Bezahlinhalte bei Online Medien


Online Times möchte ab kommenden Frühjahr für seine Online Inhalte Geld.
Darauf warten vermutlich schon alle Medien, wer den ersten Schritt macht. Noch dazu, wo die heimischen Printmedien schon einmal bessere Zeiten hatten.
Ein sicherlich interessantes Experiment.
Ist der User bereit etwas zu zahlen, wo man eigentlich das Grundrecht „gepachtet“ hat, es „umsonst“ zu bekommen?

16% wollen laut einer Umfrage für den Online-wissens-news-zugriff zahlen. – was nota bene nebbich ist.
Die meisten Nutzer sprechen sich dafür aus, nur für jene Inhalte zu bezahlen, die sie auch abrufen.
Die Bereitschaft liegt zwischen 10 cent und 1 Euro pro Artikel (was schon wieder übertrieben viel ist)
Nur 4% akzeptieren eine monatliche Abogebühr, die für mich ausschließlich in Frage käme. Schon alleine wie oft ich in Artikel nur hineinzappe und die ersten beiden Absätze überfliege (und glaube den Rest zu kennen – Aberglaube –😀 )

Gute Frage, was wäre ich bereit zusätzlich zu meiner Printausgabe zu bezahlen?
Liefert die Online-Presse ein Zusatzangebot, das ich bei meiner Printausgabe nicht habe?
Kann ich mit brandheißen Themen und Schlagzeilen so lange warten, bis meine Frühstückszeitung am nächsten Tag beim Kaffee gelesen wird?

Quelle: orf futurezone

P.S: Die ORFTVThek startet mit ziemlicher Verzögerung ihr Video Online Angebot, das noch gratis ist. Nicht alle Sendungen, aber doch bis zu 70 sind 1 Woche lang abrufbar.

14 Kommentare

Eingeordnet unter zeitungsente

14 Antworten zu “Bezahlinhalte bei Online Medien

  1. Zeitungsverleger behaupten, dass das Publikum bereit sei, für Qualitätsjournalismus etwas zu bezahlen. Warum laufen ihnen denn die Leser davon ? Weil sie die beinahe gleichen Inhalte in Gratisblättchen auch lesen können. Besonders hier in der Schweiz. 2/3 der Kosten werden durch Werbung finanziert. Es wird immer Firmen geben, die ihre Reklame einem redaktionellen Content beifügen wollen. Das wird auf die Dauer auch bei elektronisch verbreiteten News funktionieren. Ich jedenfalls werde keinen Cent bezahlen. Ich lechze allerdings auch nicht nach News, kann damit leben, von etwas überhaupt nichts zu wissen.

  2. @lamiacucina: Ich hatte eine zeitlang kein Zeitungsabo. Mir hat etwas gefehlt. Also wieder bestellt und ich muss sagen: ich liebe es, eine Druckversion zu Hause herumkugeln zu haben. Daher bin ich bereit für eine Zeitschrift zu zahlen.
    Zu den Blättchen, die bei uns gratis in der U-Bahn verteilt werden, habe ich kaum Zugriff, weil ich eher mit der Straßenbahn fahre (oder mit dem Auto). Und ich fahre dort, wo es keine Gratisblätter gibt – oder ich bin blind. Den Journalismus in diesen Zeitschriften lehne ich komplett ab. Ich brauche diese reißerischen News nicht, wo schon wieder jemand mit 2g Heroin beim Dealen erwischt worden ist, oder sich jemand pudelnackt aus der Wohnung gesperrt hat. Allerdings für die (Werbe)Wirtschaft sind diese Blätter unerlässlich. Willst du eine Botschaft kommunizieren, dann genau dort und sie wird wahrgenommen.
    Wenn die Auflagen rückläufig sind, die Abos zu Tiefstpreisangeboten geschleudert werden, um die Reichweite zu halten, dann ist eine Finanzierung zwangsläufig nur mit Werbung möglich. Das soll aber nicht heißen, ich rege mich über die Artikel mit bezahltem Content nicht auf. Sehr sogar! Weil es die Glaubwürdigkeit des Blattes untergräbt.
    Entschuldige, aber deine Aussage, du kannst damit leben, etwas nicht zu wissen, kann nicht ganz stimmen. Dafür weißt du viel zu viel, als dass dir das wirklich schnurz egal wäre.😉

  3. Eline

    Wir habeneinStandard- Abo in der Firma und ich lese ihn ausser am Samstag ausschliesslich online. Extra wuerde ich nichts zahlen, entweder oder. Dass hochwertige geistige Inhalte nicht immer und ueberall gratis sein koennen( ausser auf unseren Blogs😉 verstehe ich als ehemalige Journalistin und aktuelle Softwarefirmen-Inhaberin. Ich wuerde mich bei Online- Standard gegen Gebuehren gegen die
    Print- Version entscheiden, online zahlen(aber nur gerne, wenn mehr von katha zu lesen ist) und Samstags-Print zum Fruehstueck
    abonnieren. Gratiszeitungen in Oeffis sind eine andere Geschichte, Schuetzenswertes geistiges Eigentum kann ich hier nicht erkennen, im Gegenteil: sie gehoeren mit so hohen
    Muellabgaben belegt, dass sie weder geistig noch materiell die Umwelt versauen koennen.

  4. @Eline: Die Öffis sind durch diese Schundblätter derartig versaut, dass es einer Ente sogar graust!
    katha habe ich schon lange nicht mehr im Standard gelesen😦. Ich glaube C. beißt da ein wenig in die Wadeln engagierter Mitschreiber. Aber das ist ein ganz persönliches Bauchgefühl Urteil, das gar nicht stimmen muss. Du liest katha derzeit in maxima.
    Online alles und sofort am Tisch – pardon Bildschirm zu haben – hat seinen Vorteil. Aber das haptische Gefühl verwahrlost dabei komplett. Rascheln, umblättern, ärgern, zusammenfalten, Unmengen Altpapier erzeugen – das fehlt!
    ad Standard: Einzigartig die Flexibilität dieses Printabos: Tageweise bestellen, kündigen ohne Kündigungszeit, gratis Lieferung in den Urlaubsort Ö – Testabo 1 Monat 15 Euro. Geschenkt!
    Die Online-Version: Könnte ich, wie ich wollte, würde ich die Online Version auf Bildschirmgröße gestalten. Alles was unterhalb von 1 1/2 Bildschirmgrößen gescrollt wird, hat sicherlich weniger Klickraten. Schade! Viel Content, der verloren geht.

  5. Michaela

    Da ich ja demnächst eine lange Zeit im Ausland leben werde, bin ich sehr dafür, dass ich die vollständige Zeitung online abrufen kann. Würde natürlich dafür auch bezahlen. Inhalt Minus Papier- und Druckkosten wäre angebracht.

  6. Vertriebskosten fallen bei Online-Zeitungen auch weg!
    Haptik brauch ich beim Zeitunglesen nur einem ausgibigen Frühstück am Wochenende. Und natürlich bei Büchern, da bin ich -solange es nichts besseres als Kindle gibt – altmodisch.

  7. finde besonders für weblogs die app-idee a la iPhone gut, zb für einen blog wie diesen: kaufst eine app, kannst ihn einjahrlang lesen und der publizist/die publizistin verdient was daran. die app für 0,79 cent zb, bei 1er million entegutallesgut-leser kommt schon was zsamm.
    für den content großer verlagshäuser würde ich nicht bezahlen, dann doch lieber eine zeitung kaufen..

  8. Michaela

    Ja, dass viele Papier wird mir auch abgehen😦

  9. Von berufswegen lese ich fast alle tageszeitungen jeden morgen im Büro. Die meisten mit echtem Widerwillen. Einzig der Falter ist mir lieb und teuer. Daheim lese ich online, aber ich glaub nicht, dass ich dafür bezahlen würde. Ich würde, wenn ich könnte, ohnehin viel viel weniger „Zeitung“ lesen, weil mit was für Mist man sich da immer auch belastet…

  10. Zahlen würde ich nur einen Festpreis, und bitte nicht zuviel. Ein Euro pro Arzikel, des is ja ausgschamt!

  11. Michaela

    Passt gerade so gut. Momentan bin ich dabei meine Abos zu kündigen.
    Abos bei Gruner + Jahr: Sehr, sehr freundlich am Telefon. Aber natürlich machen wir das für sie. Das zuviel bezahlte Geld erhalten sie dann von uns auf die Kontonummer ….. zurück. Danke, dass sie mich angerufen haben. Wir sind erst ganz kurz Kunden.
    Abos bei Verlagsgruppe News: Freundlich am Telefon. Na, dass geht nicht. Sie müssen uns ein Mail schicken mit Grund! warum sie kündigen wollen. Natürlich müssen sie die konsumierten Zeitschriften bezahlen. Hä? Wie bitte? Abos bezahlt man im voraus. Wir haben schon ewig Profil usw. im Abo.
    Tageszeitung: Stornierung geht nur schriftlich. Ob es ein Internetabo gibt konnte mir die gute Frau nicht sagen. Sie war aber auch freundlich.

  12. @Michaela: Klar für Expats ist das ideal!

    @Eline: Und die Sonntagszeitungsstehler auch.🙂

    @Lreporter: Danke für die Blumen.😉
    Ich bleibe realistisch: Müsste man für blogs bezahlen, wäre plötzlich sehr viel webspace frei.

    @Ellja: Du bist aber nicht bei einem Clipping-Service. Diese armen S. müssen wirklich jeden Käse querlesen. Wobei ich schon wieder genial finde, wie nach Stichwörtern der Text abgescannt wird, ohne vermutlich den Inhalt lesen zu müssen.

    @George: Ganz deiner Meinung.

    @Michaela: Ich habe das Abo eines Magazins gekündigt. Brav, per eingeschriebenen Brief (daher kommt meine Postgeschichte) und um Bestätigung gebeten. Nichts gehört seitdem. Hätte ich mir sparen können. Ich frag aber nicht nach. Sollen sie mich klagen, wenn ihnen fad ist.
    Genial ist wirklich das Softstorno vom Standard!

  13. Ich bin gespannt, was für das Apple Tablett an neuen Seiten gemacht wird. Apple hat scheinbar eine gute Möglichkeit angeboten, Seiten zu erstellen, die dann über iTunes verkauft werden. Das könnt was werden. Ob ich dafür bezahlen würde? Na ja, ein paar Cent pro Seite, und wenn der Artikel interessant ist, und hübsch gemacht, sowieso, und das läppert sich schon zusammen für die Macher. Mit den Songs und den Plattenlabels hat es funktioniert, mal schauen! Übrigens: es schneit ja wirklich auf deiner Seite – ist nett – zuerst glaubte ich aber, es ist was mit meiner Netzhaut (kurze Panik).

  14. @Lobo: Den Schnee habe ich letztes Jahr eingestellt und der kommt anscheinend automatisch wieder. So schlimm ist mein Layout wieder auch nicht, dass sich man davon eine Netzhautablösung bekommt.😉

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