Topfenscheiterhaufen aus Pinzenresten

Ich schreib Pinzenresten, obwohl es jetzt trendy ist, jedes Wort einzeln zu schreiben … Pinzen Resten, Pinzen Rest en, Pin’zn Rest’n oder Pi nzenRe sten. Mathematiker können errechnen, wie viele Möglichkeiten der Getrenntschreibung es gibt. Ich verwerte in der Zwischenzeit die Pinzen und dann können wir über diesen Schrei Bunf Ug end los disku tieren.

Scheiterhaufen klassisch

Pinzen kleinschneiden, 10 dag Butter zerlassen, 4 Eier, 1/4 l Milch, Zimt, Zucker, handvoll Rosinen miteinander vermischen und über die altbackenen Pinzen gießen, alles miteinander vermischen und gut einziehen lassen. In der Zwischenzeit drei Äpfel schälen, fein raffeln und mit der Pinzenmischung vermengen. Weil ich noch Eiklar über hatte, habe ich den Schnee von 4 Klar, Zitronenzeste und 2 EL geriebenen Walnüssen vermischt. Die Pinzenapfelmischung in eine Schüssel füllen, ein wenig (!) andrücken und dann dünn mit einer Schneehaube bedecken. Ca. 20 Minuten bei 170° ins Backrohr.

Topfenscheiterhaufen

Eine bessere Variante habe ich eine Woche später versucht. Bild unscharf, tja, nobody is perfect.

Topfenscheiterhaufen

Topfenscheiterhaufen mit Karamelapfelscheiben

Der obigen Mischung 1/4 kg Topfen untergemengt, Rosinen sind vergessen worden. Die Äpfel habe ich nicht geraffelt, sondern ganz dünn in Scheiben gehobelt. In einer Pfanne ließ ich Kristallzucker karamelisieren und dann rutschte ein EL Butter mit in die Pfanne – der Duft! Die so entstandene Karamelsauce habe ich in die Auflaufform gegossen und die Apfelscheibchen schön fächerartig daraufgeschlichtet. Dann landete die Pinzentopfenmischung weich in die Auflaufform (ohne Apfel und ohne Schneehauberl, weil diesmal Apfelfusserln), leicht angedrückt und ab ins Backrohr.

Das schmeckte wunderbar saftig mit dem Topfen und der Karamelgeschmack hat auch herrlich dazugepasst. Alser kalter und warmer narrisch guat!

Für mich können immer ein paar Kilo Pinzen übrig bleiben. Es grüßt die Ente froh!

15 Kommentare

Eingeordnet unter küchenente

15 Antworten zu “Topfenscheiterhaufen aus Pinzenresten

  1. wun der bar er ein trag🙂 :yes:

    und weisst du was? DAS werde ich mir am week end mal machen!!!
    nur … wo bekomme ich die pinz en res te her, ent chen???
    ach, das wird schon irgendwie gehen … mache ich halt mir erst mal die pinzen …

    soooo lecker sieht dieses zeugs aus, besser als der beste topfapfelstrudel!!!

    liebe grüße zum abend …

  2. Bei Scheiterhaufen habe ich immer die Assoziation zur Jeanne d’Arc auf demselben und dann vergeht mir der Appetit. Das ist wahrscheinlich ein grosser Fehler. Aber ich habe noch nie Pinzen gegessen und bin deshalb bestimmt entschuldigt.

  3. wenn du noch Pinzenreste brauchst, ich hab noch welche – ich gebe sie dir gerne. bin froh, wenn ich mein Gefrierfach entfüllen kann
    deine Rezepturen könnte man als Pinzen2.0 bezeichnen😉

  4. @lamiacucina: Ach geh …. die Assoziation darfst du nur haben wenn es Scheiter’ö’r’auf’ö’n heißt.

  5. @mono: Du kaufst dir einen Striezel und sagst Pinzen zu ihnen. Im Scheiterhaufen ist das egal.

    @weltbeobachterin: Nein, du hast noch immer die Restln zu Hause und sogar eingefroren! Kannst mir sie beim nächsten Treff gerne mitgeben. Ich habe kein Problem, die zu verwerten.😉

  6. Allein für solche Gerichte hat sich die Pinzenverkostung bestimmt gelohnt.🙂
    Ich kenne dieses Rezept (oder ein ähnliches? *kopfkratz*) übrigens als Ofenschlupfer. Ach, da hätte ich heute abend Lust drauf. *seufz*

  7. @Hesting: Danke🙂 Wenn nicht heute, dann morgen!
    Ofenschlupfer sagt mir jetzt etwas, aber ich kann es nicht zuordnen, woher ich das kenne. (Ah, deutscher Ausdruck – gegoogelt😉 )

  8. ma muass es hoid nua dawoadn kina: ich wusste, ich bekomme ein feines, doppeltblindgebackenes rezept, damit auch meine eingefrorenen pinzenreste (die hälfte bladdlad für genau dafür, die hälfte entrindet und gewürfelt, für briocheknöderl) adäquat verwerte. (aber es wäre ja wurscht, ob pinzen oder schwarzbrot drin wären, sobald walnüsse in den zutaten stehen, bin ich nicht mehr zurechnungsfähig.)

  9. Ich würde mich auch für den topfigen Scheiterhaufenentscheiden, schon wegen dem Karamel! Glaubst du, ist das auch eine Verwertung für getrocknete Apfelscheiben, von denen wir in dieser Saison zuviel produziert haben und die in den Gläsern letschert geworden sind?
    LG

  10. ok ay, ve rstan den!
    strie zel gut, sche iter ha ufen gut!
    dan ke🙂

  11. @katha: Bist du nussallergisch? Die Topfenvariante lege ich dir sehr ans Herz!
    @Wienermädel: ich würde die letscherten Apfelscheiben vielleicht in ein wenig Wein einlegen, oder dünsten, dann werden sie wieder apfeliger und dann für den Scheiterhaufen weiterverwenden.
    Außerdem kann man mit den getrockneten Apfelscheiben einen herrlichen Apfeltee zubereiten! Im Sommer gekühlt mit Minzeblättern, oder jetzt noch warm trinken.

  12. joulupukki

    boah – schaut das gschmackig aus. Verschwommen hin oder her: ich brauch jetzt GLEICH was Süßes!

  13. @joulu: Verstehe ich.🙂

  14. Ist das gemein, nur lesen können und nicht probieren. Hätte ich auch nur eine einzige Pinze, ich wüßte, was ich täte –!

  15. Pingback: pinzenzwang, innerer - kulinarische notiz - esskultur

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