daher lieber ein Semmerl als Frühstücksfernsehen.

Österreichisches Fernsehen, wäre österreichische Identität. Vermutlich so wie eine österreichische Airline?

Öffentlich-rechtlicher Sender was erwartet sich der Österreicher? Gutes Fernsehen so gut wie …. wo? SAT1?, RTL? Pro7? RTL2? Serienklumpert, WettfettkochenmitundohneStars, Auswandernwieundwohin, TauscheFamilie, SuperprügelNanny und das alles zwischendurch mit spannendem Werbefernsehen untermalt. Also wohin wollen wir und was wollen wir?

Gebühren sind ok, die zahle ich, auch wenn mehr Fußball gesendet wird, als ich eigentlich will. Aber den Schuldenberg, der sich anhäuft, den will ich nicht zahlen.

Was ich mir wünsche:
Lean Management
Österreichisches Nischenprogramm
Filme on demand
Und eine Sandkiste für Wrabetz

Live-Stream aus dem Parlament

Im Volksmund nennt man das Logo des österreichischen Fernsehens OR-F-loch.
orf-loch

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Zwitter kurzer Auftritt

Was geschah?

Die Ente ist diplomiert worden. Hat auch ordentlich dafür gehackelt und darf stolz sein.

Die Ente hat weiter gehackelt. Managern Kaffee serviert (wie sie das hasst), sich selbst einen serviert und gemeint “Schwamm drüber”.

Die Ente hat versucht eine prezi Präsentation zu machen. Und nach vier Stunden bemerkt, das ist ein Schmarren und nichts für alte Leute. Wieder auf eine langweilige Powerpoint zurückgegriffen. (Ich mag Powerpoint nicht mehr, seitdem mein Mailfach mit esoterischem Powerpointpräsentationsklumpert verstopft ist.)

Die Ente hatte ein schönes Wochenende mit bügeln und schlafen, essen und anderem verbracht.

Ach ja, die Ente war auch beim Friseur und hat sich über einen Artikel von Vera Russwurm geärgert. “50 und sexy wie noch nie”. Ok, die Frau schaut gut aus, macht blöde Sendungen und das seit 30 Jahren, ist stangldürr weil sie angeblich einen guten Stoffwechselumsatz hat (sicherlich gelogen!) und sagt, sie hat deshalb keine Falten, weil sie sich konsequent jeden Tag abschminkt. Wieso fragt man sie nicht, warum sie vor 10 Jahren viel älter ausgesehen hat wie heute? Zum Beispiel hier. Es sei ihr vergönnt. In 10 Jahren sieht sie aus wie ein Klon von Michael Jackson.

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busy

Bin gerade beschäftigt, mit dem Ziel mir einmal

-d-i-e-s-e-n-

roten Flitzer kaufen zu können. Und zwar möglichst bald. Zu spät tut mir das Kreuz wegen zügigem Fahren weh. :-)

rotesflitzi
rotesflitzivonhinten

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