Eigentlich wäre heute Montenegro dran. Aber es ist ohnehin zu spät und kurz bevor ich die Kiste abdrehen wollte, bin ich noch zufällig bei LeseLustFrust vorbeigestolpert und entdeckte, einen Award bekommen zu haben. Da erinnere ich mich an meinen längst verstorbenen Großvater, der meinte, es ist ein Zeichen des Alters Auszeichnungen zu bekommen. Mhhhmm, das lasse ich jetzt unkommentiert.
Bei Leselustfrust sehe ich immer wieder gerne vorbei. Ihre Buchbesprechungen sind herrlich zu lesen: knackig auf den Punkt gebracht, bringt sie Kritik dort an, wo sie hingehört. Lobt ein Buch zwar selten über alle Maßen, aber dann hat es Hand und Fuß und man kann es wagen zu lesen.
Unglaublich in welcher kurzen Zeit sie die Bücher verschlingt. Ich hätte gar nicht die Zeit dazu, noch dazu klappen mir nach 1 1/2 Stunden die Augen vor Müdigkeit zu. Ich will mich auch gar nicht mit ihr messen und es hat sich als gut erwiesen, dass sie uns in ihrem Lesekonsum so weit vorraus ist. Ich lade euch ein bei ihr vorbeizuschauen, bevor ihr ein Buch bei eurem Buchhändler kauft. Das macht sie übrigens auch noch um einiges sympathischer, weil sie ihre Bücher nicht bei der internetten Ama.one kauft!
Wer ein Glas auf seinen Blog trinkt (bei mir ist es heute bestes Wiener Hochquellwasser), muss sagen, was er an seinem Blog mag:
Ich mag an meinem Blog, dass er nicht traurig ist, weil ich ihn vernachlässige. Außerdem, weil er kein Themenblog ist. Ich kann heute über Palatschinken berichten, morgen ein Lied über YT trällern lassen und übermorgen mich fürchterlich über die Hitze in den Wiener Öffis aufregen. Und wenn es mir gerade in den Kram passt, dann kann ich ganz unsentimental den Blog mit allen Innereien löschen, ohne ihn auf einem Scheiterhaufen verbrennen zu müssen.
Nun muss ich zehn Blogs nominieren.
Das ist furchtbar.
Ähnlich wie bei der Oscarverleihung, wo man allen dankt: der Mama, dem Papa, seinen Kindern, Gönnern, Mentoren, Lektoren (hab ich keine), Verlegern (meine Schlüssel verlege ich selber), und so weiter, noch ein Schippel Leut vergisst und viel zu spät draufkommt, aber doch so dankbar ist.
Es ist mir ein Gräuel.
Aber wenn es heißt, jemanden zu nennen, dann stapfe ich wie Kneipp durch’s eiskalte Wasser und nenne ein paar, die mir gerade einfallen und die ich gerne immer wieder lese. Schnell eine Exceldatei aufgemacht, die mir die Namen sortiert und dann hinein damit.
2stepsaway from paradise, ihr Paradies ist in OÖ und sie ist ein Teil der OÖ-Konnektschn, die ich mir irgendwie eingetreten habe und lieben gelernt habe.
Zurzeit auf Sommerpause – sehr gescheit!
apostrophe, kurz, informativ und manchmal recht bissige Texte. Das mag ich!
Arthurs Tochter kocht, tanzt mit einem Hintern auf vielen Kirtagen und steckt ihn sogar in Kochtöpfe. Sehr schön und unterhaltsam zu lesen, auch wenn man nicht kocht!
Bulgariana, war kurz in der Blogkrise, ist jetzt auf den Hund gekommen, verliere ich nicht aus den Augen, weil sie auch twittert. Schreibt sehr humorvoll über die Freuden und Leiden einer Mutter, die sie mit ihrer heranwachsenden Tochter hat.
Ein bisschen Haschen nach Wind, oft schwierige Blogtexte, denen die Leichtigkeit fehlt. Ständige Bitte des Betreibers, ihn nicht verstehen zu müssen, er will es gar nicht. Und hat immer Probleme mit seinen Blogs, die er auf und zu macht, jetzt aktuell: “Internal Server Error 500″
Eine Stadt viele Seiten, so lernt man Köln kennen! Liebt Kuchen, Kaffeeklatsch und macht schöne Reiseberichte.
Herold, arbeitet der Mann, oder reist er nur in der Weltgeschichte herum? Auf jeden Fall hat er ein waches Auge! Habe dort einmal eine Australiendosenschutzhülle gewonnen, die ich bis jetzt noch nicht zugeschickt bekommen habe. Ich gehe großzügig darüber hinweg. Lässt bei keiner Reise eine Kutschenfahrt aus,sofern sie angeboten wird.
Herr Lokalreporter, der kein Reporter ist und auch kein Lokal betreibt. Ein OÖ in Berlin. Schwingt sich auf der esoterischen Welle hin und her, ätzt in letzter Zeit sphärisch ein wenig Richtung guterEnte. Ich verzeihe ihm.
Er freut sich über meine Verlinkung.
Herr Pathologe, der Jungvater lebt zurzeit an einem Ort, wo er sich niemals über Hitze und Wetter beschweren muss, weil er sie immer hat. Bringt uns einfache Krankheiten des kleinen Mannes und der großen Frau näher.
Joulopukki geht ins Exil, Wienerin (?), die nicht mit österreichischer Schulschrift schreibt und Geschenke hinter Grabsteinen versteckt. Gutes Auge für das andere Wien!
katha esskultur, OÖ, mit ihr lernte ich die besten Gibfaln der Stadt kennen, war bei ihrer Buchpräsentation dabei und mag ihre quirrlige und unermüdliche Art. Sie ist gedanklich und in ihren Listen mindestens 15 Jahre ihrer Zeit vorraus. Bei ihr habe ich schon viel gelernt und gute Anregungen erhalten, nur Listen werde ich niemals führen! So schmackhaft können die gar nicht präsentiert werden.
lamiacucina, weil ich seinen Humor so mag. Er ist glaube ich ein Deutscher im Schweizer Schlafrock, der unermüdlich kocht und ausprobiert. Sein Blog wird präzise wie ein Schweizer Uhrwerk geführt. Punkt vier Uhr früh gibt es jeden Tag, bis auf Mittwoch etwas aus seiner Küche oder Region.
MamaMariaSicilia, bringt italienisches Flair in meine staubige Hütte. Das ist wie die Adria in meiner Badewanne.
Sehr schönes Textlayout. Macht sich viel Mühe!
noemix, ein österreichisches Joghurt in vielen Variationen. Findet herrliche Nonsensesätze in österreichischen Gratiszeitungen.
petros lürick, lese ich schon lange. Manchmal geht es in seinem Blog sehr schwermütig zu. Und dann wieder weht ein leichter Sommerwind über seine Seiten, die ich immer sehr genieße.
poebimus, wiederholt sich gerne, beantwortet selten meine Kommentare und meint, ich bin eine teuflische Ente. Hier muss man sich die Rosinchen herauspicken, die einem gefallen, sodenn man sie mag.
PrinzRupi, wird das hier nicht lesen. Er ist ein schreibender Blogger, der nicht so viel in anderen Blogs liest. Ihm ist aber wichtig, wenn man in seinen Blogs liest, blättert und kommentiert. Wir missverstehen uns manchmal sehr, er verzeiht mir aber in unendlicher Berliner Güte! Ein richtiger Prinz!
Teppichhaus Trithemius, sehr kreativer Blogger, der seinen Blog nicht umsonst offene Bloguniversität nennt. Interaktiver Mitmachblog zum Lesen und Diskutieren.
Teufelsküche, der gute bayerische Pirat mit königlichem Dackel, Perfektionist in Küche und Heim. Seine bessere Hälfte kommt auch aus OÖ.
Visuelle Poesie, habe ich durch Twitter kennengelernt. Nur was zum Schauen, dafür aber ganz toll!
weltbeobachterin, war glaube ich meine erste OÖ Netzerrungenschaft. Blogt nun weniger – Recht hat sie, dafür mit sehr scharfer Zunge. Beleuchtet politische Ereignisse unter sehr hellem Licht.
Wienermädel liefert uns Alltagsgeschichten, die keine sind, weil sie immer etwas ganz besonderes sind. Sie berichtet aus Wien, OÖ und Ungarn.
Meine 10 sind 22 geworden. Kein Wunder, ich halte mich selten an Regeln.