t’schuldigung

Die Ente, die twitter nicht mag, zwitschert nur mehr.
Sie schickt Eilbotschaften ohne Kontext zur innerlichen Befreiung von Geist und Seele durch den Äther, pardon Internet und keiner versteht sie. Und damit kann ich gerade jetzt sagen: Weil einen doch niemand versteht, tut das Rausschreien ins taube Universum mit ungleich geringerem Aufwand sehr, sehr gut.

Conclusio: die Ente liebt twitter, weil sie ohnehin unter Wasser quakt und sie keiner hört.

Die Ente sollte ihren Blog verlinken. @Lreporter – die Ente macht das, wenn sie irgendwann einmal glaubt, es ist die Zeit reif dafür.

Die Ente sollte Werbung für ihre Posts machen.

Die Ente pfeift auf Werbung ihres Blogs.

Die Ente ist schlichtweg eigensinnig und deppert.

Was würde ich jetzt twittern?
#Wbeobachterin: Weu’sd a Herz hast wia a Bergwerk ist megageil – Ente singt/quakt mit großer Inbrust. Ich fahre nicht mit der Bahn, aber mit dem 31er!

15 Kommentare

Eingeordnet unter befindlichkeiten, Die Welt

15 Antworten zu “t’schuldigung

  1. 😉 habs mir doch gedacht. wie heißt es bei uns im Mühlviertel so schön: wer schimpft der kauft!
    mir ist das auch schon ungut aufgefallen… bist ja twitternärrischer wie ich

  2. @Wbeobachterin: Tja … 😉
    Bei twitter sind die Leute ja sehr egozentrisch, noch schlimmer als bei blogs. Wer sich in einem Forum bewegt, trägt handgestrickte Socken beim Schlafen.
    So kann man bei twitter wirklich JEDEN Schwachsinn loswerden und die Leute merken’s nicht, weil sie sich ja nur selbst sehen. (es gibt kaum Widerspruch – schon gemerkt? Das macht der provozierenden Ente noch mehr Spaß und gibt twitter erst den rechten Sinn. Ich mein, wozu sind wir auf der Welt, wenn wir nicht provokant sein dürfen?)
    Heute kam mir jemand in der Kreuzgasse mit dreiviertellangen, beigen Hosen entgegen (Kommunionshose?). Er hat mit sich selbst geredet und irgendwas unflätiges mir gegenüber geäußert. Aber ist in so einer Affengeschwindigkeit an mir vorbei, das war ein leibhaftiger, greifbarer Twitterer! So muss ein Twitter ausschauen. Das blaue Vogerl ist nur Tarnung, man trägt es im Kopf!

  3. wenn Du deinen Kopf unter Wasser stecken tust, muss ich das als follower denn auch tun ? Ich blick da nicht durch, befürchte Atemnot.

  4. @lamiacucina: Keine Angst, weil du nimmst ja gar nicht wahr, dass ich den Kopf unterm Wasser halte. Du ziehst ja dein Ding durch und wirbelst mit dem Kochlöffel, während ich nebenher tauche. Und beide sind wir Schaumschläger. 😉
    (Ich kann es nicht besser erklären, ohne mich selbst zu diskreditieren.)

  5. Tempora mutantur, nos et mutamur in illis

  6. Ich bevorzuge das Blog. Da kann man gepflegt was sagen, ist nicht auf 140 Zeichen beschränkt, und der Austausch klappt auch besser.
    Aber Twitter ist im Zeitgeist: was man zu sagen hat, paßt in 140 Zeichen; Nachrichten und Wahrheiten müssen in 1’30“ gesagt werden können, sonst werden sie nicht wahrgenommen oder verstümmelt.
    Nein, da spiele ich nicht mit. Und kriege vermutlich genauso auf die Mütze dafür wie der Papst… aber das ist es mir wert.
    Ich wundere mich übrigens, wieso gerade markante Alt-68er, angetreten seinerzeit mit dem Anspruch radikaler Systemkritik und der Fähigkeit zu nächtelangen Debatten, sich bei Twitter dann systemkonform zeigen. Haben sie nichts mehr zu sagen? Oder ist die Kritikfähigkeit verpufft?

  7. Wieso glaubst du, dass dich keiner versteht, wenn du twitterst? 🙂
    Sonst muss ich mich Weltbeobachterin anschliessen

  8. Wir überlegen auch, ob es am Wochenende Ente gibt 😉

  9. flattersatz

    also, twitter find ich nicht so toll, plurk dagegen scheint mir viel intellecktueller….

  10. @lilly – ich glaub, du & dein blog werden noch richtig gross raus kommen, auch ohne verlinkung <- #assoziationskette macht jedenfalls schon a weng spass 🙂

  11. @Rupi: Soll das jetzt ein Nachteil sein, weil ich nie Latein gelernt habe? 😀

    @Wolfram: Was willst du mit 140 Anschlägen bittschön kritisieren? Da bleibe sogar ich freundlich beim Twittern. Ich habe schon nach einem Upgrade gerufen, aber sie geben mir nicht mehr als 140. 😉

    @Bulgariana: Das ist ein Gefühl das ich habe … aber die täuschen einen sehr häufig. Die Gefühle, nicht die Twitteranten.

    @rufus: Hat es uns geschmeckt, das Ende der Ente?

    @flattersatz: „plurk“ klingt so ähnlich wie „honk“

    @Lreporter: 😀 – groß rauskommen, erinnert mich an Akrobat „schööööööön“.

  12. lilly – ja, akrobatin schöön! – wie findest du eigentlich diesen quatsch? -> http://www.sueddeutsche.de/kultur/434/467012/text/#readcomment

  13. @Lreporter: Alter Hut, du kennst ja dazu meine Meinung bereits. 😉

  14. Hatte Mitleid mit dem Vieh, und da das Schwein wieder gesund ist …

  15. „Was willst du mit 140 Anschlägen bittschön kritisieren?“
    Siehst du, das ist schon das erste Problem. Und ein 68er, der auf sich hält, würde hier ansetzen: das System kritisieren, das nur 140 Anschläge zuläßt. (Ich hab sie bis vor der Klammer schon um 50% oder 70 Anschläge überschritten, Steuercode nicht mitgerechnet.)
    Aber Twitter paßt so schön in die Moderne, in der gerade die Alt-68er die Macht übernehmen, und manchmal frage ich mich, ob sie dafür nicht die Verkürzung der Botschaft notwendig brauchen: Mitteilungen in 140 Zeichen (eine SMS hat 160!), Wahrheiten in 1’30“ oder gar nicht, Zusammenhänge erklärt man dabei nicht mehr und läßt den „mündigen Bürger“ ziemlich dumm im Regen stehen.
    Sicher, Vor-68er wie Edith Cresson können auch in einer halben Stunde fast nichts sagen, und man kriegt wehe Füße dabei, wenn keine Stühle gestellt werden. (Aber seltsamerweise hatte Gerhard Schröder auch seine Reden nicht in 1’30“ beendet, wenn er vor Publikum sprach: an Füllstoff mangelt es nicht, wenn man langatmig sein will.) Allerdings war die Rede nicht so nichtssagend wie die des erwähnten GS…
    Sicher: mittels Twitter hätte ich Cressons Stilblüte live aus dem Festsaal in die Welt blasen können. Aber das ist doch wie Furzen statt Reden: man stellt mal eben was unkommentiert in den Raum, und wenn es der erste wahrnimmt, ist man schon längst ein Zimmer weiter… zugegebenermaßen ist das die Art und Weise, wie man heute Politik macht. Biertischpolitik. Absprachen statt Gesetzen. Kurzmitteilungen statt einer vernünftigen Erklärung.
    Aber ich muß das nicht gut finden. Und wenn ichs müßte, wäre ich Dissident.

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