Ricotta-Rucola Törtchen

Nun habe ich mich vom gestrigen Gelage soweit erfangen. Alles gesichtet und wieder in Ordnung gebracht.

Wenn ich Gäste habe, dann brauche ich unbedingt den Kick, alles neu auszuprobieren. Sicher ist das ein wenig ungewöhnlich, wenn ich an eine meiner besten Freundinnen denke, die cirka fünf Mal vorher Mohr im Hemd bäckt, bevor wir zu Besuch kommen, damit er auch wirklich gut und perfekt wird. Ein Vorteil bei ihr, die Familie winkt dann bereits bei der Nachspeise übersättigt ab und wir als Gäste können wunderbar spachteln.

Ein paar Rezepte, wenn ich daran bleibe, möchte ich gerne hier veröffentlichen. Sie eignen sich sowohl für ein kalt/warmes Buffet, oder können auch als Vorspeise serviert werden.
Fotos gibt es nicht immer davon, weil ich teilweise so in Arbeit steckte und darauf vergessen hatte.

Ricotta-Rucola Törtchen

3 dag (1 dag=10g) Pinienkerne
8 dag Rucola
1 Knoblauchzehe
1 Ei
3 Dotter
40 dag Ricotta
Salz, gem. Chilischoten
Fertiger Strudelteig, oder dünner Filoteig
Olivenöl
Rucola für die Garnitur oder etwas mehr für Salat

Die Pinienkerne in einer Pfanne ohne Zugabe von Fett braun rösten. (Verflixt, nur nichts nebenbei machen, denn die Kerne gewinnen schnell an Farbe, so wie bei mir. Daher dabei stehen bleiben.)
Muffinförmchen mit Olivenöl ausstreichen. Den Strudelteig in 11 x 11 cm große Quadrate schneiden, mit Olivenöl bepinseln und je zwei Teigblätter versetzt in die Muffinform legen. Die Teigzipfeln sollen etwas darüberstehen. Keine Angst, die Törtchen lassen sich, wenn gut ausgefettet gut aus der Form heben.


Rucola, Knoblauchzehe, Ricotta, Gewürze und 4 Dotter in den Mixer geben und zu einer sämigen Paste mixen.
In der Zwischenzeit aus dem Eiweiß mit einer Prise Salz Schnee schlagen und dann unter die quietschgrüne Rucolamasse ziehen.
In die Muffinförmchen ein paar Pinienkerne streuen, dann die Masse zu 2/3 einfüllen.
Ins vorgeheizte Rohr schieben und bei 180°C backen. Nach 5 Minuten auf jedes Törtchen ein paar Pinienkerne streuen und weitere 13 Minuten backen.
Mit ein paar Rucolablätter garnieren, oder als Vorspeise auf ein Rucolasalatbett und Erdbeerstückchen setzen.

Diese Törtchen sind sehr einfach und schnell zuzubereiten!
Man kann sie auch gut vorbereiten und werden dabei vor dem Servieren kurz im Rohr warm gemacht, oder frisch auf den Tisch, luftig leicht wie ein Soufflé.
Die grasgrüne Farbe bleibt auch nach dem Backen und sieht frühlingshaft frisch aus.

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16 Kommentare

Eingeordnet unter küchenente

16 Antworten zu “Ricotta-Rucola Törtchen

  1. sieht gewaltig lecker aus, müsste mit frischen Strudelteig auch funktionieren…

  2. Schmeckt auch sehr gut. Nur der typische Rucola Geschmack ist interessanter Weise weg.
    Mit Strudelteig steh ich auf Kriegsfuß. Ich muss ihn wieder einmal probieren. Jeder sagt mir, das ist das einfachste der Welt.

  3. hab auch noch keinen Strudelteig gemacht, nur zugesehen, und beim Zusehen hats wirklich einfach ausgesehen. Nachkochenswert, die Törtchen.

  4. der Rucolageschmack verträgt kein Kochen. Er wechselt dabei in Spinatgeschmack, was so schlecht auch nicht ist.

  5. @lamiacucina: Bis jetzt habe ich Rucola nur unter die fertige Pasta gemischt und da ging die Würze nie verloren. Ich war eigentlich enttäuscht, dass der Geschmack so gut wie weg war. Aber es hat trotzdem fein geschmeckt und wer den Rucolageschmack trotzdem mag, kann das ja mit frischem Salat ergänzen.

    Mein Strudelteigexperiment liegt schon 20 Jahre zurück. Und da dürfte ich ein Problem mit der Flüssigkeitsmenge gehabt haben, weil ich den Teig ausgezogen hatte und er wieder fluchs auf die Ursprungsgröße zurückschnalzte. Vielleicht war es auch das falsche Mehl? Damals war ich so grantig, dass ich keinen weiteren Versuch startete.

  6. Wunnebar, die grünen kleinen.
    Die Farbe hält ja giftig-schön an und die Eselsohren sind auch nicht zu dunkel, was ja bei herausragenden Teigstücken schnell mal passieren kann.

    Strudelteig zu machen ist schon etwas Übungssache. Ich meine dass es auf die Teigtemperatur und das beigefügte Öl am meisten ankommt ob er bockig ist oder sich leicht mit dem Handrücken ausziehen lässt. Bei meinen Mengen kaufe ich solche Sachen nur noch zu.

  7. Strudelteig selber zu machen lohnt sich nur bei Großfamilienmengen, mal abgesehen davon, dass man dabei die ganze Küche versaut. Zumindest hab ich ich dann überall Mehl herum fliegen. Mütterchen macht den Strudelteig immer selber – schmeckt natürlich fantastisch – aber ich tu mir das nimmer an und ess Strudel lieber bei ihr *g* Die Törtchen sehen übrigens sehr verlockend aus!

  8. @dandu: Jetzt kann ich mich erinnern, mir hat auch jemand gesagt, ich solle während der Ruhezeit über den fertigen Teig, eine warme Schüssel legen. Die fertig gekauften Teige sind ausgesprochen in Ordnung – bis jetzt hat mich noch nie eine Klage erreicht, weil ich den Strudelteig nicht selbst mache. 😉

    @Gerlinde: Mütterchens aus dem ländlichen Bereich machen noch immer alle gerne Strudelteig. Sie ziehen dafür eine weiße Schürze an, machen den Teig „schau, das ist das einfachste der Welt.“, lassen ihn rasten, legen ein großes Strudeltuch am Tisch auf und schon geht es los. Und es stimmt, die Küche ist ein Saustall.
    Die grüne Farbe sieht fast künstlich aus. Wäre etwas für die Amis, wenn sie St. Patricks Day feiern. 😉

  9. Strudelteig gibt es bei uns nur schwer zu kaufen – deshalb ist Selbermachen eine Alternative… Habe ich aber auch noch nicht gemacht, sieht irgendwie nach Fitness-Studio aus, sprich: viel körperliche Bewegung… Die Törtchen sind toll, so frühlingshaft grün!

    Es beruhigt mich, dass ich nicht die einzige bin, die Besuche nutzt, um neues auszuprobieren. Klar, dass das manchmal total schief geht… 🙂

  10. @Barbara: Willkommen im Ententeich!
    Ja, ich weiß, dass es außerhalb Österreichs, der Türkei (Yufka) und Griechenland (Filo) Strudelteig kaum zu kaufen gibt. Ich sollte den Export des österr. Fertigproduktes gewinnbringend ins Auge fassen.
    Bist du also auch jemand der den Kick braucht, Speisen auszuprobieren? Erst einmal ist bei mir etwas komplett schief gelaufen, als Gnocchi im Kochwasser sich auflösten.

  11. genial!

    Nachdem ich Dich jetzt schon öfters bei Robert las, in Form von Kommentaren, und da schmunzelte ich schon über das Pseudo, habe ich mich jetzt dann doch mal durchgerungen, und geklickt, und, bin begeistert, besonders diese kleinen giftgrünen teile haben mir’s angetan! Ricotta ist immer im Hause!

  12. @Bolli: Servus und willkommen im Ententeich. Deine Seite habe ich auch schon ein paar Mal besucht, mich aber zu einem Kommentar noch nicht durchgerungen. Da hast du mir etwas voraus. Nun ist aber der Bann gebrochen und ich werde mich auch bei dir zu Wort melden.
    Diese grünen Törtchen schauen wirklich sehr giftig aus, ich gebe dir Recht! 😉
    Man liest sich!

  13. @Bolli: Jetzt kann ich mir etwas daruner vorstellen. Danke!
    Ziegenfrischkäse gibt es wieder bei uns nur in so kleinwinzigen Portiönchen. Ich werde mich umsehen und dann berichten. Zucker ist in dem Rezept nach Geschmack zuzufügen, so nehme ich an.

  14. witzige törtchen, so schön grün!

    und witzig, dass ich fast zeitgleich ähnliches fabriziert habe :-))

    deine version werde ich auch mal ausprobieren!

  15. @sammelhamster:
    Willkommen im Ententeich. Habe deine Törtchen auch schon begutachtet und finde, sie stehen meinen grünen um gar nichts nach. 🙂

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