Ossobuco vom Lamm

Nach einem Novelli Rezept nachgekocht. Im Grunde genommen wird es nicht anders verkocht als Scheiben von der Kalbsstelze, nur darf man beim Lamm ein bisschen tiefer und intensiver in die Würztöpfchen greifen.

Lammstelzen vom Fleischhauer seines Vertrauens in Scheiben schneiden lassen (das muss zumeist vorbestellt werden, weil der Fleischhauer die Lammstelze anfrieren muss, damit er sie besser mit der Maschine schneiden kann)
je 1 TL Rosmarin, Salbei, Oregano, Majoran, Thymian
frisch gemahlener Pfeffer,
Koriander, Muskat, Kurkuma, edelsüßer Paprika, Kümmel, Zimt und Nelkenpulver
(nach Geschmack, da das Gewürze sind, die nicht jedem behagen)
Die Gewürze miteinander vermischen und die Lammstelzen damit einreiben. Mit Klarsichtfolie zudecken und zumindest einen Tag marinieren lassen, am besten 3 Tage.
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1 Lorbeerblatt, 1 Scheibe Ingwer, 1 Sternanis
2 Karotten
1 gelbe Rübe
1/4 Sellerieknolle
1 Zwiebel, 1 Knoblauchzehe
Olivenöl
2 Dosen geschälte Tomaten
0,2 l Rotwein
Petersil und Zitronenabgeriebenes


Das Fleisch abtupfen und in Olivenöl anbraten und in einem Bräter schichten. In der Pfanne anschließend das gewürfelte Gemüse leicht anbraten, mit Rotwein ablöschen und etwas einkochen lassen. Dann die Tomaten hinzufügen, salzen, das Lorbeerblatt, Sternanis und eine Scheibe Ingwer dazu und kurz aufkochen lassen. Anschließend über die Fleischscheiben gießen und im Ofen bei 170°C ca. 1 Stunde schmoren (je nach Dicke der Fleischscheiben). Falls das Gemüse braun wird, mit Alufolie zudecken.

Mit gekochten Fettucini (gekauften, ich tu mir die Nudeldruckerei nicht an), gehacktem Petersil mit geriebener Zitronenschale vermischt anrichten. (Achtung, vorher das Lorbeerblatt, Ingwerscheibe und Sternanis aus dem Saft fischen.) Zwei Gläser Rotwein (Bulgariana wird sich freuen, es war diesmal ein sehr guter Bulgarischer. ich glaube, mein erster Wein aus diesem Land, den ich genossen habe) und einen gesegneten Appetit!

8 Kommentare

Eingeordnet unter küchenente

8 Antworten zu “Ossobuco vom Lamm

  1. Gute Idee, ist halt mal was anderes!

  2. @Bolli: Eben, find ich auch.😉

  3. Klingt toll! Aber ich esse so ungern Lammfleisch😦 Muss ich mit Kalb probieren. Schön, dass dir der Wein geschmeckt hat
    Übrigens – bulgarischer Wein, du wohnst ja in Wien, gibt es in ein tolles (bulgarisches)Weingeschäft im 5. in der Nähe vom Naschmarkt. Die haben Weine, da könnte ich sterben dafür! Wenn du mal Interesse hast, schicke ich dir die Adresse.

  4. das gefällt mir, lustig und unbekümmert vielfältig gewürzt, etwas für die kühle Jahreszeit.

  5. @Bulgariana: Gerne, ich bin immer für Tipps zu haben und wenn du mir dann auch noch sagst, welche Weine ich unbedingt probieren soll, dann freue ich mich umso mehr!
    Frisches junges Lamm schmeckt wie jedes andere Fleisch. Manchmal gibt es aber Lamm zu kaufen, das so richig böckelt, das mag ich auch nicht. Da es mittlerweile mehr türkische Fleischhauer gibt, als hiesige, bei einem Türken kaufen – die legen auf Frische mehr wert, als die heimische Zunft.

    @lamiacucina: Die Ente kocht immer unbekümmert, weil es auch Spaß machen soll.
    Einen Kritikpunkt habe ich an meinem Essen, weil ich zu mir genau so kritisch bin, wie zu anderen: Der Saft gehört ein bisschen mehr reduziert, so wie du das immer so toll machst. Das ist mir aber schon wieder zu viel Aufwand: abseihen, Fleisch warmstellen, in den Topf zurück, reduzieren … da verhungert man am beim vollen Topf.

  6. Meine Mama macht zu Ostern traditionell immer Lamm. Und das ist immer ein Milchlamm. Wie sie es aussucht (auch immer beim Türken) weiß ich nicht, aber ihres riecht nie. Wenn ich dagegen Lamm im Restaurant esse, habe ich oft das Gefühl bei den Hammeln im Stall zu sitzen😉

  7. @Bulgariana: Eben, sag ich ja, muss nicht grauslich schmecken.
    (Mail an dich ging weg)

  8. also ich hab heute eine im ganzen geschmorte Kalbsstelze gegessen. war echt lecker. dein rezept klingt auch fein.

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