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I man i dram – Künstler sollte man sein

Da ist ein 76-Jähriger sehr erfolgreicher Drehbuchautor, Regisseur und Schauspieler ganz plötzlich Hopps genommen worden.
Für ein Vergehen das 32 Jahre zurückliegt.
Damals hat der 44-Jährige schon leicht alternde Mann, ein 13-Jähriges Mädchen beglückt.
In Jack Nicholsons Haus. Sind die beiden noch befreundet?
Nach geltendem Kalifornischen (und nicht nur dort) Recht, hätte der liebestolle Mann verurteilt werden müssen.
Nun entzog er sich der Strafe, weil er in das Land nicht mehr einreist und lebt in Europa unbehelligt weiter.
Womit er nicht gerechnet hatte, dass die bösen Schweizer ihn ausliefern.
Polen, sein Heimatland und Frankreich, sein Exil sprechen sich für Polanskis Freilassung aus.
Die Kunstszene ist entsetzt, weil man nach all den Jahren den Mann aus dem Hinterhalt plötzlich verhaftet und ins böse Amerika ausliefern will, wo keiner mehr an das Vergehen gedacht hat. Künstler unterschreiben eine Petition, dass P. frei gelassen wird.
Der Mann selbst beteuert, “niemanden mit dieser Handlung damals weh getan zu haben.”
Den Schweizern wirft man Rache vor, weil sie unter Kritik stehen, amerikanisches Geld steuerschonend zu parken. Ein Witz an sich, wenn es aus Rache geschah.

Und nun will man Obama bitten, er solle P. begnadigen.

Bin ich gerade im falschen Film?
Bemerkt denn niemand, dass das einfach ungustiös ist, wenn ein Mittvierziger sich an einem Teenager vergeht?

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