liebe google

blogger.
es ist jammerschade. blogs lese ich nur am flachen apfelbrett. und leider kann man kommentare von dort nicht abschicken. was ich ärgerlich finde. aber vielleicht ändert sich da einmal etwas. bleibt mir trotzdem gewogen, ich lese euch ja!

das war das wort zum tage. :-)

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Leberkässemmel

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- mit Käse
- vom Pferd

Richtig, ich bin zu Hause und soweit genesen.

Es grünt die orange Ente so froh!

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bio fenchel-anis-kümmeltee ist aus

Es scheint keinen Ersatz mehr zu geben. Nur mehr Fencheltee aus Österreich und zahlreiche andere rote Früchtetees, die ich nicht so mag.
Na, das bringt mich nicht aus der Bahn, denn morgen watschelt die Ente nach Hause. Die Rundumerneuerung ist gut abgeschlossen! Für die nächsten Tage der Rekonvaleszenz habe ich schon soooo viele Pläne! :-)

Herzlichen Dank allen, die mit mir die Zeit durch nette Kommentare tot geschlagen haben. Die Ente lebt wieder!

Es grünt die orange Ente voll Tatendrang!

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hirntschechern

Seit heute alleine im Zimmer. Nicht gerade unangenehm. Man kann das Fenster aufmachen und das Licht aufdrehen wann man will, geht somit seinem Egoismus schön nach. Ganz wichtig, man muss nicht reden, wenn man nicht will, sondern geht seinen Gedanken nach = hirntschechern. Verstrickt sich in seinem Gedankenwirrwarr und muss ganz schön daran arbeiten, die Maschen wieder zu lösen. Ist trunken von der Vergangenheit und dem Blick in die Zukunft. Dann ist aber Besuch da, oder es findet sich eine andere Ablenkung, wie zum Beispiel der benachbarte Herr Seehund.

Es grünt die orange Ente zufrieden!

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Und an Aufriss hab ich auch schon gemacht

Ein redseliger Mensch, dessen halbe Lebensgeschichte ich bereits durch die Tür gehört habe.

Und wie ich so mit meinen Jausentablett durch den Gang schreite, hat er mich schon derklatscht. Schenkt mir ein gewinnendes Lächeln mit riiiiesengroooooßen Vorderzähnen (made in Sopron?) wie die eines Seehundes. “Muaß ma a bissl gehn, sonst rost ma komplett ein.” Er erzählt mir, seit wann er da ist, welche Untersuchungen er bereits hatte, wann er operiert wird und dass er heute bereits 5 Stockwerke gegangen ist. Er hat meine Anerkennung bekommen. Dann berichtet er mir ganz stolz, dass er sich extra den Jogginganzug mitgenommen hat, der gleich weniger schön ist, wie mein Spitalskleidl. Ich zeige ihm still nickend meine Wertschätzung, wie fesch er ist. Der gute Mann ist von der Sorte: ratscht dauernd, als wäre er die letzten 10 Jahre in einer Kartause gewesen, will mit allen sofort auf duli sein und hofft, dadurch wird der Tag kürzer. Wird er nicht!

Leseempfehlung Feuilleton Die Presse: Google baut die letzte Bibliothek. Wird wohl nicht die letzte sein, so hoffe ich. dennoch interessanter Artikel: http://diepresse.com/home/techscience/internet/google/1316383/Google-baut-die-letzte-Bibliothek

Man sieht sich, meint der Genosse Seehund und fletschte die Zähne zum Abschied!

Ich habe Angst!
Es grünt die orange Ente

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Gleich habe ich das Internet ausgesurft!

Vor ewig langer – eigentlich gar nicht langer Zeit, also in meiner Kindheit, habe ich zur schnelleren Genesung ans Krankenbett ein Micky Maus Heft bekommen. Die Geschichten von Micky, Minnie, den Panzerknackern und Onkel Dagobert durften “ALLE” lesen, nur nicht ich, weil es Schmarren war. War ich aber krank und musste das Bett hüten, dann gab es diesen Schmarren ans Bett geliefert und ich war selig. Erstes Anzeichen wieder gesund zu werden war, die Bitte um eine Leberkässemmel. Die war, so wie der Leseschmarren auch ungesund, aber Mutti freute sich, wenn es dem Kind besser ging.
Einmal habe ich es sogar so weit getrieben, dass Verdacht auf Gehirnhautentzündung bestand und ich bekam “Skinny”, die magersüchtige Schwester der großbusigen Barbie. Auch das war verpönt, warum weiß ich eigentlich nicht, vermutlich weil eine Barbiepuppe damals so viel kostete wie heutzutage ein Iphone. Und das Zubehör erst! Eine Kunsteisausrüstung in purpurrot, mit Pelzkragen, Hauberl und Plastikschlittschuh, habe ich nie bekommen. Skinny lebte Sommers wie Winters im kurzen Röckchen. Anscheinend war ich das letzt Mal krank, oder meine Mutter ließ sich auf keinen weiteren Kuhhandel mehr ein.

Jetzt liegsitzschlaf ich seit Montag und jeder Tag ist vor, während und nach einer Behandlung. Um 6.15 h freut man sich auf’s Frühstück und hat im selben Moment keinen Appetit mehr, weil man am Tag der Aufnahme blöderweise einen Käsgusto hatte und das kundtat. Ab da beginnt jeder Morgen mit Käsaufschnitt. Am Gang treffen sich zerzauste Mitinsassen und tauschen ihren Frühstücksteller kreuz und quer. 2 Radeln Wurst gegen eine Scheibe luckerten Käse, Erdbeermarmelade gegen Brombeermarmelade, die leider schon seit längerer Zeit aus ist. “Es gibt nur rote Marmelade, aber wie wär’s mit Honig?”. Bei Diätmargerine, die ich nicht ausstehen kann und die beharrlich jeden Morgen auf meinem Tablett liegt, da erweise ich mich als erfolgreicher Buttertauscher! Die cholesterinsenkende Margarine wird mir ohne großer Verhandlungsknste aus der Hand getauscht.

Wenn der Vormittag vorbei ist, Blutdruckschwestern, Harnkathederschwestern, Bettüberziehschwestern, Raumpflegerinnen, Badezimmerputztrupps sich die Klinke in die Hand gegeben haben, das Mittagessen 5 nach 12 serviert und verdaut wurde, dann kehrt Öde ins Krankenzimmer. Mit seinem Leidensbuddy hat man alle Kranken-, Familien- und Firmengeschichten durch und es herrscht Öde.

Über die Langeweile hilft ein WLAN Zugang, ein Surfgerät und das Internet hinweg. Und schon ist Micky Maus wieder am Krankenbett. Ich lese alles, was mir unterkommt. Bin schneller am Puls der Nachrichtenals jeder professioneller Twittermensch, weiß was auf Google+ angesagt ist und kann erkennen, welche Nachricht huschpfusch von einer Pressemitteilung mehr oder weniger abgeschrieben wurde. Bald habe ich das Internet ausgesurft und deshalb schreibe ich hier.

Ich bin eine ungeduldige Kranke!
Es grünt die orange Ente jämmerlich.

PS: Selbst die amüsante Tante Jolesch, hilft schwer über die lange Zeit. Empfehle das Buch aber trotzdem unbedingt als Krankenhauslektüre! Bettnachbarn wundern sich nach einiger Zeit nicht mehr, wenn man leise in die Bettdecke kichert oder sich auf die heparingeplagten Oberschenkel pascht.

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Strudel mit dem Apfelstrudeltest

apfelstrudelfreudendesaster

Was ein Strudel ist, ist ein Wiener?

Ich sag’ einmal wie ich es kenne und gelernt habe, wie ein echter Apfelstrudel gemacht wird, wobei mir neu war, dass es einen “Wiener” Apfelstrudel gibt.

Strudelteig zubereiten (Rezept im www suchen) und rasten lassen.

In der Zwischenzeit Strudeläpfel schälen, und blättrig (ganz wichtig!) schneiden. Welche Äpfel werdet ihr euch fragen! Auf jeden Fall Äpfel mit Geschmack! Der klassische Strudelapfel ist ein Boskop, er hat die notwendige Balance zwischen Säure und Süße. Man hört, es können aber auch andere Äpfel zum Einsatz kommen, aber sicherlich nicht solche, die es im Supermarktregal gibt. Also ein Biss in den Apfel vor der Verarbeitung ist sicherlich notwendig, um ein gutes Strudelerebnis zu erzielen. Ich würde einen Cox Orange vorziehen, wird aber in der Strudelliteratur kaum erwähnt. Der Topaz wird gelobt, aber auch der Gravensteiner. Ein Golden Delicious, aber nur wenn er aus dem eignen Garten kommt. Die Massenware taugt eher als Schweinefutter.

Ich beträufle die Äpfel auch gerne mit Zitronensaft. Das gibt noch den zusätzlichen Kick an Säure und die Äpfel werden nicht gleich unansehnlich braun.

In der Zwischenzeit lässt man Brösel mit großzügig Butter schön goldbraun rösten. Fein knusprig werden sie, wenn man 1-2 Eßlöffel Kristallzucker dazugibt.

Dann richtet man sich noch den Zimt und Rosinen her, sowie zerlassene Butter mit einem Pinsel.

Der Strudelteig wird ausgezogen und zwar so dünn, dass man eine Zeitung darunter lesen könnte. Die Hochzeits, Verlobungs- und Ewigdeinbrüller zieht man vorher ab, denn sonst würden die Kaliber Löcher in den Teig reißen. Der ausgezogene Strudelteig kommt auf einem befeuchteten Strudeltuch zu liegen. Die Strudelteigkanten abschneiden und damit wartet der Teig auf die Fülle und die Verstrudelung.

Vorerst mit flüssiger Butter bestreichen. Dann die gerösteten Brösel zu 2/3 auf den Strudelteig streuen, die geschnittenen Äpfel ebenso verteilen, etwas Zimt, Rosinen und Kristallzucker. Dann wird der Strudelteig am unteren Ende (dort wo der Bauch der Köchin/des Kochs gerade hinzeigt einschlagen. Dann fasst man das Strudeltuch links und rechts unten, zieht hoch und gibt dem Strudel den nötigen drive, damit er sich einrollt. Links und rechts das Strudelende wie ein Sackerl zusammendrücken und den Teig abreißen. Auf ein befettetes Blech legen und nochmals ordentlich mit Butter bestreichen und ab ins Rohr.

Wer mag, kann noch zusätzlich gehackte Walnüsse (und Rahm – macht den Strudelgeschmack rund. Ich backe nur unrunde Strudel!) zugeben.

Also an der Zubereitung gibt es nichts zu rütteln. Ein einfaches Rezept, das ein möglichst homogenes Produkt liefern sollte. Lediglich der Apfel, kann dem Gelingen einen ordentlichen Strich durch die Rechnung machen. Aber den sollte jeder Strudelbäck vorher kosten und abwägen, ob die Frucht strudelwert ist.

Bei unserem letzten Jourdoux wurden Strudel gekostet und bewertet. katha (esskultur) hat zwischendurch berichtet, dass ein Wiener Biobäck es gar nicht mag, wenn er einer Verkostung unterzogen wird und davor eigentlich nichts weiß. — … – Ein sehr namhaftes Restaurationsunternehmen wollte die Blogadressen, wo das Ergebnis der Verkostung veröffentlicht wird. Also wir sind bereits eine ernstzunehmende Institution und man legt Wert auf unsere Bewertung. Welcher Privatmensch kostet auch 22 verschiedene Apfelstrudel und unterzieht sie einem erbarmungslosen Testverfahren?

Unser Test:

- Ein Kreis von ca. 6 unbestechlichen Personen mit normalen Geschmacksnerven und gutem Urteilsvermögen.

- Eine Auswahl von Mehlspeisen die durchaus einen guten Querschnitt über die Wiener Angebotsvielfalt darstellt.

- Testprodukte, die wir aus der eigenen Tasche bezahlen.

- Strudel, die abgewogen, fotografiert und in einem Testbogen nach Aussehen (3 Pkt), Konsistenz (7Pkt), Geruch/Geschmack (10 Pkt) bewertet werden.

- Testpersonen, die sich nicht beeinflussen lassen. Wenn eine schreit, der Teig schmeckt nach Waschmittel, dann kann es auch vorkommen, dass der/die andere das nicht herausschmeckt.

- Warum fehlt der eine oder andere Produzent? Weil er bei den vorangehenden Tests derartig schlecht abschnitt, dass es uns nicht Wert ist, das Produkt nochmals einem Test zu unterziehen.

- Folgende Unternehmen wurden dem Härtetest unterzogen:
Café Aida, Café Central, k.u. Hofkonditor Demel, Café Diglas, Bäckerei Felber, Konditorei Fercher, Bäckerei Geier, Konditorei Gregor, Bäckerei Grimm, Konditorei Heiner, Biobäcker Joseph Brot, Café Korb, Café Landtmann, Meinl am Graben, Konditorei Oberlaa, Bäckerei Ölz, Café Sacher, Konditorei Sluka, Meierei Steirereck, Bäckerei Ströck, Konditorei Ullmann, Konditorei Wannenmacher;

Bei der Verkostung war ich etwas indisponiert und daher recht ungnädig in der Beurteilung. Ich rieche am Strudel, ich koste den Strudelteig, ich steche mir aus der Fülle ein Stück und koste. Wenn das Produkt irgendeinen Nebengeschmack oder gar keinen Geschmack aufweist, bin ich grantig. Frau ist eine gute Futterverwerterin und jeder Biss schlägt an. Daher soll/muss jeder Bissen hervorragend schmecken! Geht’s euch auch so?

Was kam uns während der Verkostung unter?
Halbe Walnusshälften (bin ich ein Eichhörnchen?), Rauchgeschmack (100 Marlboro ö.ä.), Waschmittel, Zimt- oder Bröseloverkill, zu süß, Teig gatschig, Äpfel nicht durchgegart, Apfelbutzen und -kerne, altes Fett (Margarine?).

Zwei Produkte die exakt gleich aussehen und auch sehr, sehr ähnlich schmecken, mysteriös! – Platz 1 und 3
Zwei Strudel, die ich mit Putz und Stingel gegessen habe: Platz 2 – (mein persönlicher 1. Platz) und Platz 4 (mein persönlicher 2. Platz).

Das Ergebnis von 6 Verkosterinnen lautet wie folgt:
1. Platz: Konditorei Fercher 111/120
2. Platz: k.u.k Konditorei Demel 105/120
3. Platz: Meierei im Steirereck 99/120
4. Platz: Konditorei Oberlaa 82/120
5. Platz: Konditorei Ullmann 56/120

Ab dem 4. Platz ging es mit der Punktezahl rasant nach unten. Somit gibt es 4 klare Favoriten im Apfelstrudelgeschehen.

Es grünt die orange Ente apfelig!

PS: Klick bei eingeordnet unter “Jourdoux” und finde alle Tests, wo ich dabei war.

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