Jahresrückblick – oder was?

Selten blicke ich zurück. Ich bin eher der Typ der nach vorne schaut und trotzdem strotze ich nicht vor Optimismus. Sehe sicherlich nicht schwarz, sondern eher farbig.
Ist denn ein Rück-blick, ein Rück-schritt?
Würde ich heute, da wo ich das eigentlich schon gestern geschrieben habe, auf das vergangene Jahr zurückblicken, es vielleicht auf Papier bringen, weil nicht alle Gedanken für die Klatschspalte eines Blogs geeignet ist, wie viele Seiten würde ich brauchen?
Welches Papier würde ich dafür verwenden?
Gehe ich ins Detail, oder mache ich nur einen Überblick?
Versuche ich die positiven Dinge herauszuarbeiten?
Oder nehme ich die negativen Erlebnisse herbei, weil sie hausgemacht und daher verbesserungswürdig sind?
Nehme ich für diese Aufzählung meinen geliebten Füller, der technikbedingt ein stiefmütterliches Dasein lebt? Habe ich noch genug Tinte dafür? Denn die wollte ich schon längst kaufen.
Wie viele Seiten werde ich wohl brauchen?
Sollte man diese zusammenbinden und irgendwann wieder einmal lesen? Oder ist es nur eine einfache Übung, sich bewusst zu werden, was man er- und gelebt hat und kann die mühsam beschriebenen Zetteln zusammenknüllen und ins Feuer werfen?
Wie viel Zeit werde ich dafür aufwenden müssen, um ein Jahr so zu beschreiben, damit es ein Lebensjahr wiederspiegelt?

Ich habe zwischen jedem Satz nachgedacht und mir ein Gedankengerüst geschaffen. Es wird nicht niedergeschrieben, sondern ich stelle es auf, klette darauf rauf und bin dann so groß, wie ich schon immer sein wollte!

Wir sehen und lesen uns im nächsten Jahr!
Darauf freue ich mich!
Denn wenn Ende gut, alles gut! Da wo eine Ente, da auch ein Anfang!

P.S.: Zu einem Schluss bin ich gekommen: Wer in seinem Blog kocht, dem sind Zugriffe sicher. Mein Vanillekipferl-Vergleich liegt in der Statistik weit vorne, haarscharf von der Weihnachtsente gefolgt, wo ich die Gourmets ein wenig gefoppt habe. Das ist mir überhaupt die größte Freude! Auf jeden Fall ist es im Moment der Trend Koch-zu-bloggen, aber was kommt dann? Hoffentlich nicht Modellbauen, oder Stricken, Sticken und Stopfen. Obwohl ich eigentlich justament immer das mache, was nicht gerade Trend ist. In diesem Sinne mache ich dort weiter, wo ich begonnen habe.

8 Kommentare

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8 Antworten zu “Jahresrückblick – oder was?

  1. Ha, ab nächstem Jahr wird es bei mir Zugriffe hageln … da wird gekocht und geblogt 😆

    Übrigens, ganz schön was los gewesen bei Dir dieses Jahr – weiter so und Alles Gute für 2009.

  2. @rufus: so in Eile, schicke ich dir ganz liebe Neujahrsgrüße ins Steirische! Man liest sich natürlich weiter!

  3. die ente schaut nach vorn, das ist gut, jahresrückblick köcheln eh alle. 2009 setzte ich weiter auf die wien-berlin-achse und auf inneren und äußeren reichtum.. guten rutsch und guten start ins neue jahr!!

  4. @Lreporter: Klingt auch gut! 🙂 Ich hoffe, du bist gut gerutscht.

  5. ich werde auch mehr kochen, wobei Haider ist einfach bei mir die Nummer 1 die zieht.

  6. ludi

    „Da wo eine Ente, da auch ein Anfang“!
    *puttlach*

    da wo ein anfang, da auch eine ente!
    entegut allesgut :yes:

    summasummarum: entenendenfilosofie verstanden!

  7. @weltbeobachterin: Der ist aber halt schon weggestorben. Du musst dir wen Neuen suchen!

    @ludi: Applaus! 🙂

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