Knofl II – die Antwort

chinaknofl

Sehr geehrte Frau Ente! (Welch ein Segen, mir krampfts immer alles zusammen, wenn mich wer mit “Hallo” anschreibt. Ich weiß nicht wie es euch gegangen ist, aber als Kind hat es bei mir immer g’heißen: “Der Hallo is scho g’sturb’n und liegt nemman Heast am Zenträu.” Was so viel heißen soll, sprich niemals jemanden mit Hallo an oder melde dich auch nicht am Telefon mit Hallo, das ist unhöflich.)
Also weiter mit der sehr geehrten Ente :-)

Wir wissen auch nicht, warum die heimischen Supermärkte Knoblauch aus China importieren. Dazu kann Ihnen sicherlich eine zuständige Person in der Obst- und Gemüseabteilung Ihres Supermarkts Auskunft geben.
(Hat sie mit der gleichen Ironie geantwortet, wie ich gefragt habe? ;-) )

LGV-Frischgemüse hat aber in der Frischgemüse-Saison 2008 damit begonnen, wieder Knoblauch in Österreich, genauer im Seewinkel (Burgenland), anzubauen und auch zu vertreiben. (A bissl spät tät ich sagen, nachdem China 77% des Weltmarktes mit Knoblauch beherrscht.) Die Anbaufläche für Knoblauch wurde für die Saison 2009 vervierfacht (was heißt das konkret? Die Fläche von einem Schnäuztüchl mal vier?), zusätzliche Erweiterungen der Anbaufläche sind für die Saison 2010 geplant. *konfetti schmeiß*

Der Knoblauch – Allium sativum

Keine Gemüsepflanze im eigentlichen Sinn – schon eher ein Gewürz – soll der Knoblauch hier trotzdem kurz Erwähnung finden.
Von Knoblauch sind erst seit jüngerer Zeit Sorten mit offiziellen Bezeichnungen in Umlauf. Auch im Erwerbsanbau war – und ist – der eigene Nachbau und der Tausch von Pflanzmaterial eine übliche Praxis. Naheliegenderweise wurde Knoblauch auch überregional aus Nachbarländern wie Ungarn und Italien bezogen.
Von Knoblauch sind 2 Hauptformen bekannt: eine bildet Brutzwiebeln an aufragenden Stängeln (oft als „Blütenstände“ bezeichnet); die andere einfache Blattbüschel. Den Aufsammlungen nach zu schließen, war die Brutknollen bildende Form des Knoblauchs in Österreichs Gärten am Verbreitetsten. Sie ist vielfach auch als „Weingartenknoblauch“ bekannt. Vermehrt wurde der Knoblauch weitgehend durch Stecken der „Zehen“ im Herbst. Brutzwiebeln dagegen bilden im Folgejahr meist nur eine einfache Knoblauch-Zwiebel und erst nach einem weiteren Jahr ein „Häuptel“ aus mehreren Zehen.
Welche Verwendung die Brutknollen hatten, ist kaum überliefert. Einzelne Bücher sprechen davon, dass sie als Beilgabe zu Essiggemüse verwendet wurden.

Quelle: arche-noah.at

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2 Kommentare

Eingeordnet unter küchenente

2 Antworten zu “Knofl II – die Antwort

  1. öztürk

    der knoblauch aus china is halt eine andere sorte von knoblauch, und schmeckt wahrscheinlich feiner als der österreichische.

  2. @öztürk: könnte sein. aber wenn wir uns ansehen, wie weit der Knofl aus China kommt, tät ich sagen, ein Österreichischer kann nicht viel schlechter sein. Immerhin wollen wir einmal dorthin kommen, wo uns Kyoto hinbringen will. Mit Importen dieser Art sind wir ewig weit weg von unserem Ziel.

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