Austriazismen

Zum heutigen Nationalfeiertag
Wird ergänzt!

Schuhbandl – Schnürsenkel
Feierabend – Freizeit
Rotkraut – Blaukraut Rotkohl
Marille – Aprikose
Grapefruit – Pampelmuse
Pupperlhutschen – Hintersitz eines Mopeds
Moped – Motorrad
Bröckerl – Stückchen, dicker Mensch, Adv. bröckeln – erbrechen
Pumpernella – größere Unterhose
miachteln – stinken
Feschak – hübscher Mann, Adj. fesch
Kiebara, Mistelbacher, Herrinschpekta – Polizist
Gendarm – ausgestorbener Beruf
Hutschen – Schaukel
Kiste – Kasten
Fiaker – Kutsche
Ringelspiel – Karussel
Häuptelsalat – Kopfsalat
Karotte – Möhre
raufgehen – hochgehen
Stiegenhaus – Treppenhaus
Gang – Flur
Vorzimmer – Diele
Eiskasten – Kühlschrank
Rahm – Schmand
Schlagobers – Sahne
Kipferl – Hörnchen
Trottoir, Gehsteig – Bürgersteig
da – dort
an Fetzn, an Pinsch – eine Fünf
tschechern, Tschecherant, Tschecherl – trinken, Säufer, kleines Lokal
Tschick – Zigarette
Tschickstummel – Kippe
Sturm – Federweißer, Sauser
gehen – laufen
rennen – laufen
hatschen – hinken, Adj. hatschert – schief
Hetschibetschi – Hagebutte
Zwetschke – Pflaume
Marmelade – Konfitüre
Bartwisch – Handfeger
Rauchfangkehrer – Schornsteinfeger
knusprig – kross
letschert – weich
leger – casual
zsammgschwanzt – gschneizt, kampelt und frisiert
Kampel – Kamm, fescher Kampel – schöner Mann
Kukeruz – Maiskolben
Blitzgneißer – langsamer Denker
Krätzn – eingetrocknete Blutkruste, Mensch, dem man nicht traut
Steigerl – Obstkiste aus Holz
stantapede – sofort
Ogroßl – Stachelbeere, hässlicher Mensch
Kraut – Weißkohl
Köch – Kohl, Streit
pfitschigoggerln – mit 10 Groschenstück eine Münze in ein Gefäß schnippen
anmäuerln – eigentlich mit dem Ball gegen die Wand spielen, „geh a bissl anmeierln“ – lass uns in Ruhe
drah di – geh weg
Schuistagln – Schule schwänzen
Hurcherl – Hörgerät
Heampa, Zinken – große Nase
Schnoferl – Schmollmund
Wimmerl – Pickel, oder kleiner Rucksack
Wampn – Bauch
an Fetzn – ein Tuch, oder ein Rausch, Schulnote (5er)
a Seicherl – ein Sieb, oder ein feiger Mensch
Kombinesch – Unterkleid
Schiahagl – Schürhaken
a Hansl – Rest im Weinglas, abgestanden
Famm – Schaum (beim Bier)
Buserer – Unfall
buserieren – um etwas bitten
Magenbeugerl – mit dem Ellbogen in den Bauch stoßen
Beuschlreißer – starke Zigarette
Beuschl – Lunge
Schlapfen – Schlappen, Mund
Geschäft – Laden
Trafik – Tabakladen
Mistkübel, Kolloniakübel – Mülleimer
Bedienerin – Putzfrau
betonieren – jmd gehörig zurechtweisen
schmähstad – redet nichts
Weitling – sehr große Rührschüssel mit zwei Griffen
Flammoh – Hunger
keppeln – meckern
Tschinölln, Detschn, Watschn, Dachtl – Ohrfeige
Haberer – Freund, Adv. verhabern
Fauteuil – Lehnstuhl
Sessel – Stuhl
Gurkenhackl – Gurkenhobel
Bröckerl – Stückchen, dicker Mensch, Adv. bröckeln – erbrechen
fett wie a Radierer, blunzenfett – sehr betrunken

22 Kommentare

Eingeordnet unter Die Welt

22 Antworten zu “Austriazismen

  1. sehr schön.
    bloß das blaukraut durchzustreichen, des geht goa ned, weil: das ist genauso österreichisch wie das rotkraut, denn in d heißt’s rotkohl (mag sein, dass es in bayern überschneidungen wie bei so vielen wörtern gibt). also bitte um entfernung der striche, das ist für meinen seelenfrieden (und den mit dir ;-)) dringend vonnöten! wenn du über die liste „wienerismen“ geschrieben hättest, könnten wir über rotkraut gut, blaukraut böse dischkeriern, nicht aber unter dem titel „austriazismen“.

  2. @katha: Ich wollte ja nur wissen, ob du es liest.😀
    Ich gebe zu, die Wörter sind Wienerisch. Kenn mich im Oberösterreichischen zu wenig aus.😉

  3. danke. danke. danke.
    weil: blaukraut bleibt blaukraut und brautkleid bleibt brautkleid.

  4. Pupperlhutschen kannte ich nicht, aber ich war ja immer Mopedlos…

  5. Einige der Wienerismen erkenne ich wieder, meine Oma hat so geredet. Ich glaube fast das wird mirneinen eigenen Blogeintrag wert sein

    (Was ist mit poussieren = schmusen? Sagt man das bei euch nicht?)

  6. ludi

    pupperlhutschen — wie hübsch *schmunzel*

  7. bin grad am lesen eines Kochbuchs und wundere mich über Ausdrücke wie:
    Kesselhassn, Kübelspeck, Zweckerl, Ochsenschlepp, Schmetten, Bummerl, Reibgerstel und steirisch Verhackertem.

  8. ich finde „Trafik“ einfach wunderschön… und mir gefällt, wenn man was „ins Eis“ gibt *hihi

  9. burgi

    karfiol – blumenkohl…

  10. was für ein kochbuch ist das, robert? zweckerl kenne ich nur von prato.

  11. Ich möcht doch buserieren (auch, wenn ich kein Feschak und schon gar kein fescher Kampel bin) – und ohne an den Eiskasten zu gehen, um Einen zu tschechern -, meine gar artigen Grüße zum nationalem Feiern in ostarrichi nachträglichst gar artig entgegen zu nehmen…

  12. @rufzs: Mofa! Das lebt sogar heute noch

    @Lreporter: Artmann? Welche Ehre! Auch Dr. K Ostbahn.

    @George: Schmusen ist schmusen, da muss ich dich entäuschen.

    @ludi: ja, gell, da hüpft das Herz.

    @lamiacucina: katha und ich überlegen, welches kochbuch du liest. ein paar dieser ausdrücke sind mir fremd.

    @Ellja: Du sagst es! übrigens freu ich mich, dich zu lesen.

    @burgi: Den hab ich vergessen. Perfekt! Danke, für’s Vorbeischauen.

    @wbeobachterin: Lernstunde! Den Ausdruck kenn ich nicht. Aber eine Schaumrolle ist was Feines!

    @Gdino: Ich freue mich ob der gebührlichen Anerkennung des österreichischen Feiertages. Weiß er denn auch, was wir da gensu feiern?

  13. wär mal was für den Jour doux. Schaumrollen wäre da echt ein Schlager.

  14. …ja, natürlich: die Errichtung der Alpen…

    (… sorry… – und hat „gebührlich“ was mit „Gebühren“ zu tun…)

  15. schaumrollen, sehr gut. habe favoriten. ist für #6 notiert. (#5 sachertorte)

  16. michaela

    Mir fehlt der „Mezzanin“, „tacheles reden“, „Pritschte“ und „ete pe tete“. Famm würde ich so schreiben: „Faam“

    Da gibt es doch dieses Geschichte: Früher, wenn ich sagte „Ein Kondom lag auf dem Trotoir“ fragten die Kinder immer „Oma was ist ein Kondom?“ Heute werde ich gefragt, „Was ist bitte ein Trotoir?“

  17. darf man da was beisteuern?

    tuchent („tuchat“)
    lavoir („lavuhr“)
    auf lepschi gehen

  18. Kukeruz – das kennen wir sogar in Vorarlberg🙂

  19. joulupukki

    Asphalttuttl für VW Käfer ist immer noch mein Favorit.
    Und betonieren mit „jmd gehörig zurechtweisen“ umschreiben ist so bildlich, dass es schon niedlich ist. Meines Wissens nach tuts schon gehörig weh, wenn man eine betoniert bekommt. ^^

  20. Schöne Liste.
    Ich erinnere mich an den Arbeitskollegen, der uns gerne Polenta mit Grammerln kochte (schreibt man die so?). Und wie lange es dauerte, bis ich wußte, daß er kein Spitzendeckchen an den Bildschirm geklebt hatte, sondern daß es, wie bei uns Preußen auch, auf dem Fernseher lag.

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