Entegutallesgut

November 6, 2009

Mistelbacher, blede Pleampln de!

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Als hätt ich es herbeigeschworen. Scherze ich beim lebenslustfrustigen Bücherwurm über Mistelbacher, lieb nicht garstig.
Tja…
polizeiMistelbacher hat man früher zu Polizisten gesagt. Und zwar entstand diese Bezeichnung deshalb, weil in Mistelbach früher Südtiroler wohnten, die dann weg sind und damit den Wiener Polizisten Platz gemacht haben. Die sind dann auf Sommerfrische nach Mistelbach gefahren (jetzt kann man um’s gleiche Geld nach New York fliegen). Der Mistelbacher Polizist war halt, na ja, ein Mistelbacher eben. Ein bissl brrbrr im Kopf. Angeblich!
Tja …
Mistelbach habe ich schon beim Knochenmann erwähnt, weil dort die Chirurgen wie Fleischhauer arbeiten. Angeblich!

Auf jeden Fall hat mir ein Mistelbacher zu einer Anonymstrafverfügung verholfen.
Ich wäre bei Rot über die Kreuzung gefahren. Angeblich!
Und zwar ist das bei einer Kreuzung passiert, die ich vom Lesen her gar nicht kenne. Google Maps hat mir dann weitergeholfen und tatsächlich hier bewegte ich mein Gefährt vor ca. 5 Wochen.
Kann mich nicht erinnern, bei Rot abgebogen zu sein. Das sind diese dummen einäugigen Blinkampeln, die vier Mal blinken und dann sind sie blind. Dann gilt das Rot der Nebenampel. ok, mea culpa.

Aber!

Dann passiert mir das heute gleich drei Mal:
Straßenbahn prackt mir fast den Fotz ab, weil sie bei R-O-T über die Kreuzung gefahren ist.
Autobus biegt bei R-O-T ein, poliert meinem anfahrend Fahrzeug fast den Kühlergrill und raubt mir dabei fast die Sinne, weil ich unfletig das Fehlverhalten kommentierte. Hört eh keiner, aber es tut gut!
Dritte Unart, die sich einbürgert: Rettung fährt mit Blaulicht aber ohne Folgetonhorn über die R-O-Te Ampel. Langsam. Da weiß man nicht, will sie oder ziert sie sich?

Ja, ich bin jetzt grauslich und wünsche allen Dreien eine Anonymverfügung.

Die oranschärgerliche Ente
Geht hexenkreuzmachend pürzelwärts aus dem Blog.
Die können mich mal!
Im Mondschein moscherln!)

Oktober 20, 2009

Linz09

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Die Ente war ja mit der Bahn in Linz, wie sie hier berichtete, um die Kulturhauptstadt zu besichtigen.

Früher einmal gab es einen running gag: „Warum nur reimt sich Linz auf Provinz“. Und tatsächlich: Linz war ein graues Mäuschen. Nicht nur von der Luft her, sondern auch von der ganzen Gegend, die irgendwie schmierig wirkte.

Jetzt hat Linz als Kulturhauptstadt gezeigt, das ist ganz anders. Mittlerweile tuschelt man noch hinter vorgehaltener Hand, Linz wäre ein Geheimtipp. Wie lange noch?
Die temporären Bauten werden sukzessive abgebaut und bekommen teilweise eine neue Bestimmung. Schade eigentlich, denn es war sehr schön die Stadt auch von einer anderen Perspektive zu sehen. Nur, blieben die Bauten, dann wäre der Blick auf die Stadt wieder normal.

Remineszenz:

linz--065 dialektstraßenbahn15
Die Dialektstraßenbahn habe ich genial gefunden. Wäre auch etwas für Wien!

rilke-019 donau-064
Dass Rilke in Linz eine zeitlang verweilte, war mir neu. Und die schöne „Blaue Donau“, mit einem Anflug von Blau.

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Was da in dem schönen Haus untergebracht ist, weiß ich jetzt nicht mehr. Bücherei? Es ist der powertower!

höhenrausch-068 linzerrad-085
Höhenrausch! Super Idee, die Stadt aus einem anderen Blickwinkel betrachten zu können.

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Das Linzer Riesenrad gibt es noch bis Ende Oktober, dann wird es abgebaut.

linzerrad-097 klangregen-115
Klangregen! Hier steht man Schlange, damit man bei Sonnenschein im Regen steht und Musik hört, die über die Wassertropfen übertragen werden.

herbert-126 bahnente-135
Ahoi Herbert hat mich nicht so vom Hocker gerissen, dafür die Architektur des Lentos Museums. Die Ente hat ein Entengeschenk von weltbeobachterin bekommen. Danke!

Ellja gibt für Linz folgende Tipps:

Meine Tipps für Deinen nächsten Linz-Besuch, was futtern und so anbelangt: NIU (kennst eh schon), Bombay Palace (kennst vielleicht auch schon), Lentos-Cafe (draußen wie drinnen, Frühstücken traumhaft), Cafe Meier (auch immer noch bewährt, Ingwer-Heißgetränk super Tipp), Gelbes Krokodil (Klassiker mit guter Küche, gleich beim OK-Platz, Moviemento-Kino)

Oktober 14, 2009

Recommandiert bitte!

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Alle heiligen Zeiten einmal, gebe ich einen Brief eingeschrieben auf. Meistens wenn man dem Empfänger drohen will: Nimm diesen eingeschriebenen Fedehandschuh, oder ich geh zum Konsumentenschutz!

Und wenn die Ente ganz selten zur Post stiefelt und diesen Brief dann aufgibt, provoziert liebäugelt sie mit alten Wiener Ausdrücken. Dann knall ich in diesen seltenen Fällen nach freundlichem Gruße den abzusendenden Brief aufs Pult, sage lapidar „recommandiert“ und halte Augenkontakt. (Versteht er’s oder versteht er’s nicht.)
Die Post ist geschult und weiß, mit schrulligen Alten umzugehen.
„Wo haben Sie bittschön die Einschreiber-Zetteln?“, frag’ ich. Vor ein paar Monaten habe ich mit einem Postler eifrig diskutiert, wie sinnlos diese extra Zetteln sind, man kann das doch datenverarbeiten. Entweder hat hinter mir ein Denker der Post gelauscht, oder der Mitarbeiter, hat dies als Idee des Monats verkauft. Auf jeden Fall:
„Die gibts nicht mehr!“
Heureka und „Nein“, schrei ich halblaut heraus, „diese umständlichen Zetteln wurden endlich abgeschafft, ich fass es nicht. Was für eine Erleichterung!“
„Dafür müssen wir jetzt mehr arbeiten“, meint der Postler und ich verbeiße mir einen Lachkrampf.
„Na, eine Postleitzahl müssen sie vermutlich eingeben“, antworte ich süffisant und werde aber in den nächsten Minuten (!) eines besseren belehrt.
Und schon beginnt das Prozedere.
„Eingschrieben“ heißt, wie wild am Touchscreen hinzutappsen. Das schaut immer so aus, als würden diese Bildschirme keine Butterbrotfinger wollen. Da tappst der Postler mit so einer Wucht auf den Bildschirm, dass dieser bedrohlich gegen die Kundschaft wackelt. Aber nicht umfällt! Sonst müsste nämlich die Kundschaft einen recommandierten Brief an die Post schicken, was freilich spaßig wäre, aber schon fast ins Groteske ginge.
„Halt“ sage ich und krame umständlich in meiner Geldbörse.
„Ich hab da nämlich eine Briefmarke, die ich nicht und nicht anbringe.“ Gemeint ist, ich schreibe nur mehr Email. :)
Klatsche eine 1,25 Euro Briefmarke auf den Tisch und denke mir, der Rest ist Trinkgeld.
Von Nichten und Tanten!
Ein eingeschriebener Brief kostet mittlerweile eine Lawine: Sage und schreibe zwei Euro fünfundsechzig.
Da haut’ s die Kundschaft fasst am Scheißer, weil das knapp am Briefinhalt = Klagswert liegt.
Großer Seufzer von Seiten der Post!
Jetzt muss die Post rechnen!
Holt einen Taschenrechner raus und ermittelt die Differenz.
1.40 sag ich leise, obwohl ich in der Volksschule nie Rechenkaiser war (was hab ich mich da immer gegiftet!)
„Richtig!“ (Nach erfolgter Korrektur des Textes überlege ich gerade, ob ich 1,40 gesagt habe, oder hat mir der Postler falsch rausgegeben hat? Ich denke gerade intensiv nach, dass hier ein Fehler vorliegen muss. Hab ich 1,40, 1,60 oder gar 1,85 gezahlt – Mist nicht aufgepasst.)
Und jetzt geht es weiter!
Der Bildschirm wackelt wieder bedrohlich.
In der Zwischenzeit rattern zweierlei Drucker in intimer Hüfthöhe.
Der Postler holt einen Kleber „Klatsch“ – das ist die Ersatzdifferenzbriefmarke, die genau so viel kostet, als hätt ich eine Bilderbriefmarke gekauft = klassische Briefmarke. Frechheit! Geprellt! Ich will gemalte Briefmarken auf meiner Post.
Es rattert weiter.
Ein mittelgroßer gelboranger Sticker mit einem R veranschaulicht sehschwachen Postbediensteten, es handelt sich hier um eine eingeschriebene Briefsendung. Damit der Brief nicht die Stecknadel im Heuhaufen wird, auf Papier in Leuchtfarbe gedruckt. Ganz witziges Styling irgendwie. Flashig aber farblich passend zur Briefmarke!
Es rattert weiter.
Mittlerweile ist es schon eng auf dem Kuvert (siehe Skizze).
Der Postler holt einen schönen langen Streifen aus dem Intimbereich und misst, wo der auf dem kleinen Kuvert noch hinpasst.
Die Ente hat nämlich noch ein vergammeltes C6 Kuvert in ihrer Schublade gefunden, weil sie eben nur mehr mailt.
Ein Fleckerl hat der Postbedienstete noch gefunden.
Erfolgsmoment!
Das Kuvert schaut mittlerweile aus, wie unterhalb skizziert und hat durch die vielen Zusatzkleber vermutlich um die Hälfte mehr Gewicht, als die ursprüngliche Briefsendung ausgemacht hätte. Erinnert ein wenig an ein Stickeralbum einer 13-Jährigen. Die Pferdepickerln fehlen nur noch.
Leider kann man eingeschriebene, frankierte Briefe nicht mehr zu Hause scannen, daher die Zeichnung.

post

Schaun wir uns die Briefcollage gemeinsam an – der Postler und ich.
„Wieso sind denn da zwei Reco-Pickerln?“ Ich mag es gerne wenn man auch im „real life“ interaktiv web2.0 agiert.
„Ja,“ sagt der Postler, „weil das eine Pickerl kann der Computer nicht lesen und deswegen braucht mein ein zweites.“
„Aha!“ Sag ich immer, wenn ich etwas nicht verstehe.
„Warum druckt man das Pickerl nicht so aus, damit der Computer es lesen kann?“ denke und frage ich zeitgleich. ;-)
„Weil der Computer das (zeigt auf das Große, ich dachte, er kann das Gelbe nicht lesen) nicht lesen kann.“
Ok, ich erkenne, es hat wenig Sinn mit der Post zu diskutieren.
Bezahle meinen Differenzbetrag und hoffe auf rasche Zustellung.
In dem Schreiben ist eine Frist mit nächstem Dienstag gesetzt.
Ich weiß, das kann knapp werden, aber ich will es wissen.

September 22, 2009

Der Weg ist das Ziel

Gespeichert unter: befindlichkeiten, ente on tour — entegutallesgut @ 10:34
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Auf meinem Heimweg fahre ich manchmal in Gedanken versunken. Vielleicht nicht manchmal sondern immer abwesend?

Da gibt es eine Bahnunterführung. Da stehe ich und warte an der Ampel. Sie ist immer rot. So sind die Ampeln in Wien geschalten. Können wir bei einer Ampel fahren, stehen wir an der nächsten. stop and go. green and red.
Dann fahre ich los und biege gleich nach rechts ab. Ein bissl unscharf, hatschert rechts.
Das Auto holpert und poltert. Bewegt sich wie auf einer Achterbahn, verwindet sich um seine Mitte.
Dann tuckert es wieder gleichmäßig.
Zeit, um sich umzublicken.
Und jedes Mal schaue ich in den Rückspiegel, weil ich mir unsicher bin, ob ich jetzt nicht über den Bauch eines Riesen gefahren bin.
Falls das einmal passieren sollte, ist gleich rechts genügend Platz, um das Auto abzustellen. Aber reicht das Verbandszeugs in meiner Autoapotheke um den Bauch eines Riesen zu verarzten?

Es waren nur tiefe Fahrspurrinnen unzähliger LKWs, die meinen Weg querten.

Und dann kommt die Tankstelle. Tankt man wirklich Montag abends am billigsten?

August 10, 2009

In einem stillen Eckerl …

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heuriger4Die Touristen werden in Autobussen scharenweise nach Grinzing zu „Original Wiener Heurigen“ gekarrt, wo kein Wiener mehr hingeht. Eigenartiger Weise fällt das den Touristen kaum mehr auf, dass nur ihresgleichen aus aller Herren Länder dort sitzt.
Warum kein Wiener mehr nach Grinzing hingeht? Weil es mit einem Heurigen nichts mehr zu tun hat, denn die Urwiener Institution wurde dort, wo der Wein so besungen wird und wurde, komplett kommerzialisiert. Wo es früher üblich war, dass Musiker (zumeist Autodidakten) von Tisch zu Tisch gingen und beim Heurigengast Wienerlieder vortrugen (kein Heurigenmusiker sieht sich als Sänger), sitzen jetzt Importmusiker aus dem nahen Grenzland in Grinzinger Weinrestaurants und spielen auf Bestellung, was sich der Tourist in guter weinseliger Laune so wünscht und wozu es sich gut schunkeln lässt: „Warum ist es am Rhein so schön?“(als budapester Weise) oder Auszüge aus der Kleinen Nachtmusik (mit böhmischem Taktgefühl) für die japanischen Schnellsiedetouristen (See and feel Europe in 5 days).
Wehe, wer als Geheimtipp des Wiener Heurigens, Neustift angibt, auch von dort sind die Bilder nicht, obwohl Neustift erträglicher als Grinzing ist.

Moser Remake

Woran ich mich noch erinnern kann:
Dass man sich sonntags beim Heurigen getroffen hat, weil man damals noch kein Haus in Klosterneuburg oder Baden hatte. Damals war es noch chic genug in der Stadt zu wohnen und lufthungrig den Heurigen aufzusuchen.
Damals hat der Heurigenwirt nur kalten Aufschnitt, hartgekochte Eier und einen Liptauer angeboten. Und natürlich Wein: Grüner Veltliner, Gemischter Satz (wieder sehr modern), an „Alten“ (Weißwein aus dem Vorjahr) und eine Sorte Rotwein. Für Kinder das Zitronenkracherl in der Bügelflasche und das Sodawasser aus der Syphonflasche (jetzt wieder modern). Der Wein wurde in einem Glas mit einem „Hengl“ ausgeschenkt. Kein Bier, kein Kaffee, keine Erdbeerbowle.
Wer Warmes wollte, hat Gebackene Schnitzeln (vom Schwein, gab es damals schon Truthahn?), Fleischlaberln und an Erdapflsalat im Gurkenglasl mitgenommen. Dazuwischen kullerten in der Blechbox (Tupperware war damals noch in Amerika) irgendwo Paradeiser (noch die in ganz normaler Größe und Farbe) und Radieschen, eingebettet zwischen zwei Schneidbrettln und einer rotkarierten Serviette.
Teller und Besteck hat der Heurigenwirt gerne zur Verfügung gestellt.
Ich weiß nicht, welche Augen ein Heurigenwirt heutzutage machen würde, tät man sich die Verpflegung mitnehmen und noch dazu die Impertinenz haben, um Geschirr zu bitten um mitgebrachtes Essen zu verzehren.
Kennt jemand einen Heurigen in Wien, wo man das noch darf?

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August 2, 2009

Spitzer Marillenkirtag

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Rückschau …

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Jetzt wo ich bei katha lese, die Marillenzeit ist so gut wie vorbei. Rücke ich noch schnell mit ein paar Eindrücken raus, die ich auf meiner Fahrt ins Mohndorf Armschlag gemacht habe.
Man kann den Weg ins Waldviertel nämlich auch sehr gemütlich und beschaulich über die Wachau anlegen. Da fährt man entlang der Donau und wundert sich, warum in Wien das kleine Bacherl so besungen wird, wo in der Wachau die Donau wirklich erst ein Strom ist.

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Im Juli, wenn die Hochzeit der Marille besteht, dann feiert man in der Wachau nicht den Wein, sondern die Marille. Der spitze Korb ist übrigens ein eigener Marillenkorb, worin die geernteten Marillen unbeschadet transportiert werden können.
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Und die Spitzer veranstalten sogar einen eigenen Marillenkirtag.
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Da dreht sich alles um die Marille. Man schiebt und drängt sich auf eine sehr amikale und gemütliche Art und Weise durch den Ort und bleibt alle Meter stehen, um da und dort zu naschen.
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Besonders orginell fand ich den Marillenautomaten. Die Holzhütte ist witzig bemalt, hat einen Geldeinwurf und eine Warenausgabe, hinter der eine sehr lange Schlange auf die runde Teigkugel mit Marille wartet. Wenn man Automat mit Schnelligkeit verbindet, dann hat man sich getäuscht. So kreiste ich ganz neugierig um die Holzhütte herum und konnte einen kurzen Blick in die Langsamkeit der automatisierten Knödelwerkstatt machen. Drinnen standen zwei Frauen, die die köstlichen Marillenknödel von Hand zubereiteten und nach Geldeinwurf heiß dampfend durch die Warenausgabe schoben. Das dauert eben seine Zeit und so wartet die Schlange geduldig, bis endlich deren Marillenzeit gekommen ist.
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Juli 20, 2009

Ich liiiiebe Mohn I

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Und daher ist es verständlich wenn ich einen Aus“flug“ nach Armschlag, ins weite Waldviertel mache. Grenzüberschreitung ins tiefste Niederösterreich ohne weiterer Ausweispflicht notwendig. Schöne An- und Rückfahrt über die Wachau (folgt) und schließlich eingetaucht in die Opium-Welt der Waldviertler.
Armschlag bezeichnet sich als Mohndorf. Und tatsächlich auf Schritt und Tritt begegnet dem Besucher der namensgebende Mohn – auf T-Shirts, auf Tischtüchern, auf Papptellern in Form von saftigen Mohnkuchenstücken, …
Die Mohnfelder, die am gestrigen Sonntag in voller Blüte stehen sollten, sind leider schon teilweise verblüht. Auch wenn dieses satte Mohnblumenrot nicht mehr leuchtet, haben die Felder ihren besonderen Reiz.
Rudi Mohnblume führt mit seinem alten Steyr-Traktor die gehmaroden und unwilligen zu den Mohnfeldern.
Wie ein Mohnzuzel aussieht, den man Kindern früher gegeben hat, damit sie sich auch schön ruhig verhalten haben, weiß ich jetzt auch. Wer spricht da noch von der guten alten Zeit?
Ente Mohnblume hat sich zwei Säckchen gequetschten (nicht gemahlenen – die Städter haben keine Ahnung!) Mohn mitgenommen und freut sich schon auf die Verwirklichung meiner Mohnrezepte. :-) (Kann man Mohn auch rauchen? :-D )

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Juli 18, 2009

D’Schui stagln

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Rollen wir die Ente von hinten auf.
Wenn ich auch äußerst wenig Zeit hatte, war doch für das eine wenige Zeit da.
So war ich am Donnerstag im MQ und lauschte dem Auftakt von O-Töne.

Ernst Molden schon seit längster Zeit als „der“ Shooting-Star der Wiener Szene gehypt, hat wirklich genau das gehalten, wovon die anderen sprachen.
Gemeinsam mit Willi Resetarits stellte er seine neue CD „Ohne di“ vor. Nach und nach holte er seine Bandmitglieder auf die Bühne. Super! Es wurde zum Hör- und Schauspiel der Extraklasse.
Ganz ehrlich, die CD ist gegen den Live-Act fast enttäuschend aber noch immer saugut!

Im Falter wurde darüber philosophiert ab welchem Alter man sich wieder eines Dialekts besinnt. Dabei kam auch zutage, dass innerhalb Wiens unterschiedliche Ausdrücke für ein und dieselbe Sache kursieren. Schule schwänzen, da sagt man entweder „stagln“, oder „stangeln“. Ich kann mich schon erinnern, als ich, die eine Großmeisterin im Schule schwänzen war (ich hatte in der Klasse die meisten Fehlstunden, eine meiner größten Leistungen während meiner Schulkarriere) sagte, ich „tu Schulstagln“, da wurde ich ausgelacht. „Man sagt doch stangeln“. Jetzt Lichtjahre danach wurde mir endlich schwarz auf weiß Recht gegeben. Irgendwann einmal schlägt die Gerechtigkeit und Wahrheit voll zu. :-D (ich liebe diese Smilies!)

Jetzt grufteln die Bilder schon so lange da herum …
Eigentlich wollte ich ein wenig Werbung für dei CD „ohne di“ von Ernst Molden machen, aber ich kann da kein mp3 hochladen – ärgerlich. Daher ist der Blogeintrag nicht sonderlich aktuell. Seht darüber hinweg ihr edlen Leser und Nichtleser.

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Jeden Donnerstag o-töne im MQ vom 9.7. bis 27.8.

Juni 12, 2009

Linz, ich komme

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Und ich komme mit der Bahn … ich will es wissen!

linz

Juni 8, 2009

Ente fliegt – Bilderbuch

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