Entegutallesgut

Oktober 29, 2009

Knochenmann

Gespeichert unter: Ent(e)deckt — entegutallesgut @ 10:50
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Gestern im Patschenkino gesehen und für genial empfunden!
In letzter Zeit habe ich richtig Glück mit den Filmen, die ich mir ansehe. Ich werde nämlich sehr ungehalten, wenn ich mir flache, langweilige Filme ansehen muss.

Der Knochenmann hat Spaß gemacht!
Super Kameraführung – Hinaus aus Wien nach (n)irgendwo. Beim Löschenkohl, vermutlich einziges Gasthaus der Umgebung. Die Bilder vermitteln Spießigkeit pur. Das Grenzgebiet verleitet zur Prostitution und ein alternder Wirt verfällt dieser Versuchung.

Super Sprachwitz – wir sprechen österreichisch! Bis auf den Wirt, Darsteller Josef Bierbichler, wo das Bayrische nicht in die Gegend gehört, die Rolle ihm aber maßgeschneidert auf den Leib passt.

Schwarzer Humor pur! Und zwar gerade dort, wo es recht grauslich zugeht. Da halte ich mir gerne die Augen zu. Und dann hört man zu einer Szene, die man gar nicht sehen mag, den kaltschnäuzigen Witz dazu. Da wird ein im Handschuhfach gelagerter, abgetrennter Finger aus einem Mini Cabrio geworfen, weil Brenner (Josef Hader) sich für einen Finger entscheiden muss. Den eigenen oder den fremden aus dem Gulli gefischten. Vorher hat man noch überlegt, den Finger im Schrebergarten bei den fünf toten Katzen einer guten Freundin zu beerdigen. Zu viel Aufwand, weg damit!
Der Finger – Brenner’s eigener – hätte eigentlich in Mistelbach (Krankenhaus) angenäht werden müssen. Da aber dort nur Fleischhacker (ugs. für brutale Chirurgen, der Finger wurde von einem Fleischhacker abgetrennt) arbeiten, fährt man im Winter, im Mini mit kaputtem, offenen Verdeck ins vertrauenswürdige Unfallkrankenhaus Meidling und verpasst auf der Tangente die richtige Abfahrt.

Sehr herbe Gefühlswelt. Da spielt schon Liebe mit, aber keinesfalls romantisch und unsagbar witzig! Ich sag nur Horvath, der Künstler mit dem Leasingfahrzeug, weswegen die Wiener die heilige Ruhe im Löschenkohl störten. Man mag Wiener außerhalb Wiens nämlich nicht, kann aber super mit dieser Hassliebe spielen (Originaltrailer!!).

Warum es auf der Homepage ein Backhendlrezept gibt? Weil die Schwiegertochter tagein tagaus mit einem großen Fleischmesser, Hendl zerteilt und lieblos daraus die besten Backhendln (mit Haut bäääh) der Gegend macht. Der oben erwähnte Finger vom Brenner hat sich übrigens in der Panierlade gefunden.

Warum Knochenmann? Weil der Wirt die Knochen, alle Knochen!, zu Knochenmehl verarbeitet und in die Hendlfarm bringt -> ökologischer Kreislauf. Das macht er vornehmlich in der Nacht. Die Vibrationen der Maschine ziehen sich bis in den letzten Winkel jedes Gästezimmers und verursachen dadurch Schlaflosigkeit bei den Gästen.

Der Wirt kocht aber auch gutes Gulasch für das Faschingsfest. Brenner meint, das Fleisch ist so zart, seines wird immer so „zach“. Das erinnert dann ein wenig an Rocky Horror Picture Show und Eddie. Ein Gulasch so wie hier, da weiß der Koch auch nicht, welches Fleisch er aus dem Tiefkühler nimmt. :-D

Was ich vergessen habe: Es verschwinden und sterben Leute, die dann doch leben, aber die Geschichte in Gang bringen, weil man die Mitwisser aus dem Weg schafffen will. Und was dabei gut ist, die die wirklich sterben sind alles sehr, sehr böse Menschen. :-) Eine saubere Geschichte!

September 26, 2009

Knofl

Gespeichert unter: Ent(e)deckt, küchenente — entegutallesgut @ 8:40
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Ist mir das schon letzte Woche beim Hoferischen Lebensmittelschleuderer aufgefallen, wo die Ente Katzenfutter kauft.
Knoblauch aus China!
Denk ich mir, diese Heuchler, propagieren österreichische Ware und dann verkaufen Sie Chinesenknofl.

War die Ente heute beim Supermarkt, der durch den Namen den Eindruck hinterlässt, man spart etwas. Will sie, muss sie Knoblauch kaufen! Und tatsächlich werde ich fündig: drei Sorten Knofel. Alle aus China.

Denk ich mir, sind die schon komplett deppert, den Knoblauch aus China zu importieren? Wenn man nämlich im Frühjahr oder Herbst eine Knoblauchzehe in die Erde stopft, dann hat man ein halbes Jahr später, ein ganzes Knoflhappel zu ernten. Ich werde mir Knoblauch im Tontopf ziehen …

Und wieso importieren wir den dann aus China, wenn der überall und so einfach wächst? Muss ich bei LGV nachfragen! Das will ich wissen!

Frischen Knoblauch in Scheiben geschnitten, abgebraten und dann auf ein Stückchen Schwarzbrot legen. Herrlich!
Tipp: An diesem Tag kein Date ausmachen. ;-)

knofe

Weiterbildung im Wienerischen: Wenn jemand etwas „verknofelt“, dann meint man damit, etwas regelrecht heraufzubeschwören.

September 23, 2009

Sie kaufen sich eine Oscar Nominierung

Gespeichert unter: Ent(e)deckt, befindlichkeiten — entegutallesgut @ 8:59

Wann kann man einen Film für den Oscar nominieren?
Wusste ich auch nicht:
Drehbuchautor, Produzent und Regisseur – wenn zwei von drei Kriterien von einem Land erfüllt werden, dann darf das Land den Film für den Oscar nominieren. Österreich erfüllt drei Kriterien, Deutschland eine – sie haben das Börserl gezückt.
Was macht der große Bruder?
Er hat die Cash und setzt sich über Regeln hinweg. Deutschland wird „Das weiße Band“ von Michael Haneke (A) für den Oscar nominieren.
Die Ehre bleibt uns. Wie so oft. Und macht den deutschen Bruder nicht sympathischer.

Die Österreich-Premiere fand in den ehrwürdigen Hallen des Parlaments in Wien statt. Und weil man nicht zu den oberen Tausend zählt, sieht man/ente nur im TV wie die Reaktion der Zuseher war. Zunehmends betroffen, nachdenklich und still. Was nicht heißen muss, dass der Film schlecht ist, ganz im Gegenteil für meine Begriffe. Er wird aber, weil er keinen schlechten Humor aufweist, wo sich jeder auf die Schenkeln prackt, leider kein Kassenrenner werden. Auch ein österreichisches Schicksal zu qualitätsbewusst zu sein.

Ab morgen bei uns im Kino!

Juli 20, 2009

Ich liiiiebe Mohn I

Gespeichert unter: Ent(e)deckt, ente on tour — entegutallesgut @ 10:49
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Und daher ist es verständlich wenn ich einen Aus“flug“ nach Armschlag, ins weite Waldviertel mache. Grenzüberschreitung ins tiefste Niederösterreich ohne weiterer Ausweispflicht notwendig. Schöne An- und Rückfahrt über die Wachau (folgt) und schließlich eingetaucht in die Opium-Welt der Waldviertler.
Armschlag bezeichnet sich als Mohndorf. Und tatsächlich auf Schritt und Tritt begegnet dem Besucher der namensgebende Mohn – auf T-Shirts, auf Tischtüchern, auf Papptellern in Form von saftigen Mohnkuchenstücken, …
Die Mohnfelder, die am gestrigen Sonntag in voller Blüte stehen sollten, sind leider schon teilweise verblüht. Auch wenn dieses satte Mohnblumenrot nicht mehr leuchtet, haben die Felder ihren besonderen Reiz.
Rudi Mohnblume führt mit seinem alten Steyr-Traktor die gehmaroden und unwilligen zu den Mohnfeldern.
Wie ein Mohnzuzel aussieht, den man Kindern früher gegeben hat, damit sie sich auch schön ruhig verhalten haben, weiß ich jetzt auch. Wer spricht da noch von der guten alten Zeit?
Ente Mohnblume hat sich zwei Säckchen gequetschten (nicht gemahlenen – die Städter haben keine Ahnung!) Mohn mitgenommen und freut sich schon auf die Verwirklichung meiner Mohnrezepte. :-) (Kann man Mohn auch rauchen? :-D )

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Juni 18, 2009

Medienrecht

Gespeichert unter: Ent(e)deckt — entegutallesgut @ 8:13

Gestern habe ich einen ganzen Tag Medienrecht genossen.
Ich tu mir bei juristischem Zeugs unheimlich schwer. Weil auch Juristen so elends umständlich sind. Die sind so langatmig in ihren Ausführungen, das habe ich schon drei Mal verstanden und er erklärt noch immer jede Kleinigkeit, was sein könnte wenn. Für diese Ausführlichkeit habe ich dann Verständnis, wenn man in einem laufenden Verfahren ist. Dann muss detailgenau alles betrachtet werden, um sich möglichst schadlos halten zu können. Wenn es aber darum geht, was ich darf, was nicht und was unabdingbar verpflichtend ist, dann kann ich das zack-zack-zack sagen, andiskutieren und z-u-e-i-n-e-m-E-n-d-e-k-o-m-m-e-n-A-m-e-n!

Da biete ich an, diese Informationen gebündelt weiterzugeben. Anscheinend gibt es bereits auch in Österreich Rechtsanwälte, die sich darauf spezialisieren, Übertretungen auszukundschaften und anzuklagen.

In der Kürze liegt die Ente:
Da unter anderem auch WeBlogs zur Sprache kamen und erklärte wurde, wie da das Medienrecht angewandt wird, möchte ich dies gerne weitergeben.
Leute ich sag’s euch: Macht lieber einen Katzenblog, als sich über irgendetwas zu alterieren, oder dezidiert seine Meinung zu äußern. Man kann damit in die Bretouille kommen.

Warum?
Egal, wo der Weblog gehostet wird, ist der Blogbetreiber der Medieninhaber und somit voll haftbar für alle Inhalte. Es kommt sogar so weit, dass der Blogbetreiber auch für die veröffentlichten Kommentare haftbar gemacht werden kann.
Und weil ein Blogbetreiber auch Medieninhaber ist, unterliegt er laut Mediengesetz der Impressums- und Offenlegungspflicht, sowie dem E-Commerce-Gesetz.

Es fängt einmal so an, dass jeder (Privat)Blog ein Impressum braucht. Gut, das wissen die meisten von uns und übersehen es „unabsichtlich“ (so wie ich). Das Impressum muss den vollen Namen des Blogbesitzers beinhalten (keinen Nick), den Wohnsitz (Ort) und eine Email-Adresse zur Kontaktaufnahme. Lieber ein unvollständiges Impressum als gar keines. Wird der Blog rein privat genutzt, dann hat es sich mit diesen Angaben. Ein fehlendes Impressum kann zu einer Verwaltungsstrafe von 2.180,- führen.

Liegt die Nutzung im kommerziellen Bereich (Werbebanner mit Einkünften, Verlinkung zu amazon, Verkauf oder Werbung für Dienstleistungen, etc.) dann muss das Impressum erweitert betrachtet werden, weil der Blog dann dem e-commerce Gesetz unterliegt.
Dafür sind laut §5 ECG folgende Pflichtangaben zu leisten:
- seinen Namen oder seine Firma;
- die geografische Anschrift, unter der er niedergelassen ist;
- Angaben, auf Grund deren die Nutzer mit ihm rasch und unmittelbar in Verbindung treten können, einschließlich seiner elektronischen Postadresse;
- sofern vorhanden, die Firmenbuchnummer und das Firmenbuchgericht;
- soweit die Tätigkeit einer behördlichen Aufsicht unterliegt, die für ihn zuständige Aufsichtsbehörde;
- bei einem Diensteanbieter, der gewerbe- oder berufsrechtlichen Vorschriften unterliegt, die Kammer, den Berufsverband oder eine ähnliche Einrichtung, der er angehört, die Berufsbezeichnung und den – -Mitgliedstaat, in dem diese verliehen worden ist, sowie einen Hinweis auf die anwendbaren gewerbe- oder berufsrechtlichen Vorschriften und den Zugang zu diesen;
- sofern vorhanden, die Umsatzsteuer-Identifikationsnummer.

Und wofür haben wir eine EU? Weil das Medienrecht zum Beispiel in Deutschland ein anderes ist als hier. Daher gelten diese Infos nur für österr. Blogger.

Juni 14, 2009

Wörter, die die Welt nicht braucht „Nerd“

Gespeichert unter: Ent(e)deckt — entegutallesgut @ 10:17
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Als ich letztens nach Linz lustwandelte (Bericht folgt), las ich gleich drei Mal hintereinander das Wort „Nerd“in einer mitgebrachten Zeitung. Kurz danach stand da in der gleichen Zeitschrift die berechtigte Kritik eines Leserbriefschreibers an Frau Andrea geschrieben, dass man neuerdings in Ö „das“ Teil sagt, wo wir eigentlich mit „der“ großgezogen wurden. – Windmühlen, ich sag euch Windmühlen! – und nicke heftig!

Nerd ist irgendwie selbsterklärend. Ob man die genaue Bedeutung von „Nerd“ nun weiß oder nicht, es fehlt nicht wirklich im Satz.
Wer neugierig und wissbegierig ist (wie ich und es gleich wieder vergessen will), schaut bei wikipedia nach. Da weiß man nämlich auch nicht genau, was ein Nerd ist. Hauptsach, wir haben einmal im Leben Nerd geschrieben und gesagt. Morgen werde ich es vor versammelter Manschaft sagen und alle werden denken, die Ente ist jetzt komplett plem plem. Tja, Nerd eben.

Juni 10, 2009

Sind wir noch beziehungsfähig?

Gespeichert unter: Ent(e)deckt — entegutallesgut @ 10:53
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Die Scheidungsraten steigen eklatant. Ich bin noch an der Recherche, um zu überprüfen, inwiefern sich der Wille zur Ehe zum Positiven oder Negativen verändert hat.

In Österreich wird jede 2. Ehe geschieden.
In Wien ist der Scheidungswille besonders ausgeprägt, denn da liegt die Scheidungsrate bei 65,86 %. Was angesichts des niedrigsten Vergleichswertes von Tirol mit 37,55 % ein eklatanter Unterschied ist. Was sind wir doch für böse Besen hier in der Hauptstadt.

Die Zeit, wann die meisten Scheidungsklagen eingereicht wurden, ist März. Da ist dann der Zeitpunkt erreicht, wo über den Winter das Fass zum Überlaufen gebracht wurde.

Durchschnittlich hält eine Ehe 9 Jahre, was ich wiederum als Durchschnittswert doch relativ hoch betrachte. Denn 8,1% der Ehen werden innerhalb der ersten zwei Jahre geschieden. Da frag ich mich, haben die nicht lange genug Zeit gehabt, davor zu üben?

Ein Drittel der Ehescheidungen erfolgt bei etwa 5 Jahren, und mehr als die Hälfte dann zwischen 5 und 25 Jahren. 2006 haben sich 11 Ehepaare nach der Goldenen Hochzeit, also 50 Ehejahren entschieden, sich voneinander zu trennen. Das ist in gewisser Hinsicht schon wieder „thrilling“.

Nun sind wir alle emanzipierter geworden.
Bei hoher Emanzipation, ist die Tendenz sich unterordnen zu wollen relativ gering.
Sind es die Frauen, die sich vermehrt wehren, weil sie nicht mehr unter dem Joch der Ehe(s partners) stehen wollen?
Oder sind es die Männer, die nicht immer die Beschützer, Erhalter und alleinigen Herrscher der Familie sein wollen?
Warum wollen wir nicht mehr in ewiger Treue und Zweisamkeit leben? Warum glauben wir, es kann besser gehen, als es bisher war?

Sind Frauen zu stark, oder Männer zu schwach geworden?

In Folge werden Eheschließungen weniger. In den 80er Jahren waren es noch durchschnittlich 45.000 Bünde für’s Leben. Sind es 2008 nur mehr 35.223, also um 22% weniger (hoffentlich richtig gerechnet …). Und am meisten wird in Wien geheiratet, genau da, wo die Scheidungsrate am höchsten ist. Ja, und 18% der Ehen sind aus gemischten Nationen, wo ein Partner nicht aus Österreich kommt.

Ist vielleicht langweilig, hat mich aber heut beschäftigt. Manchmal tut es Not, Statistiken zu wälzen, um die wahre Tragweite der Tragödie zu erkennen.

Gute Nacht!
Natürlich keine Zahlen ohne Wasser und Quelle.

Juni 4, 2009

Ente fliegt

Gespeichert unter: Die Welt, Ent(e)deckt, ente on tour — entegutallesgut @ 6:00
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Man bemerkte es bereits, ich komme kaum zum Bloggen, was mir ehrlich gestanden sehr leid tut. Nebst meiner Ausbildung, die ich gerade abgeschlossen habe und nächste Woche schon wieder eine ähnlich zeitintensive Neue wieder beginnen werde, habe ich noch kleine Nebenbeschäftigungen, die unheimlich viel Zeit kosten. Zwischendurch probiert die Ente, ob sie auch noch wegfliegen kann.

Nach sehr, sehr langer Überredungskunst besuchte ich nun endlich einmal Alibaba ohne 40 Räuber. Ich habe mir einmal vorgenommen, die komplette Welt zu bereisen. Wünschen darf man sich das ja, auch wenn es ökologisch nicht sehr vertretbar ist. Viele, viele entfernte und auch nahe Länder stehen ganz oben auf meiner Prioritätenliste und ebensoviele muss ich nochmals sehen, weil’s dort so schön ist.
Ziemlich weit hinten, eigentlich an letzter Stelle stand Dubai. Und deswegen habe ich mich immer erfolgreich davor drücken können, dieses Land zu bereisen. Vergangenheit, denn jetzt ist es abgehakt, weil gesehen.
Meine Gefühle sind gemischt. Nicht alles wirkte so auf mich, wie ich es mir durch Erzählungen vorgestellt habe. Wem Manhatten gefällt, nur ein bisserl heißer, dem gefällt Dubai auch.

Beschreibe Dubai:
Kräne, Hochhäuser, Shopping Malls, Verkehrsstaus, arabisches Essen, Shishas, Geld, Geld, Geld, Russen, keine Kulturveranstaltungen, Luftfeuchtigkeit, keine Polizei, keine Kriminalität …

granadaWarum ich es nie sehen wollte, ist schnell erzählt. Ich mag keine künstlich aufgebauten Städte, mit keinerlei Geschichte und Charme. Meine Städte müssen verplant, winkelig und heimelig sein, Daher mag ich auch Las Vegas, Singapur und Dubai nicht. Wenn man bedenkt, dass der älteste Stadtkern letztgenannter Stadt 40 Jahre alt ist, dann kann man sich ungefähr vorstellen, wie es dort aussieht.

Ein Drittel aller Kräne, die es auf der Welt gibt, stehen in Dubai. Daher ist die Stadt für mich am schönsten in der Nacht, denn da sieht man die Kräne nicht und die Hochhäuser blitzen wie Sterne am Himmel.

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Autos
Ich habe noch nie so viele Ferraris, Hummers, Porsches, etc auf der Straße fahren gesehen, wie dort. Es ist unglaublich, wie viel Geld dort auf der Straße fährt bzw. im Stau steht. In der Nacht, wenn die Straßen frei sind, dann geben sich die „locals“ ein Heizerl. Die steigen in die Pedalerie und verbrauchen so viel Sprit, wie wir in Wochen energiesparenden Fahrens verbrauchen. 1 Gallone (= 3,8 Liter) Benzin kostet ca. 1 Euro – who cares?

Öffis
stationEin paar wenige fahren mit öffentlichen Verkehrsmitteln und sitzen in klimatisierten Wartehäuschen (die übrigens eine österr. Firma geliefert hat). Am 9.9.2009 um 9 Uhr soll die Metro eröffnet werden. Da man den indischen Gastarbeitern vermutlich nicht zutraut einen Zug zu bedienen, wird die Metro vollautomatisch von Computern gefahren. Frequenz 2-3 Minuten. Fassungsvermögen 450 Passagiere. Erwartete Verkehrsberuhigung: 17%. Fahrtkosten stehen noch nicht fest, sie wissen nur, die Monorail auf die Palme mit 25 Dhs ist zu teuer, damit fährt keiner.
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„shop till you drop“
Die Lieblingsbetätigung eines Arabers ist shoppen. Dafür haben sie sich ein eigenes Fest geschaffen, das Dubai Festival for shopping. Da kommen sie von nah und fern um einzukaufen. Die größte Shopping Mall ist „The Mall of the Emirates“ mit allen Geschäften die es auf der ganzen Welt gibt (bis auf einen Abercrombie & Fitch – leider ….) und da kommt man sich mit seinem schmalen Börserl wie ein armes Würsterl vor. Damit man sich ungefähr vorstellen kann, wie groß die Mall ist, es wurden für die Kunden 8.500 Parkplätze geschaffen, die am Wochenende knall voll sind. Es gibt noch viele andere Malls, falls einem fad wird, kann man auch einen Ortswechsel machen. Ins Theater, ins Museum, in ein Konzert kann man meines Wissens nicht gehen. Ich glaube, so etwas gibt es in Dubai nicht.

Draußen 51°C, drinnen -2 Grad
schihalleAngeschlossen an die Shopping Mall gibt es eine Schihalle. Zwei Sessellifte österr. Bauart bringen die Leute auf die Piste, wo die Schifahrer und Boarder dann im halsbrecherischen Pflugschuss alle Langsamen umsäbeln. Was auch witzig ist, die Sportler tragen einheitliche Schianzüge, weil die nämlich auch vorort ausgeborgt werden können. Ich habe mir sagen lassen, die Leute werden von Kopf bis Fuß gescannt und damit vermessen und bekommen den passenden Anzug. Wieso gibt es so etwas noch nicht bei H&M?

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Russen
Die Russen haben nicht nur Ischgl und Kitzbühel entdeckt, sondern sie belagern bereits Dubai und regieren die Hotels in ihrer einzigarten unangenehmen Art: Miete dich in einem Hotelzimmer ein und dir gehört das ganze Hotel.
Russische (gewerbliche) Frauen leiden unter unheimlicher Stoffnot. Die operierten Brüste hüpfen so gut wie aus den engen, tief ausgeschnittenen Shirts und die kurzen Röcke bedecken knapp, was da unten eben zu bedecken gilt. Europäische Geschäftsleute vermissen europäische Kultur und lechzen nach knapp beschürzten Russinnen.

Einheimische Frauen
naselnSie tragen schwarze lange Gewänder um unauffällig und für andere Männer nicht anziehend zu sein, fallen aber doch durch sehr intensiv geschminkte und sehr schöne große Augen auf. Die Gewänder sind sehr schlicht und werden aber durch hervorblitzende Rolex aufgemotzt, sowie durch große Luis Vuitton Taschen.
Sie verhalten sich zu den weiblichen Touristen tolerant. Auch wenn sie in kompletter Montur ins Meer gehen müssen, wo unsereins eben Bikini oder Badeanzug trägt. Hocken dann mit dem nassen Gwandl unterm Schirm und unsereins hat ein schlechtes Gewissen mit den paar Stofffetzen doch zu schwitzen. Ich begreife nicht, warum sich Frauen das antun.

Einheimische Frauen halten sich immer im Hintergrund. Man darf keinesfalls hinstürmen und ihnen auf europäische Art und Weise die Hand drücken. Männer begrüßen sich, indem sie die Nasen aneinanderreiben. Schnupfen kennen die vermutlich keinen.

Shisha
Hat die Ente auch versucht und ist kläglich gescheitert. Schmeckt mir auch nicht, die Poflerei ist mir auch zu umständlich. Mir ist das Klumpert dauernd ausgegangen, dann habe ich versehentlich inhaliert und es hat mir fast das Beuschl dabei zerrissen. Also nix für schwachbrüstige Enten und schmecken tuts auch nicht.

Essen
essen Ich könnte mich eingraben in arabisches Essen. Diese Millionen Vorspeisen, diese herrlichen Fruit Juices (Ente liebt Lemon Mint Juice), das Brot – einfach köstlich! Auch der heimische Fisch ist herrlich, hat ein festes Fleisch und ist dennoch unheimlich saftig. Wenn man mit seinem Essen zufrieden ist, es gut schmeckt und das kundtun möchte, dann sagt man „Schaha“ – nur in Lautschrift, ich weiß nicht, wie man es schreibt.

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Wirschaft
burjÜber die spricht man nicht, die hat man. Dass Dubai auch von der Finanzkrise betroffen ist, wird zwar nicht hinausposaunt, aber man weiß es. Viele Bauvorhaben wurden einmal ein wenig verschoben. Die Hälfte von neu geschaffenen Wohn- und Büroflächen steht leer.
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Zurück in Entenhausen
planeMan glaubt gar nicht, wie sehr man sich an Grünflächen erfreuen kann. Trotzdem man in Dubai unter unheimlichen Aufwand in trockener Erde herumkrampelt, neu setzt und ununterbrochen bewässert, ist und bleibt es Wüste. Einen Umweltgedanken haben sie in diesem Landstrich natürlich nicht – was sollen ihnen auch Wälder eingehen, wo sie gar keine haben.

Ein paar Fotos hab ich noch, die werde ich mit oder ohne Worte später veröffentlichen.

Mai 9, 2009

Ente kramt

Gespeichert unter: Ent(e)deckt, befindlichkeiten — entegutallesgut @ 10:21
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18 Jahre Vergangenheitsbewältigung in Fotokartons.
Kann sich wer von den Jungspunden vorstellen, wie viele Fotos *) das sind? Und wie schwierig es ist, Fotos und Negative beinander zu halten. Nachzuvollziehen, wann und bei welcher Gelegenheit das Foto aufgenommen wurde. Noch schlimmer, man sucht um einige Atemzüge länger, bis man sich endlich am Foto wiedererkennt.

Ente erkennt, die Zeit vergeht schneller, als ich mitgehen kann. Herr-o-mio!

Für die Nachwelt:
*) Früher, kurz nachdem man sich beim Fotografieren schon bewegen durfte und die Bilder nicht auf Platten sondern Negativen belichtet wurden, hat man Fotos auf Papier ausgedruckt, in Schuhkartons verstaut und nicht wild auf der Festplatte in einer geordneten Unordnung gesammelt.

April 1, 2009

Doping

Gespeichert unter: Die Welt, Ent(e)deckt — entegutallesgut @ 9:46
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Gerade habe ich mir mein Doping geholt: Ein großer Schwarzer, politisch korrekt auch Mocca genannt.

Doping im Sport ist unfair, aber anscheinend geht es ohne nicht.
Ein österreichischer Radfahrer gewinnt irgendein Tricot bei einem französischen Radrennen. Alle sind stolz, er jubelt, er bricht zusammen, weil er des Dopings überführt wird.
Weiß nichts, sagt nicht, verrät nicht die Hintermänner. Er alleine ist schuld.

Eine Frau packt aus, nachdem sie gesperrt wird. Hat sich ihre Erfolge auch erschlichen, aber zumindest lässt sie den ganzen Komplott in die Luft fliegen. Die letzte Rettung, um sich noch selbst in den Spiegel schauen zu können.

Der tapfere Radlfahrer hat mittlerweile ordentlich Speck angesetzt, kriecht aus Mutterns Höhle und macht sich plötzlich wichtig, was er nicht alles weiß. Was ist das für eine arme, kleine, niederträchtige und feige Krätze!

Waren das noch Zeiten, als Sackhüpfen eine olympische Disziplin war. Ich trete in Diabolo an, das war früher mein Lieblingsspielzeug und ich war gar nicht so schlecht darin. Und ein nackter Stabhochspringer rennt durch Paris, um Sponsoren zu finden. Also ich tät ihm schon seinen täglichen Kaffee gerne kochen. Mädls wer ist dabei? Den kaufen wir uns sponsern wir! Was braucht der mit seinem Stab noch hoch springen, wenn es gemütlicher auch geht.
Bericht und Video hier.

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