Monatsarchiv: Januar 2010
-Kurze Pause-
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Friedhof St. Marx im Winter
Auf meiner Suche nach meinem Geschenk habe ich 1 1/2 wundervolle Stunden in kompletter Stille verbracht. Nur den knirschenden Schnee gehört, meine Zehen kaum mehr gespürt und bin neue Wege gegangen, was man bei der Schneedecke gut erkennen kann.
Hier ruhen Seine Excellenz Johann Limbeck Freiherr von Lilienau Comandeur des öster. kaiserl. Leopold-Ordens, wirklicher geheimer Rath und Vice Kanzler der k.k. vereinigten Hofkanzlei etc. etc. etc.
[...]
Beweint von ihren Angehörigen, geliebt von Allen, die sie kannten, schieden sie zu früh aus diesem Leben, indem sie so stetig und segenreich gewirkt haben.
Friede Ihrer Asche! [sic]
Über 120 Fotos sind es diesmal geworden. Ich will gar nicht wissen, wie viel in Summe ich bereits dort fotografiert habe. Und jedes Mal entdecke ich neue schöne Dinge, die ich festhalten möchte. Nicht alle, nur eine Auswahl zeige ich hier und tauche damit immer wieder in die Biedermaierzeit ein.
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Brandweiner mit Geschenk
Was für ein glücklicher Zufall!
Ich lese bei Joulupukki schon längere Zeit mit. Mir gefallen ihre schönen Wiener (Ein)Blicke. Normaler Weise nörgelt der Wiener über seine Heimatstadt, aber bei ihr erkenne ich nur ein belustigtes Augenzwinkern. Ich finde es schönvon meiner Heimat, einen anderen Blickwinkel serviert zu bekommen, oder an etwas erinnert zu werden, was schon fast vergessen.
Und so lockt mich J. an einen meiner Lieblingsorte: Sie versteckt ein Geschenk an Unbekannt.
Was für eine tolle Idee! Zuerst war ich zögerlich, ich wollte mich doch nicht vordrängen. Habe einen Tag vergehen lassen und mich dann heute, bei blitzblauem Himmel auf den Weg gemacht. Bitterkalt war es, doch der Himmel war größtenteils klar und ab und zu hat auch die Sonne gescheint. Also ein hervorragender Termin, um auf Schatzsuche zu gehen.
Am Ort des Geschehens war der Schnee noch ganz sauber. Einige haben ihre Runden bereits gedreht, das erkennt man am dünnen Trampelpfad entlang der Mauer (Ja, J. ich habe deinen Hinweis schon erkannt, nur bin ich in die falsche Richtung gegangen! Was aber nichts ausmacht, weil ich noch nie konsequent entlang der Friedhofsmauer spaziert bin).
Ich weiß nicht, wie viele Bilder ich schon zu den verschiedensten Jahreszeiten am Friedhof St. Marx gemacht habe. Und so passiert es unweigerlich, dass ich von meinem Weg, entlang der Mauer zu gehen, immer wieder abkomme, durch den knirschenen Schnee stapfe und etwas neu entdecke.
Zu viel der Worte! Und jetzt: Wie ich den Schatz gefunden habe.
- Traumhaftes Wetter, da machen mir diesmal die fliegenden Ratten nichts aus
- Das angekündigte Schiff
- Mein Geschenk liegt an einer Außenmauer
- Der Friedhof hat schon ab 7 Uhr offen – für Early Birds
- Gehe ich rechts, oder links? Ich entscheide mich für rechts!
- Schmier ich das Reindl von rechts aus
- Stille! Ich bin niemanden begegnet!
- Das ist leider nicht “mein” Brandweiner
- Der Schnee knirscht so schön!
- Der Brandweiner Liwitus hat ein Geschenk für mich!
- Mein Geschenk: Ein Porzellanbecher, ein Stift und ein paar Zeilen für den Finder
St. Marx im Winter
Nochmal Winter
Ich überlege mir auch einen Schatz zu verstecken. Mal schauen, ob ich das genau so gut hinbekomme.
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Most of all I wish you love
Passt irgendwie!
Anna F.: Charmante steirische Eiche und sympathisches Video. Ist die Kaffeehausszene im Frauenhuber aufgenommen worden?
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Kopferlbereich anpassen sucks!
Ich weiß, ich mache da was falsch, aber ich komme und komme nicht drauf.
Die Bildgröße für den Kopfbereich ist 700 x 200
ok, ich schneide das Bild in einem Bearbeitungsprogramm auf die Größe zu:

Lade es hoch.
Ich kann den Kopfbereich, egal wie groß das Bild ist, immer nur in Sehschlitzform schneiden. Siehe heller Bereich. – S_O_S – S_O_S – S_O_S -
Daher gibts jetzt einmal nur den Schwimmreifen, solange ich nicht das Problem gelöst habe. *ärger*
————————Versuch 2———————————-
“Could’nt process the upload. Und?? Ich bin mit meinem Latein am Ende.
Chancenlos, immer den gleichen Ausschnitt, selbst wenn ich das Foto auf Briefmarke verkleinere.
Das macht mich ganz narrisch, wenn ich wo derartig anstehe.
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Göttlich – Empfehlung!
Woody Allen muss im früheren Leben ein Wiener gewesen sein.
Grantig, zwider, ewig unrund, unverblümt, ehrlich, laut und neurotisch! Irgendwie scheint der Inhalt auch autobiographische Züge zu haben.
Genial!
Erfrischt, amüsiert, lauthalslachend das Kino verlassen.
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Gratiseintritt für Hunde
Gerade schaue ich mir die Homepage vom Kunst Haus Wien an. Ich interessiere mich für die Annie Leibovitz Ausstellung.
Bei den Eintrittspreisen entdecke ich:
Hunde in Begleitung gratis
Hunde ab 3 Monate, alleine frei
Aber auch, dass montags nur 4,50 (ausgenommen, wenn der Montag auf einen Feiertag fällt) zu bezahlen sind.
Also wir sehen uns am Montag mit ohne Hund.
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Steinhofgründe – Otto Wagner Kirche
Wien ist wieder einmal verschneit. Also hinaus in die Natur und einen Spaziergang machen. Mehr oder weniger um’s Eck sind die Steinhofgründe, ein Naherholungsgebiet für Ottakringer und Hernalser Fußvolk.
Man hofft alleine unterwegs zu sein und trifft dabei auf vorbeiziehende Karawanen am verschneiten Weg. Das löst ein wenig Ernüchterung aus. Doch ganz schnell wird es stiller. Zuerst biegen sie links weg, um sich im Schutzhaus zu laben, oder nach rechts um mit der Rodel (wie a Dodl) den nächstgelegenen Hügel runterzuflitzen. Auf ja und nein ist man dann doch alleine und genießt die Stille (wenn ich nicht singen würde – s.o.).
Und dann ein Highlight: Mitten im Wald taucht die “Kirche Am Steinhof” auf. Die von Otto Wagner geplante Kirche ist unter einigen Bezeichnungen bekannt: ursprünglich “Anstaltskirche des Hl. Leopold”, weil sie als Herzstück der Krankenanstalt galt, läuft sie jetzt unter den Bezeichnungen “Kirche Am Steinhof”, oder “Otto Wagner Kirche”. Damit verbindet man den Namen der Kirche, sofort mit dem Planer des bedeutendsten Sakralbau des Jugendstils mit Otto Wagner.
Von 1904 bis 1907 haben täglich 5.500 Arbeiter am Bau der damals modernste psychiatrische Klinik Europas gearbeitet. Um die Baumaterialien (unter anderem italienischer weißer Marmor für die Kirche) am Lemoniberg zu führen, wurde eigens vom Bahnhof Ottakring eine Eisenbahnlinie gebaut, die nach der Fertigstellung der Anstalt stillgelegt und abgetragen wurde.
Die Pläne der Kirche wurden von der Wiener Bevölkerung dermaßen abgelehnt und man meinte, die “verrückte” Kirche passe vortrefflich in das Areal der Irrenanstalt. Die Irrenanstalt, damals als “Weiße Stadt” bezeichnet, war die modernste psychiatrische Klinik Europas. Sie bestand aus einer Heilanstalt, Pflegeanstalt und für das zahlungskräftige Publikum aus einem Sanatorium. Heute heißt das Gelände mit den historischen Bauten Krankenanstalt Baumgartner Höhe, worin auch die Gedenkstätte der NS Verbrechen der Medizin “Spiegelgrund” (Seite leider offline) und ein Jugendstiltheater (dzt.geschlossen!) untergebracht sind.
- Karawanen ziehen durch den Schnee
- Das Areal der Steinhofgründe
- Abzweiger zum Schutzhaus, die ersten verlassen den Weg
- Die anderen Rodeln in die Schneewildnis
- Plötzlich alleine
- Und plötzlich taucht die Kirche auf.
- Die alles überragende goldene Kuppel
- Weißer Marmor aus Carrara, die Kupfernägel sind nur Show
- Der Eingang
- Wacht über das Areal: Heiliger Leopold
- Glasfenster von Koloman Moser
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Neujahrskonzert
Nicht mehr lange gibt es die Möglichkeit, beide Teile des Neujahrskonzertes, das mit großem Aufwand und Trara alljährlich am 1. Jänner im Musikverein stattfindet, in der ORF TV-Thek noch ein paar Tage angesehen werden kann.
Mit katha dazwischen getwittert: Prêtre ohne Ständer, Ballettmausis als hupfende Puderquasten, Orange das nicht zu Gold passt, Donauwalzer ohne Patschen tanzen, …
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Ist georgische Küche brutal?
Mir flog einmal zu, ein Huhn nach georgischer Art wäre gut.
Jetzt komme ich gerade von meiner Surferkundungstour zurück und bin entsetzt. Ich kann es kaum glauben:
Das sorgfältig gewaschene Hähnchen abtrocknen und an der Brustseite der Länge nach ganz aufschneiden. Mit der Innenseite nach unten auf die Arbeitsplatte legen – am besten zwischen zwei Lagen Klarsichtfolie – und mit dem Fleischhammer flach klopfen.
Hat jemand schon einmal Huhn in Georgien gegessen und pracken die tatsächlich das Huhn so flach, dass man es unterm Türschlitz durchschieben kann? Isst man in Georgien das Huhn mit den zerbröselten Hühnerknochen als Überlebenstraining?
Ich weiß nicht, soll ich jetzt lachen oder weinen. Rettet georgische Hühner!
Eingeordnet unter küchenente, zeitungsente























































