Monatsarchiv: Februar 2012

Royal Blue oder Arial 12pt

 

Was kann persönlicher sein, als eine Handschrift? Da muss man darüber hinwegsehen, wenn sie durch ihre Eigenheit nicht mehr lesbar ist, denn sie ist etwas ganz Spezielles. Aber dieses Blatt Papier wurde in Händen gehalten. Da schmierte die Schreibhand Zeile um Zeile und hinterließ unsichtbare Spuren. Da schreit man nicht durch Großbuchstaben, sondern durch Unterstreichung, vielleicht auch durch einen stärkeren Druck auf das Papier. Noch mehr Spuren, noch mehr Persönlichkeit, noch mehr Ausdruck an Eigenheit.

Wann habt ihr das letzte Mal das Kratzen einer Füllfeder auf Papier gehört, gespürt und erlebt?Es jauchzt die Seele und jede einzelne Fingerkuppe, die das haptische Erlebnis weitergibt.

Ich habe schon lange nicht mehr mit Füllfeder geschrieben, obwohl die neue Tinte schon lange in der Schreibtischlade ruht. Royal Blue auf kratzigem Papier fetzt mehr als Arial auf beleuchtetem Hintergrund. Und weil mir gerade so danach war, habe ich etwas später den Karton mit Tante Lonas Briefen herausgeholt. Ich möchte sie nun nochmals sichten und einer Ordnung zuführen. Sofern man Liebesbriefe einer Person, die man nur aus Erzählungen kennt überhaupt ordnen kann. Als ich meine ersten Blogschritte bei einem großen deutschen Bloggerportal machte, veröffentlichte ich einige von Lonas Briefen. Leider weiß ich nicht mehr was und wie, denn wenn ich lösche, dann ist es vorbei. Kein Backup wo man nachlesen könnte. Überhaupt ist mit dem Rechnerwechsel anscheinend der ganze Blogordner verschwunden. Sehr mysteriös, löst aber auch eine befreiende reinigende Wirkung aus!

Vielleicht später mehr. Ich könnte ja auch mit dem Grafiktablett einen Blogbeitrag schreiben …. mhhhm.

11 Kommentare

Eingeordnet unter befindlichkeiten, Ent(e)deckt