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Palais Todesco und Belcanto

Letzte Woche war ich bei einem sehr schönen Adventkonzert. Es war das Konzert der “Carangelo Belcanto Academy”, das nach jedem Meisterkurs stattfindet. In diesem Kurs finden sich nicht nur professionelle Sänger, sondern auch Sänger, die den Gesangsunterricht ohne Blick auf die Karriere machen, Anfänger, Fortgeschrittene und “upcoming voices”. Die Teilnehmer kommen aus aller Herren Länder und werden nach einem Auswahlverfahren in die Meisterklasse aufgenommen. Unterrichtet wird die Kunst des Belcanto-Gesangs, die nur mehr von ganz wenigen Maestros weitergegeben wird. Ich will jetzt nicht weiter ins Detail gehen. Wer sich dafür interessiert, kann mich gerne darauf ansprechen.

Das Konzert hat in einem der schönsten Wiener Palais stattgefunden und das ist eigentlich der Knackpunkt der Geschichte, weil wenige diese Räumlichkeiten kennen. Selbst in meinem DuMont Reiseführer finde ich das Palais nicht. Ok, das Buch stammt noch aus der Zeit, als das Palais öffentlich nicht zugänglich war, aber deswegen kein Wort darüber zu erwähnen ist schlimm. Früher war im Palais Todesco die ÖVP-Zentrale beheimatet und nun gehört das Bauwerk einer der Partei nahestehenden Versicherung. Jetzt kann man die Räumlichkeiten (um viel Geld) anmieten und hat damit Einblick in die feudale Welt des 19. Jhdts in Wien.
Das Haus befindet sich gegenüber des (seitlichen) Bühneneingangs der Wiener Staatsoper und hat die Adresse Kärntnerstraße 51, ist also am Beginn der Shoppingmeile, die Richtung Steffl führt.
Erbaut wurde es für den Baron Todesco von Ludwig Förster und Theophil Hansen (Innenausbau), der sich für viele Prachtbauten entlang der Ringstraße verantwortlich zeichnet.

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