Rück- und Vorausblick

- alles beide sollte im Gleichwicht, in der Mitte stehen.

Habe ich mich dieses Mal vor dem Jahreswechsel gesammelt? Konnte ich einen zusammenfassenden Rückblick machen und mir Vorsätze für das kommende Jahr machen?

Du lerne lächeln

Eines steht fest: 2012 ist wie ein Tornado über mich hergefegt. Ich werde älter, mir vergeht die Zeit zu schnell. Ich sehne mich nicht mehr nach einem Geburtstag, an dem ich endlich 13 bin. Ich muss manchmal nachrechnen, wie alt ich bin und staune nicht schlecht. Meine Mutter ist immer noch attraktive 35 Jahre alt und ich bin glücklich nicht zu wissen, wie alt ich bin.

Multitasking in Kartoffelsupping.

Manche Ereignisse passieren, als würde ich mir Kartoffelsuppe über den Kopf leeren. Man streckt die Zunge raus, um von der Suppe zu naschen und ein oder mehrere Kartoffelwürfelchen aufzufangen und zugleich auch möchte man auch möglichst wenig auf die Bluse tropfen lassen.

Mittlerweile weiß ich, dass diese Eigenschaft, die ich mir im besten Glauben selbst angeheftet habe, niemals 100% bewerkstelligt werden kann. 1Frau oder 1Mann kann nur eine Aufgabe zu 100% perfekt erledigen. Und wer den Perfektionsanspruch an sich stellt, sollte nicht zwei oder mehr Dinge gleichzeitig erledigen. Wer das versucht ist im Auge des Tornados. Flusch!

Das Auge fokusiert auch nur wichtige Dinge. Sollte so sein, denn der Blick ist weit und lenkt oft ab.

Lebe, lache gut!

Manchmal möchte ich mich nehmen und rütteln, damit alle Tassen wieder am rechten Fleck stehen, oder in tausend Scherben aus den Regalen fliegen. Nicht mehr alle Tassen im Schrank! Dann kann ich neue kaufen – neue Besen kehren besser, heißt es. Oder alle Schrauben beim Service automatisch fest anziehen lassen, die locker sind.

Ich bin dankbar, denn ich bin gesund. Soweit ich es beurteilen kann. Auch meiner Familie geht es durchwegs gut. Das ist schon etwas Besonderes, wenn man von sich behaupten kann, es könnte schlechter gehen.

Wir haben alle Arbeit, oder sind vom Sozialsystem nicht so schlecht umsorgt. Es könnte immer mehr sein, wobei ich mir nicht sicher bin, ob es glücklicher macht, wenn man mehr besitzt. Ich bin zufrieden mit dem was ich nicht besitze und dem was ich täglich verliere durch Steuern und Abgaben.

Glücklich ist man, wenn man Dinge besitzt, die nicht käuflich zu erwerben sind. Die sich tief in Herz und Seele finden, sich dort soweit wohl fühlen und nicht mehr gehen wollen. Das ist Glück im Leben!

Es ist schon alles gesagt, nur noch nicht von allen

Ich sollte mir ein Päckchen mit Vorsätzen schnüren und das immer mit mir mittragen. In diesem Sinne bin ich faul. Will keine Vorsätze haben, die ich nicht einhalten kann.

Ich möchte durch dieses Tor fliegen: Peter Pan!

Istanbul 2012_13_045

9 Kommentare

Eingeordnet unter befindlichkeiten

Zitronenkekserl der Vergleich

Sehe ich in meine Blogstatistik, so ist ein “all-time-high” meine persönliche Verkostung verschiedener Vanillekipferlrezepte und meine Mohntorte. Generell interessiert man sich über Rezepte mehr, als über Alltagskram. Also wer mehr Zugriffe will, veröffentlicht Rezepte. Ad Mohntorte – mein bestes Mohntortenrezept habe ich bis jetzt verschwiegen, so wie es aussieht. ;-)

In der Adventzeit sind Keksrezepte sehr gefragt. Wobei ich beim Ausdruck “Keks” schon wieder in der Minderheit bin, weil doch mehr nach Plätzchen gegoogelt wird. ;-) Also wird das wieder nichts mit berühmt werden.

Ich liebe den Geschmack von Zitrone. Zitronenabgeriebenes oder Zitronensaft in Gebackenem sind herrlich. Auch die Zitronenschale, die im Apfelkompott oder im Beuscherl mitgekocht wird (ich lass auch in Linsen eine Schale mitziehen), gibt für meine Begriffe erst den letzten Schliff. Daher müssen Zitronenkekse her. Ganz modern am Portal, wo mehr nach gepinnten Bildern geschaut wird, sind “Lemonmeltaways”. Wer etwas auf sich hält, bäckt diese Keks. So in Staubzucker eingebettet, geben sie auch sehr viel her. Als zweites Rezept musste das von lamiacucina veröffentlichte Mürbchenrezept (noch ein neues Kekswort) herhalten. Puristisch mit wenig Zutaten gefällt mir das auf den ersten Blick einmal sehr.

zitronenkekserl
(Alle Fotos mit iphone – das muss schnell gehen, da mach ich kein Gschiss drumherum)

Nun die beiden Rezepte:
Zitronenmürbchenkekserl
10 dag Staubzucker, 20 dag Butter, 30 dag Mehl, 1/2 Zitrone – geriebene Schale und Saft, Prise Salz
Der Teig lässt sich wunderbar verarbeiten. Zu einer Rolle formen, auch das geht sehr gut, in Klarsichthülle wickeln und 2 Std im Kühlschrank rasten. Ich mache die Rasterei meiner Keksteige gerne über Nacht. Scheibchen schneiden und bei 180°C ca. 12 min bei Ober- und Unterhitze backen. Unkompliziert!

Lemonmeltawayszachlinge nach Martha Stewart
32dag Butter, 25 dag Zucker, Schale von 4 Zitronen, 4 KL Zitronensaft, 52 dag Mehl, 4 dag Maizena, Prise Salz
Der Teig ist schon schwieriger zu verarbeiten. Auch hier ist eine Rolle zu formen, die aber nur sehr mühsam kompakt ohne Luftloch in der Mitte hinzubekommen ist. Wieso werden amerikanische Kekse mit Maisstärke gebacken? Die braucht doch bitte kein Mensch und außerdem macht die Stärke Kuchen und Kekse zäh und hart. Also auch hier den Teig ca. 2 Std kalt stellen, Scheiben absäbeln, sich über das ungewollte Durchschussloch ärgern und bei 180° ca. 12 min backen. Die noch warmen Kekse werden mit Staubzucker beschneit. Laufstegverdächtig!

Facit:
Lemonmeltaways – Der Staubzucker überdeckt alles. Die Kekse schmecken nicht zitroniger als die anderen. Die Stärke macht die Kekse hart und gar nicht schmelzend. Optisch gibt der Zucker natürlich unheimlich viel her, noch dazu wenn es draußen und im Blog schneit.
Zitronenkekserl – Wunderbar mürbe zergehen sie auf der Zunge. Feiner Zitronengeschmack! Ausatmen bei der Zufuhr zum Mund möglich, weil kein Staubzucker drauf. Wer ganz, ganz viel Zeit hat, kann die Kekse stempeln wie unser Schweizer Meister, dann geben sie auch optisch mindestens genau so viel her, wie die anzuckerten Amis.

Vanillekipferl – der Vergleich

11 Kommentare

Eingeordnet unter küchenente

Jourdoux Testsieger Topfengolatsche

Letzte Woche ist mir beim Einkaufen eine hübsche schwarze Werbung ins Auge gesprungen.

jourdoux Golatschentest

Aha, nochmals erster Platz bei einer “anderen” Verkostung, dachte ich mir zuerst und bin dann in den Text hineingegangen. Erste Reaktion war einmal Freude. Unsere Testreihe findet Anerkennung und wird publik gemacht.

Jour doux ist ein privater, just-for-fun Test von Süßem. Die Zusammensetzung der Tester ist unterschiedlich, lediglich die vier Stammtester katha, titi, weltbeobachterin und ich, sind Fixstarter. Außer man ist krank, so wie es bei der Topfengolatschenverkostung war. Deshalb findet sich hier in diesem Blog auch kein Bericht darüber. Alle anderen können unter dem tag #jourdoux aufgerufen werden (übrigens auch auf twitter).

Stunden, Tage später, sehe ich das etwas kritischer:

- Felber hat sich eines Testergebnisses bedient, ohne nachzufragen?
- Woher weiß Felber davon? In kathas Blog, oder in Blogs anderer jourdoux-Teilnehmer hat sich die Firma nie zu Wort gemeldet.
- Warum interessiert sich Felber nicht für vorherige Testergebnisse, wo die Firma keine ersten Platz erzielte?
- Wird der “Testsieger” hier ausgeschlachtet, während der Apfelstrudel vom Felber vollkommen daneben war?
- Warum wird die Testreihe nicht erwähnt? Hat man sich zu wenig aufmerksam durch den Text gelesen? Interessierte Konsumenten müssen doch ein wenig Zeit aufbringen, um auf Esskultur den Golatschentest zu finden. Noch dazu über Google finden sich auch die Blogeinträge der anderen Tester. Tipp an Felber: Für solche Gelegenheiten sind QR Codes ganz gut, die direkt zum Blogbeitrag führen.
- Gemeinsam mit AMA (= österreichische Lebensmittelmarketingagentur) genannt zu werden, empfinde ich eher störend. Unser Testobjekte bezahlen wir selbst, erhalten keine Zuschüsse oder Mitgliedsbeiträge.
- Positiv ist der offene Umgang mit Zutaten. Eier aus Bodenhaltung – genauere Information über die Zutaten gibt auch die Homepage.
- Schön finde ich, wenn unser Test wahrgenommen wird (vermutlich weil katha, genau wie sie ist, bei den Zutaten so vehement nachgefragt hatte).
- Es stimmt gut nachdenklich, wie man damit umgeht, wenn einer unserer Tests öffentlich wird.

2 Kommentare

Eingeordnet unter Ent(e)deckt, jourdoux

liebe google

blogger.
es ist jammerschade. blogs lese ich nur am flachen apfelbrett. und leider kann man kommentare von dort nicht abschicken. was ich ärgerlich finde. aber vielleicht ändert sich da einmal etwas. bleibt mir trotzdem gewogen, ich lese euch ja!

das war das wort zum tage. :-)

7 Kommentare

Eingeordnet unter Nicht kategorisiert

Leberkässemmel

20121127-193604.jpg

- mit Käse
- vom Pferd

Richtig, ich bin zu Hause und soweit genesen.

Es grünt die orange Ente so froh!

9 Kommentare

Eingeordnet unter Nicht kategorisiert

bio fenchel-anis-kümmeltee ist aus

Es scheint keinen Ersatz mehr zu geben. Nur mehr Fencheltee aus Österreich und zahlreiche andere rote Früchtetees, die ich nicht so mag.
Na, das bringt mich nicht aus der Bahn, denn morgen watschelt die Ente nach Hause. Die Rundumerneuerung ist gut abgeschlossen! Für die nächsten Tage der Rekonvaleszenz habe ich schon soooo viele Pläne! :-)

Herzlichen Dank allen, die mit mir die Zeit durch nette Kommentare tot geschlagen haben. Die Ente lebt wieder!

Es grünt die orange Ente voll Tatendrang!

20121126-155019.jpg

10 Kommentare

Eingeordnet unter Nicht kategorisiert

hirntschechern

Seit heute alleine im Zimmer. Nicht gerade unangenehm. Man kann das Fenster aufmachen und das Licht aufdrehen wann man will, geht somit seinem Egoismus schön nach. Ganz wichtig, man muss nicht reden, wenn man nicht will, sondern geht seinen Gedanken nach = hirntschechern. Verstrickt sich in seinem Gedankenwirrwarr und muss ganz schön daran arbeiten, die Maschen wieder zu lösen. Ist trunken von der Vergangenheit und dem Blick in die Zukunft. Dann ist aber Besuch da, oder es findet sich eine andere Ablenkung, wie zum Beispiel der benachbarte Herr Seehund.

Es grünt die orange Ente zufrieden!

9 Kommentare

Eingeordnet unter Nicht kategorisiert