Rumkipferl, die besten!

Ein Klassiker in der Weihnachtsbäckerei, der bei mir nicht fehlen darf.
Sattgegessen an den schon seit Jahren immer wieder herumkugelnden Rumkugeln, ist das eine sehr gute Alternative.
Noch dazu ist dieses Gebäck blitzschnell herzustellen. Kein lästiges Auswalken des Teiges, ausstechen muss man schon, aber ohne Reste, die nochmals geknetet und wieder ausgewalkt, … werden müssen.

Die Kipferln, die eigentlich wie Monde ausschauen sind wunderbar saftig und haben einen schönen rum(mmmm)igen Geschmack! Die Kekse sollten gut in einer Keksschachtel verwahrt werden. Die gute Nachricht: Sie müssen bald verzehrt werden, sonst verlieren sie schnell an Feuchtigkeit und sind nicht mehr so saftig.

Für ein Blech:
6 Dotter
20 dag Zucker
20 dag Butter (zimmerwarm)
14 dag gemahlene Walnüsse
14 dag gute Kochschokolade gerieben oder geschmolzen
14 dag Mehl
1 Msp Backpulver
6 Klar zu schmierigem Schnee geschlagen

Glasur:
Rum
Staubzucker

Das Backrohr auf 165° vorheizen und ein hohes Blech (ca. 31 x 33 cm) mit Backtrennpapier auslegen.
Die Zutaten klassisch wie für einen Kuchen mixen: also zuerst Zucker mit Dotter bis das Geschmisch eine helle Farbe hat, dann nach und nach alle Zutaten dazugeben und zum Schluss den Schnee unterheben.
Die Masse auf das vorbereitete Blech verteilen, glattstreichen und dann für ca. 16 Min. in den Ofen. Nadelprobe, ob der Teig fertig gebacken ist.
In der Zwischenzeit wird die Glasur vorbereitet:
1/8 l Inländer Rum abmessen und davon einen guten Schluck nehmen, oder ein schwaches Achtel abmessen. Mir fällt gerade ein, die Kipferl schmecken mit Whisky sicherlich auch gut. Mit Obstler glaub ich nicht.
So viel Staubzucker untermischen, damit eine etwas dickere Masse entsteht. Leider habe ich das nach Gefühl gemacht und den Staubzucker nicht abgemessen. Geschätzt waren es ca. 20-25 dag. Man kann natürlich auch Rumaroma nehmen, was ich aber grundsätzlich ablehne. Entweder Rum oder keiner. Wem der Alkohol zu stark ist, kann den Rum auch erwärmen, dann verflüchtigt sich der größte Teil des Alkohols. Für Kinder schlage ich vor, die selbe Menge Himbeerdicksaft mit vermutlich weniger Staubzucker zu vermengen und den Kuchen damit zu tränken

Den fertigen Kuchen aus dem Rohr nehmen und die Rumglasur über den noch heißen Kuchen verteilen. Etwa eine Stunde antrocknen lassen und dann mittels eines runden Krapfenausstechers – man kann aber auch ein Glas mit kleinem Durchmesser nehmen – Monde, bei mir Kipferl, ausstechen. Man beginnt unten und sticht mit einem Drittel des Ausstechers einen Halbmond aus, der unten noch einen geraden Rand hat – der ist für’s Kröpfchen. Dann versetzt – immer 1/3 des Ausstechers ansetzen – Kipferl ausstechen und sich so bis zum Ende des Kuchens durcharbeiten (siehe Bild).

Was ich an diesem Rezept mag:
Es schmeckt gut und saftig!
Es geht relativ flott.
Es bleibt kein Eiweiß übrig.
Es bleiben wenig Reste übrig, wo man sonst im Zweifel ist, stopft man die schnell in den Mund, wirft man sie weg, oder lässt sie bis zum nächsten Kaffee auf einem Teller liegen? Darüber schreibe ich noch einmal welche Dummheit sich in Küchen eingebürgert hat, Gemüse zu tournieren, oder Fisolen gleich lange zu schneiden. Einmal, aber später, jetzt nicht.

17 Kommentare

Eingeordnet unter küchenente

17 Antworten zu “Rumkipferl, die besten!

  1. neue entenfedern, hübsch. (wir sind seit monaten am diskutieren über sinn und unsinn eines relaunchs…)
    ich gestehe: auch wenn diese rumkipferl bei mir unter „kuchen“ laufen, würde ich sie nicht vom keksteller stossen.

  2. Raffiniert! Werde ich wahrscheinlich ausprobieren!

    Liebe Grüsse

  3. arthurstochter

    ooch, schiebst Du mir mal so ein Kipferl rüber, büdddeeee!😉
    Das neue Nest für die Ente gefällt mir übrigens sehr gut!

  4. @katha:es ist eigentlich ein kuchenteig, das stimmt, wird aber als Kleingebäck bei mir gehandelt.
    Über das Blogdesign bin ich schon die längste Zeit unglücklich. Auslöser für den Umstieg war Werner, dessen Blog ich auch gerne weiterempfehle (Bruchstücke). Ich bin mit der Wahl sehr zufrieden. Vielleicht wage ich auch einmal den Sprung zur eigenen Domain.

    @wienermädel: probier’s aus, du wirst begeistert sein.

    @A.Tochter: schön, wenn dir mein neues Nest gefällt. Und sonst: help yrself. ,-)

  5. Im Moment schneit’s überall, nur nicht vor meinem Fenster. Aber das soll morgen anders werden, dazu würden sich die Rum-Sicheln sehr gut machen.

  6. Sehen gut aus, die Schnitten, müsste ich natürlich mit Ausländer Rum machen.

  7. @buntköchin: Sichel, auch sehr gut!🙂
    Das ist das wordpress-Schneegestöber, wenn jemand in wordpress stöbert.
    Morgen müss ma zsammenruckn, koit wirds! Kuuuuuuuschelwetter mit Rum und Sichel!

    @lamiacucina: Wo ja der Ausländerrum bei dir zu Hause wieder ein inländischer österreichischer Ausländerrum wäre. Ich glaube wir haben gerade die ganze Fremdenproblematik mit Rum gelöst. Za wos braucht ma Integrationsbeauftragte, wo es Rumkipferl und Konsorten gibt.

  8. poe

    feine leckermonde jammm🙂

  9. Das ist gemein! Jetzt muß ich wohl doch noch backen. Alles hätte ich im Haus, bis auf die Schokolade…. grrrr….

  10. @George: Ich habe letzte Woche endlich deinen Himbeer/Nusskuchen probiert. Der war umwerfend gut!
    Probier die Mond/Kipferln, die sind auch sehr gut!

  11. Ja, der Himbeer-Nuß-Kuchen tritt einen echten Siegeszug an. Ich weiß gar nicht mehr woher ich das Rezept habe, das hab ich schon ewig lange, 25 Jahre oder so.
    Heut hab ich gebacken, und als es an die Rumkipferl ging – ich GANZ stolz weil ich die Kochschoki gekauft hatte! – stell ich fest: KEIN RUM DA!!!!

  12. Getsren hab ich die Kipferl gemacht. LEEEECKER!

  13. @poe: Schon fast alle verputzt, verschenkt.

    @George: Ohne Rum geht gar nichts bei den Kipferln. Hicks!

  14. @ente:
    eine Blogfreundin hat mir erzählt, sie hat gleich die Kipferl nachgemacht. Mittendrin hat sie festgestellt daß sie nur noch Strohrum da hat, hats aber trotzdem durchgezogen. Möcht ja nicht wissen wie die ausgeschaut hat, nachdem sie den Verschnitt und ein paar extra im Kröpfchen hatte :))

  15. diePaul

    Liebe Ente,

    ich hab dieses Rezept letztens beim Bloglesen entdeckt und sofort gedacht – meine Güte die Rummonde vo da Pauloma! – die mach ich Zweihnachten für die Family.

    Wollt nur sagen – dankeschön UND falls wen andan a no intressiert: die Backzeit war bei mir um 10 Minuten länger (also so 26 Minuten). Beim 1/8 Rum hab i wohl a zu wenig weggetrunken, da hab i dann fast 400 g Zucker braucht.😉

    Foto gibts a: http://img111.yfrog.com/img111/1425/rl2g.jpg

    Schöne Feiertag!

  16. @Servus diePaul!
    Deine Rumkipferln schauen aber auch ganz herrlich aus. Dankschön für’s Vorbeischauen.

  17. Danke, danke, danke!!!!
    Hab durch unseren Umzug dieses mein Lieblingsrezept verloren und bei dir wiedergefunden! Freu mich grad riesig!
    Werde es gleich heute machen, aber Sterne und Herzen ausstechen (freu mich auch auf die Restln dazwischen😉 ) und eine Zitronenglasur machen🙂

    Eine schöne Adventzeit dir noch und alles Liebe!
    Elisabeth

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