
Es gibt viele, die bei ihren Rezepten Geschichten erzählen, warum und wieso es so kam. Die letzte Erinnerungen an Panna cotta auskramen, als sie das Auto in Sizilien mitsamt der Schwiegermutter gestohlen haben. Das Glück hatte ich nicht und daher gibt es leider nichts zu erzählen, ich hatte einfach Lust auf die Nachspeise und alle Zutaten waren zu Hause – und das war es.
Ach ja, ich habe mehr Kokosmilch als Schlagobers genommen, weil ich sonst nicht wüsste, was ich mit der angebrochenen Dose Kokosmilch anfangen soll. Und wenn ich es wüsste, mag ich nicht zwei Tage aufeinander ein Gericht mit Kokosmilch essen. Auch habe ich die Anzahl der Gelatineblätter erhöht. Im Rezept nur 2 Blätter für 500 ml, das erscheint mir zu wenig. Und diese beiden Entscheidungen waren gar nicht einmal so falsch.
Gekochtes Schlagobers einmal anders.
Bei Tanja Grandits „Aroma pur“ gefunden, nur etwas abgewandelt.
Panna Cotta
400 ml (1 Dose) Kokosmilch
125 ml Schlagobers
Mark einer ausgekratzten Vanilleschote
6 dag Kristallzucker
2 1/2 Stangen frisches Zitronengras in 1 cm große Stücke geschnitten
5 Blätter Gelatine
Maracuja-Salsa
4 Maracuja
2 EL Honig
abgeriebene Schale einer Limette
Die Gelatineblätter in kaltem Wasser einweichen.
Die restlichen Zutaten in einen Topf geben (auch die ausgekratzte Schote), aufkochen lassen und die Gelatine einrühren bis sie sich auflöst. Anschließend ca. 10 Minuten ziehen lassen. Die Kokos-Zitronengrasmilch durch ein feines Sieb in die Gläser schütten, kühlen.
In der Zwischenzeit das Fruchtfleisch der Maracuja aus der Frucht nehmen, mit Honig und Zitronenschale kurz aufkochen.
Auf die erkaltete Creme den Fruchspiegel setzen.
Sehr, sehr feines Zitronengrasaroma, das von der säuerlichen Frucht der Maracuja noch unterstrichen wird.
hübsch serviert ! Eine Panna cotta, die mal nicht frei wackelt und erst noch nach was schmeckt.
Kommentar von lamiacucina — November 2, 2009 @ 10:50
danke für die erinnerung, dass ich mal wieder was aus grandits buch machen könnte. diese panna cotta zum beispiel
Kommentar von katha — November 2, 2009 @ 12:08
@lamiacucina: Dabei mögen Männer Freiwackelndes ganz gerne. (sorry, die Antwort war irgendwie von dir aufgelegt.)
@katha: Soweit ich mich erinnere, war das Buch deine Empfehlung. Und es ist ein wertvoller Tipp gewesen!
Kommentar von entegutallesgut — November 2, 2009 @ 12:23
PannaCotta aus Kokosmilch schmeckt mir auch, da wird dann auch noch Ingwer und Zitronengras mitgekocht.
Mir gefällt die Maracujasa-Salsa dazu, gute Idee!
OT – Du willst doch nicht etwa Deine Schwiegermutter loswerden?
Mancheiner tut wirklich alles für eine gute Geschichte, tsssss…..
Kommentar von Arthurs Tochter — November 2, 2009 @ 1:42
Und wann eröffnest du dein Wirtshaus?
Kommentar von Wienermaedel — November 2, 2009 @ 3:30
Super Rezept für den nächsten Sommer. Ich weiß nicht warum, aber wenns zum wintern anfängt, dann fang ich plötzlich an, mehr „warme“ Speisen wie Zimtiges, Birniges, Erdiges zu mögen. Die Lust auf exotische Früchte lässt mehr und mehr nach… kommt aber sicher wieder
Kommentar von Ellja — November 2, 2009 @ 4:23
@Arthurs T.: Iiiiingwer – gute Idee!
@Wienermädel: Hach, ich hab schon wieder eine Idee, sogar konkret, aber Fracksausen. Wenn, dann wirst du davon erfahren!
@Ellja: Warme Speisen mag ich gerade auch sehr. Ich bin gerade auf der Suche nach einem warmen Frühstücksbrei, eben wo Zimtiges und Apfeliges drinnen ist, der dann die Funktion eines Thermofors im Bauch haben soll. Dann kann man hinaus in die böse kalte Welt.
Kommentar von entegutallesgut — November 2, 2009 @ 7:28
Liebes Enterl, als Thermofor empfehle ich Milchreis mit Äpfeln udn Zimt, der wärmt einen schön durch. Die Panna Cotta mach ich mal, aber nicht mehr in der kalten Jahreszeit, die heb ich mir für dem Sommer auf
Kommentar von George — November 3, 2009 @ 2:14
@George: Früher habe ich Milchreis gehasst, heute brauch ich ein wohlig warmes Baucherl.
Im Sommer bekomm ich aber keine Maracujas, oder nur mit sehr hohem finanziellen Aufwand.
Kommentar von entegutallesgut — November 3, 2009 @ 2:16
Kalt hin, kalt her, davon hätt ich jetzt gern eine Portion!
Kommentar von Heidi — November 4, 2009 @ 10:45
@Heidi: Schon verputzt! Willkommen im Teich der Ente.
Kommentar von entegutallesgut — November 4, 2009 @ 10:53
konkrete idee mit fracksausen? soso? ich sehe, das kipferl wird immer dringender…
Kommentar von katha — November 4, 2009 @ 7:06