Als die Bilder laufen lernten

Dieses Video meines Blogfreundes hat mich schon einmal fasziniert. Zum einen ist die Bild- und Musikkomposition sehr gelungen und zum anderen haben mir die bewegten Bilder sehr gefallen. Im Zeitalter, wo ständig irgendwo ein animiertes Bild, sprich GIF hysterisch aus irgendeiner Ecke blinkt, ist es ganz angenehm zu wissen, dass man Computerbilder auch mit sehr harmonischen und anmutigen Bewegungen darstellen kann.

Wo und wer und durch wem ist diese Frau entstanden?
Julian Opie heißt der britische Künstler, der sich in seiner Arbeit sehr an Pop Art lehnt, eine Kunstform, die mir sehr gut gefällt. Minimalistische Darstellung mit großer Ausdruckskraft ist für mich der Grund, warum ich mich sehr angesprochen fühle. Was mir an seinen Arbeiten nicht unbedingt gefällt, sind die Landschaftsbilder. Es sind oft zwei, drei Leuchtkästen, die nebenander aufgehängt werden, die die klassische japanische Landschaft zeigen. Sehr, sehr reduziert, schippert entweder ein Boot am See vom ganz linken Bild in gebotener Langsamkeit in das ganz rechte. Zwischendurch blitzt da und dort eine Reflektion eines Flugzeuges, oder der Sonne im Wasser auf. Das ist mir für die Schönheit und Vielfalt unserer Natur doch zu wenig. Bei Abbildungen von Menschen finde ich die piktogrammähnliche Darstellung wieder sehr interessant, weil sie das Aussehen des Menschen in den Hintergrund stellen soll und die Aussagekraft dafür in den Vordergrund treten lässt. Was Opie aber nicht wirklich will, denn seine Menschen sind alle makellos schön und elegant.


(Eigentlich hab ich da einen Film auf der Platte im mov Format, konvertiert hat er nur mehr Ton und kein Bild. Aber bevor die Ausstellung zu Ende ist, stell ich eben kein bewegtes Bild da rein. ;-))

Die Ausstellung im Wiener MAK läuft noch bis 21. September und durch Zufall bin ich draufgekommen, dass man jeden Samstag das Museum gratis besuchen kann, weil von einem großzügigen Energie-Unternehmen gesponsert.

10 Kommentare

Eingeordnet unter ente on tour, stadtgeschichten

10 Antworten zu “Als die Bilder laufen lernten

  1. Ah, sehr feines Filmchen von der hübschen Gazelle – wenn ich nicht fixiert wäre 😉 – und ein zauberhafter Ton dazu (ok, nicht Bariton, aber das wir schon noch …).

  2. @rufus: Fein, kombiniert, gell? (Freut mich, dass wenigstens einer ein Kunstverständnis hat. 🙂 Ob ich dein mouse-over G’satzerl ändern soll?)

  3. Wenn ich mich verbessern kann? kann ich das? 😉

  4. @rufus: Ich gehe in mich und warte auf eine Kreativbombe. 😉

  5. Tu das, ich warte nicht länger auf die Eisbombe.

  6. tatortkrimi

    Toll – welch Überraschung. Nun weiß ich endlich, wie der Künstler heißt (seine Homepage könnte gut eine Bearbeitung vertragen, oder?). Ich würde ja gern mal schauen kommen in Wien, aber der Urlaub ist vorbei. Diese fließenden Bewegungen mag ich auch sehr.
    Und die Fotografin ist auch mit auf dem Bild. Der Herr in Gelb an Deiner Seite, ist das der Ehegespons?

  7. @tatortkrimi: Was für ein aufmerksames Auge du hast. :-))
    Die Homepage fand ich übrigens für den Künstler auch sehr gewöhnungsbedürftig. Ich denke aber, sie wird ganz absichtlich so simpel gehalten. Irgendwie erinnert mich das an die erste PC-Zeit (die ich kenne), wo man noch mit Lotus gearbeitet hat. Für die Ausstellung extra nach Wien zu kommen, wäre vermutlich den Aufwand nicht ganz wert. Ich habe mir von der Anzahl der Exponate etwas mehr erwartet. Aber ich habe mich sehr gefreut, als ich das déja-vù erlebte! Das Profilbild eines (ruhenden) Bloggers von der großen Berliner Blogwelt (;-) dürfte übrigens auch von diesem Künstler stammen. Weißt du, wen ich meine?

  8. tatortkrimi

    Hm – ich habe lange überlegt, aber mir fällt keiner ein … ruhend ist natürlich auch schwierig 😉

  9. @tatort: plumpa – schnackelt es jetzt?

  10. tatortkrimi

    Aah ja – es fällt mir wie Schuppen von den Augen. Danke!!

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