WordPresserInnen

Heute ist wieder einmal ein Anlass da, sich aus dem tiefen Ententeich zurückzumelden. Die EntIn meldet sich aus gegebenem Anlass zu Wort.
Der Gender Mainstream treibt schon witzige Blüten. So bin ich heute fast vor Lachen am Boden gelegen, als ich den Ausdruck

MitgliederInnen

gelesen habe. Da poppen – im Sinne von aufspringen – sämtliche Kreativ- und Nonsenseladen auf, wie sich das Wort zusammensetzt und man es im Wahnsinn fast zur Unkenntlichkeit zerstören kann. Lasst uns für diesen Gender Wahnsinn schöne WortInnen finden.

Bist du verrückt Entin? Hast du vergessen, wie schwer wir Frauen uns getan haben, um uns vor der MännerweltIn zu behaupten? Das GehirnInnen auch denken können und produktive LeistungInnen erzeugen können? Willst du diesen TrendInnen mit einem Mal kaputt machen? Hast du nicht alle TassInnen im Schrank?

KinderInnen, ich kann uns leider nicht mehr ErnstIn nehmen!

Alles Liebe
die Entin aus dem TeichIn

„Sämtliche personenbezogenen Bezeichnungen sind geschlechts-spezifisch-neutral zu verstehen.“

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19 Kommentare

Eingeordnet unter Nicht kategorisiert

19 Antworten zu “WordPresserInnen

  1. genderdingsInnen sind auch nur unwichtigkeiten. derlei mind-quarks rollen einInnen doch immernur in den selben kreisverkehr zruck. ned woahr?

  2. Ich bin gerade dabei ein Gruppe von Frauen zu mobilisieren, die diesen Schwachsinn hinterfragt und einen Relaunch der Sprache in Gang bringt. 🙂

  3. sprachrelaunchmobilisierungsabsichten mangelts nicht an komunikativen impulsen. kann man doch so sagen?

  4. Alles eine Frage des modischen Schwachsinns, liebe EntIn! Vor vielen Jahren erklärten mir BuchhändleIinnen aus der westfälischen Provinz, sie wollten ein von mir verlegte Buch einer weiblichen AutorIN nicht in ihr Sortiment aufnehmen, weil die Dame im Text „man“ statt „frau“ verwendete.
    Lg, PrinzIn Rupi

  5. ludi

    *lach*
    ganz herrlich … äh … dämlich … ach quatsch … äh … geschreiben 🙂

    liebe grüße
    ludIn

  6. joulupukki

    ja, nein, jaIn …
    Ich bin gespalten – zum einen ists natürlich dämlich und kompliziert immer gendergerechte Formen zu finden. Zum anderen manifestiert Sprache zweifellos Bilder im Kopf – wie eben bei der Tatsache, dass Mann angesprochen wird, wenn von Frau und Mann die Rede ist. Mir hat die Lektüre einer Zeitung, in der bewußt alle Genderformen umgedreht wurden einen ziemlichen Aha Effekt beschert. Die (unterbewußte) Wirkung würde ich daher nicht unterschätzen. Lästig hin oder her.
    Aber vielleicht drehen wir einfach mal den Spieß ganz um und verwenden für die nächsten paar Jahrhunderte halt nur die weibliche Form, wenn von Frau und Mann die Rede ist. Dann ists auch nicht mehr lästig, wir sparen uns seltsame Wortkonstrukte und nach spätestens einem Jahrzehnt haben sich auch wieder alle dran gewöhnt.

  7. Was soll manIn bloß dazu sagen? 😆

  8. lobo

    in der schule: der vektor, die vektorin. ist hoechste zeit. aber sonst habe ich keine klare meinung noch darueber, es fehlen mir noch die alternativen angebote.

  9. 20 Jahre zu spät, die Empörung: die „Abgeordnetinnen“ gab es schon 1991 (Landtag NRW, Düsseldorf, unf nicht im Karneval), sowie PapphockerInnen beim Evangelischen Kirchentag 1993…

  10. WordPress hinkt hinterher – es müsste mittlerweile heißen WordPresser_Innen um die Transgenderleute nicht zu beleidigen. Ich gebs zu, ich hab das Binnen-I-Gone installiert –

    ein gutes Interview dazu hab ich von Irene Dyk-Ploss aus den Nachrichten.

    OÖN: Allgemein sichtbar ist der Feminismus bei der sogenannten geschlechtsneutralen Schreibweise…

    Dyk-Ploss: Die ist ein Blödsinn. Ich brech‘ mir immer beide Hände, wenn ich das Binnen-I schreiben muss. Das ist weniger als ein Symbol. Das ist wie früher, als der Galan der Dame in den Mantel geholfen hat. Ich komme aber noch immer selbst in meinen Mantel.

  11. (… aber ich frage mich schon ’ne Weile, ob es männliche Vertreter des Feminismus gibt und wie dann genannt werden wollen möchten…)

    (… chch… ich meine ja nur…)

  12. joulupukki

    Feministen??
    Bei mir waren es skurrilerweise sogar die Männer in meinem Umfeld, die mit Feminismus mehr am Hut hatten als ich und mich für die Thematik sensibilisiert haben.

  13. MitgliederInnen sind auch nur MenschInnen.

  14. michaela

    Ich finde es ja immer sehr traurig wenn Unsereiner sich ueber „Innen“ oder „man/frau“ definieren muss. Aber vielleicht war es ja eine große Portion Ironie?

  15. Du sprichst mir aus dem HerzERl 😉

  16. Himmel hilf!

    MitgliederInnen? Da wird es einem ja ganz anders.
    Was hat denn, um Gottes Willen, das grammatikalische Geschlecht mit dem natürlichen zu tun? Nichts!
    Wenn das zusammenhinge, gäbe es Worte wie DER Busen und DAS Glied bestimmt nicht, oder?

  17. Muß man jetzt alles als sexistisch deklarieren, nur wiel es sich in Jahrzehnten oder -hunderten so eingebürgert hat? Ich gehe mittlerweile wieder dem Trend entgegen in die politisch unkorrekte Richtung, wiel ich mir diesen Schmarrn nicht antun will.
    Mir ist es auch egal wenn jemand mich als Schwuler bezeichnet, der Ton macht die Musik, nicht das Wort (da haben Schwule ganz andere Namen drauf :))
    Man kann alles übertreiben! So, und jetzt ess ich einen Negerkuss!

    ps. NegerkussIn, man weiß ja nie…

  18. @Lreporter: tatsächlich, kreativ ist das allemal! 🙂
    @Rupi: Das sind so Momente, wo ich sprachlos bin.
    @ludi: auch lach
    @joulu: Ein durchaus guter Vorschlag, aber bitte ohne Binnen-I!
    @rufus: IchIn weiß nicht.
    @lobo: mhhhmmm, aber es wäre doch gut vor deinen Schülern eine Meinung vertreten. Schon alleine deshalb, um Jugendliche zum Mut zur eigenen Meinung zu motivieren! (Finde ich gerade in der Schule sehr wichtig!! Fördert das Argumentieren. Lernen für’s Leben!)
    @Wolfram: Bin sicher zu spät, aber was tun, wenn sich der Schwachsinn schon so lange hält?
    @Weltbeob@chterin: Manchmal genieße ich es, wenn mir in den Mantel geholfen wird. Ich helfe aber auch Frauen in den Mantel, wenn ich dabeistehe und mache ihnen dabei keinen unsittlichen Antrag, oder glaube gar, sie sind zu ungeschickt, alleine in den Mantel zu schlüpfen. Aus der Maus einen Elefanten machen, sag ich!
    @gDino: Männliche Vertreter des Feminismus gibt es sicherlich. Also Frauen, die auf Männer machen. Keine Ahnung, ob die Binnen-I schreiben. 😀
    @nömix: Schade, dass Joghurt sächlich ist. Aber man darf glaube ich „der“ Butter sagen. 😀
    @michaela: Das war eine offizielle Einladung, da war nichts von Ironie dabei. Die wollten Geschäfte machen. Ich meine auch, ich muss mich nicht über eine großes I mitten im Wort definieren. Allerdings gebe ich joulu schon Recht, dass es bewusstseinsbildend ist. Schon alleine wenn das Binn-I aufregt und man meint, man braucht es nicht, hat es bereits seine Aufgabe erfüllt. 🙂
    @Ellja: Da bin ichIn glücklich!
    @Beatrice: tja, wobei der Busen ja die flache Abteilung der Brust ist. 😉
    @George: Gewisse Ausdrücke, wie zB „Schwuler“ oder „Lesbe“ getraut man sich schon nicht mehr sagen, weil es ein böses Wort sein kann. Aber das Problem ist doch vielmehr, dass diese Wörter durch die Vergangenheit negativ besetzt sind. Soll man sie deshalb aus dem Wortschatz streichen, weil eine Generation damit Schindluder getrieben hat?

    sorry für die späte Beantwortung der Kommentare.

  19. Pingback: Ziemlich maskulin | Tischgespräche

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