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flashmob in boboville :-)

besser hat mir carmina burana gefallen. 🙂

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A schene Leich

wie wichtig ist mir/euch das?

Die liebe Weltbeobachterin meldet sich nur mehr selten zu Wort. Aber wenn, dann hat es in sich. So trat sie schon im September eine Gedankenlawine in mir los, die mich noch immer beschäftigt:

Ist es mir wichtig, was mit einem nach dem Tod passiert? Will man so liegen, wie der Lust- und Ziergärtner auf einem verwunschenen Friedhof?

Friedhof St. Marx

Wird man verbrannt?
Will man von seiner Grabstätte eine schöne Aussicht haben?
Liegt man unter einem Baum, wo das Hunderl in der Zeit danach seine Äußerlrunden dreht?
Soll die Grabstelle bepflanzt werden und wenn ja, wie?
Oder ist einem das einfach alles wurscht?

Auslöser war dieser Artikel im Bestatterblog von Peter Wilhelm, einem Autor der längere Zeit in diesem Gewerbe arbeitete. Die Geschichten sind „wahre Fikton“.

Die Diskussion hat weltbeobachterin per twitter ausgelöst. Lies nach, was die anderen davon halten:

A schene Leich:

Muss man bei einem Begräbnis im Mittelpunkt stehen?

Grabplatte wie die Wiener 🙂

Friedwaldbestattung heißt das Frau Ente!

Moser „Erst wenn’s aus wird sein … da pock ma die siebn Zwetschkn ein … und solaung ois noh a tulli gschdöhdes Mahdl doh, do sogn mia Weana joh, hoit joh, und foan ned oh.“

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Stadttempel Seitenstättengasse

Kopfbedeckung ja – nein, Perücke ja – nein, das hat uns alle miteinander beschäftigt und holte die Experten in meinen Blog.

Heute besuchte ich mit einer Freundin die Synagoge, richtig Stadttempel in der Seitenstättengasse in Wien. Der Bereich um die Synagoge unter den Wienern das Bermudadreieck genannt, zeichnet sich durch ziemliche Polizeipräsenz aus. Die intensive Polizeiüberwachung und auch die Sicherheitskontrolle zur Synagoge sind seit dem Anschlag 1981 besonders intensiv gehalten.

Die Führungen in der Synagoge werden leider nicht oft abgehalten, oder ich habe sie bis jetzt immer versäumt. Ich war zwar schon einmal während meiner Schulzeit drinnen, aber konnte mich nicht mehr so genau erinnern. Bei der telefonischen Anmeldung musste Name und Adresse angegeben werden. Am Tag selbst hatte man sich nur durch einen amtlichen Lichtbildausweis zu legitimieren. Da musste mein Führerschein herhalten, mit einem Foto, das mich mit jungen 19 Jahren zeigt. Mich wundert immer wieder, wie das Foto nach wie vor akzeptiert wird. Es hat in keinster Weise mehr Ähnlichkeit mit mir. Allerdings die Brillen auf dem Foto (riiiiiiiesige Wagenräder) sind mittlerweile wieder modern. Die weiter Kontrolle erfolgte wie beim check in im Flughafen. Ob ich eine Waffe mitführe und natürlich musste ich antworten: „Meine Waffe ist meine verbale Schlagkräftigkeit“. In dem Moment wusste der junge Bursch nicht, ob er lachen oder weinen sollte. Tja, wenn Oma einmal ein Scherzchen macht, kann man ihr zuliebe ruhig lachen. höhööö!

Drinnen im Stadttempel wurden wir von Herrn Kurt Rosenkranz begrüßt, der der Gründer des veranstaltenden Vereins „Jüdisches Institut für Erwachsenenbildung“ ist. Nur kurz zu dem Verein, der nicht für Juden gegründet wurde, sondern die Begegnung von „Goi“ (Nichtjuden) mit Juden fördern soll. Übrigens kann man dort auch jiddisch lernen. Herr Rosenkranz jugendliche 82 Jahre, die man ihm wirklich nicht ansieht – masel – erzählt über die Geschte des Stadttempels in Wien, die ich hier nicht wiedergeben möchte, weil man sie nachlesen kann.
Anschließend wurden Fragen gestellt und ich weiß nun endlich, warum Juden Steine auf Gräber legen. Das kommt nämlich von der Wüste Sinai, die Moses fünf Mal „umrundete“. Der Wüstenboden ist hart wie Stein. Verstarb ein Mensch, musste er mit Steinen bedeckt werden. Und als Erinnerung an die Wüste Sinai werden auf jüdische Gräber Steine gelegt. Auch gewusst?

Ach ja, die Sache mit der Kopfbedeckung ist die: Orthodoxe Jüdinnen tragen tatsächlich eine Perücke. Sie müssen nämlich am Tag der Heirat die Haare kurz schneiden. Da man sich als jüdische Frau einmal für einen Mann entscheidet, soll man für andere „fremde“ Männer nicht mehr attraktiv sein. Damit nehme ich an, wenn in der Hitze des Gefechtes die Perücke schief liegt, soll der Mann vor Schreck davonlaufen. Die Perückensache ist nur für sehr strenggläubige orthodoxe Juden üblich. Übrigens müssen jüdische Frauen als Jungfrauen in die Ehe gehen, das ist einer der wenigen Scheidungsgründe, wenn sich das im Nachhinein herausstellen sollte, dass es vor der Ehe schon mal etwas gegeben hat. Die Idee des jüdischen Glaubens gefällt mir sehr, aber diese Sache finde ich ziemlich antiquiert und unterscheidet sich nicht vom katholischen Glauben. Wie sich Juden zu Homosexualität äußern, wollte ich noch fragen, aber dann dachte ich mir, ich will mir den Glauben behalten, dass diese Glaubensrichtung eine tolerante Haltung zum Menschen hat.

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Der Tod und der Wiener

Lanz kocht, schau ich immer wieder gerne.
Finde es interessant, wie Lanz ein Abbild von Kerner ist. Sind die beiden Geschwister? Besonders affig sind die Fragen ins Publikum, ob sie jetzt Sekt oder Champagner, oder etwas kosten wollen. Dann der Schwenk zum Publikum, wo man die Zuseher mit gewetzten Messern und Gabeln sitzen sieht und heftig nicken, begleitet mit einem „Jaaaaa“-Raunen. Was ich nämlich peinlich finde, wenn ich zu einer Kochshow mein eigenes Besteck mitnehme. Wenn das jemals im Zustand meiner geistigen Verwirrung der Fall sein sollte, dann möge in dem Moment bitte ein riesiges Loch aufreißen und mich der Teufel holen.
Und da wären wir schon beim Thema. Man glaubt es kaum, zu diesen Shows reisen sie sogar aus Österreich an. Dabei war bei dieser Sendung weder Lafer noch Schuhbeck dabei, die uns ja von ihrem Gemüt eher zu Gesicht stehen, als eine ewig grantige Poletto, oder ein besserwissender Mälzer. Und so wackelte Lanz zu den vier Österreichern und beglückte sie mit einem weniger gelungen Wiener Dialekt-Gespräch. Worauf die Österreicher, sie kamen aus dem Bundesland, sich wieder davon distanzierten Wiener zu sein. Gut, dieses liebevolle gegenseitige Kopf-abhacken-wollen zwischen den Bundesländern und dem Wasserkopf kennen wir bereits und habe ich soeben auf einem steir. Blog erlebt (welche blinde Voreingenommenheit Menschen oft von sich selbst haben, kann man teilweise nur in Blogs lesen. Für das Auge-um-Auge-Zahn-um-Zahn-Leben wären sie für so eine Aussage sowieso zu feige).

Gehen wir weiter in der Kochshow. Der gute Lanz setzt sich neben die Österreicher und der Zuseher lernt dabei, Österreicher sehen auch nicht anders aus als Deutsche. Aha, auch Menschen – wie komisch. Und dann erzählt er – Kardinalsfehler – er kennt eigentlich nur die Wiener und deren Dialekt. Das soll er mir einmal vorhupfen, ob er den Wiener Dialekt wirklich kennt und versteht, denn das von ihm zu lange Ziehen von Vokalen macht den Wiener Dialekt nicht aus. Aber lassen wir ihn in dem Glauben. Dann kommt die Aussage, die man sehr oft hört, der Wiener hätte so eine enge Verbundenheit mit dem Tod.
Wie bitte? Wer?
Wie kommt es zu dieser Klischeevorstellung?
Nur weil es Ambros mit „Es lebe der Zentralfriedhof“ über die Grenze nach Deutschland geschafft hat und Ludwig Hirsch „schwarze Lieder“ singt, heißt das doch noch lange nicht, der Wiener hätte eine Todessehnsucht. Das möchte ich hiermit bitte als widerlegt wissen! Der Wiener hat weder eine Sehnsucht zu sterben, noch hatscht er jeden Tag am Zentralfriedhof herum, weil wir sonst keine Spazierwege hätten. Der Totenkult ist bei uns sicherlich geringer, als in anderen Ländern. Mir fallen jetzt die Buddhisten ein, die Juden, die Christen in südlichen Gefilden, die wirklich tagelang verstorbene Menschen beweinen und mit einem Blumenmeer aufbahren, ihnen Grabbeigaben geben, um sie in ein anderes Leben zu verabschieden. (Wobei ich mich jetzt bei den Juden glaube ich irre, wie sie ihre Menschen bestatten.)
Im Wienerlied, das aber in Wien kaum mehr gehört wird, abgesehen von ein paar Touristenheurigen in Grinzing, wo ungarische Fidler in Csardasmanier „Kinder so jung komm ma nimmer mehr z’samm“ raunzen, ist der Tod gegenwärtig. Aber in der Form, dass der Wiener keine Angst vor’m Sterben hat, weil er als Wiener einen Fixplatz im Himmel hat. Im Himmel wiederum sitzen die Engerln und prosten den Neuankömmlingen mit einem Doppler Wein zu. Also diese Larmoyanz wie sie uns zugesprochen wird, ist bei uns in dieser Hinsicht nicht vorhanden. Wir haben lediglich ein natürliches Verhältnis zum Tod. Dass man auf Friedhöfen auch spazieren gehen kann liegt daran, dass die Friedhöfe teilweise parkähnlich angelegt sind. Alte Wiener Friedhöfe, wie der Friedhof der Namenlosen, oder der Friedhof St. Marx sind stillgelegt, verfallen und werden als Kultobjekt – von wem wohl – den Touristen als Geheimtipp gehandelt. Wer hätte sich gedacht, dass der Zentralfriedhof jemals als Fixpunkt einer Stadtführung ist? Mittlerweile befinden sich zwischen den Ehrengräbern mehr Touristen als der Friedhof je Wiener gesehen hat.

Also bitte: Der Wiener ist es nicht, der das Naheverhältnis zum Tod hat. Ganz im Gegenteil!

(Trotzdem liebe ich meine Fotosammlung aus St.Marx, dem jüdischen Friedhof, dem Friedhof der Namenlosen, …. Es ist nämlich schon so, dass ich schon immer gerne auf Friedhöfen spaziert bin und Grabinschriften gelesen habe. Vielleicht ist das typisch Wienerisch, oder auch ein klassisches Entenverhalten?)

stmarx39

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Wenn Fußball Pause macht

lädt das Parlament während der EM zu einer GRATIS Führung ein. Das sollte man doch in Anspruch nehmen. Leider war mein Tag heute schon verplant, aber vielleicht schaffe ich es morgen.
Allen Interessierten möchte ich diese Information weitergeben:

Mo – Sa 9.oo – 16.oo Uhr Interaktive Medienstationen(Info über die parlamentarische Demokratie, die EU, das Innenleben des Parlaments, sowie deren Politiker.

30 Minuten Führung durch das Parlament, Treffpunkt Besucherzentrum des Parlaments

Mo – Sa 10.ooh, 11.ooh, 12.ooh, 14.ooh, 15.ooh, 16.ooh (Deutsch)
10.30h, 11.30h, 12.30h, 14.30h, 15.30h (Englisch)

Keine Führungen, wenn der Nationalrat oder der Bundesrat tagt.

Von der fast menschenleeren Fanmeile, heute aufgenommen.

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25 Jahre Wiener Stadtfest

Leider ein paar Wolken auf dem Himmel, aber trotzdem werde ich ein wenig durch die Stadt flanieren und die Stimmung aufnehmen. Nena tritt auch noch auf und feiert mit dem Stadtfest auch ihr 25-Jähriges Bühnenjubiläum. Herrgott, die Zeit vergeht.

Kann mich ja noch gut an die ersten Stadtfeste erinnern. Nur ein paar habe ich davon besucht, weil ich diese Massenansammlungen grundsätzlich meide. Aber alle Male war es ein sehr buntes und kulturell vielfältiges Festl. Die Homepage war schon besser, aber Hauptsache das Programm ist gut.

Vielleicht mache ich ein paar Fotos, wenn es etwas besonderes zu berichten gibt. Und heute werde ich mir ein Schleckeis gönnen! Jawoll!

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