Monatsarchiv: Dezember 2009

Frohes Neues!

Bis gerade eben bin ich noch in der Küche gestanden. Ächz ….
Nun ist aber alles vorbereitet und ich habe sogar noch Zeit, die Beine hochzulegen.
Massen-SMS brummen aus dem Handy – ich mag sie nicht und antworte mit personalsierten Rück-SMS „liebe/r xxx“ zurück und unterzeichne mit Namen (wie altmodisch). Ganz ehrlich, auf solche SMS pfeife ich. Will aber weder das Jahr schlecht ausklingen lassen, noch das Neue mit meinem Unmut darüber beginnen. Ob’s die Leute checken? Ich glaube nicht …

Meinen persönlichen Jahresrückblick habe ich bereits am Weihnachtstag gemacht. Unerfreuliches begrabe ich für immer und starte im Jänner voll Energie durch! Mal schauen, ob das wirkt. 😀

In diesem Sinne grüße ich kulinarisch mit Lussesvin! (Darüber später mehr …) Ich weiß nicht, ob die Übersetzung ins Schwedische korrekt ist, es soll Lichtschwein heißen.


Prosit Neujahr!

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Zweitbuch und so

Ich weiß nicht, warum ich das erst jetzt gelesen habe. Schwer, schwer empfehlenswert. Manchmal atemlos Absätze 2-3 Mal gelesen und es nicht glauben können. Ich hätte gerne mit Frankl darüber gesprochen.

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Simma-widder-gud?

Ich bin ja eine sehr aufbrausende Äntä und schäme mich manchmal auch dafür. Anderseits denk ich mir, dann kommt auch wieder Schwung in die Bude.
Wenn ich Überdruck und Dampf abgelassen habe und wieder „normal“ bin, dann komm ich immer ganz kleinlaut mit einem „Simmawiddergud“ = Sind wir wieder gut, daher.

Bussiherzerlgegs für alle!

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Belvedere

Noch ein letzter virtueller Rundgang über den Christkindlmarkt im Belvedere. Hier sollte man den Weihnachtspunsch am Stand von „Mozart und Meisl“ probieren.
Der Garten des Belvedere ist im Winterschlaf, das Museum ist geöffnet und beherbergt die größte Klimtausstellung der Welt.

Die Ente zieht sich schon jetzt zurück und wünscht allen Lesern, Surfenden und Mitquakern ein wundervolles Weihnachtsfest. Vielen Dank für’s Vorbeischauen und à bientôt!

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In Ruhe geschmortes Schulterscherzl

Böfflamott – (boeuf la mode) mein Lieblingswort des Jahres! Ich liebe dieses Wort, ich liebe dieses Gericht.

Noch schnell, weil versprochen, in den Blog geworfen. Ein wunderbares Gericht für Gäste mit chilliger Vorbereitungszeit! Für die Zubereitung sollen ruhige, gemächliche 3 Stunden eingerechnet werden. Während das Böfflamott ruhig vor sich hinköchelt, kann man in Ruhe die Beilagen zubereiten, den Tisch decken und ein bis zwei Gläser Wein auf die noch zu erwartenden Gäste trinken. Das Fleisch wird butterzart und wird von einem herrlich, dunklen Saft umgeben (sieht man im Foto nicht, hätt ich von der Maschekseite fotografieren sollen.)

Beim Fleischhauer ein schönes Stück Schulterscherzl im Ganzen bestellen. Für mich ist dieses Stück Fleisch neben dem Lungenbraten das beste Stück und universal einsetzbar. Gedünstet, in Ruhe, wird es immer weich und kann auch gebraten für Geschnetzeltes verwendet werden.

1,5 – 2 kg Schulterscherzl
2 Zwiebeln
10 dag Sellerie
1 Karotte, klein
3 EL Öl
2 EL Staubzucker
5 EL Weinbrand
350 ml kräftigen Rotwein
1 EL Tomatenmark
1 l Geflügelsuppe
4 Pimentkörner
6 Pfefferkörner, schwarz
1 cm Zimtstange
5 Wacholderbeeren
1 Lorbeerblatt
1 Zehe Knoblauch
2 Scheiben Ingwer
1/2 Zitrone, unbehandelt
1/2 Orange, unbehandelt
2 Sternanis
1/2 TL Bitterschokolade
4 dag Butterstückchen, kalt
2 TL milden Balsamico
Chili, mild (gemahlen)
Salz

Den Herd auf 160 Grad vorheizen.
Zwiebel, Sellerie und Karotten schälen und in grobe Würfel schneiden. Das Schulterscherzl gut trocknen und in einem Bräter in zwei Esslöffel Öl bei mittlerer Hitze rundherum kurz anbraten und wieder herausnehmen. Einen Esslöffel Staubzucker in den Bratenrückstand stäuben, hell karamellisieren, vom Feuer nehmen und das Tomatenmark hineinrühren und etwas anbräunen. Wieder zurück auf den Herd und mit Weinbrand, einem Drittel des Rotweines ablöschen und sämig einköcheln lassen. Den übrigen Rotwein auf zwei Mal hinzufügen und jeweils sämig einkochen lassen. Die Gemüsewürfel, das angebratene Fleisch mitsamt dem Saft in den Bräter geben und mit der Suppe auffüllen. Bei geschlossenem Deckel in etwa drei Stunden im Ofen schmoren lassen, bis es weich ist, und gelegentlich darin wenden.
Jeweils einen Streifen Schale von der Zitrone und der Orange schneiden. Das Fleisch aus dem Saft nehmen. Piment, Pfefferkörner, Zimtstange, angedrückte Wacholderbeeren und Lorbeerblatt in ein Teesackerl füllen und die Sauce um etwa die Hälfte einkochen lassen. Zuletzt halbierte Knoblauchzehe, Ingwer, Zitronenschale und Orangenschale einlegen und fünf Minuten darin ziehen lassen. Die Sauce durch ein Sieb gießen, dabei das Gemüse etwas ausdrücken. Die Schokolade in der Sauce auflösen, mit ein paar Tropfen Balsamico, Salz und einer Prise Chili abschmecken und mit kalten Butterwürfeln montieren. Das sollte zum Schluss geschehen, weil die Sauce dann nicht mehr aufkochen darf!
Das Böfflamott in Scheiben schneiden, auf warmen Tellern anrichten.

Als Beilage passt gedünstetes, in Butter geschwenktes Gemüse, Erdäpfelstrudel, Polenta, Erdäpfelpürree.

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Echt schon dritter Advent?


Boston, Beacon Hill

Zum Advent gehört Punsch, wie das Amen im Gebet. Ich tendiere in letzter Zeit eher zu Glühwein, wenn schon warm und aus Bude. Leider was zur Zeit in Wien als Punsch angeboten wird (fast durchwegs Kanisterware), ist der absolute Hammer – im negativen Sinn.

Mein diesjährig bester Glühwein und Orangenpunsch, traditionell für einen guten Zweck: Lions Opera, Standplatz Kärntnerstraße/Krugerstraße (oder Führichgasse?). Da sind in beiden Getränken noch echte Gewürze drinnen, nicht so süß gepantscht und ohne Hektik.

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Palais Todesco und Belcanto

Letzte Woche war ich bei einem sehr schönen Adventkonzert. Es war das Konzert der „Carangelo Belcanto Academy“, das nach jedem Meisterkurs stattfindet. In diesem Kurs finden sich nicht nur professionelle Sänger, sondern auch Sänger, die den Gesangsunterricht ohne Blick auf die Karriere machen, Anfänger, Fortgeschrittene und „upcoming voices“. Die Teilnehmer kommen aus aller Herren Länder und werden nach einem Auswahlverfahren in die Meisterklasse aufgenommen. Unterrichtet wird die Kunst des Belcanto-Gesangs, die nur mehr von ganz wenigen Maestros weitergegeben wird. Ich will jetzt nicht weiter ins Detail gehen. Wer sich dafür interessiert, kann mich gerne darauf ansprechen.

Das Konzert hat in einem der schönsten Wiener Palais stattgefunden und das ist eigentlich der Knackpunkt der Geschichte, weil wenige diese Räumlichkeiten kennen. Selbst in meinem DuMont Reiseführer finde ich das Palais nicht. Ok, das Buch stammt noch aus der Zeit, als das Palais öffentlich nicht zugänglich war, aber deswegen kein Wort darüber zu erwähnen ist schlimm. Früher war im Palais Todesco die ÖVP-Zentrale beheimatet und nun gehört das Bauwerk einer der Partei nahestehenden Versicherung. Jetzt kann man die Räumlichkeiten (um viel Geld) anmieten und hat damit Einblick in die feudale Welt des 19. Jhdts in Wien.
Das Haus befindet sich gegenüber des (seitlichen) Bühneneingangs der Wiener Staatsoper und hat die Adresse Kärntnerstraße 51, ist also am Beginn der Shoppingmeile, die Richtung Steffl führt.
Erbaut wurde es für den Baron Todesco von Ludwig Förster und Theophil Hansen (Innenausbau), der sich für viele Prachtbauten entlang der Ringstraße verantwortlich zeichnet.

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