Yesterday, …

we had a good time!

Nach langer Zeit habe ich mich wieder mit meinen Schulfreundinnen getroffen. Wir sehen uns ein bis zwei Mal im Jahr und setzen genau dort an, wo wir das letzte Mal aufgehört haben, als wäre dazwischen kaum Zeit vergangen.
Witziger Weise haben wir uns während der Schulzeit nicht so gut verstanden. Die eine Freundin hat mit mir auch die Schulbank in der Unterstufe gedrückt und dann sind wir gemeinsam in die nächst höhere Schule gegangen. Fast hätten sich unsere Wege getrennt, denn sie hat die damals notwendige Aufnahmsprüfung nicht geschafft. Das Glück ist a Vogerl, denn es ist eine Interessentin abgesprungen, meine Freundin durfte nachrücken und somit verbrachten wir den Rest unserer Schulzeit doch noch gemeinsam.

Die zweite Schulfreundin lernte ich erst dort in der Schule kennen. Durch die Klassengröße, waren wir in gewissen Gegenständen geteilt und das hatte zur Folge, dass auch die Klassengemeinschaft in zwei Fronten lebte. Und weil es eben Fronten waren, gab es auch, heute würde man sagen „Zicken“kriege. Wir haben es uns manchmal ziemlich arg gegeben und uns abgrundtief gehasst.
Gegen Ende der Schulzeit, also zur Matura ist dann plötzlich eine sentimentale Liebe entstanden. Wir haben uns alle, die guten, die schlechten, die aufmüpfigen, die ruhigen (na, zu welchen habe wohl ich gezählt?) durch die Matura getragen. Meine Freundin, die damals die Aufnahmsprüfung nicht schaffte, hatte ein Blackout bei der mündlichen Matura und hat die erste Hälfte nur geschwiegen. Die zweite Hälfte, als sie sich dann gefangen hatte, konnte sie die Prüfung zu einem positiven Abschluss bringen.
Abschluss unserer Schulzeit war eine sehr ereignisreiche und auch harmonische Maturareise. Selbst organisiert sind wir nach Elba mit der Bahn gefahren (was für ein Horror, weil doch eine Mure in Kärnten abging und die Bahn dort 4 Stunden gestanden ist), hatten wenig Geld, wollten uns die Reinigung der Bungalows ersparen und haben einen halben Tag nur geputzt und dann doch zahlen müssen. Na lustig war es.
Diese Erinnerungen haben wir gestern gar nicht aufgewärmt. Dafür war es diesmal sehr persönlich. Meine beiden Freundinnen, die beisten Herzeigemütter und Ehefrauen, die die Nation zu bieten hat, trudeln in ihrem Gefühlsleben und zwar gewaltig. Es fielen Worte wie: „Das hätte ich mir vor zwei Jahren nie vorstellen können. Es hat mich der Blitz getroffen. Dieser Mann hat mich in den Bann gezogen. Mach es, du tust es für dich. Warum hast du ein schlechtes Gewissen, du warst immer für Mann und Familie da, jetzt bist du für dich da.“, ließen mich nicht schlecht staunen. Selbst wird das Privatleben wieder in ein normales Licht gerückt, weil man doch nicht so außerhalb der Norm ist.

Ehrlichkeit tut sehr gut!
Und dafür liebe ich meine besten Freundinnen!

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