Au weh …

… auf maulwurfisch heißt das „Autschn“.

Wurde mir empfohlen, als Comedy-Shooting Star. Durch Youtube groß geworden und vermutlich wird es dabei bleiben.
Wer gerne Humor in Sandkistenförmchen verpackt haben will, nimmt sein Stofftier und schaut sich das Programm auf Youtube an. Das reicht vollkommen.

Was ich noch überlegt habe, ob rechts die hysterisch gackernde (Lach)Dohle für ihre quiekendes Lachen bezahlt wurde, weil eigentlich niemand mitgelacht hat. Viel deutsches Publikum (Studenten?), die vermutlich Stimmung gemacht haben und bei „Hunger“ und „müde“ oooooch mitjammerten. Vor mir, links und rechts von mir konnte ich keine Lachsalven vernehmen. Wer war das dann? Und wo ist die A9 in Österreich?

Keine Comedy ohne Merchandising. Wer kauft ein T-Shirt mit Rapantel?

Kategorie: lieb, infantil, was kommt danach? Allerdings ziehe ich vor Alleinunterhaltern generell den Hut, auch wenn ich sie nicht lustig finde, daher doch wieder toll und mutig.

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14 Kommentare

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14 Antworten zu “Au weh …

  1. „Dem Künstler gelingt es mit wenigen Mitteln, und gar solchen aus einer alten (Theater-)Mottenkiste, die wir für ausschließlich verstaubt zu halten bisher gezwungen schienen, eine überzeugende Metapher des Kleinbürgers hin und in die Postmoderne zu stellen, der, mit archaisch-infantil-animalischen Lauten aus den Tiefen seiner täglichen Hölle sich mühsam empor schnorchelnd, nun an etwas gerät, das er für das höhere Leben hält, und, wie wir zwar voraus gesehen haben, so aber voraus sehen nicht konnten, tragikomisch-realsatierhaft an dem Versuch verzweifelt, an der Produktion dessen teilzuhaben, was er für typisch für diese Ebene hält, nämlich Kunst…“

    Ich fühle mich gesehen. – Muahaha!

    Der Dino, Worthülsenfabrikantor

  2. @graphodino: Wo treibst du diese Texte auf, oder hast du die selbst geschrieben? :-))
    Bei der Wortwahl „archaisch-infantil-animalischen Lauten“ erinnere ich mich daran, wie ich als Kind (stundenlang und ergebnislos = Verlustangst) am Topf gesessen bin und mit „ämmanämma“ ein Motorengeräusch nachgemacht habe. Es bedurfte höchster Konzentration, verhalten die Kupplung zu treten und dabei nicht vom Topf zu fallen. Das ist Kunst!

  3. Hm. – Und das ist jetzt auch wieder typisch: natürlich habe ich das selbst geschrieben…

    Das paßt sogar zu meinem letztem Posting, das meine ich unter anderem: „Dis hat der Penner nie im Leben jeschriehm!“ usw.

    Ich kann mich leider nicht so weit zurück erinnern… Oder ich kann nicht auseinanderhalten, was meine eigenen Erinnerungen sind und was „Erzählungen“.

    Ich weiß nur noch, dass ich mich so mit sechs, wenn ich abends mal allein zu Hause war, immer ins Bad gesetzt habe, weil da durch die Rohre die Geräusche aus anderen Wohnungen hoch oder runter kamen…

  4. … das sollte ’ne Parodie sein… ich musste an Evelyne Hamann denken, wie die mal als Museumswärterin den „Bilderklärer“ vertrat und es ihr überhaupt keine Mühe machte, weil sie im Halbschlaf -zig dieser Worthülsen „gespeichert“ hatte…

  5. leute die auf der bühne ihr gesicht nicht zeigen, finde ich unmutig und uninteressant. ich kann mir soeinen gestrigen imitationsquatsch nicht anschauen..

  6. @graphodino: Siehst du, du kannst sogar konkret werden und sagen, das hast du geschrieben. Bravo!
    Woher soll ich wissen, ob du das selbst geschrieben hast? Du verlangst manchmal ein wenig viel vom Menschen. 😉
    Worthülsen haben auch Politiker gespeichert und das ist das einzige, was mich an diesen Leuten fasziniert: Sie beten sie runter, als wären sie spontan gesagt. Naja, manchmal merkt man es auch – in den Anfängen.

    @Lreporter: Zu seiner (Künstler) Entschuldigung will ich sagen, er kommt sehr wohl auf die Bühne. Singt Liebeslieder ein wenig à la comedian harmonists und trägt Lyrik vor, die mehr als schrägen Dadaismus darstellt. Die Lyrikerin gibt es tatsächlich: Sie heißt Elsbeth Bellartz, oder nennt sich so und ist derartig schlecht, dass sie schon wieder gut ist. Bitte google nach ihr und dem „Nieaufgeben Verlag“. Sie ist ein Hans Dampf in allen Gassen und strickt bei Bedarf sicherlich auch 5-Zehige Ringelsocken für Aussteiger. Also diese Frau aufgetrieben zu haben, ist schon eine Kunst.

  7. @ente – waun i kunst wü, geh i zum beuys. vielleicht sollt ich mich von meinem humorfähnchen nicht so leiten lassen..

  8. deine Beschreibung genügt!

  9. ja, der „deutsche humor“ ist etwas eigenes … 😉

  10. @ente:

    Es war kein Vorwurf gegen Dich (mir ist aber nachher immerhin selber aufgefallen, dass das echt so rüber kommt); im Grunde steckt hinter solchen Anmerkungen meine Wut auf mich selbst, weil ich immer noch und immer wieder gezwungen bin, mich an Lumpen proletarischen Werktätigkeiten auf zu reiben; d. h., anstatt mit der ernsthaften (also endlich aus dem Status des ewigen hoffnungsvollen Dilettanten heraus führenden) Produktion derartiger „Texte“ wie dem da oben (ob nun ernst oder satirisch gemeint, ist nebensächlich) meine Brötchen und hinreichenden Aufstrich verdienen zu können, muss ich ganz demnächst wieder Teller zustellen oder Zeitungen spülen gehen usw.; spätestens ab nächster Woche, weil ich da von „meiner“ Arge-Beraterin eins auf die Mütze kriege…

    Das macht unwirsch. Einst bin ich los gegangen, um alles anders zu machen als die Alten, und jetzt ertappe ich mich dabei, nicht nur in derselben Spur rum zu kriechen, sondern Nichtrealisierung von Talenten usw. gar noch „weiter verfeinert“ zu haben…

    In diesem Sinne: häff fann!

    Wäre es Dir genehm, würde ich Dir ein Grundstück in meiner Bloghäuschen-Siedlung reservieren? Ich habe mich da bewusst sehr zurück gehalten, weil ich nicht hunderte „Buddies“ sammeln, sondern mit so Leuten (aus sicherer Distanz, die mir Kontakt ertragbar macht) kommunizieren will, mit denen so was wie ein „Gespräch“ möglich scheint…

    Mit vorzüglicher Zerknirschung

    Der graphomanische Dinosaurier

  11. @gDino: Ich verstehe sehr gut, warum dich das unwirsch macht. Ich sehe mich zwar nicht als Talent, aber irgendwie wird man manchmal als ziemlich grenzdebil angesehen und das ärgert mich. Es ärgert mich in zweierlei Hinsicht, einerseits weil die Leute nicht ordentlich hinschauen – also die anderen schuld sind, und andererseits, weil einem die Kaltschnäuzigkeit fehlt, mit gleicher Unfähigkeit einfach laut die anderen zu übertönen und man sich damit selbst im Weg steht. Schon alleine, dass man seine eigene Unfähigkeit sieht, ist ja mehr als ärgerlich und fast schon unerträglich! Bevor ich mich aufrege, noch schnell eine Antwort: Gerne, wenn geht neben einem Gartenzwerg, mit dem man nonverbal kommunizieren kann – das mag ich besonders. (Das ist übrigens auch ganz ehrlich gemeint)

  12. Ja, das habe ich mich wieder einmal gar nicht getraut, so drastisch auszudrücken; in einer „visuellen Kultur“, oder wie das Schlagwort heißt, wirkt man in der Tat als in der wirklichen Selbstdarstellung auf Schriftliches Fixierter schnell blöde…

    „Komisch“ ist, dass ausgerechnet das ausgerechnet Thomas Mann auf den Punkt gebracht hat (ich habe den Großmeister wirklich schon sehr lange nicht mehr zitiert!!!), denn er läßt Tonio Kröger sinngemäß anmerken, dass es Einem in Gesellschaft sehr schnell passieren könne, dass man für arrogant und dumm gehalten wird, wo man einfach nur resigniert und müde wäre…

    Q. e. d. – Und der lebte aber noch in der „bürgerlichen Literaturgesellschaft“…

  13. Nanu – habt ihr ’ne andere Zeitzone?

  14. @gDino: Ich könnte um eine Stunde die Uhr verstellen. Da ich aber zu Hause schon alle Uhren durch bin, warte ich im Blog so lange, bis es wieder Sommerzeit gibt. Macht es dir etwas aus, wenn du eigentlich zu einer anderen Zeit hier bist, als du es glaubst? Ich finde auch die verdeutschte amerikanische 12 Stunden Schreibweise, statt pm „nachmittags“ ein bissl blöd, aber mir ist eigentlich wurscht, wann wer hier schreibt.

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