Ja, ja der Wein is guat

Ja, ja, der Wein is guat,
I brauch kan neichn Huat,
I setz den oidn auf,
Bevor i Wasser sauf!

Stein des Anstoßes ist ein web2.0socialmediamarketingbiowebweindingsbumms in einer Scheune in nirgendwo. Sollen sie fahren wohin sie wollen, solange es auch bio ist und bleibt. Nein ehrlich, bio ist schon gut, auch wenn es verwurschtet und vertwittert wird. Ist eh blunzn, weil den Wein kann ich hier nicht kosten und die getwitterten Kommentare von dort kann ich nur hinnehmen, weil mir der Zusammenhang fehlt. Warum diese Events trotzdem stattfinden? Man erhofft sich, es wird darüber geschrieben, sofern es schmeckt. #Latexkäse #Testimonial

So antwortete ich auf einen Tweet meiner lieben esskulturellen Twitter und Jourdoux Freundin katha, die ganz im Eifer und voller Freude vom Vortrag eines Bioweinbauern berichtete. Inhaltlich kann ich aus oben erwähntem Grund nichts dazu beitragen, daher fragte ich ganz beiläufig:

” Wie Bio ist Bio im Weinbau?” #Kupfer

 Alle Antworten sind linkerhand zu lesen.

Man merkt am Response, die eifrig rosaroten Bäckchen von katha, bekamen dunkelrote Flecken des Ärgers, weil die guteente so renitent ist. ;-)

Dazu ein wenig Hintergrund, warum Kupfer bei Bio Thema bleiben muss, obwohl es nicht gerne erwähnt wird. Die Bioweinbauern fühlen sich  anscheinend ans Bein gepinkelt, vielmehr sollte der Biobauer viel lauter schreien, als eine Twitterente wie ich.

Kupfer (wie auch Schwefel) wird im biologischen Weinbau als Spritz- und Düngemittel eingesetzt, um gegen Pilzbefall (Mehltau) zu schützen. Mehltau tritt besonders häufig bei feuchten klimatischen Verhältnissen auf.  Der Einsatz von Kupfer ist  beim Bioanbau auf 3 kg pro Hektar reglementiert, bei herkömmlicher Landwirtschaft auf 6 kg pro Hektar. In früheren Jahren wurde durch den Einsatz der “Bordeauxbrühe” ein Vielfaches dieses Schwermetalles eingesetzt, das im Boden nicht abgebaut wird (Höchstwerte bis zu 1000mg/kg pro Hektar, eine Maximalmenge von 100mg/kg pro Hektar wird dringend empfohlen, Quelle boku).

Kupfer ist generell für Körper und auch für den Boden in geringem Maße lebensnotwendig. Es ist allerdings neben Quecksilber als Bestandteil einer Amalgamfüllung wiederum verpönt, was deutlich macht, es kommt auf die Menge an. Wie schon erwähnt, wird es im Boden nicht abgebaut, sondern reichert sich  an und schädigt in Folge die darin vorhandenen Mikroorganismen. Der Einsatz von Kupfer sollte schon vor Jahren verboten werden (Entscheidung 1992 durch die EU, verstrichene Frist 2002, neu 2016), man gewährte allerdings aus Mangel an Alternativen weiteren Aufschub.

Momentan gibt es keine zielführenden Forschungsergebnisse, die einen Ausstieg von Kupfer erlauben. Umsomehr müssen Bio(wein, hopfen, kartoffel, apfel)bauern daher Kupfer zum Thema machen. Es soll sich keiner gereizt fühlen, wenn ich Kupfer und Bio erwähne. Wird der Einsatz von Kupfer verboten, wird der Bioanbau für einige Produkte erschwert.

Wein ist ein gutes Geschäft, mit dem Biomascherl hat es einen guten Marketingbooster. Es stellt sich daher die Frage, wie verantwortungsbewusst gehen Weinbauern mit Kupfer um? Was passiert mit einem Bioweingarten, wenn die Höchstgrenze von 100mg/kg Trockenerde erreicht wurde? Was macht der Biobauer, wenn es 2016 keinen weiteren Aufschub gibt?

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12 Kommentare

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12 Antworten zu “Ja, ja der Wein is guat

  1. endlich wieder ein toller kleiner zynischer beitrag über biokupfergemüse et al von der ente die am besten kocht!
    mit mehreren schmunzerln zum sonntagsfrühstück gerade gelesen und goutiert!
    liebe grüße
    ludwig

  2. entegut

    @mono8 als kritischer konsument dürfen, ja sollen wir hinterfragen! zynisch, ah geh! ;-)
    ich muss allerdings korrigieren, in den pflanzen und früchten sind keine kupferrückstände zu finden. es geht hier um den boden, der durch zu viel kupfer kaputt wird.

  3. schön, dass es wieder lesestoff von dir gibt. gut, dass du kupfer im (bio)weinbau zum thema machst. (weniger gut, dass ich dir als vorlage fürs polemisieren diene, und du mir unterstellst, ich würde „ganz im eifer“ und „mit eifrig rosaroten bäckchen“ – was unreflektiert und naiv-staunend impliziert – vom vortrag eines biowinzers berichten. auf elektronischem wege geht halt auch subtext verloren, wie das augenzwinkern über lamprechts „holy wine“. wärst du gerne dabei gewesen?) gibt’s denn eine (offenbar negative) erfahrung mit biowein oder biowinzern, die dich so wettern und poltern lässt? welche?

    mir fehlt die zeit für tiefergehende recherche und ich bin kein weinprofi.
    aber: glaubst du denn wirklich, die biowinzer wissen nicht, dass kupfer ein großes problem ist? glaubst du wirklich, dass die sich keine gedanken machen, wie dem beizukommen ist, auch wegen der gesetzeslage? glaubst du wirklich, dass jene winzer/innen, denen es vor allem um die langfristige bodenfruchtbarkeit geht, wurscht ist, was mit ihren böden passiert?

    mit den vielen faktoren, über die beim thema (bio)wein zu diskutieren wäre, meinte ich: düngen, spritzen, schwefel, hefen, aufbesserung, konzentrierung, schönung etc.

    was ist noch nie verstanden habe: warum man denen, die sich mehr gedanken (und arbeit) über den nachhaltigsten, schonendsten, zukunftsfähigsten umgang mit den natürlichen ressourcen als die anderen machen, das hackl ins kreuz haut. das halte ich für destruktiv, und ich halte es für eine typisch österreichische eigenart, auf die ich gerne verzichten könnte. warum nicht die avantgarde unterstützen, statt ihr vorzuhalten, dass sie auf den neuen wegen, die sie geht, halt auch mal in eine sackgasse gerät oder stolpert? selbstverständlich soll über kupfer im (bio)weinbau diskutiert werden, so wie über jedes andere problem und jeden anderen missstand auch, und das wird ja immer wieder (und schon lange) thematisiert. aber mit all dem, was in der konventionellen landwirtschaft mit den böden, den tieren, der artenvielfalt, der gesundheit und dem (steuer)geld passiert, sind wir noch lange nicht fertig. lebensmittel und getränke aus konventioneller landwirtschaft sind aber das, was die meisten leute in diesem land kaufen, essen, trinken und damit in seinem fortbestand sichern.

  4. Hallo!

    Der Vortrag in der Scheune war von mir und das Thema Kupfer wohl das Einzige dass man dem Bio Weinbauern, Obstbauern oder Gemüsebauern noch vorhält. Meistens von der Agrar Industrie, die erstens mit Kupfer kein Geld verdient, sondern mit den eigenen synthetisierten Wirkstoffen die übrigens meist deren Patente sind. Also: die Realität sieht so aus: Die Böden die mit Kupfer belastet sind, sind das Ergebnis schlechter Dosage und Anwendung in der Vergangenheit. In einer Behandlung (Spritzung) wurde da gleich kg weise Cu ausgebracht. Zum Unterschied heute: es sind im Bio Weinbau 3kg Cu/ha erlaubt. Im Konventionellen 2kg. Das hat den Grund da sich der konventionelle Weinbau gerne ein öko Mascherl umbinden will da mit sich hier noch unterscheiden kann. Aus der Praxis: wenn ich also pro Durchfahrt 100gCu/ha ausbringe kann man sich ausrechnen dass ich im Jahr auf 1 kg komme. Das ist im Verhältnis gar nichts. Das schwankt natürlich von Jahr zu Jahr und Witterung. Hier von Bodenbelastung zu sprechen ist nicht zutreffend. Reduzieren kann man Cu ganz leicht mit diversen Pflanzenstärkungsmitteln wie Algenauszüge etc. Ohne Schwefel kommt man auch aus. Ist jedoch aus biodynamischer Sicht ein wichtiger Teil des Pflanzenwachstums und des Energiestoffwechsels der Pflanze auch mit der Umgebung. Einen weiteren Vorteil den wir heute haben ist dass sich die Kupfer Präparate verändert haben. Diese sind in ihrem Molkülaufbau moderner geworden und wirken bei geringeren Mengen wesentlich besser.
    Das war jetzt allerhand technisches Blabla. Wieso man Cu ausbringt hat den Grund da der falsche Mehltau im feucht-warmen Weinbaugebiet (ganz Österreich) erhebliche Schäden anrichten kann. Der Pilz wurde wie so vieles aus Nordamerika vor ca. 130 Jahren eingeschleppt. Damals reduzierte sich der Weinbau und anderem auch durch den echten Mehltau und der Reblaus auf ein Minumum um sagen wir ca. 80%! Es ist natürlich im Interesse des Bioweinbauern Cu in Zukunft zu reduzieren. Leider ist die Forschung etwas zu langsam weil das Geld fehlt. Was glauben Sie wer wohl die Forschung in diese Richtung stört??? Alternativen sind pilzwiderstandsfähige Sorten (wobei die geschmacklich und von der Qualität nicht hochwertig sind) bzw Humus- und Bodenleben Aufbau der Weingärten damit die Pflanzen insgesamt widerstandsfähiger sein können.
    Die Debatte mit Kupfer ist deshalb überzogen, meist realitätsfremd und der Praxis nicht mehr entsprechend. Man möchte gerne dem Bio Bereich einen Stempel aufdrücken. Bei den Gurken hat man das jedenfalls geschafft.

    Hier noch ein Link vom Fibl:
    http://www.bio-wissen.org/documents/bio-wissen_wein.pdf

    lg aus der Steiermark

  5. Bei uns spricht glaube ich keiner von Bio-Wein – zumindest fällt es mir nie auf. Ich schaue immer nur, ob wohl noch die Sulfite drinnen sind :D

  6. finde den angriffslustigen enteton bisweilen recht amüsant, hab mich aber doch gwundert, warum hier ausgerechnet eine “gute freundin” angegangen wird. die replik auf das posting finde ich hervorragend, zeigt sie doch das wesen guter kommunikation – nämlich: selbstreflexion und nachsicht. auf die freundschaft!

  7. @ katha

    Das habt ihr nicht für euch gepachtet, du müsstest mal hören wie hier in D gegen Bio gewettert wird! Komischer und höchst ungerechterweise aber immer gegen Bio Bauern, weniger gegen die Bio Labels bei Aldi, Edeka etc.
    Das macht mich echt grantig, diese dauernde unqualifizierte und von daher nicht mal genau spezifizierte Nörgelei. So wie es lange war in Ackerbau und Viehzucht kann es ja nicht ewig weitergehen, aber die Leut wollen einfach nix einsehen, und zahlen wollen sie schon gar nix, auch nicht den Bauern die Arbeit.

    Aber zu dem Beitrag hier, ich find gut daß das Thema angesprochen wurde und sich darüber auseinandergesetzt wird, ihr macht das beide gut, die Ente und du :)
    (Ich hab das mit dem Holy Wine gleich gedacht, daß das eher ein ‘Jössas!’ Tweet war)

  8. Biomüsli, Bioriegel, Bioeier, Bioschuhe und Bio-T-Shirts – es gibt so viele Produkte, die auf dem Bio-Trend mitfahren, in Wirklichkeit aber alles andere als Bio sind. Da muß man schon sehr genau hinsehen, und es gibt keinen Grund, das ausgerechnet bei Wein nicht zu tun. Wenn Bio-Winzer sprichwörtliche Kupfer-Leichen im Keller liegen haben, muß man so lange danach fragen, bis sie eine zufriedenstellende Antwort geben können. Ich kann nicht erkennen, wieso man mit Bio-Anbauern, egal wovon, nachsichtiger sein sollte als mit anderen: Entweder es ist bio, was sie machen, oder nicht. Bemühen reicht nicht.

    Auf der anderen Seite ist es natürlich Quatsch, Bio-Produkte in Bausch und Bogen zu verdammen, nur weil es immer wieder zum Mißbrach des Bio-Labels kommt. Das Bio-Produkte besser sind, für die Umwelt, für den Verbraucher und meist auch für den Geschmack, steht aber doch gar nicht zur Debatte. Allerdings müssen sie auch wirklich bio sein, gerade so merkwürdige Kompromisse führen nicht nur zu einer Verschlechterung der Produktqualität, sondern auch zu einer Abwertung des Rufes von Bio-Produkten insgesamt.

  9. Solange es keine Alternative zu Kupfer gibt, muss man als Konsument entscheiden, ob man Biowein mit diesem “Makel” kauft oder nicht. Ich kaufe, wie bei Lebensmitteln, bevorzugt Bio-Wein, wenn die Qualität mich überzeugt.
    Das Bio-Mascherl funktioniert bei Wein nicht:
    Weltweit vermeiden die meisten De Facto-Bio-Bauern die Vermarktung ihres Weines unter einem Bio-Label, weil sie es als preis- und imagemindernd ansehen. Erst beim genauen Nachfragen erfährt man, dass viele sehr teure und berühmte Spitzenweine im Bordeaux und im Burgund Bio-Weine sind.

  10. Krankheitsbedingt habe ich erst jetzt Kommentare freigeschalten und kann auch erst jetzt darauf reagieren. Dadurch ist der Kommentar des Bioweinbauers Lamprecht erst später lesbar geworden. Bitte nachlesen, denn auch diese Worte sind wichtig für die Diskussion!

    @katha: Tut mir leid, wenn du dich “attackiert” gefühlt hast. Natürlich fehlt mir der Zusammenhang zu “Holy Wine”, daher auch mein ironischer Kommentar, wie unnötig es ist über solche Events zu twittern, weil jeglicher Kontext dazu fehlt. Das beantwortet auch gleich deine Frage: Nein, ich wäre nicht gerne dabei gewesen. Ich lasse mich generell nicht gerne instrumentalisieren und ich sehe diese “camps” als Mobilisierung von Gratisaufmerksamkeitsverstärker.
    Du hast !vollkommen! Recht mit deiner Meinung, wie viel Energie und Aufwand Biobauern in eine schonende Landwirtschaft stecken. Das will ich in keiner Weise bestreiten und möchte trotzdem auf Videbitis Kommentar verweisen, dass wir deshalb nicht schonender mit ihnen umgehen müssen.
    Was ich mit meiner Polemik versuche, dass Biobauern nicht auf ihrer Erdkrume sitzen bleiben und lamentieren, sondern dieses (zb Kupfer-)Problem aktiv in der Öffentlichkeit bekannt machen, damit sich eben etwas tut. Wir fliegen am Mond, könnten mit Wasser Auto fahren (wenn es die Industrie wollte), kurzum uns stehen mit den wissenschaftlichen Mitteln und Forschungsmethoden fast alle Türen offen. Es ist aber wie in allen Fällen eine Sache der Wirtschaftlichkeit, welches Thema einen materiellen Forschungszweck an den Tag legt. Und das zipft mich ungemein an!

    @Lieber Bio-Weinbaucher Lamprecht!
    Es freut mich eine Reaktion eines Betroffenen hier zu lesen. Bei meiner Recherche im www habe ich leider keine derartige Diskussion gefunden, auch wenn behauptet wird, Kupfer wird von der Zunft thematisiert (vielleicht am Weinhauerstammtisch ..).
    Laut Gesprächen, die ich auch mit Weinbauern geführt habe, ist der Bioweinbau insofern schwierig, weil (angeblich) Spritzmittel durch den Wind in Nachbarweingärten vertragen werden und bei Blattproben erkannt werden. Damit ist eine Biozertifizierung nicht möglich. Ich kann da nur aus Erzählungen von Weinbauern berichten und habe dies nicht recherchiert. Eine gute Infoquelle und Übersicht bezüglich Schädlinge, Düngung und Pflanzenschutz bietet http://land.lebensministerium.at/article/archive/16882. Problematisch ist natürlich auch (das entnehme ich einer Schrift der Boku), dass man im Weinbau Modetrends folgt und Reben großzieht, die in Ö nicht heimisch sind und sich deshalb mit unseren klimatischen Verhältnissen ein bissl schwer tun. Es wäre hier angebracht, wenn Weinbauern ihren Schwerpunkt auf gebietsspezifische Weinsorten legen und diese auch marketingmäßig promoten. Bestes Beispiel ist die gelungene Wiedergebut des Wiener Gemischten Satz, der jahrzehntelang weg vom Fenster war und jetzt als “Spezialität” gehypt wird. Auch der Grüne Veltliner hat mittlerweile Exportpotential und wird außerhalb von Österreich gut angenommen.
    Ich glaube übrigens gar nicht, dass man Biobauern einen Stempel aufdrücken möchte, das haben sie schon selbst getan.

    @rufus: Mir kommen auch nicht so viele Bioweine unter.

    @lokalreporter: Ich bin katha nicht “angegangen”, weil sie katha ist, sondern weil sie darüber berichtet hat. Ich meine wenn es eine gute Freundschaft ist, dann muss sie das aushalten. Mein zynischer Unterton, den ich habe, soll ihre Person in keiner Weise diskreditieren.

    @George: Du bringst das Problem auf den Punkt, dass für Lebensmittel nicht viel ausgegeben werden möchte. Das finde ich sehr bedenklich und traurig. Der Al+i, der bei uns ja H+fer heißt, nützt Bio aus, um sich ein Mascherl umzuhängen. Ich meine gelesen zu haben, die Bioumsätze des Diskonters befinden sich in einem vernachlässigbaren Bereich. Ich will sowieso lieber beim Produzenten kaufen, sofern das machbar ist. Da hab ich den gleich am Krawattl, wenn das Produkt nicht passt. :-)

    @Videbitis: Danke für deinen Kommentar!
    Vielleicht reguliert Bio auch die Anbaumenge? Es muss einfach nicht alles im Überfluss vorhanden sein. Es tut gut, wenn wir unsere Bedürfnisse von überquellenden Warenangeboten ein bisschen zurückschrauben. Die Paradeiser, die Salathäupteln, etc. müssen nicht in einem riesigen Berg angeboten werden und am nächsten Tag der Entsorgung zugeführt werden. Da gibt’s einen sensationellen Film (we feed the world) eines Österreichers, der darüber berichtet, dass man mit Brotabfällen bereits Fernheizwerke betreibt.

    @Eline: In Frankreich gibt es Biobauern? Ich fasse es nicht. Sind das diejenigen, die meinen, das Stopfen der Enten mit Biomais macht den Viecherln nichts aus? Der Franzos geht doch überhaupt nicht schonend mit seiner Umwelt um und dann soll das Weinmassenproduktionsland Frankreich auch noch Biowein haben? Ich glaube es dir, es fällt mir allerdings schwer. Es wäre interessant einen vergleichbaren Wert zu haben, wie viel Prozent Biowein Frankreich zu Österreich produziert. Wenn der Prozentsatz hoch und relevant ist, dann frage ich mich, warum die Wissenschaft nicht nach einem Kupferersatz forscht.

  11. Bioweinpioniere in Europa waren einige Winzer an der Loire. Und viele berühmten Güter im Bordeaux und Burgund sowie an der Rhone arbeiten schon jahrelang biologisch oder biodynamisch. Statistiken habe ich keine. Ich weiss das nur als Konsumentin, die gerne Wein trinkt. Und ich informiere mich bei allem, was ich esse, trinke und sonstwie konsumiere, über die Produktionsbedingungen.
    Von geschätzten 400 bis 500 Flaschen in unserem Weinkeller (führe auch hier keine Statistik), sind inzwischen 2/3 Bioweine. Davon sind die deutschen und österreichischen und die günstigen französischen aus Roussillon und Languedoc meist dezitiert am Etikett als Bio gekennzeichnet. Die teuren Franzosen verschweigen das Bio zumindest auf den Etiketten und werben nur mit ihrem bekannen Namen. Dass sie Bio produzieren erfährt man dann nur bei genauerer Recherche.

  12. joulupukki

    Wow ! brisantes Thema, wenn man es an der regen Diskussion im Anschluß misst…

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