Meine keine Familie

Sexuelle Freiheit – Kommune – Otto Mühl ist mir in meiner Jugend nicht so wichtig gewesen. 

Vielleicht war ich so „normal“ angepasst und zu feige in irgendeiner Art auszubrechen. Gestern hat der ORF einen genialen Dokumentarfilm über das Leben in der Kommune Otto Mühls gezeigt. „Meine keine Familie“ ist der erschütternde Rückblick wie erhoffte Freiheit in Unterdrückung, Manipulation und psychischen Druck endete. Die Kinder waren die Leidtragenden. Sehr viel später wussten sie erst, wer ihr leiblicher Vater war – Männer, die eigentlich keine Verantwortung übernehmen wollten. Mütter, die ihre Kinder der Gemeinschaft überließen, um Geld für die Kommune zu verdienen. Ein sehr trauriges Kapitel eines Wahnsinnigen! Und wieder einmal eine Bewegung, deren furchtbare Ausmaße erst sehr viel später bekannt und publik wurden. Mögen die verwundeten Seelen wieder heilen!

 

3 Kommentare

Eingeordnet unter Nicht kategorisiert

3 Antworten zu “Meine keine Familie

  1. ja, wieder ein eklatantes Beispiel dafür, dass mann/frau eben hinterher immer klüger ist als vorher…
    lg vom lu

  2. @finbarsgift Hinterher ist man oft klüger, weil man den Abstand zu der Sache hat. Paul-Julien Robert machte im Film mit Videoaufzeichnungen von damals seine Mutter auf die Missstände aufmerksam. Sie war sichtlich fassungslos und erschüttert. Sie dachte sich damals nichts dabei, dass Kinder ihren Vater nicht kannten, denn die Familie wurde als kleinbürgerlich betrachtet.

  3. ja, das kenne ich auch gut von damals noch: nur nicht kleinbürgerlich sein!

    und nun, liebe ente?!

    nun haben wir Patchwork-Familien und Regenbogen-Familien und und und…

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