City Lights ~1~

Neue Serie …

Verrückt ist das schon. Ab 2012 soll es nur mehr Energiesparlampen geben. Ich habe diese Lampen mit diesem grauslichen Licht schon ewig nicht gemocht. Das Licht ist kalt, braucht zu lange um auf Touren zu kommen und macht eine ungemütliche Stimmung. In zwei Stehlampen glühen zwei dieser Birnen lustlos vor sich hin, die eigentlich nur zur Einbrecherabschreckung dienen sollen.
Es gibt bereits Studien, dass das Licht dieser Lampen ungesund, weil kalt ist. Es enthält zu viel blaues Licht.
Gut, dann werden wir uns einmal für die nächsten 10 Jahre mit 100 Watt Birnen eindecken, weil sie dann sicherlich irgendwann draufkommen, diese Verordnung war ein Mist. Vielleicht blogge ich dann noch, dann kann ich zu diesem Artikel verlinken, oder ich bin bis dahin blind wie ein Maulwurf.

Na und weil die EU uns zum Energiesparen bringen möchte, explodieren Jahr um Jahr die Weihnachtsbeleuchtungen. In der Glühbirne gespart, bei der Straßenbeleuchtung geprotzt. Zugegebener Maßen manche sind sehr hübsch anzusehen, andere hängen in der Luft wie hingespuckt. Die Ente hat so ein paar Lämpchen festgehalten und ihr dürft euch am Licht erfreuen.
Ich suche noch ein beleuchtetes heimisches Rentier, das über die Dächer reitet. Ein bekannter Diskonter hat diese Lichtfiguren, sowie kletternde Weihnachtsmänner unter die Leute geschleudert. Da wird sich doch das eine oder andere Lichtobjekt vor meine Linse trauen?

thering1

thering2
The Ring„, Ringstraße

– die Araber haben sich noch nie viel um Energie gepfiffen, wobei dieser Lichtvorhang sehr hübsch ist, solange ich dahinter nicht meinen Schlaf finden muss.

Advertisements

17 Kommentare

Eingeordnet unter Ent(e)deckt, ente on tour, stadtgeschichten

17 Antworten zu “City Lights ~1~

  1. bin absolute deiner meinung, das kalte licht ist nicht zu ertragen und nach einzwei jahren wird sich rausstellen, dass energiesparlampen gase absondern die sauerstoff aufsaugen und auffressen.
    apropos heimisches rentier -> letztens die koller in promi-diner gesehen, die is ja schrill..

  2. ich habe die Linzer Lichter fotografiert!

  3. die neuen Lampen emittieren derart viel Ozon, dass sie nur bei geöffnetem Fenster auszuhalten sind. Hab eben eine entsorgt.

  4. Und in Graz hängen ganz dezent die Weihnachtsbäume verkehrt von oben herab – grrrr, ein feiner Anblick.

  5. @Lreporter: Wir werden uns gegenseitig erinnern, dass wir es schon immer gewusst haben und zum Beweis hier nachlesen lassen, uns dann zum Bundespräsidenten wählen lassen und Feste schmeißen. So wie die
    Koller: Die war ja extrem peinlich, der Eberhartinger auch. Kann mir wer erklären, warum österr. Promis nicht bei sich zu Hause kochen, sondern sich wo „fremd“ einquartieren? Bis auf die Rußwurm können sie alle nur Wasser kochen. Na, (Lebens)Künstler eben.

    @weltbeobachterin: Bin schon gespannt. Linz war ich schon ewig nicht mehr.

    @lamiacucina: Du hast es ja gut, bei euch gibt es auf immer und ewig Glühbirnen und ich werde daher künftighin meinen Glühbedarf in der Schweiz decken. (Ich bin ja der EU-Befürworter, aber im Moment denk ich mir, die Schweizer sind gar nicht so patschert, wie man denkt.)

    @rufus: Ach, wie originell. Ursprünglich ist das ein europäischer Brauch, Bäume verkehrt aufzuhängen. Wo ist es modern geworden? Bei den Amerikanern und dann müssen wir das gleich nochmals auf den Kontinent holen und als besonders witzig und kreativ präsentieren. Wart nur, in 10 bis 20 Jahren hängen wir auch von der Decke und prosten uns zu.

  6. Ich habe mir ernsthaft überlegt, ab wann ich beginnen soll mich mit normalen Glühbirnen einzudecken. Mein Mann, bekanntlich ein Sparkünstler, hat während ich auf Geschäftsreise war alle Glühbirnen (und wir haben eine Menge davon!) mit Sparlampen ersetzt. Als ich nach Hause gekommen, hatte ich das Gefühl in eine Leichenhalle einzutreten. Schlimm!

  7. @lilly – gut ist es berühmt zu werden, wenn man schon ein wenig lebenserfahrung hat, andersrum wirkt es bei manchen entlarvend – aber wurscht, ein schnitzel zuzubereiten kann nie schaden..

  8. Jetzt gilt es, Glühlampen zu bunkern!

  9. @Rupi: Mir ging schon ein Licht auf und ich bin schon dabei. 🙂

  10. @Lreporter: Sie ist eben ein Musicalstar und so lebt sie es auch im Fernsehen. Und Schnitzel backen kann sie übrigens auch nicht. 😉 Vielleicht ist wem aufgefallen, sie hat beim Meinl Kalbsrückensteaks gekauft (man kauft dafür aber von der Schale) und in die Pfanne wurden große Schnitzel geworfen. Da war etwas nicht ganz koscher dabei. 😉

  11. @Bulgariana: Oh, das ist ähnlich schlimm, wie wenn jemand hinter dir, kaum verlässt du das Zimmer schon das Licht abdreht. Gut, das ist sowieso der Tod jeder Energiesparlampe. Die wollen nämlich das Auf- und Abdrehen nicht so gerne und verkürzen damit die Lebenszeit.

  12. Wenn man bei den Sparlampen nicht spart [sic], findet man auch Warmtonlampen. Sparlampen haben ihren Sinn, wo sie lange anbleiben – und in meinem Wohnzimmer wirst du nicht sagen, es wäre kalt und ungemütlich wegen der Sparlampen.
    Aber in Hausfluren und wo das Licht nur kurz angeschaltet wird, sind sie fehl am Platze. Etwa auf dem stillen Örtchen – außer, sie sind so hell, daß man da lesen kann… :>
    Was auch noch nicht endgültig geklärt ist, ist die Frage der in diesen Superlampen verbauten Materialien, speziell der Leuchtgase. Sind die nicht umweltschädlich? Klassische Leuchtstoffröhren gehen in den Sondermüll, und Sparlampen sind technisch auch nichts anderes…

  13. weana

    Ich bin eigentlich recht zufrieden mit meiner Energiesparlampe – hab aber auch eine Tageslichtversion genommen: besonders schön bei trüben Tagen.

    Nur die Werbung fürs richtige Entsorgen von Energiesparlampen im Berliner Radioeins hat mich so genervt, daß ich das nicht mehr aufdreh.

    Das mit dem Ozon ist mir neu, aber daß da eine Menge Quecksilber drin ist und das deswegen nicht in den normalen Mistkübel gehört.

    Zur Weihnachtsbeleuchtung:
    Letztes Jahr waren ein paar schöne in Wien (Himmelpfortgasse (wie meistens) aber auch Rotenturmstrasse fand ich beeindruckend, wenn auch nicht weihnachtlich). Dieses Jahr bin ich leider nicht in Wean vor Weihnachtn.

    Schön find ich auch die leuchtenden Baumkronen am Ku’damm in Berlin. Am Tauentzien stehen dann wieder die Riesendinger rum, die sind grauslich. Unter den Linden habens die Stämme und grössten Äste mit Lichtschlangen umwickelt, das schaut mehr wie ein Gerippe aus – kombiniert mit den Kudammschen Baumkronen wärs top.

    In Leipzig gibts kaum Weihnachtsschmuck. Dafür ist der Weihnachtsmarkt schon fast über die ganze Innenstadt verteilt, und somit würd das eh keiner mehr wahrnehmen. Und ein Gedränge dort, fürchterlich.
    Aber einen Ableger hab ich schon gfunden, wo’s zum Aushalten ist.

  14. @Wolfram: Ich werde mich umsehen, was es am Sektor gibt. Da wo ich die beiden Energiesparlampen leuchten habe, sind auch warmetonige Lampenschirme darüber, das macht das Licht auch wärmer. Sonst werde ich mich am Markt umsehen was es gibt. Die Formen der Lampen sind auch so hässlich, das tut mir direkt weh. Ich habe nämlich eine Deckenlampe wo man von unten die Birne sieht und die Energiesparlampen schauen so extrem hässlich aus. Ich bin halt auch schon ein wenig träge für Neuerungen dieser Art.

    @wrnr: So im Detail habe ich mich noch nicht damit beschäftigt, weil ich mich innerlich dagegen wehre – stur eben.
    Du hast Recht, einige Beleuchtungen haben mit Weihnachten an sich gar nicht mehr viel zu tun. Ich schau einmal, ob ich möglichst viele Bilder einfangen kann. 😉

  15. Vor 11 Jahren, als wir – die damals-wir – die Wohnung meiner Großeltern übernahmen, habe ich für eine Reihe von Leuchten Sparlampen angeschafft. Einige sind regelrechte Insektenfallen, die muß ich jährlich ausräumen. Da sind Standardsparlampen drin, weil man sie nicht sehen kann. Das Glas ist etwas gelblich, von daher gibts eher angenehmes Licht. In der Stehlampe kann man die Lampen sehen, und deshalb hab ich damals ein SChweinegeld ausgegeben, um ansehnliche Leuchtmittel zu bekommen. Haben damals pro Stück über 20 Mark gekostet (sind aber heute noch drin), dafür sehen sie etwa so aus wie normale Glühbirnen. Es gibt auch große Kugellampen, es gibt Kerzenlampen für den guten alten Kronleuchter, … eigentlich mittlerweile keine Lampenform, die fehlt. Außer Kühlschrankbeleuchtung und Backofenbeleuchtung. Und die Glühbirne in der Salzlampe kann man sinnvollerweise nicht durch Sparlampen austauschen, weil sie die Wärme brauchen.

    Überhaupt: wir leben nicht in Australien oder USA, wo die Abwärme der Glühbirne durch Klimaanlagen wieder abgekühlt wird. Was die Glühbirne nicht in Licht umsetzt von ihren 60 oder 100 Watt, das setzt sie in Wärme um. Und diese Wärme braucht die Zentralheizung nicht mehr herzustellen… Die behauptete Energieersparnis geht also zum großen Teil buchstäblich wieder zum SChornstein raus.

    😉 Hast ja doch Schnee hier!

  16. @Wolfram: Bei all diesen Energiesparmaßnahmen, die in Summe (!) sicherlich wichtig sind, sucht man sich aber die Masse an Verbraucher heraus, deren Stimmen kaum gehört wird. Ich habe keine Ahnung, wie hoch der weltweite Energieverbrauch von Glühbirnen ist, aber sicherlich verschwindend klein ggü der Industrie. Die hat aber eine gute Lobby und verpufft weiterhin energieverschwendend (mit reduziertem Strompreis, weil Großabnehmer) die Energie beim Rauchfang raus. Soll der Anteil der Glühbirnen für verbrauchte Energie bei 5% liegen und selbst das finde ich hoch, ist die Einsparung wie ein Tropfen auf dem heißen Stein.
    Diese Änderungen wirbeln unheimlich viel Staub aus, gehen durch die Presse, man wechselt die eine Birne mit der anderen aus (erinnert mich ein bisschen an Politik) und man glaubt dabei mit Nachhaltigigkeit etwas für die Umwelt getan zu haben.

  17. @16: Das ist doch immer so. Beim Feinstaub greift man den Verkehr an – aber nur für das, was aus dem Auspuff kommt. Ein ungefilterter neuer TDi bekommt dabei aber seine Plakette, während ein Brezelkäfer keine kriegt, obwohl sein Motor im Gegensatz zum neuen Diesel keine Feinstäube produziert. Und der Feinstaub der 135er Reifen des Oldtimers dürfte vernachlässigbar sein gegen die 245er Schluffen eines modernen Passat. Überhaupt, Feinstaub vom Verkehr kommt zu 60% vom Straßen- und Reifenabrieb. Und der gesamte Verkehr trägt nur zu 20% zum Staubaufkommen bei, Schornsteine aber zu über 50% – und den Löwenanteil des Restes hat die Natur selbst zu verantworten…

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s