Monatsarchiv: August 2010

Bulgogi

ist eine koreanische Spezialität. So sagt das Kim Sohiy in ihrem Kochbuch. Erinnert habe ich mich an dieses Gericht, als die arme katha, via Twitter nach einem ordentlichen Rezept für Rindslungenbraten gerufen hat. Das Gericht hatte ich vorher vergessen nachzukochen, obwohl ich das geistig irgendwo notiert hatte. Ich erinnerte mich, als der Hilferuf durch die Twittergemeinde rauschte.
Nachdem katha von ihrem Bulgogi so geschwärmt hat, wollte ich es diesmal auch probieren.

Kims Rezept für die Marinade habe ich ein bisschen abgewandelt und es war nicht zum Nachteil.
Das Gericht ist sehr einfach nachzukochen und lässt sich gut vorbereiten. Einziger Nachteil, das Fleisch muss kurz vor dem Servieren nach und nach im Wok gebraten werden. Wenn man noch dazu keinen Gasbrenner hat, dann ist die Power im Topf leider ein wenig wenig. Aber, es ist gut gelungen! Das Fleisch habe ich in Portionen gebraten, warm gehalten und war vorzüglich.

Bulgogi
für 6-7 Personen
1,3 kg Rindslungenbraten, Beiried oder bei mir bestens abgelegenen Rostbraten.

Marinade:
3/4 cup Sojasauce
2 EL Honig
3 TL Reiswein
4 Jungzwiebel, einmal der Länge nach geteilt und in feine Halbringerln geschnitten
6 Knoblauchzehen gerieben
2 Birnen (bei mir waren es Forellen) schälen und reiben
ein ordentliches Stück Ingwer gerieben (da ich Ingwer sehr gerne mag, nehme ich immer mehr, als in Rezepten angegeben ist. Bei mir war die Wurzel ca. 6 cm lang)
1 TL schwarzer Pfeffer, im Mörser grob gemahlen
ein paar Chiliflocken (je nach Geschmack)
3 TL Sesamöl
3-4 Karotten julienne geschnitten (nicht zur Marinade geben)

Finish:
3 TL Sesamkörner trocken geröstet
gekochter Reis
knackige grüne Salatblätter (bei mir Eisbergsalat)

Das Rindfleisch ganz straff in eine mit Öl bepinselte Klarsichtfolie wickeln und in den Tiefkühler geben, um das Fleisch anfrieren zu lassen. Im Kochbuch steht 1/4 Stunde – da tut sich einmal gar nichts. Bei mir war es eine 1/2 Stunde, da war auch noch nichts los. Ganz bestimmt ist das davon abhängig, wie knackevoll der Tiefkühler ist.Eine Stunde kann man ohneweiters rechnen, um das Fleisch anzufrieren und damit leichter aufschneiden zu können.
Dann das Fleischstück auswickeln und wer hat, mit einer (Brot)schneidemaschine (glatte Klinge!) in dünne Scheiben scheiden. Da das Fleisch angefroren ist, geht das auch sehr gut mit einem gut geschliffenen Fleischmesser. Die Scheiben nochmals in recht breite Fleischstreifen teilen, oder in Quadrate, wie man halt gerade lustig ist. Ich bin da großzügig und lasse allen ihren Freiraum. Nur keine Fitzelei soll es sein! ;-)

Die Marinade vermischen und mit dem Fleisch etwa 1/2 Stunde marinieren. Ich gebe die Fleischmischung nicht in den Kühlschrank, weil beim raschen Anbraten der Pfanne zu viel Hitze genommen wird. Außerdem soll Fleisch ja nie kalt verarbeitet werden, weil es sonst zäh wird. ;-)
In der Zwischenzeit den Reis kochen.
Salatblätter waschen. Ich gebe die gewaschenen und noch feuchten Salatblätter in ein Tiefkühlsackerl, dreh es zu und wieder in den Kühlschrank zurück. Die Blätter bleiben schön knackig.
Die Sesamkörner trocken rösten. Achtung, die werden plötzlich schwarz, daher immer ein Aug drauf haben und in der Pfanne rütteln.
Den Wok trocken erhitzen und dann ein bisschen Sesamöl am Rand entlang einlaufen lassen. Nicht zu viel, denn in der Marinade ist bereits Öl, wer sich erinnert. Wok sehr heiß werden lassen. Jetzt die geschnitzten Karotten zum Fleisch geben. Ich lasse sie nicht mitmarinieren, weil dann das hübsche Orange der Karotten einfach bäääh wird. Nun das Fleisch in kleinen Portionen rasch 2 Minuten anbraten. Aus der Pfanne nehmen und warm stellen.

Wenn das Fleisch fertig gebraten ist, die Teller mit Salatblättern belegen (wie Schüsserln), Reis darauf und das gebratene Fleisch verteilen. Darüber ein paar Sesamkörner streuen.

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