Brandweiner mit Geschenk

Was für ein glücklicher Zufall!
Ich lese bei Joulupukki schon längere Zeit mit. Mir gefallen ihre schönen Wiener (Ein)Blicke. Normaler Weise nörgelt der Wiener über seine Heimatstadt, aber bei ihr erkenne ich nur ein belustigtes Augenzwinkern. Ich finde es schönvon meiner Heimat, einen anderen Blickwinkel serviert zu bekommen, oder an etwas erinnert zu werden, was schon fast vergessen.

Und so lockt mich J. an einen meiner Lieblingsorte: Sie versteckt ein Geschenk an Unbekannt.
Was für eine tolle Idee! Zuerst war ich zögerlich, ich wollte mich doch nicht vordrängen. Habe einen Tag vergehen lassen und mich dann heute, bei blitzblauem Himmel auf den Weg gemacht. Bitterkalt war es, doch der Himmel war größtenteils klar und ab und zu hat auch die Sonne gescheint. Also ein hervorragender Termin, um auf Schatzsuche zu gehen.
Am Ort des Geschehens war der Schnee noch ganz sauber. Einige haben ihre Runden bereits gedreht, das erkennt man am dünnen Trampelpfad entlang der Mauer (Ja, J. ich habe deinen Hinweis schon erkannt, nur bin ich in die falsche Richtung gegangen! Was aber nichts ausmacht, weil ich noch nie konsequent entlang der Friedhofsmauer spaziert bin).

Ich weiß nicht, wie viele Bilder ich schon zu den verschiedensten Jahreszeiten am Friedhof St. Marx gemacht habe. Und so passiert es unweigerlich, dass ich von meinem Weg, entlang der Mauer zu gehen, immer wieder abkomme, durch den knirschenen Schnee stapfe und etwas neu entdecke.

Zu viel der Worte! Und jetzt: Wie ich den Schatz gefunden habe.


St. Marx im Winter
Nochmal Winter

Ich überlege mir auch einen Schatz zu verstecken. Mal schauen, ob ich das genau so gut hinbekomme. 😉

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9 Kommentare

Eingeordnet unter Ent(e)deckt, ente on tour, stadtgeschichten

9 Antworten zu “Brandweiner mit Geschenk

  1. Pingback: Friedhof St. Marx im Winter « Entegutallesgut

  2. Eine schöne Sache! Hach, auf den Friedhof möcht ich auch mal wieder, der Südfriedhof (unserer) ist auch so schön und die RUUUUHE dort ist himmlisch. Vielleicht morgen…

  3. Gratulation !
    Eine spannende Schatzsuche mit einem schön dokumentierten Ende.

  4. joulupukki

    Hey, ich freu mich gleich ganz fiebrig mit! Schön, dass du meinem Ruf gefolgt bist. Das Warten was passiert ist dabei fast so spannend, wie das selbst suchen 😉 Ich glaub, das wird bei mir auch noch eine Folgerunde geben irgendwann.
    Und dann auch noch so schön beschrieben! Klasse!

  5. @George: Wenn du Glück hast, dann steht der Flieder in voller Blüte! Das duftet, summt und zwitschert dort so schön!

    @Joulupukki: Es war sehr spannend. Sag, warst du nach dem Verstecken auch noch einmal dort? Ich wollte schon fast umdrehen. Ganz frische Fußspuren waren vor dem Grab. Natürlich, denke ich mir, wenn etwas versteckt ist, dann hinter dem Grabstein. Schaue nach hinten: Nichts! Schau mich nochmals um und will schon weitergehen, aber nicht um nochmals geschaut zu haben. Und dann erkenne ich ein weißes Zipfl vom Plastiksackerl. Beginne mit der Hand zu graben und voilà! Es hat nämlich noch einmal kurz geschneit und damit hatte das Geschenk noch ein Schneehauberl!
    Wenn ich dazukomme, dann möchte ich es auch probieren. Einen Ort habe ich schon im Kopf, nur noch nicht wo ich es verstecken werde. Mhhhhmmm!
    Super Idee!
    Und jetzt sag mir doch bitte, welche Landsmännin du bist. Das Papier passt nicht ganz mit deinem Blognamen. Kannst auch per mail machen.
    Nochmals herzlichen Dank für die Idee, den Spaß, den Spaziergang (1 1/2 Std) und das Geschenk!

  6. ich find das eine ganz suprige idee!!! Das ist mal wieder was richtig spannendes…. das erinnert mich an den, der vor Jahren mal so Tagebücher einfach wo liegen gelassen hat, wo sich jeder eintragen konnte und weiterschicken oder mitnehmen und wo anders hinlegen, leider weiß ich nimmer wer das war. Aber solche Aktionen taugen mir total! Vielleicht überleg ich mir auch was in die Richtung, wenns mich reißt… 😉

  7. joulupukki

    heyo!

    Ich hab das Sackerl beim Verstecken selbst noch ein bisschen mit Schnee zugedeckt, scheint ja gewirkt zu haben. ^^ Nachher war ich nicht nochmal dort, von wem die frischen Spuren im Schnee waren wüßte ich jetzt aber selbst nur zuuu gern.
    Und mein Geschenkpapier hat Dich verwirrt, ja? *hihi* Das war aber nur eine Seite aus einem alten Russischkursbuch, hab ich für 10 cent beim roten Antiquariat am Volksstimmefest gekauft, wo eine waschechte Wienerin natürlich jedes Jahr hin muss…
    @Ellja: go for it! Ich werd die Aktion sicher auch wieder mal fortsetzen.

  8. eine feine idee
    eine feine story
    (fast ein kleiner detektivroman)
    eine feine blogfreundin

  9. @Wassily: Huch, du hast jetzt auf meine Antwort warten müssen. Das war tatsächlich eine spannende Sache!

    @Ellja: Und wie das suprig ist. 🙂
    Tagebücher liegen lassen klingt aber auch sehr aufregend. Ich habe als Kind auf der Straße Zetteln mit Botschaften fallen lassen, weil ich dachte, die Leute heben es auf und lesen, was draufsteht.
    Das wäre toll, wenn du auch mitmachst. Es hilft ja nichts, wenn man was versteckt und keiner sucht es. 😦 So wie meine Zetteln anno dazumal …

    @J: Ja, ja, da war sicher wer beim Grab. Ob ich das Bild da hineinbringe? Das habe ich fotografiert, bevor ich hingegangen bin!

    @ludi: Klar Mann, alles pipifein hier!

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