Vom Autor selbst gelesen

Eine sehr interessante internette Seite ist mir kürzlich aufgeschlagen worden.

www.zehnseiten.de

Zehnseiten zeigt, man kann auch ganz ruhig, nicht hektisch flimmernd, gut durchstrukturiert und mit schlanker Farbästhetik eine Webseite aufbauen. Das gefällt mir schon einmal von der Aufmachung sehr! Hier liest der Autor persönlich seine (liebsten?) zehn Seiten aus seinem Werk. Sehr interessant, wie er es selbst interpretiert und dass die wenigsten Autoren schön lesen können. Na gut, dafür können sie gut schreiben. Ganz ist mir nicht klar, wie es zu der wöchentlichen Auswahl der Bücher kommt, aber es scheint verlagsunabhängig* zu sein.

Auf dieser Seite stöbert man, wie man es sonst in einer Buchhandlung tut. Man nimmt ein Buch zur Hand, blättert darin, liest einen Satz oder ganzen Absatz und lässt sich zum Kauf inspirieren. Ich habe mir durch diese Seite das Buch „Liebesgeschichte“ von Franzobel gekauft. Liegt aber leider noch immer verpackt rechts neben mir – muss erst Zeit finden.

*Rupi meinte dazu, die Seite ist leider nicht verlagsunabhängig. Schade!

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13 Kommentare

Eingeordnet unter Ent(e)deckt

13 Antworten zu “Vom Autor selbst gelesen

  1. Oh, ja! Die Seite ist wirklich schön 🙂 Habe mir auch Franzobels Lesung angeschaut. Bin ich zu blöd oder sieht man wirklich nicht wer für die Seite verantwortlich ist?

  2. Leider ist die Seite nicht verlagsunabhängig, sondern eine finanzierte Werbung.

  3. @Bulgariana: Wenn du den Kommentar unterhalb von dir liest, dann hast du die Antwort dazu. Rupi ist ein alter Fex*, der sich in Sachen Verlag und Autorenschaft sehr gut auskennt. Wenn du Näheres wissen willst, dann frag ihn dazu.
    *) alt im Sinne von wissend!

    @Rupi: Ganz klar, du kennst das. Meine innerste Befürchtung war leider, die Seite ist nicht verlagsunabhängig. Sind denn alle dort publizierten Verlage in irgendeiner Weise zusammengehörig? Letztens, als ich für Zsolnay recherchierte, entdeckte ich, der österr. Verlag ist fest in deutscher (Hanser) Hand. Sehr verworren die ganze Geschichte.
    Aber gib zu, die Seite ist sehr elegant und auf’s Wesentliche reduziert!

  4. Ich finde die Seite äusserst interessant gemacht, und sie haben auch seit Monaten eine äusserst positive PR. Vor einigen Monaten habe ich mich dort mal beworben, die Antwort lautete, man habe »den mit uns kooperierenden Verlagen ein Gleichbleiben des bisherigen Konzeptes versprochen.«

  5. Ich möchte mich herzlich für den schönen Link bedanken, bin bei einigen Autoren bereits hängen geblieben und werde die Seite sicher weiterverfolgen.
    Auch wenn es – wie ihr sagt – eine finanzierte Werbung ist, ist die Seite für meinen Geschmack gut gemacht.

  6. @Wienermädel: Das ist sie ohne Zweifel.
    Es ist aber auch kritisch zu betrachten, wenn man eine Ablehnung als Autor bekommt, die difus erscheint: „man hat Kooperationen für ein gleichbleibendes Konzept“ und dies ist im Impressum der Seite nicht sichtbar, um welche Kooperationen es sich handelt. Das ist im Grunde genommen unseriös – bei aller Schönheit und macht der ohnehin schon leicht angeschlagenen Verlagswelt kein gutes Image. 😉

  7. PvC

    Statt Gerüchte: „Zehn Seiten“ ist eine GmbH, also in sich natürlich gewinnorientiert angelegt, arbeitet aber tatsächlich unabhängig von Verlagen und in einer Kooperation mit ZEIT online. Hier gibt’s ein Interview mit einer von den Machern über die Gründung und Ziele: http://www.sagmal.de/zehnseiten.htm
    Einfaches Googeln macht Verschwörungstheorien zunichte. 😉

    Die bisherige Auswahl konzentriert sich auf bekannte und seriöse Literaturverlage, die nichts miteinander zu tun haben. Dass große Häuser wie Hanser aus mehreren Unterverlagen bestehen, ist bekannt und völlig normal, keineswegs unseriös (s. http://www.hanser.de). Zsolnay, Deuticke, Sanssouci sowie Nagel & Kimche gehören schon lange zum Hause Hanser, das übrigens zur Crème de la Crème deutschsprachiger Literaturverlage zählt. Betonung auf „deutschsprachig“, denn als Autor denkt man nicht in Landesgrenzen.
    Mein Fazit: Feinste Sahne, was sich da versammelt – und hoffentlich wählen sie weiter mit diesem Händchen aus!

  8. @PvC: Ich habe gegooglet und sicherheitshalber jetzt gerade nochmals. Wer einfach mit dem Keywörtern „zehnseiten“ + „de“ googlet, bekommt eine Auswahl von Seiten, zu denen „sagmal.de“ zu den ersten 20 Hits !nicht! zählt. Und weiter nach hinten schaue ich nicht. Daher wäre es empfehlenswert, etwas für diese Seite zu tun, damit sie in den Hits weiter oben landet, dann kann ich auch Interviews diesbezüglich nachlesen. 😉 (Nicht immer so aggressiv in den Kommentaren sein, bittschön.)

    Zsolnay in deutscher Hand ist ein Insider. Und zwar dahingehend, dass es kaum mehr „echte“ österreichische Verlage gibt. Beim ersten Hinschauen scheint es, Zsolnay und Deuticke wären österreichisch, sind sie aber nicht. Deshalb sprach ich davon, man muss sich mit der Materie auseinandersetzen.

    Als unseriös bezeichne ich nur, wenn man auf der zehnseiten.de Website nicht eindeutig erkennen kann (normaler Weise kommuniziert man das unter der Rubrik „wer sind wir“), von wem die Unterstützung kommt. Und das finde ich einfach ein wenig „unseriös“ kommuniziert. Zehnseiten.de braucht sich bezüglich dieser Kooperation nicht zu verstecken, so meine ich und tut es anscheinend doch.

    Danke für die Aufklärung. Ich hätte sie mir ein wenig in mehr Charme verpackt gewunschen, aber das kann man vermutlich nicht erwarten, wenn man in das Bienennest des Verlagswesens sticht, wo jeder sofort auf Abwehrhaltung aus ist.

    edit: „deutschsprachig“ denkt das Marketing von Verlagen. Autoren haben, sofern sie Rückgrat haben, eine österreichische Sprache in ihren Werken und genau die will ich lesen! Mit deutschsprachigen Sendungen und Synchronisationen werden ich im Fernsehen ständig zugeschüttet, das genügt mir!

  9. @PvC und alle –
    Ich habe diesen Kommentar komplett gelöscht, weil ich mich tatsächlich geirrt habe und entschuldige mich mit allem Nachdruck.
    PvC ist tatsächlich die Inhaberin der verlinkten Seite, tritt aber „fremd“ unter einem Synonym auf. Tja, wie ich eben. 😉

  10. Sorry, wenn mein Beitrag ohne Charme rüberkam – das sollte er nicht sein – ich hatte mich nur knapp fassen wollen und das in einem Affenzahn getippt! Und sorry, dass ich nicht immer weiß, mit welchen Namen und Adressen ich mich irgendwo eingetragen habe (kann mich an ein Eintragen nicht einmal erinnern). Ich schwöre, ich bin immer ich – da muss man nicht groß recherchieren: Petra van Cronenburg (mit van davor und n im Namen), nicht anonym, höchstpersönlich. Die Mail hier ist fürs Internet, die andere für Leser, nur wegen des Sortierens. So einfach. Ganz ohne Hintergedanken.
    Nach diesem charmanten Anraunzer entenseits werde ich hier jedoch garantiert nie wieder stören! Habe die Ehre…

  11. @PvC_lieber wäre mir Petra vC:
    Ich habe das oberhalb bereits richtig gestellt und entschuldige mich mit aller Höflichkeit.
    Danke trotzdem für die sachdienlichen Hinweise zu zehnseiten.de
    Ich bin kein Autor und kenne mich mit Verlagen nicht aus. Es ging mir in diesem Fall einfach nur um die Sache und gute Aufmachung!

  12. Da bin ich wieder und hab das mit dem Einloggen hoffentlich endlich kapiert – Petra reicht 😉 Ich muss mich auch entschuldigen, wenn mein Posting rüde klang, war das nicht beabsichtigt. Wenn ich versuche, mich kurz zu fassen, klinge ich wohl wie mein Hund 😉
    Zu den Fragen, die übrigens auch Autoren nicht immer beantworten können… Ja, es ist schade, dass im Impressum von ZS nicht erscheint, wer das warum macht und wie. Leider ist das weit verbreitet und Gugl hupft dann auch nicht immer, wie man will.
    Verlage und Eigner: Das wechselt heutzutage so wild, dass man manchmal auch als Autor davon überfahren wird. Einzige Infoquelle ist immer die Verlagswebsite mit dem Impressum, wo man dann sehen kann, wo der Hauptsitz liegt.

    Was das „deutschsprachig“ betrifft: Ich selbst erlebe das eigentlich lustig gemischt. Natürlich geht es erst einmal um Käuferzahlen und Finanzen und da nimmt man halt lieber alle drei Länder mit als nur eins. Aber viele Verlage behalten ja ihre Dependancen trotzdem in CH oder Ö – oder deutsche Verlage verlegen sehr Regionales. Ich erinnere mich an Österreichkrimis bei Lübbe, die durchaus ihre sprachlichen Eigenheiten behielten. Und gerade habe ich ein Hörbuch auf dem Tisch, wo Josef Winkler den Josef Winkler liest (Roppongi) – garantiert kein Hochdeutsch, von einem deutschen Verlag in Schwaben produziert und in Wien aufgenommen. Als elender Optimist würde ich diese Öffnung eher als Chance sehen. Aus Deutschland schauen nämlich viele Autoren wehmütig aufs „Literaturland“ Österreich, von so viel Lebendigkeit der „Szene“ kann man da mancherorts nur träumen. Und ihr habt Klagenfurt. Da drücken sich regelmäßig die deutschen Autoren die Nase platt am Fernseher 😉

  13. @Petra: Dann greife ich einmal deinen Optimismus auf und hoffe man lugt nicht nur über die Grenzen, sondern greift auch zu, damit österr. Autoren auch Geschäft machen können. 🙂

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