Monatsarchiv: März 2010

Meine Tränen muss ich mit den deinen mischen …

wieder ein paar tränen vergossen.

la traviata
keine fulminante vorstellung, aber so schön, dass die ente wieder wasser produziert hat. Bei der ersten Träne komm ich mir blöd vor und dann lass ich es laufen.

Alfredo:
That day I’ve never forgotten,
When I beheld your beauty.
Since that moment I loved you,
Loved and adored from afar.
Hoping for love, love that fills the universe,
Love that inspires radiant dreams of life eternal,
Strangely mysterious,
Shining in golden splendor,
Sorrow, sorrow and rapture,
Sorrow and rapture, rapturous joy!
Violetta:
Love, I fear, can never be,
Friendship is all I can offer.
Since love is pain and torment,
I avoid that strange emotion.
Pleasure is all I ask of life,
Freedom and joy forever!
So you must soon forget me
And find another love.

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Marktsplitter

Naschmarkt – Horror! Seitdem der Naschmarkt als “Geheimtipp” aller Wienbesucher gehandelt wird, gibt es kein Weiterkommen für Frauen und Männer, die da nicht nur schauen, sondern einkaufen wollen. Selber schuld, wär ich nur am Karmelitermarkt gewesen.

Gekauft:
Oliven – Schlitzohre! ein 3/4 kg Oliven – wie lange soll ich daran essen? Bitte die Hälfte retour. Einwand: halten sich ein Jahr. Ok, Bursche: Ich zahle Plastiktopf und Öl als Olive, dann will ich so viel Oliven haben, wie ich mir wünsche und nicht der Marktfirant.

Kräuter – bei meinem Lieblingskräuterbauern habe ich sie nicht bekommen, dafür ein schönes Salathappel und zwei Eiszapfen als Draufgabe dafür. “San net so schoaf. Do kriagn’S net so a dicke Lippen, waun’S de essen.” Es gibt Menschen, die wünschen sich dicke Lippen an Frauen, ich nicht, habe daher dankend angenommen. Den Sohnemann gefragt: “Habt’s no kana Kräutln?”. “Na, die miassn east wochsn.” :-) !

Haferwurzel – gekauft und beraten lassen, wie ich sie zubereite. Verdamm mich, warum ich kathas Buch noch nicht habe. Samen für Tigertomaten gratis dazubekommen, weil die Samen irgendwas haben. Manche gehen auf, andere nicht. Sehr gefreut und bin optimistisch!

Tapioca – endlich, beim Chinesen erstanden. Ich mag die schlitzigen kleinen Scheißerchen. Gibts mit Kokosmilch und Mango.

Gratis Mitfahrgelegenheit – am Rückweg das Naschmarktfaktotum getroffen. Mann mit Cowboyhut und Schwerlasteinkaufswagen. Ruft laut: “Zug fährt Richtung Kettenbrücke. Wer fährt mit?” Blöd – falsche Richtung, 1 Stunde vorher und ich wäre mitgefahren. Sicher ein Erlebnis gewesen.

Schlussstrich: Heute gibts Spaghetti Vongole, Zahnbrasse mit einer Zubereitungsart von lamiacucina, Tiger Prawns, Mangold/Kartoffeln und ein paar Haferwurzeln. Stimme mich gerade mit Aperol Spritz ein.

Schönes Wochenende!

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Was für ein Käse!

Keine Angst, ich werde nicht im Tagesrhytmus bloggen (@Bulgariana), aber der Käs ist/war ein Traum.


Mit Rufzeichen ausgezeichnete Ausrufer!

Kasses Nussweckerl (@katha)
Strasser’s gute Butter (@lamiacucina)
Quittengelee (@ente homemade)
Vulcano Igler (@Saufnasen)
Büffelbrie – bester, allerbester Käse seit längster Zeit!

Frau Pöhl am Kutschkermarkt meinte, sie hat Jahre gebraucht, bis sie Herr Paget belieferte. Der Büffelbrie ist handgeschöpft und entstammt von wasserwatenden Wasserbüffeln, die im Kamp baden. Cool was? Am Punkt gereift und schmeckt hervorragend!
Schau auf seiner Homepage die Schulpatenschaft nach! Super!

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Und jetzt werd’ ich Kräuterhex

Ganz schön viele Leute waren da!


Die heutige Buchvorstellung zu der ich ein paar Minuten zu spät kam, weil ein Gigerer vor mir just den gleichen Weg einschlug und langsam und gemächlich den Autobus im öffentlichen Dienst niederbremste. Aber ich habe nichts versäumt, man hat die akademische Viertelstunde gewartet, bis alle kaiserlichen Blogger und watschelten Enten (hatte Zeheweh!) den Weg zur Buchhandlung Morawa gefunden haben.

katha mit Nachwuchs und M. Neunkirchner

Die Hauptakteure:
Katharina Seiser, auch bekannt als Frau @katha_esskultur zu Hause bei http://www.esskultur.at, liebt Listen und ich glaube Schals.
Meinrad Neunkirchner, Prinzipal im Gasthaus Freyenstein und verliert nie etwas, was ich mir gar nicht vorstellen kann.
Das Baby:
So schmecken Wildpflanzen, wunderschön gestaltetes Kochbuch, mit köstlichen Rezepturen und Einsteckbüchl für die Kräutl- und Wildpflanzensuche. Steht im Verdacht Shootingstar zu werden.

Als Stadtpomeranze kenne ich leider recht wenig der im Buch gelisteten Pflänzchen. Das wird sich aber bald ändern. Das Wetter hat schon Ansätze gemacht, sodass Pflanz und Mensch sich hinaustraut. Dann finde ich büschelweise (??!??) dieses Kräutelwerk, steche die Wiese um und es überkommt mich die unbändige Lust und Gier, aus dem Buch etwas zu köcheln.
Übrigens ein Geheimtipp: Handsignierte Bücher von Seiser und Neunkirchner gibt es für alle, die auf der Buchwebseite direkt bestellen. Da bleibt die Wertschöpfung wie man jetzt so schön sagt, in den eigenen vier Wänden.

Schaut doch fein aus, oder?

Es war unheimlich nett, katha persönlich kennenzulernen und freue mich schon auf den angesagten Gibferltreff!

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Brotsuppe

Ich bin eine sehr schlechte Blogmutter, ich weiß.
Heute wollte ich mir meine Blogstatistik ansehen und das Drama live präsentiert bekommen. Wer da nichts schreibt, wird nicht gelesen. Ist wohl logisch.
Eigenartiger Weise verirren sich immer wieder Leute hierher, wofür ich artig einen Knicks mache.
Es ist gar nicht tote Hose, was mich sehr verwundert, obwohl ich das Gefühl der toten Hose in mir trage.

Es ist so viel los bei mir, aber ich finde es so unlustig darüber zu berichten.
Manchmal fällt der Humor einfach kellertief.
Höhööö, habe heute meiner Stimmung gemäß eine Armeleute-Suppe gekocht und ziemlich viel Schelte dafür bekommen.
Gegessen haben sie sie trotzdem. Manchmal schmecken Dinge besser, als sie aussehen.

Brotsuppe

15 dag altes, aber geschmacklich gutes Schwarzbrot in Würfel geschnitten
1 Zwiebel würfelig geschnitten
2 Knoblauchzehen klein gehackt
Butterschmalz
1,25 l Suppe
0,25 dunkles Bier
1/4 l Schlagobers
Kreuzkümmel
Muskatnuss ordentlich!
Pfeffer ordentlich!
Salz
Schwarzbrotwürfel in Butter knusprig gebraten
Schnittlauch ordentlich!

Zwiebel, Knoblauch in Butterschmalz rösten und das alte Schwarzbrot dazugeben. Mit Rindssuppe und Bier aufgießen, Gewürze dazu und ca. 20 Min köcheln lassen. Pürieren, nachwürzen und Schlagobers dazugießen.
Die Suppe muss ordentlich würzig schmecken.

In einem Teller gemeinsam mit gerösteteten Schwarzbrotwürfeln (hier Nussbrot!) und Schnittlauch servieren.

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Zupf dir ein Wölkchen

Beim Kauf eines Geburtstagsgeschenkbuches hat sich die Ente ein Wölkchen gezupft. Wie schön! Ein Wölkchen zupfen, am blitzblauen Himmel.
Das Wölkchen ist ein Gedichtband von Joachim Ringelnatz – endlich – in gedruckter Form in meinem Besitz.
Und da saß ich – rundum meine kleinen Wölkchen – die da lachten, sich amüsierten und den dicken Wolkenbauch vor Lachen hielten und wir einen schönen Nachmittag hatten.

Und da hab ich zwischen den Seiten dieses gelbe Band gelegt, weil mir das Gedicht so das Herz hüpfen lässt und ich meine, daran will ich euch erinnern!

Ich hab dich so lieb

ich hab dich so lieb!
Ich würde dir ohne Bedenken
Eine Kachel aus meinem Ofen -Ergänzung Ente: und damit das Eisen aus dem Feuer holen-
Schenken.

Ich habe dir nichts getan
Nun ist mir traurig zu Mut.
An den Hängen der Eisenbahn
Leuchtet der Ginster so gut. -Ergänzung Ente: und duftet wie Sau, da wird der Ente ganz Mau!-

Vorbei – verjährt -
Doch nimmer vergessen.
Ich reise.
Alles, was lange währt,
Ist leise – Ergänzung Ente: manchmal zu leise, man hört es kaum-

Die Zeit entstellt
Alle Lebewesen.
Ein Hund bellt - Ergänzung Ente: die Taube grugrut.-
Er kann nicht lesen.
Er kann nicht schreiben.
Wir können nicht bleiben.

Ich lache.
Die Löcher sind Hauptsache
An einem Sieb

Ich hab dich so lieb.

-Ergänzung Ente: ja!

mehr da!

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